Frauenvolksversammlung:

Athen, Bremen, Hildesheim

Athen

329 v. Chr. Eine Gruppe von Frauen stiehlt die Kleider ihrer Männer, verkleidet sich und stimmt geschlossen dem Antrag von der ebenfalls verkleideten Praxagora zu. Athen wird von nun an von Frauen regiert. Der Rest des Stückes handelt von der mal mehr, mal weniger funktionierenden Umsetzung der kommunistisch angehauchten Allgemeinguts-Politik von Praxagora. Die Komödie, deren Idee ebenso gut aus der heutigen Zeit stammen könnte, endet mit einem Tanz. Das Stück „Frauen in der Volksversammlung“ von Aristophanes spielt in einer Zeit politischer Umstürze im Zuge der Niederlage Athens im Peloponnesischen Krieg und hinterfragt die bisherige Staats- und Gesellschaftsform. Damit bildet es den Ausgangspunkt der Projektidee und einen ersten inhaltlichen Anknüpfungspunkt.

Bremen

29.03.1969. Aristophanes‘ Stück wird von dem Bremer Stadttheater inszeniert. Zum ersten Mal werden in der Nachkriegszeit kollektive und partizipative Arbeitsweisen von der Regie erprobt und an das Ensemble delegiert. Inhaltlich werden die Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der Demokratie und der Geschlechterverhältnisse auf die damalige politische Situation übertragen. Was zunächst spannend und aus heutiger Perspektive einleuchtend klingt, endet mit der Absetzung des Stücks direkt nach der Premiere. Der zweite inhaltliche und diesmal auch methodische Anknüpfungspunkt ist gegeben.

Bremen

29.03.1969. Aristophanes‘ Stück wird von dem Bremer Stadttheater inszeniert. Zum ersten Mal werden in der Nachkriegszeit kollektive und partizipative Arbeitsweisen von der Regie erprobt und an das Ensemble delegiert. Inhaltlich werden die Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der Demokratie und der Geschlechterverhältnisse auf die damalige politische Situation übertragen. Was zunächst spannend und aus heutiger Perspektive einleuchtend klingt, endet mit der Absetzung des Stücks direkt nach der Premiere. Der zweite inhaltliche und diesmal auch methodische Anknüpfungspunkt ist gegeben.

Hildesheim

06.06.2018. Ein dunkler großer Proberaum, nicht ganz überschaubar. In der Mitte eines Lichtkegels sitzen junge Frauen und Männer im Kreis und murmeln. Einige von ihnen werden gleich aufstehen, sich in kleineren Gruppen zusammenstellen; den Raum noch mehr verdunkeln, laute Experimentalmusik aufdrehen und Szenen durchspielen. Dramaturgisch und szenisch setzt sich die studentische Gruppe sowohl mit dem Aristophanes’schen Stück als auch dem Diskurs der Bremer Uraufführung auseinander. Weitere Details liegen bisher noch im Dunkeln und werden bei der Hildesheimer Uraufführung am 4. Juli 2018 ans Licht kommen.

Hildesheim

06.06.2018. Ein dunkler großer Proberaum, nicht ganz überschaubar. In der Mitte eines Lichtkegels sitzen junge Frauen und Männer im Kreis und murmeln. Einige von ihnen werden gleich aufstehen, sich in kleineren Gruppen zusammenstellen; den Raum noch mehr verdunkeln, laute Experimentalmusik aufdrehen und Szenen durchspielen. Dramaturgisch und szenisch setzt sich die studentische Gruppe sowohl mit dem Aristophanes’schen Stück als auch dem Diskurs der Bremer Uraufführung auseinander. Weitere Details liegen bisher noch im Dunkeln und werden bei der Hildesheimer Uraufführung am 4. Juli 2018 ans Licht kommen.

Text, Bild ung Ton von Valeska Rediger & Charlotte Rauth