PaQuaGGS

Partizipation als Gelingensbedingung von Qualitätsentwicklung in Ganztagsgrundschulen

[english website] 

Projektlaufzeit: 01.10.2024 bis 30.09.2027

Projektbeschreibung

Der Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote an Schulen erfordert die Entwicklung qualitätsvoller Ganztagsbildungskonzepte. Um die an ganztägige Bildung gestellten Ansprüche und Erwartungen umzusetzen und Ganztagsgrundschulen zu Lebens- und Erfahrungsräumen auszubauen, müssen alle Akteursgruppen in Schulentwicklungsprozesse eingebunden werden. 

Das Vorhaben untersucht, wie eine nachhaltige Qualitätsentwicklung und -sicherung an Ganztagsgrundschulen gelingen kann und macht Partizipation zur zentralen Qualitätsdimension. Am Beispiel von ausgewählten Ganztagsgrundschulen des UNICEF-Kinderrechteschulnetzwerkes wird untersucht, wie Teilhabe und Mitwirkung verschiedener Akteursgruppen gesichert und eine partizipativ-demokratische Ganztagsschul- und Lernkultur entwickelt werden kann. Dabei stehen Maßnahmen und Veränderungsprozesse im Fokus, die auf die Qualitätsentwicklung der Einzelschule als Gesamtsystem zielen.

Ziel des Vorhabens ist es, Partizipation als Gelingensbedingung von Qualitätsentwicklung in Ganztagsgrundschulen zu profilieren. Basierend auf den Ergebnissen der empirischen Erhebungen an Good-Practice Schulen wird mit einschlägigen Praxispartner*innen ein Index für partizipative Ganztagsgrundschulentwicklung erarbeitet und es werden Transfermodelle für dessen Implementierung konzipiert und im Kinderrechteschulnetzwerk erprobt.
 

Methodisches Vorgehen

An sechs Ganztagsgrundschulen des UNICEF-Kinderrechtenetzwerks Niedersachsen werden partizipative Prozesse erforscht. Dabei wird ein qualitativ-multimethodaler Zugang verfolgt, der Dokumentenanalysen, teilnehmende Beobachtungen an den Schulen, Expert*inneninterviews mit Vertreter*innen der Leitungs- und Trägerebene, Fokusgruppen mit den verschiedenen Akteursgruppen, auditive Aufzeichnungen von Settings im Ganztag sowie die partizipative Forschungsmethode PhotoVoice umfasst. Über die Kombination verschiedener methodischer Zugänge sollen Praktiken der Partizipation sowie Erfahrungen der Teilhabe und Mitwirkung aller Akteursgruppen (Leitungspersonal, Lehrkräfte, weiteres pädagogisches Personal, Kinder, Erziehungsberechtigte) möglichst umfangreich erfasst werden.
 

Abbildung: Qualitativ-multimethodaler Forschungszugang im PaQuaGGS-Projekt

Aktueller Projektverlauf: Arbeitsprogramm I


Veröffentlichungen

Gausmann, N., Storck-Odabasi, J., von Werthern, K. Fabel-Lamla, M., Cloos, P. & Georgi, V. B. (2025): Partizipation als Gelingensbedingung von Qualitätsentwicklung in Ganztagsgrundschulen (PaQuaGGS). Einblicke in ein aktuelles BMBF-Forschungsprojekt. In: Die Ganztagsschule. Heft 2025. 65. Jahrgang.
 

Praxispartner*innen

Niedersächsisches Landesinstitut für Schulische Qualitätsentwicklung

UNICEF (Programm Kinderrechteschulen/Kinderrechteschulnetzwerk)

Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik

Kompetenzzentrum für regionale Lehrkräftefortbildung Hildesheim
 

Projektteam

Prof. Dr. Peter Cloos (Projektleitung)

Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla (Projektleitung)

Prof. Dr. Viola Georgi (Projektleitung)

Niklas Gausmann (Projektkoordination)

Dr. Julian Storck-Odabaşı (wissenschaftlicher Projektmitarbeiter)  

Katjuscha von Werthern (wissenschaftliche Projektmitarbeiterin)

Sophia Bruns, Sarah Rein, Beam Weineck (studentische Hilfskräfte)
 

 

Kontakt

Dr. Julian Storck-Odabaşı 
Prof. Dr. Melanie Fabel-Lamla
05121/883-10148
partizipationimganztag(at)uni-hildesheim.de
Universität Hildesheim
Institut für Erziehungswissenschaft
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim
 

Projektförderung

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Förderlinie "Veränderungsprozesse in Bildungseinrichtungen und hierauf bezogener Maßnahmen der Qualitätssicherung und -entwicklung" unter dem Förderkennzeichen 01JQ2408 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autor*innen.