Erfahrungsberichte von Erasmus-Studierenden

Lotta-Sofia Saahko aus Vaasa

„The barbeques in summer, learning at the lake just behind my dormitory, the wine festivals on the beautiful market places, exchange student movie nights or the wide range of courses that I could choose from…”

When I was recently asked, what was best about my semester in Germany, I didn’t know how to answer. Just four months ago, I would have never believed this. I had decided to come here for spring, but days before my flight I would have liked to unpack, that’s how afraid I was.

But the friendly people that I met during my first week, made it seem easier already, and once class started, I barely had time to think about my homesickness.

The University of Hildesheim, which I chose because of its big number of creative courses, offered so many interesting classes that I struggled with making my timetable. Being an exchange student makes it possible to take courses from all the faculties. In the end I came to a solution with 17 classes a week – I couldn’t even imagine to leave out one of the great possibilities the university offered. Nevertheless, I still had time to enjoy my exchange-live. On one of the famous Culture-Connect-evenings in Hildesheim I got to try Chinese food, I saw many German cities and German festivities such as the Schützenfest, we had Erasmus-movie nights and biking trips and and and…

I overcame my fear of being away from home, thanks to all that. And I gained 70 creditpoints to take to Finland. So, quite a successful time, I would say.

To sum it up – what was best about my semester in Germany? There is only one answer, I guess. “Erasmus.”

 

"I want to go to Germany!"

saying that last winter was me.

Hildesheim was the right place to go,

creative writing, literature and so

I wanted to try, and furthermore,

I wanted back to the country where I had lived before.

 

This spring I was in exchange mood,

and since my German is pretty good,

if exchange students needed help in class,

they could ask me what the German word was.

I, myself, learned to translate,

since I practised it everyday eight to eight,

was often ask what this and that means,

I was quite important as it seems ;)

 

With Erasmus I sold drinks for Unicef,

so they'd have money for poor kids to give.

But most important thing in Hildesheim,

I worked here "wie eine Schwein".

Hundreds of courses I wanted to take,

so I went to university from early to late,

took part of 17 classes in all,

and got 70 credit points to take back home in fall.

 

I was afraid of coming, I have to say,

but thinking back I shout „hooray!“.

Studies in Hildesheim went so well,

and I have stories back home to tell.

I experienced a lot,

in this spring, first cold then hot,

fell in love with German barbeque

and all the other nice things to do.

 

So I am glad about coming here,

about overcoming my fear,

I developed a lot during this time,

and have to say: „Danke, Hildesheim!“

Clarisse Hulin, Florence Maon, Julie Vercauteren aus Belgien

Drei Belgierinnen, vier Monate in Hildesheim…

Seine Heimat zu verlassen ist nie einfach… Glücklicherweise sind wir hier in Hildesheim von Anfang an sehr gut betreut worden, besonders, was die Verwaltungsseite und das Suchen eines Zimmers betrifft.

Das Buddy-Programm hat uns auch sehr gut gefallen, das war eine tolle Idee… Dank dieses Programms haben wir jetzt viele gute deutsche Freunde… was wichtig ist, nicht nur um Deutsch zu lernen, sondern auch wegen der Hilfe und um die deutsche Kultur besser zu verstehen.

Mit der Erasmus-on-Tour Gruppe haben wir die Chance gehabt, ein Paar Städte zu besichtigen und andere Kulturen kennen zu lernen. Wir erinnern uns besonders gern an die Stadtführung von Hildesheim. Wir waren erstaunt, denn wir dachten nicht, dass wir in der Stadt solche schönen Sehenswürdigkeiten sehen würden!

Wir können also sagen, dass Hildesheim uns sehr gut gefallen hat, und wir danken Ihnen herzlich für alles!

Wieslaw Malecki, Philosophiestudent der Universität Poznan (Polen)

Auf den Spuren Humboldts

Wieslaw Malecki, Philosophiestudent der Universität Poznan (Polen), ist fasziniert von Hildesheim als Frauengestalt. Eine ungewöhnliche Beschreibung.

Kurz bevor der Zug nach Hildesheim, wo ich die geistigen Impulse aus dem Denken Wilhelm von Humboldts gewinnen wollte, losgefahren war, hatte ich an der anthropologischen Konferenz teilgenommen. Später, während der Privatmahlzeit mit ausländischen Gästen, in einem Gespräch, habe ich aus dem Mund einer deutschen Professorin die Wörter der Überraschung gehört: « Hildesheim? Langweilig!!! »...

Jetzt, da schon ein paar Monate vorübergegangen sind, seit ich hier in Hildesheim die ersten Schritte gemacht hatte, ist es mir ganz klar wie gewaltig sich diese Frau geirrt hat. Ich wohne hier in Hildesheim, um genauer zu sein (wegen des lokalen Patriotismus) in Moritzberg (obwohl ich nur wenig Moritzberger bin), « auf dem Berg vor Hildesheim », ganz in der Nähe des Ortes, wo an Quellen den germanischen Göttern geopfert wurde. Wo man immer noch die totgesagte ins Leben kommende Maren beobachten kann, wenn die Leben gebende Sonne ihren Weg nach Westen macht, und die Glocken auf den Kirchtürmen klingeln. Sie nähern sich unerbittlich mit ihren wolkigen weißen Rössern an, die idisi – hehre weise Frauen – Walküren, rabenschwarz gekleidet...

Ich wohne in der Stadt, wo dieselbe Sonne gleichzeitig verursachte, dass das als Muschel gestaltete Glasfenster, das über die Eingangstür des Domes künstlerisch in die Mauern geschnitzt wurde, plötzlich vor den Augen mit dem milden blauen Lichtschein flimmert, als das Symbol der langen Reise und der Pilgerschaft. Jeder, der sich hier befinden wird, soll es schnell erkennen, dass man manchmal zwei Augen zu viel hat. Darum sind sie sehr einfach zu übersehen, die vielen kleinen Kleinode, in denen der Stadtgeist fokussiert ist; die sind nämlich z.B. nicht nur die wie eine Trompete weit schallende Stimme des Spargelverkäufers, in der klaren Luft des Samstagvormittags; oder das dumpfe Geräusch der Innerste, die an dem Plan von Ichnographia Civitatis Hildesienisis aus dem 18. Jahrhundert als ein Weib mit dem Füllhorn geschildert ist; sondern auch die hölzernen Fragmente des japanischen Heiligtums, die in der Gestalt der Wolken oder der Wellen eingefasst sind und schließlich das eifrige Wehklagen des Regenvogels oder in den hellgrünen Flaschen gekapselter Hildesheimer Wein.

Ich vermute, dass das, was hier wirklich in gewisser Weise den Nagel auf den Kopf trifft, mein emphatisch–affirmatives Verhältnis zu Hildesheim ist, nämlich, dass für mich diese Stadt eine Frau ist - die Hildesheimer Jungfrau, eine bezaubernde Faszination, Mondlicht und Sonnenlicht zugleich. In Kiel war das in erster Linie Kaiser Wilhelm der Zweite, aber hier, in Hildesheim, ist es anders... »Die Frau vom Meer», «Wachsflügelfrau », ein melancholisches Gesicht der Frau Agnes Meyerhof im Rathaus, die Geschichtsgruppe des Frauen – Labyrinth – Projekts Region Hildesheim, die, mit der weiblichen Hand geschriebenen Briefe, und dieser einzigartige Hauch, der Luftstrom, der durch die Lippenbewegung zittert und sich in den Klang der beflügelten saubersten deutschen Rede verändert.

Man kann sich über Hildesheim genau so äußern, wie damals Ernst Moritz Arndt über Paris: Man darf nur das

Wörtlein Hildesheim nennen, so ist es gerade als wenn man Welt sagt, ja viel mehr (...) Da drängen sich tausend Welten in den Kopf zusammen, tausend lebendige Bilder, tausend Gestalten wandelten vorüber, und eine Menge Geschichten webt die schnelle Phantasie untereinander...

Ich glaube, dass Hildesheim ein guter Platz ist, um auf Godot zu warten.

Ayat Abdelazim aus El Minia (Ägypten)

Als ich auf Deutsch geträumt habe…

Jeder, der sich auf ein Auslandssemester vorbereitet, entwickelt ein besonderes Interesse für die Kultur des zukünftigen Gastlandes. Er wird sich entsprechend informieren, und mit jeder Lektüre und jedem Gespräch werden mehr Fragen beantwortet. Es entsteht aber auch die endlose Neugierde für die fremde Kultur. Viele Fragen kreisen im Kopf, die kein Ende nehmen. Man soll immer versuchen zu finden, was sich in einem neuen Kulturkreis verbirgt, welche Abenteuer es zu entdecken gilt. Man erwartet natürlich neue spannende Erfahrungen, nette Leute kennen zu lernen, ein anderes Land mit seinen verschiedenen interessanten Angeboten zu erschließen.

Als ich erfuhr, dass ich an der Universität Hildesheim ein Semester studieren kann, war ich außer mir vor Freude. Die Vorbereitung für die Reise hat viel Zeit in Anspruch genommen. Das war für mich und für meine Familie ein aufregendes Ereignis, weil ein Semester schon eine längere Zeit ist. Bevor ich nach Hildesheim kam, habe ich gewusst, dass ich eine Betreuerin und ein Zimmer habe. Meine Betreuerin ist dafür verantwortlich, mir die Uni und die Stadt näher zu zeigen. Ich hatte großes Herzklopfen, denn nun beginnt es ganz konkret um den Schritt in ein neues Leben, um neue Erlebnisse, aber auch um Abschied, Abschied von meinem Heimatland.

Ich kann meine Gefühle, als ich in Hildesheim ankam, nicht leicht beschreiben. Sie waren eine Mischung aus Spannung, Erwartungen, Träumen und Hoffnung. Auch hatte ich eine gewisse Angst vor der fremden Kultur. Durch die Lektüre war mein Deutschlandbild so: Fast keiner auf der Straße lächelt; die Leute gehen sparsam mit Worten um. Außerdem beschrieb man sie als kalt und formell. Es sei sehr schwer, in Kontakt mit den Deutschen zu kommen. Sie seien hochnäsig und arrogant. Aber das war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.

An der Universität Hildesheim wurde ich freundlich aufgenommen und geduldig beraten. Das gilt auch für die Professorinnen und Professoren, die ich kennen gelernt habe. Außerhalb der Universität erschien mir die Welt eher verwirrend und schwierig. Meine Begegnungen mit den öffentlichen Behörden und Ämtern bestätigen mir jenes alte Bild des „kompromisslosen und exakten“ Deutschen, besonders wenn es um Gesetze und Vorschriften geht. Fast alle Studierenden an der Uni waren sehr nett, hilfsbereit und freundlich zu mir. Sie konnten meine Probleme nachvollziehen, da viele selbst im Ausland studiert haben.

Wenn ich jetzt nach Ägypten zurückkehre, nehme ich mein eigenes Deutschlandbild mit und kläre meine Freunde und Familie über Vorurteile auf. Es gibt viele positive Eigenschaften der Deutschen. Sie sind pünktlich, ordentlich, zuverlässig, fleißig, arbeitsam und genau. In diesen Eigenschaften sind sie mir ein Vorbild. In Deutschland habe ich echt den Eindruck gehabt, dass alles hier ordentlich ist. Es scheint, dass alles seinen Platz hat. Jedoch bedaure ich auch, dass die menschliche Nähe und Wärme in dieser Gesellschaft häufig verborgen bleiben.

Der viermonatige Aufenthalt in Hildesheim hat mir die Gelegenheit gegeben, nicht nur Kontakt mit vielen Leuten knüpfen zu können, sondern auch das Erlernen dieser Sprache zu perfektionieren. Das ist von großem Nutzen für mein zukünftiges berufliches Fortkommen. Ich finde es ganz toll, dass ich mich jetzt in einer anderen Sprache richtig ausdrücken kann. Es geht von Tag zu Tag besser. Und der wichtigste und schönste Augenblick für mich ist der Moment, an dem ich morgens aufwache und feststelle: Ich habe auf Deutsch geträumt….

Hanna Ruuska und Johanna Pulla aus Finnland

Willst du ein Semester oder mehr in Hildesheim studieren? Es lohnt sich wirklich!

Bevor wir hierher gekommen sind, wussten wir schon viel über die deutsche Kultur. Das dachten wir jedenfalls. Wir haben hier eine Menge neue Sachen über die deutsche Kultur gelernt. Zwischen unseren Kulturen gibt es überraschend viele kleine Unterschiede. Um die Kultur wirklich kennenzulernen, muss man eine längere Zeit in einem Land verbringen.

Wir haben schöne Momente hier in Hildesheim erlebt und viele neue nette Menschen kennengelernt. Es war interessant, Leute aus verschiedenen Kulturen zu treffen.

Ahmed Abdalla Mohamed Shehata, El Minia Universität (Ägypten)

Semesterticket ist ein Vorteil

Zunächst danke ich der Universität Hildesheim für dieses Stipendium, von dem ich so profitiert habe. Denn das gab mir die Gelegenheit, meine Erkenntnisse im Bereich der Literaturwissenschaft zu vertiefen sowie die Materialrecherche für meine Doktorarbeit fortzusetzen. Ich danke auch sehr allen Leuten im Auslandsamt, die sich alle Mühe gaben und noch geben, mir ihre Hilfe vor meiner Ankunft und während meines Aufenthalts zu bieten. Besonders bedanke ich mich bei Elke Sasse-Fleige, Ulrike Bädecker-Zimmermann und Ann Eckert. Also, die von mir in Hildesheim verbrachte Zeit werde ich niemals vergessen und ich hoffe noch einmal hierher zurückzukommen.

Tatsächlich hat die Uni uns als Austausch-Studenten großartige Studienmöglichkeiten geboten und gab uns alle Rechte ihrer Studenten. Ein Vorteil ist auch das Semesterticket, das uns ermöglichte, durch ganz Niedersachsen zu fahren. Damit hatte ich persönlich die Möglichkeit, alle wichtigen Bibliotheken in Niedersachsen zu besuchen.

Ich hoffe aber zukünftig, dass die Zeit des Stipendiums etwas verlängert wird, denn ein viermonatiges Stipendium reicht nicht aus, weder zum Studium noch zur Forschung. Ich hoffe auch, dass es zukünftig eine noch engere Zusammenarbeit zwischen der Uni und der Deutschen Botschaft in Kairo gibt, damit das Visum so schnell wie möglich und nicht - wie bei mir- verspätet ausgestellt wird.

Am Ende danke ich noch einmal der Universität Hildesheim für dieses Stipendium und wünsche ihr weiterhin viel Erfolg, gerade auch im internationalen Bereich!

Magdalena Grala aus Warschau (Polen)

Keine Zeit für Bedenken, Freude von Anfang an

Die Studentin Magdalena Grala aus Warschau verbringt ihr Auslandssemester in Hildesheim

Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich heiße Magdalena Grala und studiere im 7. Semester Angewandte Sprachwissenschaft an der Warschauer Universität. Im Moment mache ich mein Auslandssemester an der Universität Hildesheim im Studiengang Internationale Fachkommunikation.

Ganz alleine ins Ausland… Na ja, das ist schon ein Sprung ins kalte Wasser. Vor meiner Abreise im Oktober haben mich alle meine Freunde in Polen gefragt: Hast du keine Angst? Hast du keine Bedenken? Du musst dir bestimmt Sorgen machen…

Aber ganz ehrlich gesagt, hatte ich überhaupt keine Zeit, mir Sorgen zu machen!

Schon im Juni habe ich die ersten E-Mails vom Akademischen Auslandsamt der Universität Hildesheim bekommen: „Liebe Magdalena, wir freuen uns riesig, dass du zu uns kommst. Alles, was du wissen solltest, bekommst du bald in unserem Info-Paket“. Solche E-Mails waren durchaus beruhigend und auch ermutigend. Jemand wartet da auf mich und kümmert sich um meine Angelegenheiten. Von Anfang an konnte ich mich einfach auf das kommende Semester freuen.

Das Info-Paket des AAA enthielt wirklich alles, was ich wissen wollte: Informationen bezüglich der Unterkunft,

Mietzahlungen, Broschüren über die Stadt und die Universität als auch das Studentenleben in Hildesheim. Alles von Kinos und Theatern über Schwimmbäder und Sporthallen bis zu Kirchengemeinden. Schon im Sommer also hatte ich das Gefühl, ich kenne Hildesheim schon ein bisschen oder weiß zumindest, was mich da erwartet.

Unser Semester in Hildesheim hat mit den Einführungstagen angefangen, in denen wir an einem Deutsch-Intensivkurs teilnehmen konnten und alle Formalitäten bezüglich der Immatrikulation, den Mietzahlungen, der Kontoeröffnung und der Krankenversicherung erledigt haben. Ich konnte mich dann wirklich davon überzeugen, dass die berühmte „deutsche Ordnung“ nicht nur ein Sprichwort ist. Das Programm haben wir schon im Voraus bekommen und es wurde in allen Punkten genau eingehalten. Die Mitarbeiter des Akademischen Auslandsamts standen uns (und stehen uns immer noch) fast rund um die Uhr zur Verfügung, um uns bei allen Schwierigkeiten, von Mietverträgen bis Bettwäschemangel, zu helfen. Schritt für Schritt wurden wir in alle Geheimnisse des deutschen Studentenlebens eingeführt und haben alle notwendigen Formalitäten ganz ruhig und problemlos erledigt.

Was aber vielleicht noch wichtiger ist: Die Einführungswochen waren für uns auch eine wunderbare Gelegenheit, die ersten Freunde im Ausland zu finden. Alle Erasmus-Studierenden haben einen sog. Betreuer bzw. eine Betreuerin in Hildesheim bekommen. Die Betreuer waren deutsche Studenten, die die ausländischen Studenten ins Leben in Hildesheim einführten, vom Bahnhof abholten, für die Zimmerübergabe sorgten, die Stadt zeigten und einfach den Umzug ins fremde Land erleichterten. Ich halte es für sehr wichtig, dass wir von Anfang an den Kontakt zu deutschen Studierenden hatten, und dadurch auch sehr schnell neue Freundschaften schließen konnten, die oft über die Einführungswochen hinaus andauerten. Das Akademische Auslandsamt sorgte auch für viele Unterhaltungsmöglichkeiten: wir hatten z.B. eine Stadtführung in Hildesheim oder eine Wanderung zur Obstweinschenke.

Unschätzbar ist auch der Einsatz der Studenteninitiative Erasmus-on-Tour, einer Gruppe von deutschen Studenten der Universität Hildesheim, die sich um die Erasmus-Studierenden kümmern und für Unterhaltung sorgen. Das seitenlange Programm der Initiative beinhaltet u.a. eine Kneipentour in Hildesheim, Ausflüge nach Hannover, Bremen und Goslar, einen Opernbesuch, Exkursionen zu Weihnachtsmärkten, als auch Informationen über Studentenpartys und andere interessante Veranstaltungen.

Jetzt, zwei Monate nach dem Semesteranfang, kann ich sagen, dass ich mich schon in den ersten Tagen in Hildesheim gut eingelebt habe und mich schon damals wirklich fast wie zu Hause fühlte. Na ja, wie hätte man sich sonst fühlen können? Zum Auftakt der Einführungstage hatten wir ein gemeinsames Begrüßungsfrühstück, wobei die Neuankommlinge mit ihren eigenen Namen begrüßt wurden! Die Mitarbeiter des AAA haben einfach in ihrem Büro die Fotos von allen Erasmus-Studierenden aufgehängt und im Laufe des Sommers alle Namen und Gesichter gelernt.

Für diese professionelle, aber auch sehr persönliche Betreuung möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken. Schon jetzt weiß ich ganz genau, dass mir der Abschied von Hildesheim sehr schwer fallen wird.

Jérémy Biehler und Markas Adeikis über "Integration"

Wie stehen unsere Austauschstudierenden aus dem Ausland zum Thema „Integration“?

Wir befragten Sie per E-Mail, ob sie guten Kontakt zu ihren deutschen Kommilitionen haben, ob sie Freundschaften  mit deutschen Studierenden schließen konnten und ob sie sich an der Universität Hildesheim gut aufgehoben fühlen.

 

 

Jérémy Biehler aus Mulhouse, Frankreich und Markas Adeikis aus Siaualiai, Litauen (ERASMUS-Studenten im Wintersemester 2007/2008 und Sommersemester 2009) antworten darauf:

Hallo,

Hier ist meine Meinung zum Thema Integration :

Ich konnte mich seit dem Anfang ganz gut integrieren. Erstens hatten wir als Erasmus-Studenten gleich Kontakte mit den Studenten von Erasmus-on-Tour, die uns ein schönes Programm angeboten haben. Dann habe ich Studentinnen getroffen, die ich schon vor meinem  Aufenthalt kannte, da sie im Wintersemester 06/07 in meiner Heimatuni (Mulhouse) als ERASMUS studiert hatten. Beim deutsch-französischen Gesprächskreis (montags im Café Einstein) treffe ich regelmässig deutsche Studenten, die französisch lernen und sprechen möchten. Und dazu noch die Freundlichkeit der deutschen Studenten im Allgemeinen in den Vorlesungen, die mich dazu gebracht hat, viele Freunde in Hildesheim zu haben. Die Uni in Hildesheim ist so gestaltet, dass man schnell viele Freunde kennen lernen kann, was in Mulhouse nicht der Fall ist. Also mit der Integration hatte ich gar keine Probleme, und in Hildesheim studieren macht wirklich Spass!

Mit freundlichen Grüssen,

Jérémy Biehler

 

Hallo,
meine Äußerung dazu wäre folgende:

"Bis zu meinem Austauschstudium in Hildesheim war ich in Deutschland nur einmal, aber die Studien in Hildesheim waren meine erste ausländische Erfahrung. Es gäbe viele Bezeichnungen, die die Universität Hildesheim passend beschreiben würden: klein, kompakt, gemütlich auf einer Seite; vielseitig, kompetent, multikulturell auf der anderen Seite. Wohl eine der wenigen Westhochschulen, wo die persönlichen Beziehungen zwischen einem Professor und einem Studenten noch relativ eng geblieben sind. Allgemeiner Liberalismus lebe in Hildesheim hoch - hier habe ich verstanden, dass man einen Weg durchs bürokratische Gestrüpp auch ohne strenge Regeln, Zeremonien und Anordnungen finden kann. Die Leute sind da ganz einfach, besitzen keine akademische Eitelkeit, man fühlt keinen zurückhaltenden Abstand. Studenten sind auch durch ihre Hilfsbereitschaft und Höflichkeit bekannt. Die Tatsache, dass ich hier während sechs Monaten mehr gute Freunde und Bekannte gefunden habe als in meiner Heimatuniversität in Litauen während eines Jahres, bedeutet schon was. Wieso könnte das mir nicht zur erfolgreichen Integration beitragen? Diese Universität ist ein gutes Vorbild in Deutschlands Hochschulenlandschaft hinsichtlich der Integrationsfragen."

Liebe Grüße.

Markas Adeikis

Marion Gartner aus Brixen (Italien)

 

Ich studiere Bildungswissenschaften für den Primarbereich in Brixen und habe nun mein 5. Semester in Hildesheim verbracht. Hier möchte ich euch nun kurz von meinen Erfahrungen berichten.

Hildesheim ist keine große Stadt, von der Einwohnerzahl etwa so groß wie Bozen, das hat allerdings den Vorteil, dass (fast) alles auch leicht zu Fuß erreichbar ist und man sich schnell zurechtfindet. Per Zug und Semesterticket kommt man auch schnell und kostenlos in die umliegenden Städte. Nur die Uni selbst liegt leider eher außerhalb und falls man – wie ich – dort in der Nähe wohnt, sollte man abends die Busfahrpläne im Auge behalten.

Die Uni selbst erscheint anfangs etwas unübersichtlich, insbesondere die verschiedenen Außenstellen sind eine kleine Herausforderung, aber es gibt immer genug Leute, die gerne weiter helfen.

Überhaupt wird man von Anfang an nicht alleine gelassen und erhält über das ganze Semester hinweg Unterstützung von gleich drei Seiten: dem International Office, der Fachkoordinatorin und einem einheimischen Studenten (Erasmus Buddy).

Letztere hat mich bei meiner Ankunft auch direkt vom Bahnhof abgeholt. Sehr hilfreich fand ich außerdem die Einführungstage, die recht früh angesetzt sind, sodass man sich schon etwas eingelebt hat, wenn die Vorlesungen dann starten. Schön ist, dass man gerade in den Einführungstagen sehr gut Kontakte zu den anderen Erasmusstudenten knüpfen kann.

Erwähnenswert sind ansonsten sicher die vielen Veranstaltungen und Ausflüge, die für die Erasmusstudenten organisiert werden, aber man findet auch immer jemanden, um auf eigene Faust etwas zu unternehmen.

Für Studenten der Bildungswissenschaften: Unser Studium unterscheidet sich zwar ziemlich vom hiesigen Lehramtsstudium, jedoch ist es relativ einfach, passende Kurse zu finden. Schön fand ich dabei insbesondere, dass nicht nur allgemeine Grundkurse gibt, sondern sehr viele spezifische Kurse, mit denen man seine Interessen gut vertiefen kann.

Viele Vorlesungen sind aber nicht ausschließlich auf die Grundschule ausgelegt, was ich allerdings eher als interessant, denn als störend empfunden habe, da es in vielen Bereichen einen erweiterten Blickwinkel ermöglicht.

Abschließend kann ich sagen, dass ich sehr froh darüber bin, nach Hildesheim gekommen zu sein. Ich möchte meine Zeit hier nicht missen und würde jederzeit wieder kommen.

Besonders empfehlen kann ich die Uni auch italienischen Studenten zum Deutschlernen, da es keinen örtlichen Dialekt gibt.

Marion Gartner