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Breaking up With My Phone

  • 23. April 2021
  • Kulturpraxis

„If it’s for free, you are the product.“

– ein Zitat aus dem Film The Social Dilemma, das ich aber auch schon davor öfter gehört habe. Es ist mir im Kopf geblieben. Zugegeben, so viel wie ich und die Leute um mich herum am Handy oder irgendwelchen anderen Bildschirmen sind, kann das nicht gut sein. Aber erst ein durch Quarantäne ausgelöstes Interesse an Dokumentationen – darunter einige zu Social Media – konnte mich dazu bringen die Beziehung zu meinem Handy noch einmal zu überdenken.

Es wird vermutet, dass viel Zeit am Handy Struktur und Funktionen unseres Gehirns verändern können, zum Beispiel unsere Fähigkeit neue Erinnerungen zu formen oder fokussiert zu sein.

Das Handy soll einen Einfluss auf das Selbstbewusstsein, Impulsivität, Empathie, Selbstbild, Schlafprobleme, Stress, Angst und Depressionen haben.

Rund 97,3 Prozent der 14- bis 19-jährigen Personen in Deutschland besitzen im Jahr 2020 ein Smartphone.

Amerikaner*innen checken im Schnitt 47 Mal am Tag ihr Handy.

Amerikaner*innen benutzen ihr Handy durchschnittlich vier Stunden pro Tag.

Konsequenterweise bin ich bei meiner weiteren Recherche auf das Buch „How to Break up with your Phone“ von Catherine Price gestoßen. Es handelt sich hierbei um einen Guide mit 30-tägigem Plan, um die Handysucht zu bekämpfen. Dabei geht es jedoch nicht notwendigerweise darum, sein Smartphone in die Tonne zu treten und folglich nur noch mit Brieftauben kommunizieren zu müssen. Vielmehr ist das Ziel die Beziehung mit dem Handy neu zu definieren, das Negative zu eliminieren, ohne die positiven Eigenschaften aufzugeben. Die Hauptfrage, die wir uns hier stellen müssen ist: Wem (oder was) will ich meine Aufmerksamkeit schenken?

„because our attention is the most valuable thing we have. We experience only what we pay attention to.“ (Price, 2018)

Ich entschloss mich dazu das 30-Tage Experiment selber auszuprobieren und dieses zu dokumentieren. Hier sind die wichtigsten Gedanken, die ich auf dem Weg hatte:

Wie ist meine jetzige Beziehung zu meinem Smartphone?

Ich liebe an meinem Handy, dass ich jederzeit mit meinen Freund*innen und meiner Familie schreiben und in Kontakt bleiben kann. Ich liebe es auch, mich von anderen Leuten auf Pinterest, Instagram usw. inspirieren zu lassen und dass ich zu fast jeder Frage eine Antwort finden kann. Ich liebe nicht an meinem Handy, dass es mir so viel Zeit raubt und dass ich mich durch ständige Erreichbarkeit gestresst fühle. Nachdem ich viel Zeit am Handy verbracht habe fühle ich mich oft ausgelaugt, müde oder gestresst und ängstlich.

Aufmerksam sein!

Ich greife nach meinem Handy, wenn mir langweilig ist oder eher, wenn ich für andere Dinge, die ich machen könnte, nicht genug Energie oder Lust habe. Meine Körperhaltung ist der letzte Dreck, wenn ich am Handy bin. Nachdem ich mein Smartphone benutzt habe, ist mir meist nicht mehr langweilig. Entweder ich war kurz genug dran, dass ich mich nur kurz abgelenkt habe oder (meist) zu lang und bin danach noch energieloser. Benachrichtigungen lenken mich nicht ab, da ich sie schon lange ausgeschaltet habe. Eine Tracking-App musste ich nicht installieren, die war schon auf meinem Handy. Dort kann ich Bildschirmzeit und Anzahl der Entsperrungen einsehen sowie einen Wochenbericht.

Social Media?!

Ich war sehr zwiegespalten, was diesen Punkt angeht. Ich habe das Gefühl, dass ich den letzten Monaten eine ziemlich gute Beziehung zu Social Media entwickelt habe. Ich hatte nicht mal mehr das Bedürfnis durch Instagram zu scrollen und habe nur ab und zu die App geöffnet, wenn ich ein bestimmtes Ziel hatte, zum Beispiel um an meinen Tanzstunden teilzunehmen, die gerade coronabedingt über Instagram lives stattfinden. Andere habe ich nicht gelöscht, sondern erstmal blockiert. Ich hatte die Befürchtung, dass ich, wenn ich die Apps lösche, sie später wieder hrrunterlade und noch mehr benutze. Wie bei einem Jo-Jo-Effekt.

Notifications

In der zweiten Woche soll man Signale identifizieren und Trigger minimieren. Erste Aufgabe: Benachrichtigungen ausschalten. Dies ist etwas, was ich nicht machen musste, da dies eine Sache ist, die ich schon vor Jahren für mich eingerichtet habe. Ich hatte einfach relativ schnell gemerkt, dass mich Benachrichtigungen nervös machen. Mein Handy ist eh immer stumm und zusätzlich hatte ich die Push-Notifications von allen Apps außer Messengers ausgeschaltet. Letztendlich bin ich jetzt aber doch noch einen Schritt weitergegangen und habe auch noch das LED-Licht meines Handys deaktiviert, welches immer geleuchtet hat, wenn ich eine Nachricht oder E-Mail bekommen habe.

Grenzen setzten und App-Blocker

Besonders hilfreich, wenn man sein Handy für bestimmte Uni/Arbeitsaufgaben braucht und nicht abgelenkt werden will: Die Option Apps zu blocken oder nur für eine bestimmte Zeit am Tag zu erlauben. Das hatte mein Handy schon. Wenn ich Social Media nicht ganz aus meinem Leben streichen will (weil sie ja auch durchaus positiv genutzt werden können), ist das eine tolle Funktion. Grenzen wie „No-phone-zones“ oder bestimmte Zeiten ohne Handy einzurichten, hilft sehr. Tabu sind für mich nun Küche und Badezimmer sowie eine halbe Stunde nach dem Aufwachen.

Attention Span und Pausing

Öfter eine Pause einlegen und sich bewusst werden, was man gerade macht, ist sehr wichtig. Wenn ich mich überfordert fühle, dann hilft es mir auf jeden Fall still zu sein. Nichts zu machen. Einfach mal auf dem Bett liegen und an die Wand starren oder aus dem Fenster. Musik hilft mir auch sehr dabei. Oder lesen! Ich habe gemerkt, dass es mir die Jahre immer schwerer fiel zu lesen. Meine Aufmerksamkeitsspanne hat einfach nachgelassen! Aber das kann wieder trainiert werden.

Einen Tag ohne Handy

Ein Teil des 30-tägigen Plans ist ein „Phast“ – Fasten fürs Phone sozusagen. Ich habe mich in dieser Zeit sehr gut gefühlt. Ich habe mich erschrocken, wie sehr ich doch unter Strom stand, da ich konstant neue Nachrichten/Benachrichtigungen erwartet habe. Dieses Gefühl, dass jederzeit etwas kommen könnte. Ich habe dadurch auch erfahren, wie unnötig das Handy teilweise ist (man kommt auch ohne gut durch den Tag) und gleichzeitig aber auch, wofür das Handy sehr praktisch sein kann, wenn ich es doch mal für etwas gebraucht hätte. Ich habe mir vorgenommen nun ca. jede Woche mir einen Tag zu nehmen und aufs Handy zu verzichten. Es zumindest in den Flugmodus zu stellen.

Das Selbstexperiment war sehr interessant und ich konnte neue positive Gewohnheiten davon mitnehmen. Ich empfehle jedem, die Beziehung mit dem eigenen Smartphone einmal zu reflektieren. Selbst wenn du auf den Entschluss kommst, nichts ändern zu wollen, ist das auch gut! Aber sich erst einmal bewusst zu werden, was man eigentlich will, kann auf keinen Fall schaden.

Sources:

Price, Catherine: How to Break up With Your Phone. Ten Speed Press. New York, 2018

Tenzer, F.: Anteil der Smartphone-Nutzer in Deutschland nach Altersgruppe 2020. Statistika, 2021. Internet: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/459963/umfrage/anteil-der-smartphone-nutzer-in-deutschland-nach-altersgruppe/

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