Gute Nachrichten für Gründungsinteressierte

Dienstag, 2. September 2025 – 13:31 Uhr
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Der Brief aus Hannover ist da: Der Antrag der Universität Hildesheim ist bewilligt! Damit ist die Zukunft der erfolgreichen Gründungsförderung KET gesichert. Verteilt auf drei Jahre erhält die Hochschule die Summe von fast einer Million Euro für die Weiterentwicklung und regionale Verankerung der erfolgreichen Startup-Förderung. Dabei werden Professor*innen, Mitarbeitende und Studierende in ihren Gründungsvorhaben und Ideen zum Wissenschaftstransfer beraten.

Der Startschuss für KET 2.0

Im Rahmen von KET 2.0 sollen nun auch verstärkt Frauen und Lehramtstudierende für das Thema Gründung sensibilisiert werden. Außerdem wird das KET-Team Qualifizierungsangebote für digitale, nachhaltige und sozial-kulturelle Gründungen schärfen und Unterstützungsstrukturen im Raum Hildesheim einfließen lassen. „Während die letzten fünf Jahre auf den Aufbau der damals ganz neuen Gründungsförderung ausgerichtet waren und das KET-Team viel experimentieren durfte, geht es in den nächsten drei Jahren darum, die erfolgreichen Maßnahmen noch besser auf unsere Zielgruppen zuzuschneiden und die Gründungsförderung an der Uni Hildesheim ‚zukunftsfest‘ zu machen,“ erklärt Dr. Astrid Lange, Psychologin und gemeinsam mit Wirtschaftsprofessor Dr. Athanassios Pitsoulis Projektleiterin von KET.

Enge Zusammenarbeit in der Region

KET 2.0 wird noch enger als bisher mit dem erfolgreichen Gründungs-Ökosystem der Region Hildesheim zusammenarbeiten. Dazu gehört unter anderem die Hildesheimer Wirtschaftsförderung HI-REG, mit der KET 2.0 eine umfassende Kooperationsvereinbarung schließen wird.

„Für die Professor*innen, Mitarbeitenden und Studierenden in allen Fachbereichen an der Universität Hildesheim, die sich schon für die Gründung eines Startups oder die Realisierung von Sozialprojekten interessieren, oder die noch ausloten wollen, ob eine berufliche Selbstständigkeit für sie infrage kommt, ist das eine gute Nachricht,“ freut sich Lange. „Auch zukünftig erhalten Interessierte mit KET 2.0 professionelle Unterstützung in Form von Beratung und Qualifizierung, Arbeitsplätzen für Gründungsteams sowie bei Vertragsverhandlungen zum Beispiel um geistige Eigentumsrechte - unterstützt durch Expert*innen aus der Region.“

Das Programm wird im Herbst 2025 volle Fahrt aufnehmen: „Die Gründungsberatung muss vor Ort an der Universität sichtbar sein. Das können wir nun mit der KET 2.0 realisieren. Wer die Idee hat, zu gründen, etwa als Studierender oder aus einem Forschungsprojekt, einer Promotions- oder Masterarbeit heraus – von Fachübersetzen über Bildungswissenschaften, Sozialpädagogik, Kultur und Philosophie bis zu Wirtschaft und Informatik –, kann sich an uns wenden. Wir nehmen die Gründungsideen ernst,“ fasst Pitsoulis zusammen.

Die Angebote der KET sowie Kontaktmöglichkeiten sind hier zu finden.

Zum Hintergrund

Die ursprüngliche Förderung aus dem EXIST-Programm des Bundes an der Universität Hildesheim lief von April 2020 bis März 2025 und hatte zum Ziel, die Gründungsförderung aufzubauen und die unternehmerischen Potenziale zu heben. Aus der EXIST-Förderung ging die „Kompetenzwerkstatt für Entrepreneurship und Transfer“ (KET) hervor, die seither über 150 Gründungsvorhaben beraten hat, von denen über 30 tatsächlich ihr Vorhaben gegründet haben, inklusive solcher, die durch die Niedersächsische Investitionsbank NBank finanziell unterstützt werden. Weit über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Qualifizierungsangebote der KET durchlaufen. Die nun bewilligte Förderung in der Förderlinie „Gründungs- und Innovationsräume“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen führt nun die KET 1.0 weiter in die Version 2.0. Im Fokus stehen zukünftig besonders Gründungen in den Stärkefeldern Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Sozial-Kulturelles.

 

— Ineke Nithack