BABY + UNI: TIPPS UND TRICKS
von Malu von Marschall
Alle haben dir gesagt „Es ist Liebe auf den ersten Blick“ – von wunden Nippeln, Augenringen bis zum Bauchnabel und der ständigen Angst, dass das kleine Wesen in deinen Armen gleich aufhört zu atmen – davon hat keiner geredet.
Jedes Baby ist anders: Die einen schreien viel, die anderen geben keinen Ton von sich. Einige Babys bekommen mit fünf Monaten Zähne, andere sprechen erst, wenn sie drei sind. Das Wichtigste ist, dass ihr euer Baby liebt, egal was es macht oder kann. Wenn es noch nicht den Kopf heben kann, obwohl es das „sollte“, oder seine Füße nicht in den Mund nimmt, obwohl andere Babys in seinem Alter das tun – ganz ruhig! Das wird schon noch passieren. Einige Babys brauchen länger als andere – bei meinem eigenen Baby und den Babys meiner Freund*innen hab ich dies nun oft beobachten können. Stresst euch nicht selber, denn das geht 1 zu 1 auf euer Baby über – die kleinen Krümel sind sehr sensibel und spüren eure Stimmung!
Random Tipps:
Schlaf, wenn dein Baby schläft! Nutze auch Pausen zwischen Seminaren!
Tu was für die Umwelt und nutze statt Pads für den BH einen Still-BH von Ooia – der ist zwar teuer, aber den wirst du nie wieder ausziehen wollen!
Die meisten Supermärkte (und dm & Rossmann) haben Einkaufswägen, die eine Vorrichtung für Babyschalen haben – das macht Shopping mit Baby viel einfacher!
Kurzer Ausflug zum Thema Impfen:
Ihr müsst euer Baby nicht impfen lassen, wenn ihr nicht wollt! Am Ende des Tages entscheidet nur ihr, was mit eurem Kind passiert und was gut für es ist! Die Meinungen zu diesem Thema gehen so krass auseinander: die eine Hälfte der Menschheit ist dafür, die andere dagegen.
Auch bei uns war das ein Thema, ich bin zum Beispiel keine Impfgegnerin. Dennoch bin ich der Meinung, dass der kleine Körper meiner Tochter noch nicht unbedingt die volle Dröhnung Stoff bekommen sollte. Deshalb haben wir uns entschieden, sie erst mit ca. zwei Jahren impfen zu lassen.
Außerdem sind einige Impfungen vielleicht wirklich Quatsch, zum Beispiel Windpocken. Lasst euch aber zu dem Thema auf jeden Fall (auch von mir) nicht zu sehr beeinflussen, sucht euch am besten eine*n ganzheitliche*n Arzt/Ärztin, die/der nicht allzu versteift mit dem Thema umgeht.
Mein Buchtipp an euch: „Impfen kurz & praktisch“ von Dr. Martin Hirte.
Kurzer Ausflug zum Thema Stillen:
Für einige Mütter ist stillen überhaupt kein Thema, für andere ein richtiger Pain. Das Wichtigste auch hier: Dein Baby und du müsst euch wohl fühlen.
Gerade in den ersten acht Wochen ist Muttermilch das Beste, was dein Baby bekommen kann. Nicht nur, dass es super viele Antikörper und wichtige Nährstoffe aus der Muttermilch zieht, es bekommt auch noch deine Wärme und Nähe on top – und das ist so was von wichtig, damit sich dein Baby geborgen und sicher fühlt!
Wenn du nicht stillen willst oder kannst, ist das auch kein Problem (dann solltest du aber extra viel kuscheln). Es gibt Fertig-Milch, mit der du zufüttern kannst. Auch eine Kombination ist möglich, wenn das mit dem Stillen am Anfang noch nicht so klappt. Dein Baby wird auf jeden Fall auch so gesund und munter sein.
Wenn du stillen willst, aber nicht kannst, könntest du zum Beispiel deine Ernährung ein bisschen umstellen. Lass einfach ein paar Sachen weg, so wie Kaffee (einfach umsteigen auf koffeinfrei) und Zwiebeln. Es gibt auch einige Lebensmittel, die super milchfördernd sind – zum Beispiel Bockshornklee oder Fenchel-Anis-Kümmel-Tee (da kannst du dich in der Almsstraße bei TeeGschwender auch super beraten lassen). Wenn es trotz dessen immer noch nicht klappt, lass mal deine Schilddrüse untersuchen – die ist ja für Hormonsteuerung zuständig.
Im Zweifel immer die Hebamme fragen oder bei der Stillberatung anrufen. Was mir total geholfen hat: die Non-Profit Organisation La Leche Liga. Die sind wirklich toll und bieten kostenlose Stillgruppen an. Auch zu anderen Fragen rund ums Thema Baby sind sie da, du kannst hier einfach eine Stillberaterin in deiner Nähe finden.
fotos & text by
Malu von Marschall