Metacluster C

Inklusion als multidisziplinäre Herausforderung – Differenzdilemma

Übergeordnete Fragestellungen, die im Metacluster C projektübergreifend bearbeitet werden, befassen sich mit dem verbindenden „Differenzdilemma“: Es wird dabei davon ausgegangen, dass jede Forschung und jedes Bildungssetting, das sich an der Berücksichtigung von Differenzen und Heterogenität orientiert, auch mit dem Differenzdilemma konfrontiert wird, weil jede Thematisierung von Differenz diese nicht nur behebt, sondern durch ihre Betonung verstärken oder erst hervorbringen kann. Aus der Geschlechter- und der Migrationsforschung ist dies als Problem der Reifizierung bekannt.

Für die durch den Verbund angesprochenen Forschungsprofile Wissenschaft, Praxis und Politik bedeutet dies, dass sich die unterschiedlichen methodischen Zugänge, Wissens- und Handlungsformen (Wissenschaft) auf die Organisationen der Bildung, Erziehung und Förderung auswirken (Praxis) und politisch gerahmt werden (Politik). Es stellen sich somit u.a. folgende Forschungsfragen:

  • Wie gehen die jeweiligen Disziplinen mit dem Differenzdilemma um, wenn auf Differenz fokussierende Verfahren/Instrumente/Dokumente eingesetzt werden? (Forschungsprofil Wissenschaft)
  • Wie gehen die Akteur_innen mit dem Differenzdilemma um? Wie stellen sie Differenz her? Wie wird diese Differenz in multiprofessionellen Kooperationen bearbeitet? (Forschungsprofil Praxis)
  • Welche bildungs- und sozialpolitischen Konzepte „rahmen“ die Interventionen und Forschungen von Wissenschaftler_innen? Wie wird Multiprofessionalität und -disziplinarität politisch und organisational gerahmt? Wie wirken sich diese Rahmungen auf die Konzeptionalisierung von Interventionsmaßnahmen aus? (Forschungsprofil Politik)

Diese drei Forschungsprofile werden in enger Kooperation mit den Kooperationspartner_innen bearbeitet. Eine besondere Bedeutung kommt den Transferebenen Politik und pädagogische Praxis zu.

 

Gefördert im Niedersächsischen Vorab durch: