Universität Hildesheim - Meldungen - Herder-Kolleg https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Herder-Kolleg de-de Stiftung Universität Hildesheim Sun, 20 Sep 2020 22:35:46 +0200 Sun, 20 Sep 2020 22:35:46 +0200 TYPO3 EXT:news news-14464 Thu, 01 Mar 2018 16:20:28 +0100 Publikation https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/publikation-1/ Stefan Krankenhagen, Jens Roselt (Hg.): Deprofessionalisierung in den Künsten und Medien. Formen, Figuren und Verfahren einer Kultur des Selbermachen Neue Akteure finden ihren Weg in den Kulturbetrieb. Sie sind für ihren Auftritt nicht ausgebildet und haben ihr Handwerk nicht gelernt. Als Experten des Alltags, Do-it-Yourselfer, Prosumer, Dilettanten und Laien eignen sie sich Formate und Inhalte der Künste und Medien an. Sie basteln und frickeln und kreieren so ihre eigene Expertise. Spielerisch folgen sie den Spuren professioneller Könnerschaft und durchkreuzen dabei immer wieder die vertrauten Bahnen tradierter Standards und Disziplinen. Diese vielgestaltige ästhetische Praxis wird unter dem Stichwort der De-/Professionalisierung in diversen Feldern des Theaters, der Literatur, der Bildenden Künste, der Medien, der Konsumkultur und der Politik ermittelt und analysiert. Es gilt, die Formen, Figuren und Verfahren der aktuellen Kultur des Selbermachens zu erforschen und zu zeigen, wie traditionelle Konzepte von Professionalität dadurch affiziert und kritisiert werden. 

 

Erschienen im Kadmos Verlag, Berlin, 2018.

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news-11690 Tue, 23 May 2017 12:07:05 +0200 Publikation https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/publikation-3/ Rolf Elberfeld und Stefan Krankenhagen (Hg.): Ästhetische Praxis als Gegenstand und Methode kulturwissenschaftlicher Forschung

Künstlerisches und ästhetisches Handeln führt nicht nur zu bestimmten Werken, wie etwa den Kunstwerken, sondern kann auch selbst Wissen produzieren und weitergeben. 
Im europäischen Kanon des Wissens und der Wissenschaften sind ästhetische Praktiken aus dem Blick geraten. Um die Wissensdimension dieser ästhetischen Praktiken wieder sichtbar und anwendbar zu machen, behandeln die Beiträge dieses Bandes sie sowohl als Gegenstände wie auch als mögliche Methoden einer kulturwissenschaftlichen Forschung. Ästhetische Praxis umfasst dabei nicht allein die als künstlerisch bezeichneten Praktiken, sondern auch Praktiken des Alltags und der Populärkultur. Die Beobachtung und Erforschung ästhetischer Praxis erlaubt es so, die vielfältigen Dimensionen und Zusammenhänge aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen nachzuvollziehen.

 

Erschienen im Fink Verlag, Paderborn, 2017.

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news-10078 Sat, 01 Oct 2016 11:11:00 +0200 Philosophiegeschichtsschreibung in globaler Perspektive https://www.uni-hildesheim.de/fb2/institute/philosophie/aktuelles/internationale-tagung-philosophiegeschichtsschreibung-in-globaler-perspektive/ Internationale Tagung vom 6. bis 8. Oktober, Domäne Marienburg, Aula (Haus 50, Raum 302) Herder-Kolleg news-12639 Thu, 01 Sep 2016 12:47:00 +0200 Erzählen zwischen Bild und Text https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/idsl/erzaehlen2016/ Tagung am 8. und 9. September 2016 Die Tagung widmet sich den Dimensionen des Narrativen in Bildern und Texten. Sie fragt insbesondere nach den Schnittstellen, Überlagerungen und Konvergenzen im narrativen Raum zwischen Text und Bild. Im Fokus stehen solche Medien, die Bild und Text verbinden: Bilderbücher, Graphic Novels, historische Buchmalereien. Expert/innen für das Narrative aus Kunst und Kulturwissenschaft, Literatur- und Kunstdidaktik, Anthropologie und Bildungswissenschaften treten in Dialog und diskutieren, wie sich das Narrative in Bild und Text konstituiert, mit welchen Mitteln Bilder und Texte erzählen und wie sie Resonanzen erzeugen. In der Beschäftigung mit den narrativen Dimensionen von Bild-Text-Medien stehen innovative Perspektiven für den Deutsch- und Kunstunterricht in Aussicht, die im Rahmen der Tagung akzentuiert und im Hinblick auf Lernzusammenhänge reflektiert werden. Die Tagung richtet sich an ein fachlich interessiertes Publikum und möchte Wissenschaftler/innen, Lehrer/innen für die Fächer Kunst und Deutsch sowie Erzieher/innen ansprechen.

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news-12641 Wed, 01 Jun 2016 13:14:00 +0200 Die Attraktion des Apparativen https://www.uni-hildesheim.de/fb2/aktuelles/detailansicht/artikel/die-attraktion-des-apparativen/ Internationale Konferenz am 10. und 11. Juni 2016 am Sprengel-Museum Hannover Herder-Kolleg news-9325 Tue, 06 Jan 2015 12:07:00 +0100 Männer in der Literatur https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/maenner-in-der-literatur/ Wie tauchen Männer in der Literatur auf? Der Literaturwissenschaftler Toni Tholen forscht über Männlichkeiten in der Literatur. Matthias Friedrich sprach mit dem Professor über männliche Gefühle und Widersprüche zwischen familiärer und schriftstellerischer Existenz. Welche Bedeutung hat die Männlichkeitsforschung im Zusammenhang mit Gender- und Literaturwissenschaft?

Toni Tholen: Die Männlichkeitsforschung hat sich als Teilgebiet der mittlerweile sehr ausdifferenzierten Geschlechterforschung entwickelt. Das Interessante daran ist, dass sie von Anfang an wie die gesamte Geschlechterforschung inter- und transdisziplinär ausgerichtet war – das heißt, dass man, wenn man in diesem Gebiet tätig ist, von vornherein nicht nur als Literaturwissenschaftler, sondern ständig auch mit Ansätzen aus angrenzenden Wissenschaften, insbesondere aus der Soziologie, der Erziehungswissenschaft, aber auch der Geschichte oder mit anderen Literaturen zu tun hat. Meiner Ansicht nach bietet die Männlichkeitsforschung drei anregende Möglichkeiten: Erstens kann das ‚Geschlecht‘, und damit auch die ‚Männlichkeit‘, wesentlich differenzierter untersucht werden, als das vorher in der älteren Forschung der Fall war. Damit ergibt sich die Möglichkeit, auch Geschlechterverhältnisse insgesamt differenzierter zu erforschen, in einer relationalen Perspektive. Zweitens erwiesen schon die ersten Studien aus der angloamerikanischen Forschung, dass Männlichkeit nicht mehr monolithisch zu betrachten sei – also etwa unter Stichwörtern wie ‚Patriarchat‘ und ‚der Mann‘, ‚das Subjekt‘. Dadurch wurde es möglich, Männlichkeit im Plural zu denken. Drittens begannen nach und nach auch immer mehr männliche Forscher, sich mit Aspekten von Geschlecht und Männlichkeit zu beschäftigen, was zur Folge hatte, dass sie sich auch dem anderen, dem zweiten Geschlecht, stärker geöffnet hat, wiewohl man sagen muss, zumindest in der germanistischen Literaturwissenschaft noch immer ein überschaubares Feld ist. In anderen Disziplinen ist man schon weiter. Allerdings hat seit der Jahrtausendwende die Forschung auch in der Germanistik spürbar an Fahrt aufgenommen. Es liegen mittlerweile sehr interessante Studien vor, ausgehend vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Übrigens wird auch im kommenden Jahr im Metzler-Verlag ein interdisziplinäres Handbuch ‚Männlichkeit‘ erscheinen. Darin sind die Literaturwissenschaften prominent vertreten.

Zurzeit gibt es ein äußerst prominentes Beispiel, inwiefern das Problem der Männlichkeit auf literarischer Ebene verhandelt werden kann – Karl Ove Knausgårds monumentaler, autobiographisch orientierter Romanzyklus „Min Kamp" („Mein Kampf“), der in seinem zweiten Teil „Lieben" unter anderem auch auf die Dichotomie zwischen Schreiben und Familie eingeht. Knausgård sieht sein Problem vor allem darin, dass er kaum zum Schreiben kommt, weil das Familienleben ihn zu sehr beansprucht. Inwiefern kann sich in dieser Zerrissenheit das Schreiben innerhalb der bzw. über die eigene Familie als literarischer Akt der Wahrnehmung gestalten?

Knausgård berührt ein sehr aktuelles Thema in der Männlichkeitsforschung, nämlich den Widerspruch, der zwischen der familiären und der schriftstellerischen Existenz liegt. Die literarische Wahrnehmung dieses Konflikts kennzeichnet sich durch einen in diesem Text sehr extensiv vorhandenen Gegensatz: Einerseits versteht sich Knausgård sehr ernsthaft als Familienvater und auch als Ehemann; er stellt seine Erfahrungen in der oftmals banalen Alltagswirklichkeit dar. Von dort aus kann er ästhetische Wahrnehmungen beschreiben, die in dieser Form noch nicht oder kaum thematisiert worden sind. Wir haben es andererseits mit einem Schriftsteller zu tun, der die Bedingungen seiner Produktion in dem Raum des autonomen, einsamen Schreibens sieht. Denn er braucht nach wie vor die Distanz zu allen familiären und sozialen Kontakten. Damit folgt er der traditionellen, männlichen Ästhetik des autonomen Schaffens. Es geht darum, in diesen beiden Sphären gleichzeitig leben und arbeiten zu wollen. Der ganze Roman besteht aus diesem Konflikt: Wo soll ich eigentlich sein?

Man könnte sagen, die neue ästhetische Wahrnehmung, die in diesem Buch dargestellt wird, ist eine, die die Verortung und Verzeitlichung dieses schreibenden, männlichen Subjekts zum Thema hat. Eigener Raum, geteilter Raum – eigene Zeit, geteilte Zeit: Darin liegt meiner Meinung nach die Grundpolarität dieses Romans.

Knausgård verfolgt mit seinem monumentalen autobiographischen Erzählprojekt einen dezidiert emotionalen Schreibansatz. Ist dieser Ausgangspunkt Ihrer Meinung nach ein Indiz dafür, dass er das „postmoderne Verschwinden des Subjekts", welches Sie in Ihrem Artikel über die „Krise der Männlichkeit" angedeutet haben, aufhalten möchte?

In gewisser Weise kann man sagen, dass er – wie auch andere – an einer nachpostmodernen Schreibweise beteiligt ist, die das ganz konkret leiblich erfahrende und schreibende Subjekt wieder in den Vordergrund rückt. Man könnte das vielleicht auch als eine neuartige Existenzialisierung des schreibenden Ichs bezeichnen. Man muss aber auch hervorheben, dass die traditionelle Auffassung des autonomen Autorsubjekts in dem eben genannten Konflikt zwischen Familie und Schreiben verblasst und damit die in der Postmoderne stark gemachte Kategorie des Verschwindens nicht ganz unerheblich ist. Ich würde schon sagen, dass diese Art des Schreibens womöglich eine neue Form der männlichen Subjektivität hervorbringen wird. Auf keinen Fall würde ich davon sprechen, dass wir es mit einer Wiederaufrichtung des traditionellen männlichen Ichs zu tun haben werden. Das Konzept von Autonomie, wie es noch in den Fünfzigern beispielsweise von Gottfried Benn propagiert worden ist, ist verblasst und wandelt sich.

Das Problem an Knausgårds Schreiben ist vor allem, dass Geschlechterbeziehungen eine Projektionsfläche für Männlichkeit darstellen, die im schlimmsten Fall weibliche Figuren zu Nebendarstellerinnen in einem narzisstischen Plan macht – nämlich dem Kampf, den der Autor mit sich selbst führt. Wie weit kann Ihrer Meinung nach ein Schriftsteller mit einem solchen Projekt überhaupt gehen? Gerät sein eigentlicher Vorsatz – nämlich das Emotionale als Kategorie für Männlichkeit wieder in die Literatur einzuführen – nicht zu schnell unter den Verdacht des Chauvinismus?

Einerseits ist Chauvinismus in diesem Schreibprojekt schon enthalten. Ich denke vor allem an Passagen, in denen Knausgård an einer sehr traditionellen männlichen Ästhetik festhält. Zum Beispiel redet er mit seinem Freund Geir über das Schreiben, wobei fast reaktionäre Muster bedient werden, die etwas Chauvinistisches haben. Das ist ein wenig archaisch – dann kommen wieder solche Vorstellungen von Männlichkeit und Ehre, Männlichkeit und Gewalt. Denn der Freund ist auch Autor und schreibt über Boxerclubs und die archaischen Männlichkeitsvorstellungen, die dort gepflegt werden. Auch die Namen der Schriftsteller, die Knausgård beeinflusst haben – von Nietzsche bis Cioran – rufen traditionelle Vorstellungen auf den Plan. Bezeichnenderweise eröffnen gerade die Passagen homosoziale Räume, in denen Frauen absolut ausgeschlossen sind.

Andererseits muss man jedoch sagen – und das halte ich diesem Roman zugute -, dass er auf dieser Ebene sehr gespalten ist, beispielsweise da, wo Knausgård sehr zärtlich über seine Kinder schreibt oder seine Frau als schreibende Intellektuelle anerkennt. Das ist nicht für viele männliche Autoren selbstverständlich, bei denen Frauen nur dann Erwähnung finden, wenn es um Fragen von Schöpfertum und Kreativität geht. Manchmal scheint das in diesem Roman ein wenig unterzugehen, weil man sich zwischendurch auf die chauvinistischen Passagen einschießt, aber wenn man genau hinschaut, verwendet Knausgård viel Platz dafür, die Erfahrungen mit seiner Frau und seinen Kindern darzustellen, was dann wieder Rückwirkungen auf sein Schreiben hat.

Von daher möchte ich betonen, dass wir es hier mit einem sehr widersprüchlichen Projekt zu tun haben; ich würde es nicht einseitig als chauvinistisch bewerten. Wenn Sie fragen, wie weit ein Autor gehen kann, dann kann ich nur sagen: soweit er will – die literarische Moderne lebt ja geradezu von der Selbstentgrenzung männlicher Künstlersubjekte. Natürlich kann man das von einem bestimmten Punkt schrecklich oder obszön finden, aber auf der anderen Seite können wir als Leser aus diesen permanenten künstlerischen Exzessen etwas lernen. Gerade bei Knausgård ist es aber so, dass wir ambivalente Erfahrungen machen. Vielleicht ist die Literatur gerade deshalb so spannend, weil sie von solchen ausufernden Projekten der Selbstentblößung handelt, sie in Szene setzt ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten einzelner Rezipienten.

Die Fragen stellte Matthias Friedrich. Er studiert „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ an der Universität Hildesheim.

Wie Männlichkeiten in der Literatur dargestellt werden untersucht Toni Tholen. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Zur Person

Toni Tholen lehrt am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim. Sein Artikel über Karl Ove Knausgård ist Teil seines neuen Buches „Männlichkeiten in der Literatur“, das 2015 im transcript-Verlag (Bielefeld) erscheinen wird. Der Literaturwissenschaftler erforscht Männlichkeit in der Literatur nach 1945. 2013 erschien der Band „Literarische Männlichkeiten und Emotionen".

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Pressemeldungen Deutsche Sprache Fachbereich 3 Herder-Kolleg
news-9074 Fri, 14 Nov 2014 14:07:00 +0100 Tagung: Institutionen auf Probe. Testing Institutions https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/tagung-inst/ Vom 14. bis 16. November 2014 findet auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg (Haus 52/Theater) die Tagung "Institutionen auf Probe - Testing Institutions" statt.

Ausgehend von der Diagnose, dass der Künstler in der postfordistischen Gesellschaft zum Prototyp des flexiblen Arbeiters geworden ist, fragt die internationale Konferenz „Institutionen auf Probe - Testing Institutions“ nach den Auswirkungen der veränderten Arbeitswelt auf die Kunstinstitutionen. Im Mittelpunkt stehen damit jene Strukturen und Prozesse, die künstlerische Praxis ermöglichen bzw. hervorbringen. Dazu zählen sowohl Institutionen wie Theater, Museen, Festivals und Biennalen, die der Kunstproduktion und - präsentation dienen, als auch jene Formen der Arbeit an der Kunst, die der Präsentation eines Werks vorangehen bzw. folgen (Recherche, Probe oder Herstellung, Dokumentation).

Beiträge aus Anthropologie und Soziologie, Performance Studies, Theater- und Tanzwissenschaft sowie Kunstgeschichte und Kunstpraxis befassen sich entlang von drei Themenschwerpunkten (Arbeit, Institution und Archiv) mit Konzepten von Kunst als Arbeit, Prozessen der Einrichtung und Legitimierung von Kultureinrichtungen sowie der Archivierung als Voraussetzung von Institutionalisierung. Ziel ist es, Kunstinstitutionen buchstäblich auf die Probe zu stellen und das sichtbar zu machen, was in der Regel zugunsten des von ihnen präsentierten Programms in den Hintergrund tritt und somit auch nicht in die offizielle Geschichtsschreibung eingeht: Räume, Dokumente, Personal, Praktiken und Geschichten. 

Veranstaltet vom Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur und dem Herder-Kolleg der Universität Hildesheim mit der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. 

 

Hier finden Sie den Flyer als download.

(Anm. der Redaktion: Korrektur der Kontaktdaten: lehmannn(at)uni-hildesheim.de)

 

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Herder-Kolleg
news-9135 Fri, 14 Nov 2014 13:05:00 +0100 Ein Bild geht um die Welt: Hillary's Hand https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/ein-bild-geht-um-die-welt-hillarys-hand/ Ein Bild sagt mehr als tausend Worte? Die Welt der Pixel analysieren: Das Institut für Sozialwissenschaften zeigt Wege auf, wie Bilder interpretiert werden können. Wie man Pixel interpretieren kann: Professor Michael Kauppert und Irene Leser vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim zeigen in der Publikation „Hillary's Hand. Zur politischen Ikonografie der Gegenwart", wie man Bilder, die um die Welt gehen, analysieren kann.

Das Foto aus dem „Situation Room" im Weißen Haus (zum Bild), in dem sich am 1. Mai 2011 das nationale Sicherheitsteam der US-Regierung versammelte, ging um die Welt. Die Aufnahme von Pete Souza wurde massenmedial außerordentlich schnell verbreitet, lud zu Bild-Adaptionen ein und gilt als eines der meist betrachteten Fotos auf flickr. An politischen, rechtlichen und moralischen Kommentaren zu diesem Bild fehlt es nicht – wohl aber an wissenschaftlich begründeten Aussagen. „Einem berühmten Sprichwort zufolge sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Mit unserem Buch lässt sich prüfen, ob dies mehr als nur eine Metapher ist", sagt Michael Kauppert. Entstanden ist nun ein Buch zu einem Bild, in 76.505 Worten. „Hillary's Hand" versammelt soziologische, kunst- und kulturwissenschaftliche Analysen zu einem Foto und bündelt sie in einer methodischen Reflexion. Die Beiträge befassen sich mit Abwesenheit und Sichtbarkeit, mit Wahrheit, mit Medienmechanismen amerikanischer Bildpolitik nach dem 11. September, und erklären, was Hillary Clintons Hand verdeckt.

„Lange Zeit wurde in der qualitativen Sozialforschung die Bedeutung des Visuellen vernachlässigt. Es galt die Maxime, die Welt als Text zu verstehen. Im Zuge gesteigerter digitaler Bildaufkommen ist es unabkömmlich, die Welt der Pixel zu analysieren", sagt die Soziologin Irene Leser. Bilder dienen privater Erinnerung, der Dokumentation (institutionell) wichtiger Ereignisse, der Information über Sachverhalte oder sie repräsentieren Herrschaft, politische und militärische Macht.

Die Herausgeber stellen Forschungsergebnisse vor und diskutieren in der Universitätsbibliothek mit dem Medienkünstler Franz Reimer über das Foto, das für Furore sorgte. Der Künstler hat eine Videoinstallation zum „Situation Room" erstellt.

Die öffentliche und kostenfreie Buchpräsentation beginnt am 18. November 2014 um 18.15 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek Hildesheim. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Leseprobe und Inhaltsverzeichnis „Hillary's Hand. Zur politischen Ikonografie der Gegenwart" (PDF)

„Hillarys Hand. Ein Foto, das Geschichte machte", Buchbesprechung der Publikation von Michael Kauppert und Irene Leser von der Hildesheimer Universität, Sendung „Andruck. Das Magazin für politische Literatur", Deutschlandfunk (Audio-Beitrag von Katharina Hamberger, 6 Min.)

[Dieser Beitrag wurde am 14.01.2015 aktualisiert mit dem Hinweis auf den DLF-Beitrag.]

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Pressemeldungen Soziologie Sozialwissenschaften Herder-Kolleg
news-8472 Fri, 25 Jul 2014 13:37:00 +0200 Workshop „Ästhetik, Emotionen und Geschlecht in der Moderne“ https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/workshop-aes/ Am 25.07.2014 wird der zweite gemeinsame Workshop der im Februar 2014 begründeten internationalen Forschungskooperation „Ästhetik, Emotionen und Geschlecht in der Moderne“ an der Universität Hildesheim ausgerichtet. Die Forschergruppe von Wissenschaftler/innen aus Deutschland, Österreich und Südkorea verfolgt das Ziel, die bisherigen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet von Briefforschung, Emotionsforschung und Geschlechter-, insbesondere Männlichkeitsforschung in ein disziplinübergreifendes literatur- und kulturwissenschaftlich ausgerichtetes Projekt zu überführen. Der Workshop dient dazu, Fragestellungen, Gegenstände und Methoden des Forschungsvorhabens weiter zu klären. Die Federführung des Projekts, das auch für wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten geöffnet sein wird, liegt bei Prof. Dr. Toni Tholen (Universität Hildesheim) Prof. Dr. Renate Stauf (Technische Universität Braunschweig), PD Dr. Jörg Paulus (Technische Universität Braunschweig), Prof. Dr. Susanne Knaller (Karl Franzens Universität Graz) und Prof. Dr. Roman Lach (Keimyung University, Daegu/Südkorea).

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Herder-Kolleg
news-8284 Thu, 26 Jun 2014 13:18:00 +0200 Tagung: "Ästhetische Praxis: Selbstentgrenzung der Künste oder Entkunstung der Kunst?" https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/tagung-aest/ Vom 26. - 28.06.14 findet an der Domäne Marienburg eine Tagung zum Thema "Ästhetische Praxis: Selbstentgrenzung der Künste oder Entkunstung der Kunst?" statt. Veranstaltet wird die Tagung vom AK Soziologie der Künste in der Sektion Kultursoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Programm

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Herder-Kolleg
news-8461 Tue, 24 Jun 2014 21:08:00 +0200 Woher die Zauberkraft des Künstlerischen kommt, fragen sich Kultursoziologen https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/woher-die-zauberkraft-des-kuenstlerischen-kommt-fragen-sich-kultursoziologen/ Leben unter Kreativitätsansprüchen in Beruf und Alltag: Es ist fast unmöglich, sich dem Sei-kreativ-Denken zu entziehen. Die ästhetische Dimension macht auch vor der Wissenschaft keinen Halt, sagt Juniorprofessor Michael Kauppert. Inwieweit betrifft Kunst den Alltag und wo liegt eine Grenze? „Es ist fast unmöglich, heute zu sagen, man will nicht kreativ sein“, sagt Michael Kauppert, Juniorprofessor für Kultursoziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim. Die Werbeindustrie, Mode und Design, die Ratgeberliteratur mit neuen Einfällen, Empfehlungen für das Selbst, der gesamte Managementbereich – „jeder läuft unter den Kreativitätsansprüchen“. Das war nicht immer so, sagt Kauppert. „Die Künste wirkten wie ein Motor. Sie fanden im 20. Jahrhundert ihren Weg aus der autonomen Abgeschiedenheit der Museen, in die Breite der Gesellschaft. Es kam zu einer Ästhetisierung der ganzen Lebenswelt.“

Die Entgrenzung der Künste ist selbstverständlich geworden in der Berufs- und Alltagswelt, die gesamte Gesellschaft ist davon betroffen. „Man bewegt sich in einem Dunstkreis der Kreativitätsindustrie“, beobachtet Michael Kauppert, der gemeinsam mit Rolf Elberfeld, Professor für Philosophie, Ende Juni eine Konferenz zu dem Thema an der Hildesheimer Universität organisiert. Andreas Reckwitz, Professor für Vergleichende Kultursoziologie in Frankfurt/Oder, erläutert in seinem Eröffnungsvortrag „Kreativitätsdispositiv und Ästhetisierungsprozesse“ die These, dass wir uns in einem gesellschaftsweiten Prozess der Ästhetisierung befinden. Seine Gesellschaftsdiagnose beginnt vor 100 Jahren und betrachtet vor allem die Zeit ab 1980. Die Entgrenzung der Künste hat etwa auch die Programmierung von Bedienoberflächen erreicht, Software und Hardware-Architektur. Es handele sich nicht nur um technologische Fortschritte und kleinere Chips, sondern es soll auch hübsch sein, nicht allein funktional. Beige-graue Computerkisten stehen in kaum einem Büroraum mehr. „Undenkbar, dagegen zu protestieren“, so Kauppert. „Stattdessen hat man ein psychisches Problem, wenn man nicht künstlerisch-kreativ sein will. Überall hallt uns entgegen: Ihr müsst kreativ sein, wenn euch nichts einfällt, habt ihr ein Burnout.“ Protestieren  à la „Mir fällt nichts mehr ein, ich bewege mich nicht“ – nein, eine soziale Bewegung von Einfallslosen gebe es nicht. „Niemand kann sich auf Dauer dem Sei-kreativ-Denken entziehen“, folgert Kauppert. Der recht autonome künstlerische Bereich im 19. Jahrhundert mit seinen bildungsbürgerlichen Orten und Institutionen für Kunst diffundiere in alle Lebensbereiche. So trägt man nicht einfach nur funktionale Kleidung, jedermann solle sich auch überlegen, wie er darin möglichst gut aussieht. Und wer Fotos macht, achtet mehr denn je darauf, dass sie schön werden.

Nun, wann verpufft denn die „Zauberkraft des Künstlerisch-Ästhetischen“? Michael Kauppert sagt: „Wie an allem kann man sich sattgesehen haben an der ornamentalen Aufhübschung. Eine Gegenbewegung, Verweigerung und Umwertung wäre zwar möglich – ich sehe sie derzeit aber nicht.“ Der Kultursoziologe nennt weitere Beispiele für die Ästhetisierung des Alltagslebens, etwa die Handschrift, sie kommt wieder, mit Mitteln der Technik imitiere man die Schreibschrift maschinell. Die Handschrift sei ein individueller Ausdruck, die auch hinsichtlich ihrer ästhetischen Gelungenheit bewertet werde.

Die ästhetische Dimension macht auch vor der Wissenschaft keinen Halt. Wolfgang Krohm, Professor am Institut für Wissenschafts- und Technikforschung in Bielefeld, spricht auf der Hildesheimer Konferenz über „Kunstvolle Forschung“. In der Wissenschaft geht es vermeintlich nicht um das Schöne und Elegante, sondern um Wahrheit. „Die Grenzen sind wohlmöglich gar nicht so starr. Die Eleganz des Forschungsbeweises, die Einfachheit eines Experiments, eine einfache Formel, die doch rätselhaft viel erklären vermag – auch in der Forschung ist der Grenzverkehr fließend. Ist es noch Kunst oder schon Wissenschaft, was wir da hören, sehen, lesen?“, sagt Michael Kauppert.

Selbstentgrenzung der Künste

Die Konferenz „Ästhetische Praxis: Selbstentgrenzung der Künste oder Entkunstung der Kunst“ (PDF) findet vom 26. Juni bis 28. Juni 2014 auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, eine Teilnahme ist öffentlich und kostenfrei. Der Eröffnungsvortrag von Andreas Reckwitz beginnt am Donnerstag um 14:00 Uhr.

Insgesamt diskutieren rund 40 Referentinnen und Referenten auf der Jahrestagung des Arbeitskreises Soziologie der Künste der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Stefan Krankenhagen spricht über „Die ästhetische Praxis der Dinge“, Hilmar Schäfer über „Brot und Künste? Die Auszeichnung ‚immaterielles Kulturerbe‘ und die Ästhetisierung des Alltags“, Anja Frank über „‘Diese Inszenierung ist das Allerletzte‘. Ästhetisches Urteilen als ästhetische Praxis und Mittel der sozialen Bezugnahme“ und Idiká Szántó über „Die Grenzen der Entgrenzung. Die Überschätzung der Kunst als bestimmendes Modell der Arbeit“.

Kulturforschung an der Universität Hildesheim

Welche Rolle nimmt die ästhetische Praxis in der Forschung ein? Wie können die Künste in ihrer Entstehung beobachtet, erforscht werden? An der Universität Hildesheim entstand über drei Jahrzehnte ein Schwerpunkt in den Kulturwissenschaften, der wissenschaftliche und ästhetische beziehungsweise künstlerische Praxis verbindet. Die Lehr- und Forschungsansätze entstehen im Verbund von Theater-, Musik-, Medien- und Literaturwissenschaften sowie Bildender Kunst, Kulturpolitik, Philosophie und Sprachwissenschaften. Gebündelt werden sie im „Herder-Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung“.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen etwa Probenprozesse im Theater, Schreibprozesse in der Literatur, Visuelle Argumentation zwischen Bild und Wort, Strategien musikalischen Denkens, Prozesse der Popularisierung in den Medien, Performative Weisen des Philosophierens und Prozesse kultureller Bildung in den Künsten. Im „Projektsemester“ werden die Forschungen mit Studierenden künstlerisch-wissenschaftlich erprobt, im aktuellen Projektsemester zum Thema „Verschwendung“.

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Pressemeldungen Soziologie Sozialwissenschaften Fachbereich 1 Fachbereich 2 Philosophie Herder-Kolleg
news-7982 Tue, 25 Mar 2014 22:19:00 +0100 “Scientia cognitionis sensitivae” https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/scientia-co-1/ Alexander Gottlieb Baumgarten's Aesthetica, 19th century aesthetics, and contemporary approaches to a reappraisal of Baumgarten's unaccomplished project Vortrag von Dr. Eberhard Ortland an der Academia Sinica, Taipei am 25.03.2014 Herder-Kolleg news-7955 Tue, 11 Mar 2014 01:56:00 +0100 Forschung in der Kulturellen Bildung https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/forschung-in/ Unter dem Titel „Forschung in der Kulturellen Bildung“ fand vom 24. - 26. Februar das dritte, vom Herder Kolleg geförderte Forschungskolloquium des „Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung“ statt. 15 Teilnehmende aus dem ganzen Bundesgebiet diskutierten unter der Leitung von Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Dr. Tobias Fink und Prof. Dr. Burkhard Hill engagiert und auf hohem Niveau ihre entstehenden Forschungsarbeiten. In der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel entwickelte sich ein konstruktiver Austausch, der sich – entsprechend dem dezidierten</x> Konzept des Kolloquiums – durch kollegiale Beratung und konstruktive Diskussionen auszeichnete. Orientiert an den konkreten Fragen und Anliegen der Präsentierenden trugen Nachwuchswissenschaftler_innen sowie die Leitenden ihr fachspezifisches Wissen sowie impulsgebende Fragen zu den jeweiligen Vorhaben zusammen. Das Spektrum der Arbeitsstände erstreckt sich von der Entwicklung einer Forschungsfrage bis hin zur nahezu fertig gestellten Dissertation, an der letzte Feinarbeiten angeregt wurden. Neben Vorhaben, die sich auf die verschiedenen Sparten wie Bildende Kunst, Theater, Musik oder Zirkus beziehen, fokussieren die entstehenden Qualifikationsarbeiten Kulturelle Bildung in verschiedenen Lebensphasen, von der Kindheit bis ins hohe Alter. Verortet sind sie dabei in verschiedenen Disziplinen wie Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie sowie den Kulturwissenschaften. Das Kolloquium leistet über die Förderung und Vernetzung der Promovierenden hinaus durch die entstehenden Arbeiten einen wichtigen Beitrag zum Diskurs der Kulturellen Bildung.

Nähere Informationen zum Kolloquium unter
http://www.forschung-kulturelle-bildung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=61&Itemid=33

Informationen zum Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung
http://www.forschung-kulturelle-bildung.de/

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Herder-Kolleg
news-7651 Wed, 08 Jan 2014 23:59:00 +0100 Philosophieren mit Kindern als pädagogische Grundhaltung und Unterrichtsprinzip https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/philosophier/ Fachtagung an der Stiftung Universität Hildesheim in Kooperation mit der „Gesellschaft zur Förderung des Philosophierens mit Kindern“ 17. & 18. Januar 2014 Kinder haben Fragen, weil sie sich für die Welt interessieren. Das Philosophieren mit Kindern begegnet diesem Bedürfnis nach einer sinnstiftenden Weltaneignung, indem es Kinder darin bestärkt und unterstützt, eine fragende und nachdenkliche Haltung zu entwickeln sowie gesprächs- und handlungsorientierte Formen des Verstehens zu erproben. Das Philosophieren mit Kindern bietet Methoden und Möglichkeiten, unabhängig von Fächern und Curricula, Zugänge zu unterschiedlichsten Themen zu eröffnen und auf eine tiefgründige Weise den Dingen auf die Spur zu gehen.

Es ist deutlich wahrzunehmen, dass das Interesse an dieser Herangehensweise in allen Feldern pädagogischer Praxis zunimmt. Dabei rückt das Philosophieren weniger als solitäres Unterrichtsfach, sondern vielmehr als Unterrichtsprinzip und als pädagogische Haltung in den Blick. Philosophische Gespräche sind im Kunst- und Literaturunterricht ebenso anzutreffen, wie im Sach- und Mathematikunterricht. Ebenso können im frühkindlichen Bildungsbereich philosophische Gespräche stattfinden. In den vergangenen Jahren ist eine Vielzahl an Publikationen und Handreichungen erschienen, die das Philosophieren mit Kindern – so scheint es – für Kindergarten und Grundschule anwendungsbezogen aufbereiten. Es ist an der Zeit, eine Zäsur zu machen.

Es ist das Anliegen der Hildesheimer Fachtagung, das Konzept des Philosophieren mit Kindern aus theoretischer und empirischer Perspektive zu be- und hinterfragen. In einem Round-Table-Gespräch kommen Expert_innen unterschiedlicher Domänen (aus Deutschland und er Schweiz) zusammen, um darüber zu diskutieren, welchen Begriff von Philosophie, welches Bild vom Kind, welche Auffassung von Bildung, welche kulturellen Kontexte dem Philosophieren mit Kindern zugrunde liegt. Es gilt Positionen zu markieren, Bezüge herzustellen, Orientierung zu gewinnen. Am zweiten Tag stellen Nachwuchswissenschaftlerinnen verschiedener Universitäten ihre Forschungsprojekte vor und eröffnen Einblicke in die empirische Erforschung des Philosophierens mit Kindern. Die sichtbar werdenden Standpunkte und Forschungsperspektiven sollen impulsgebend für die Theorie und Praxis des Philosophierens mit Kindern in Kindergarten und Grundschule sein.

Wir laden Hochschullehrende, Lehrer_innen, Erzieher_innen, Studierende und andere Interessierte herzlich zur Teilnahme an dieser Tagung ein.


Flyer als PDF-Download


Veranstaltungsort

Stiftung Universität Hildesheim
Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft

Kulturcampus Domäne Marienburg
Haus 50 / Hohes Haus

Domänenstr. 1

31141 Hildesheim

Anreise

Die Entfernung vom Bahnhof zum Kulturcampus beträgt ca. 7 km. Sie fahren ab Bahnhof mit der Buslinie 3 in Richtung „Itzum/Scharfe Ecke“.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt per Mail bis zum 10. Januar 2014 unter: philosophierenuni-hildesheim.de

Tagungsgebühr

Die Tagungsgebühr beträgt 15 €. Bitte in bar und passend mitbringen. Sie bezahlen direkt nach Ankunft am Tagungscounter in Haus 50.

Für Studierende und Mitglieder der „Gesellschaft zur Förderung des Philosophierens mit Kindern“ ist die Tagung kostenfrei.

 

 

weitere Informationen

Bettina Uhlig: bettina.uhliguni-hildesheim.de

Hanna-Katrein Zinsser: philosophieren@uni-hildesheim.de

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news-7362 Sat, 16 Nov 2013 00:10:00 +0100 Ausstellung "Gegenwelten" https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/ausstellung-15/ Vom 16. November 2013 bis 23. März 2014 werden im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim Gegenwelten, die anderen Seiten der Dinge gezeigt. Konzept, Flyer

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news-6755 Thu, 07 Nov 2013 15:39:00 +0100 Symposium "Popular Orientalism(s)" https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/symposium-p/ Symposium und Research Performances 07. - 09. November 2013. Ein Symposium des Instituts für Musik und Musikwissenschaft, Universität Hildesheim und des Herder Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung. In Kooperation mit dem Center for World Music, Hildesheim. 

Veranstaltungsorte:Kulturcampus Domäne Marienburg, Hildesheim (7. November 2013), Center for World Music, Hildesheim (8. + 9. November 2013)

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news-7230 Fri, 18 Oct 2013 17:27:00 +0200 Internationaler Workshop zum Thema "Übung" in Kooperation mit der University of Chicago und der Universität Amsterdam https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/internationa-24/ Am 18. und 19. Oktober findet ein internationaler Workshop zum Thema "Übung" in Kooperation mit der University of Chicago und der Universität Amsterdam an der Domäne, Marienburg statt. Herder-Kolleg news-6986 Fri, 04 Oct 2013 18:43:00 +0200 Tagung: "Räume kultureller Bildung. Nationale und Transnationale Forschungsperspektiven" https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/tagung-raeu/ 4. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung, 4.–5. Oktober 2013, Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz Flyer/Programm

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news-6945 Sat, 14 Sep 2013 08:38:00 +0200 „Verbraucher sind erstaunlich erfinderisch“ https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/verbraucher-sind-erstaunlich-erfinderisch/ Konsumieren kann überraschend kreativ sein, sagen Kulturwissenschaftler. „Konsumenten lassen sich etwas einfallen bei der Kombination ihrer Kleidung, bemalen Chucks und überkleben das Logo ihres Apple-Computers. Sie stellen individuelle Müslimischungen zusammen und gestalten am Bildschirm ihren Wunsch-VW“, erläutert Dr. Dirk Hohnsträter. Einen frischen Blick auf kreative Anteile des Konsums richten Wissenschaftler am 20. und 21. September auf einer Konferenz an der Universität Hildesheim. Obwohl es sich um Industrieprodukte handelt, werden sie den Verbrauchern immer seltener in vorfabrizierter Form vorgesetzt: beispielsweise können Konsumenten die Farben und Materialien ihrer Turnschuhe nach Wunsch zusammenstellen oder werden von Drogerieketten vor der Einführung neuer Duschgels nach ihren Duftideen gefragt. „Gestaltungsmöglichkeiten für Käuferinnen und Käufer werden immer häufiger in die Produktentwicklung hinein vorgelagert. Konsumenten müssen daher nicht unbedingt als verführt und passiv, sondern können auch als erfinderisch verstanden werden. Der Umgang mit käuflichen Dingen umfasst eine Reihe eigensinniger Praktiken. Wir kombinieren Produkte oder formen sie um, um sie dem persönlichen Gebrauch anzupassen, konsumkritischen Haltungen Ausdruck zu verleihen oder aus Konsummaterial künstlerische Arbeiten zu gestalten", beobachtet Dirk Hohnsträter, der an der Universität Hildesheim zur Konsumkultur forscht. Bereits 1983 wurde in Hildesheim eine Professur für Populäre Kultur eingerichtet – eine Besonderheit in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Seit 2011 hat der Kulturwissenschaftler Stefan Krankenhagen die Professur inne. Am 20. September spricht er in seinem Vortrag „Nicht berühren, nur kaufen“ über den Museumsshop als Schnittstelle von Konsum und Kreativität.

Der Vortrag ist Teil einer öffentlichen Konferenz am 20. und 21. September, die den vermeintlichen Gegensatz zwischen Konsum und Kreativität überprüft. Wie kreativ ist der Konsum? Und wie gehen Künstler mit käuflichen Dingen um?

Umgang mit käuflichen Dingen

Einführend spricht der Frankfurter Ethnologe Hans Peter Hahn am Freitag über „Handlungsräume der Konsumenten und die Macht des Alltäglichen“. Anschließend befasst sich die Dortmunder Kulturhistorikerin Gudrun König unter dem Titel „Kaufrausch“ mit den „Leidenschaften des Konsums". Der Zeithistoriker Siegfried Mattl (Wien) sieht „Konsum als Produktivkraft“. Am Abend des ersten Konferenztages hält der Frankfurter Germanist Heinz Drügh eine Keynote über den ästhetischen Umgang mit käuflichen Dingen. Zudem werden auf der Tagung kaum bekannte Filmaufnahmen des Wiener „Gewerbeumzugs" aus dem Jahr 1929 gezeigt, und der Künstler Thomas Rentmeister (Berlin) stellt seine Arbeiten zu Material und Menge vor. Rentmeister ist durch die Verwendung von Konsummaterialien wie Waschmitteln, Würfelzucker und Nuss-Nougat-Creme in seinen Arbeiten bekannt geworden.

Am zweiten Konferenztag werfen die Literatur- und Kulturwissenschaftler Uwe Lindemann (Bochum) und Thomas Hecken (Siegen) sowie der Hamburger Konsumsoziologe Kai-Uwe Hellmann einen Blick auf die „konsumistische Moderne". Die digitalisierte Gegenwart betrachten Dirk Hohnsträter (Hildesheim) und der Kunst- und Medienwissenschaftler Simon Bieling aus Karlsruhe, der sich mit dem Thema „Bilderpost an Mitkonsumenten. Produktfotografien im Netz“ befasst.

Kreative Freiräume? Geschickte Nutzerführung im Internet

Die Digitalisierung kann kreative Prozesse beflügeln, aber auch ambivalente Resultate hervorrufen – das beobachteten Studierende der Hildesheimer Kulturwissenschaften, die sich auf die Konferenz im Sommersemester in einem Seminar vorbereitet haben. Analysen von Webauftritten wie beispielsweise der Firma „mymuesli.de" oder des Profiling-Unternehmens Acxiom zeigten nicht nur kreative Freiräume, sondern auch eine geschickte Nutzerführung und Datenabschöpfung. „Die Seminare zur Konsumkultur in Hildesheim setzen am Alltag an und werden sehr gut besucht“, so Hohnsträter. Im nächsten Semester bieten wir beispielsweise eine Einführung in die Warenästhetik an und analysieren umfassender die Folgen der Digitalisierung.

Veranstaltet wird die Konferenz „Konsum und Kreativität“ vom „Herder-Kolleg – Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung“ und vom Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim. Alle Vorträge auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg sind öffentlich und kostenfrei. Die Eröffnung beginnt am Freitag, 20. September, um 11:00 Uhr.

Medienkontakt: Die Pressestelle der Universität Hildesheim stellt gerne Kontakt zu den Forschern her (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-102, 0177.8605905).

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Pressemeldungen Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur Herder-Kolleg
news-6856 Thu, 08 Aug 2013 14:20:00 +0200 Forschungskreis Kulturelle Bildung & Forschungskolloquium Kulturelle Bildung (Gruppe Nord) https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/forschungskr/ Am 8. August 2013 (15–18 Uhr, Universität Hildesheim / Hauptgebäude / J 304) soll im Rahmen einer Dissertationsvorstellung und einer Forschungswerkstatt über Internationale Theaterfestivals und ihre Formate, den Raum für künstlerische Partizipation und ein transnationales Europa, Kulturelle Bildung in der nachberuflichen und -familiären Phase am Beispiel der Bildenden Kunst sowie die Potenziale und Wirkungen von Bildungsprozessen für Subjekt und Gesellschaft gesprochen werden. Programm

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news-6748 Fri, 05 Jul 2013 12:29:00 +0200 Wenn Kunst forscht: Möglichkeiten und Strategien von "artistic research" https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/wenn-kunst-f/ Im Mai und Juli 2013 gibt Til Ansgar Baumhauer am Kulturcampus Domäne Marienburg ein Seminar zum Thema "artistic research", unter anderem am Beispiel des Verhältnisses von Gewalterfahrung und Kreativität. Bildende Kunst bewegt sich schon lange nicht mehr nur im Kontext von Galerien und Museen. Immer mehr Künstler sehen sich und ihre kreative Arbeit im gesellschaftlichen Kontext. Zugleich entsteht seit einigen Jahren zunehmendes Interesse in Kunst und Wissenschaft daran, inwieweit künstlerische Strategien im Dialog der Disziplinen fruchtbar gemacht werden können.

Im dreitägigen Seminar mit dem Dresdner Künstler Till Ansgar Baumhauer sollen Möglichkeiten und Perspektiven des "freien" künstlerischen Erkenntnisgewinns anhand von Textmaterial diskutiert und zudem in praktischen Übungen erprobt werden.

Dabei werden unterschiedliche Herangehensweisen ans Thema sowie der bildungs- und kulturpolitische Kontext der Künstlerischen Forschung ebenso befragt wie die Interessen und Perspektiven der Studenten.

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news-6750 Mon, 01 Jul 2013 12:39:00 +0200 Kultur in Transformation. Innenansichten zur Außenpolitik des Goethe-Instituts https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/kultur-in-tr/ Ehemalige Leiter von Goethe-Instituten aus aller Welt erörterten im Sommersemester 2013, welche Rolle die auswärtige Kulturarbeit der größten deutschen Mittlerorganisation in Transformationsländern spielt. Prof. Dr. Wolfgang Schneider organisierte das Projekt unter Mitarbeit von Anna Kaitinnis. Im Zentrum standen Fragen zum gesellschaftlichen Auftrag des Goethe-Instituts in Demokratisierungsprozessen, zur Wirkung künstlerischer Kooperationen für Frieden, Freiheit und Menschenrechte und Fragen zum Beitrag des bilateralen Kulturaustauschs zur Transformation von Entwicklungs- und Schwellenländern.

Nach Ende der Vorlesungszeit werden die gewonnenen Erkenntnisse anhand von Experteninterviews mit den ehemaligen Goethe-Institutsleitern Dr. Bruno Fischli, Dr. Michael Kahn-Ackermann sowie Kurt Scharf verglichen und weiter vertieft.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes werden in einer für das kommende Jahr geplanten Publikation innerhalb der von Wolfgang Schneider herausgegebenen Reihe “Auswärtige Kulturpolitik“ des Springer Verlags Wiesbaden veröffentlicht. In diesem Buch sollen darüber hinaus weitere thematisch ergänzende Beiträge zum wissenschaftlichen Diskurs im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu finden sein.

Das Projekt dient auch als Vorstudie zu einem beantragten Forschungsvorhaben des Instituts für Kulturpolitik, das zur inhaltlichen Vertiefung der Rolle von Kunst und Kultur in Gesellschaften im Rahmen des UNESCO Chair in Cultural Policy for the Arts in Development beitragen soll.


Weitere Informationen

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news-6670 Fri, 21 Jun 2013 16:41:00 +0200 Making of: Wissenschaftler und Studenten zeigen, wie Kunst entsteht https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/making-of-wissenschaftler-und-studenten-zeigen-wie-kunst-entsteht/ Mehr als ein Nebenprodukt: Kulturwissenschaftler der Universität Hildesheim fordern „mehr Aufmerksamkeit für die Entstehungsbedingungen von Kunst“. Bis zum 29. Juni tagen sie auf dem Kulturcampus. Sind Proben im Theater ein Nebenprodukt, eine Zwischenstation um zur eigentlichen Aufführung zu gelangen? „Der Entstehungsprozess hat eine wichtige Stellung in der Gegenwartsästhetik eingenommen“, sagt Stefan Krankenhagen, Professor für Kulturwissenschaft und Populäre Kultur an der Universität Hildesheim. „Populäre und medial verbreitete Formate wie Casting-Shows machen die Zuschauer zu vermeintlichen Zeugen, wie Stars heute konstruiert werden; Take-outs auf DVDs erzählen als Bonus-Material mehr als nur über die Entstehung eines Filmes. Sie wirken immer auch als ein eigenständiges ästhetisches Produkt.“

Auch Stefanie Diekmann, seit 2012 Professorin für Medienkulturwissenschaft, fordert „mehr Aufmerksamkeit für die Entstehungsbedingungen von Kunst“. Der Film sei ein klassisches Medium, um das „Making of“ zu zeigen. Früher  orientierte man sich dabei oft an Biographien; so erzählen historische Künstlerfilme über van Gogh und Rembrandt und aktuelle Produktionen über Abromovic und Meese, „wie sie das gemacht haben“. „Der Entstehungsprozess ist mehr als nur eine Hintergrundinformation“, verdeutlicht Diekmann. Heute greifen Produktion, Werk und Rezeption ineinander.

An der Universität Hildesheim entsteht seit einigen Jahren institutsübergreifend ein Forschungsschwerpunkt über das „Davor" eines künstlerischen Produkts. Die Professoren Annemarie Matzke und Jens Roselt beobachten Probenprozesse im Theater, Professorin Bettina Uhlig untersucht im neu aufgebauten Bilddidaktischen Forschungsstudio, wie Kinder Bilder anschauen, darüber sprechen, Bilder produzieren. Sie arbeitet eng mit Schulen in Hildesheim zusammen. Volker Wortmann nimmt Trailer, Out-Takes, Bonusmaterial und Interviews unter die Lupe – welche Hintergrundinformationen liefern sie zum Film?

Kulturwissenschaftlerinnen und Kulturwissenschaftler der Universität Hildesheim laden ein zu einer Konferenz über die Entstehungsprozesse in den Künsten. „Making of. Beobachtung und Inszenierung ästhetischer Produktionsprozesse“ findet vom 27. bis 29. Juni auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg statt. Die Konferenz startet mit dem Vortrag „Record, Ticket, Backstage-Pass. Warenform und Bühnenarbeit" von Diedrich Diederichsen (Wien) am Donnerstag um 19:15 Uhr. Neben Vorträgen werden am Freitag unterschiedliche Gesprächsformate in der Auseinandersetzung mit „Making Of“-Darstellungen im Film erprobt. Am Samstag geht es vor allem um die Frage: Wie entsteht Literatur? So diskutieren ab 15:00 Uhr im Werkstattgespräch „Über die Beobachtung der allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Schreiben" John von Düffel, Klaus Siblewski, Thomas von Steinaecker und Thomas Klupp.

Außerdem geben Studierende der Master-Studiengänge „Kulturvermittlung" und „Inszenierung der Künste und der Medien" sowie der Bachelor-Studiengänge „Szenische Künste“ und „Kulturwissenschaft und Ästhetische Praxis“ Einblicke in aktuelle Studienprojekte. Die Praxispräsentationen laufen am Samstag von 13:00 bis 15:00 Uhr an verschiedenen Orten des Kulturcampus. In „Making of. Mein Leben" produzieren Studenten derzeit ein Hörstück mit autobiografischem Material von Hildesheimer Bürgern. „Dabei überlagern sich Stimmen und Effekte aus vier Boxen, zum Beispiel erzählt eine ältere Hildesheimerin, wie sie aus Griechenland nach Deutschland kam und die Sprache mit Hilfe von Märchen gelernt hat", erzählt Student Marco Barsda. Im Laufe der Tagung kann man in einem anderen Studienprojekt erleben, wie sich die Räume auf der Domäne verändern, so Studentin Annika Winkler.

Zum Abschluss der Konferenz werden am 29. Juni ab 19:30 Uhr öffentlich in der Kirche zum Heiligen Kreuz (Brühl, Hildesheim) Kompositionen, Performances und Filme aufgeführt, die das Entstehen von Musik zum Thema machen. Studierende des Musik-Instituts haben sich diesen Fragen angenähert: Nehmen wir Musik als Werk oder als Prozess wahr? Ist Musik das, was der Hörer draus macht? Wer komponiert dann eigentlich? Der Komponist, der Interpret, der Zuhörer? Können Künstler sich vom klassischen Konzertbetrieb lösen? Filme zeigen den Kompositionsprozess, Fluxusstücke werden aufgeführt, die mit den Rahmenbedingungen des Musikbetriebes spielen. Die Studenten spielen Kompositionen, die mit den Mythen des genialen Komponisten (John Cage: Four), des romantischen Klavierhelden (Stefan Prins: Piano Hero #1) und dem freien Interpreten (Alan Hilario: Wait for further instructions) aufräumen und dem Hörer Räume öffnen: für eigene, ungewöhnliche Hörerfahrungen.

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Pressemeldungen Fachbereich 2 Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft Medien, Theater und Populäre Kultur Herder-Kolleg BA KuÄP MA KV MA IKM
news-6286 Sun, 03 Mar 2013 17:30:00 +0100 Bericht: Die Kunst, über Kulturelle Bildung zu forschen https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/bericht-die/ Vom 28.02. bis zum 03.03.2013 fand in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung ein Doktorandenkolloquium zum Thema "Die Kunst, über Kulturelle Bildung zu forschen" statt. Zum eigenen Wunschthema promovieren zu können, scheint ein kleines Privileg zu sein. Laut der Promotionsstudie der Hochschul-Informations-System GmbH haben nur 52% aller Promovierenden ihr Thema selbst gewählt. Die Promovierenden, die vom 28.02. bis zum 03.03. 2013 am Doktorandenkolloquium in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung teilnahmen, schienen jedoch zur knappen Mehrheit zu gehören und brannten - trotz der ständigen Frage nach der eigenen Finanzierung und dem gleichzeitigen Bemühen um den eigenen Lebensunterhalt - für ihr Thema zu brennen.

Kulturelle Bildung ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das an vielen Lehrstühlen keine eindeutige Heimat hat. Zudem sind die Möglichkeiten, sich in einem offenen, interdisziplinären Rahmen über methodische Fragestellungen auszutauschen, die im Rahmen der Dissertation entstehen, begrenzt. Zu oft sind die universitätsinternen Kolloquien von Abhängigkeitsstrukturen geprägt, so dass ein ehrlicher Austausch schwer fällt. Um dem Abhilfe zu schaffen, hat das Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung in Kooperation mit der Stiftung Universität Hildesheim und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel zum ersten bundesweiten Forschungskolloquium eingeladen.

Dort standen die Bedürfnisse der 14 Doktoranden aus ganz Deutschland im Mittelpunkt. Eine Stunde hatte jede_r Doktorand_in zur Verfügung, um das meist empirisches Forschungsvorhaben zu diskutieren. Nach einer kurzen Vorstellung des Arbeitsstands wurden die Fragen besprochen, die man an die eigene Arbeit, sich selbst und damit auch an die anderen Teilnehmenden stellt.

Zur Sprache kamen dabei Fragen nach der theoretischen Rahmung und der Einbettung in die, die Forschungsarbeit betreffenden, Kontexte Kultureller Bildung. Schließlich forsche man nicht im luftleeren Raum. Wie viele und welche Theorien sollen herangezogen werden? Das vorhandene, meist qualitative Forschungsmaterial (Interviews, Beobachtungsprotokolle, Videos etc.) wurde dabei in Verbindung mit der eigenen Fragestellung besprochen, nachdem auch Erhebungsverfahren diskutiert wurden. Wie werden beispielsweise Interviewfragen entwickelt und was waren individuelle Vorannahmen, bei der Datenerhebung? „Man kann mit jedem Material arbeiten.“, stellte Prof. Dr. Burkhard Hill fest, der - neben Prof. Dr. Vanessa Reinwand-Weiss und Dr. Tobias Fink - als wissenschaftliche Begleitung am Kolloquium teilnahm. Festzustellen sei in erster Linie, was vorliege und wie es einzuordnen sei.

An die Erhebung schließt sich die Frage nach der Auswertung der gesammelten Daten an. Was wird verwendet und welche Methode nutzt man dafür? Aus welcher Perspektive wird dann analysiert? Die Ergebnisse der Auswertung können je nachdem variieren, mit welcher „Brille“ man auf das Material blickt. Damit verknüpft ist auch die Frage, wie subjektiviert die Sicht auf den Text ist, wenn man sich lange mit ihm beschäftigt hat. Steht eventuell eine Forschungsgruppe zur Zusammenarbeit zur Verfügung, um die eigene Sicht zu objektivieren oder einen frischen Blick zu wahren?

Kritisch wird es dann, wenn die auf Theorie fundierte eigene Meinung und die untersuchte Praxis divergieren. Einen Zwiespalt zwischen methodischen oder theoretischen Forderungen und der Praxis aufzudecken, ist jedoch eine wissenschaftliche Leistung. Vorher ist aber zu klären, dass man weder falsche Vorannahmen trifft noch im Vorfeld festgesetzte normative Positionen bezieht. Dabei stoßen die Doktorandinnen und Doktoranden immer wieder auf Begriffe, die genau zu definieren unabdingbar, aber schwierig ist - dazu gehören nicht zuletzt die Begriffe „(Kulturelle) Bildung“ oder „Lernen“.

Und zuletzt: Wie stellt man schließlich die Ergebnisse dar? Wie weit müssen die eigenen Ergebnisse abstrahiert werden? Die Ausführungen sollten am konkreten Fall und nachvollziehbar bleiben, sodass das Besondere am konkreten Forschungsgegenstand greifbar bleibt und die Ergebnisse Grundlage für weitere Forschungen sein können.

Mit Themen wie Bildhauerei mit straffällig gewordenen Jugendlichen, der Bedeutung von Kultureller Bildung für die Persönlichkeitsentwicklung, dem Bildungspotential von qualitätsvollem Basteln oder den Wechselwirkungen zwischen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und der Entwicklung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. sowie vielen weiteren zeigte das Forschungskolloquium eine große Bandbreite an Promotionsarbeiten in verschiedensten Stadien.

Insgesamt Fragen über Fragen und aus einer ergeben sich tausend neue! Es ist sicher auch das, was Forschung am Leben hält und zumindest was die konkreten Promotionsvorhaben angeht, konnten die Promovierenden von ihren Mitstreiter_innen und den wissenschaftlichen Begleiter_innen Hinweise und wertvolle Tipps erhalten. Nach einer Stunde war bei weitem nicht jede Frage geklärt. Weitere Anregungen wurden den Teilnehmenden schriftlich, auf personalisierten Zetteln weitergegeben. Damit war das Kolloquium, wenn auch anstrengend, für alle sehr bereichernd, wie Vanessa Reinwand-Weiss zum Abschluss der viertägigen Veranstaltung bemerkte.

Neben der Diskussion der eigenen Arbeit, blieb den Doktoranden und Doktorandinnen dabei auch Zeit zum informellen Austausch über das Promovieren an sich und zur Verabredung weiterer Treffen – nicht nur in der Bundesakademie, aber sicher immer wieder dort!

Das Doktorandenkolloquium wurde von der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und dem Herder-Kolleg der Stiftung Universität Hildesheim gefördert.

Lydia Holter, Social-Media Redakteurin an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel

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news-5113 Fri, 02 Nov 2012 21:11:00 +0100 Wie Museumspädagogik wirkt https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/wie-museumsp/ Vom 2. bis 4. November 2012 werden auf der Jahrestagung des Bundesverbandes für Museumspädagogik in Wolfenbüttel Thesen, Konzepte und Konsequenzen der Wirkungsforschung für die kulturelle Bildung in Museen vorgestellt und diskutiert. Tagungsprogramm

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news-5655 Thu, 01 Nov 2012 18:13:00 +0100 Ausstellungseröffnung und Workshop von und mit Luc Thiburs https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/ausstellungs/ Antenne Métropole konnte den französischen Künstler Luc Thiburs für eine Aussstellung im Kreishaus Hildesheim gewinnen. Paralell dazu veranstaltet er zusammen mit dem Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Hildesheim einen Workshop, in dem er Studierende in seine eigene Technik des Tiefdrucks einführt. Weitere Informationen

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news-5573 Tue, 30 Oct 2012 12:49:00 +0100 Calderon und die Anfänge der romantischen Literaturwissenschaft https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/calderon-und/ Ein Vortrag von Prof. Dr. Arno Gimber mit anschließendem Kolloquium. Weitere Informationen

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news-5487 Wed, 24 Oct 2012 16:55:00 +0200 Ringvorlesung: Theater. Entwickeln. Planen. https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/ringvorlesun-44/ Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste. Jeden Mittwoch, 12-14 Uhr, Hörsaal 1. Deutschlands Theaterlandschaft ist einmalig. Entstanden durch Fürstenstaat und Bürger gesellschaft, institutionell mitten in der Stadt konstituiert und infrastrukturell mit Ensemble und Repertoireorganisiert, als Stadt- und Staatstheater oder als Landesbühne. Vom Gegenspieler zum Kooperationspartner entwickelte sich eine freie Theaterszene, die mittlerweile ebenfalls die Etablierung sucht in Tanz- und Theaterhäusern sowie Kunst- und Kulturzentren. Das alles lassen sich vor allem Kommunen und Länder jährlich fast drei Milliarden Euro kosten.

Doch immer wieder ist kein Geld vorhanden, um die Preis- und Tarifsteigerungen der personalintensiven Apparate zu finanzieren. Theater fusionieren, Sparten werden abgewickelt, im schlimmsten Fall wird Insolvenz angemeldet. Die Freien Gruppen hangeln sich von Projekt zu Projekt, allen gemein ist die prekäre wirtschaftliche und soziale Lage der Tanz- und  Theaterschaffenden und die drohende Altersarmut der KünstlerInnen.

Welche Reformen sind überfällig, welche Produktionsformen braucht Theater, welche Neuorientierungen sind notwendig, um die Not zu wenden?

Das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim lädt im Wintersemester 2012/13 ExpertInnen der Theorie und Praxis ein, Theaterentwicklungsüberlegungen zu denken, vorzutragen und zur Diskussion zu stellen. Die Ringvorlesung will die Debatte um das deutsche Bühnenwesen konkretisieren, Theater entwickeln, Theater planen.

Programm

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news-4773 Sat, 09 Jun 2012 16:56:00 +0200 Herder-Kolleg präsentiert sich in der "Zeit" https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/herder-kolle-1/ Zwei Beiträge des Herder-Kollegs über die Kulturforschung und Ästhetische Praxis in Hildesheim Beitrag 1
Beitrag 2

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news-3832 Fri, 08 Jun 2012 12:01:00 +0200 08. und 09. Juni 2012 Interkulturelle Kommunikation und Interkulturelles Lernen https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/08-und-09/ 10. Workshop am Institut für Interkulturelle Kommunikation der Universität Hildesheim Herder-Kolleg news-4823 Wed, 06 Jun 2012 13:43:00 +0200 Herder-Kolleg nimmt die Forschung unter die Lupe https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/herder-kolleg-nimmt-die-forschung-unter-die-lupe/ Welche Rolle nimmt die ästhetische Praxis in der Forschung ein? Wie können die Künste in ihrer Entstehung beobachtet, erforscht werden? Im „Herder-Kolleg. Zentum für transdisziplinäre Kulturforschung" untersuchen Wissenschaftler der Universität Hildesheim Probenprozesse im Theater, Schreibprozesse in der Literatur oder Strategien musikalischen Denkens. Nun nehmen sie die Forschung selbst unter die Lupe. „In den Hildesheimer Kulturwissenschaften gibt es ein breites Spektrum, künstlerische Prozesse zu erforschen: von der künstlerischen Forschung in und mit Kunst bis hin zur rein deskriptiven und nicht-partizipativen Erforschung  ästhetischer Praxis. Diese Verschiedenheit ermöglicht unterschiedliche Forschungsansätze, die im Herder-Kolleg gebündelt werden“, erklärt Prof. Dr. Rolf Elberfeld, Sprecher des Forschungszentrums. Im Rahmen einer Klausurtagung in Genshagen im Frühjahr haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Kollegs eine Bestandsaufnahme über die Ursprünge und Entwicklung der künstlerisch orientieren Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim gemacht und über die Rolle der ästhetischen Praxis in der Forschung debattiert.

Einig war man sich, dass in einer kulturwissenschaftlichen Dissertation künstlerische Praxis als Bestandteil einbezogen werden kann, wobei diese in erkenntnisfördernder Weise zu dem theoretischen Ansatz zu stehen hat. „An der Universität Hildesheim kann künstlerische Praxis Teil, aber nicht alleiniger Bestandteil der Promotion sein“, so Elberfeld. So kann beispielsweise über die Dimension des Visuellen ein Mehrwert an Wissen erzeugt werden. „Visuelle Argumentation“ nennt Kunstwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Lange die Chance, die Erzeugung von Wissen nicht auf Texte zu begrenzen, sondern Bilder selbst als erkenntnisproduktive Medien zu nutzen. Erhellende Beispiele für ein solches Vorgehen lernten Mitglieder des Herder-Kollegs kennen bei einem Kooperationstreffen mit dem renommierten Schweizer eicones-Forschungsprojekt zur Dimension des Bildes in Basel.

Derzeit zählt das Herder-Kolleg sieben Forschungskreise: Künstlerische Forschung, Kulturelle Bildung, Romantik zwischen Künsten und Wissenschaften, Materiale Kulturanalysen, Sprache und Kultur, Leib-Körper-Kultur sowie Künste und Ästhetik inter- bzw. transkulturell. In den die Forschungskreisen sind in den letzten zwei Jahren über 30 kleinere und größere Projekte durchgeführt worden, die teils ein nationales Echo erhalten haben.

Um das Thema „Kulturwissenschaftliche Forschung“ an der Universität Hildesheim stärker zu profilieren werden im Wintersemester 2012/13 zwei Veranstaltungen durchgeführt: Das Philosophische Kolloquium stellt das Thema „Formen der Forschung“ in den Mittelpunkt der Betrachtungen und eine kulturwissenschaftliche Ringvorlesung wird sich mit der Frage nach dem Zusammenhang von „Forschung und ästhetischer Praxis“ befassen, eine Publikation ist geplant.

Zur Weiterentwicklung der Forschungs-Thematik bereiten die Wissenschaftler derzeit eine Tagung „Making of“ vor, die im Juni 2013 in Hildesheim auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg ausgerichtet werden soll. „Wir untersuchen Formen der Beobachtung ästhetischen Gestaltens. „‚Making of‘ ist als Form der Beobachtung und Inszenierung künstlerischer Prozesse im Bereich des Films bei Kulturschaffenden als auch bei den Zuschauern bekannt“, erklärt Prof. Elberfeld, „Wir weiten auf der Tagung den Begriff aus – auf Texte, Bilder, sämtliche Artefakte – und beobachten ästhetische Formate, die die Künste in ihrer Entstehung thematisieren und reflektieren.“

Kulturforschung an der Universität Hildesheim

An der Universität Hildesheim hat sich über drei Jahrzehnte ein Schwerpunkt in den Kulturwissenschaften entwickelt, der wissenschaftliche und ästhetische beziehungsweise künstlerische Praxis erkenntnisinnovativ verbindet. Die Lehr- und Forschungsansätze entstehen im Verbund von Theater-, Musik-, Medien- und Literaturwissenschaften sowie Bildender Kunst, Kulturpolitik, Philosophie und Sprachwissenschaften. Gebündelt werden sie im „Herder-Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung“. Transdisziplinäre Kulturforschung bewegt sich quer durch die kulturwissenschaftlichen Disziplinen hindurch und über deren Grenzen hinaus in die künstlerische Praxis.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim erforschen Probenprozesse im Theater, Schreibprozesse in der Literatur, Visuelle Argumentation zwischen Bild und Wort, Strategien musikalischen Denkens, Prozesse der Popularisierung in den Medien, Performative Weisen des Philosophierens und Prozesse kultureller Bildung in den Künsten.

Im „Projektsemester“ werden die Forschungen des Herder-Kollegs mit den Studierenden künstlerisch-wissenschaftlich erprobt. Das aktuelle Projektsemester steht unter dem Thema „Arbeit erfinden“.

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Pressemeldungen Fachbereich 2 Herder-Kolleg
news-4590 Wed, 23 May 2012 14:55:00 +0200 23. Mai 2012 Kathrin Borg zu Gast im Forschungskreis Kulturelle Bildung https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/23-mai-2012/ Die Wissenschaftlerin Kathrin Borg von der Universität Osnabrück (NIFBE) wird im Forschungskreis des Herder-Kollegs für Kulturelle Bildung zu Gast sein. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Ästhetischen Bildung und der Bildungsprozesse im Elementarbereich. Burgs aktuelles Forschungsprojekt "Ästhetische Bildung im Alltag von Kindertageseinrichtungen", das sie uns im Rahmen eines Werkstattgespräches vorstellen wird, geht den Fragen nach, wo sich Prozesse ästhetischer Bildung und Erfahrung im Alltag von Kindertageseinrichtungen beobachten und beschreiben lassen und wie diese in den Alltag eingebettet sind. Die Veranstaltung findet von 16-18 Uhr in Kooperation mit der HAWK, Hohnsen 1, Raum 116 statt.

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Herder-Kolleg
news-4718 Tue, 15 May 2012 10:02:00 +0200 Japanischer Philosoph Prof. Dr. Ryosuke Ohashi als Gastprofessor in Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/japanischer-philosoph-prof-dr-ryosuke-ohashi-als-gastprofessor-in-hildesheim/ Der japanische Gegenwartsphilosoph Prof. Dr. Ryosuke Ohashi lehrt und forscht seit April 2012 als Gastprofessor und Alexander-von-Humboldt-Preisträger an der Stiftung Universität Hildesheim. Die interkulturelle Philosophie als Lehr- und Forschungsschwerpunkt wird erweitert. „Ein Thema durchzieht das Leben und die Forschung von Prof. Dr. Ryosuke Ohashi seit Jahrzehnten: der interkulturelle Dialog zwischen europäischen und asiatischen Kulturen sowie im Besonderen der Dialog zwischen Deutschland und Japan“, erklärt Prof. Dr. Rolf Elberfeld. Dafür wurde der 1944 in Kyoto geborene Philosoph Ryosuke Ohashi von der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet. Diese finanziert nun auch in Teilen den Forschungsaufenthalt in Hildesheim. Vom Forschungskreis „Künste und Ästhetik inter- bzw. transkulturell“ des Herder-Kollegs. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung wurde er zudem für vier Monate als Gastprofessor nach Hildesheim berufen. Insgesamt ein halbes Jahr wird Prof. Ohashi am Institut für Philosophie der Stiftung Universität Hildesheim lehren und forschen.

Unter anderem hält er Lehrveranstaltungen zu „Heidegger und das ostasiatische Denken“ sowie „Das Schöne in interkultureller Sicht ausgehend von einem theoretischen Text zum Nō-Theater“. „Dass und wie in Japan eine viel größere Einigkeit als in Europa darüber zu bestehen scheint, was als schön gelten darf, und welche Grundzüge der japanischen Schönheitsvorstellungen dabei im Vergleich mit den europäischen zu finden sind, werden wir untersuchen“, so Ohashi. Mit jungen Menschen zu arbeiten bereite ihm große Freude. „Sie sind im Prozess der Ausbildung und haben ein je eigenes Problembewusstsein und Empfinden. Diese ‚neue Luft‘ einzuatmen ist ein großes Vergnügen. Sie sind ein Fenster im Elfenbeinturm der Wissenschaften, durch die ich in die Außenwelt hineinschnuppere. Sie geben Rückmeldungen, reagieren auf mein Denken.“

Ohashi –  der an Universitäten in Japan, Deutschland, Österreich, Frankreich, den USA und Taiwan gelehrt hat und Fellow im Berliner Wissenschaftskolleg war – ist heute Repräsentant der Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Kyoto-Schule, in deren Sinne er sich systematisch mit der japanischen und westlichen Geistestradition befasst.

Der interkulturell-philosophische Schwerpunkt spiegelt sich in einer Bandbreite an Publikationen wieder, wobei fünf Bücher in deutscher Sprache erschienen sind. Prof. Ohashi ist zudem Herausgeber der japanischen Heidegger-Gesamtausgabe. Er hat über 100 Vorträge in Europa, zumeist über kulturelle Fragen, gehalten. „Ich weiß nicht mehr, ob ich mit dem japanischen oder deutschen Auge sehe, wahrnehme, denke.“

„Nach 40 Jahren deutsch-japanischer Forschung beginnt für mich in Hildesheim ein wichtiges Stadium: Ich möchte, aufbauend auf den Gedanken von Nishida (das absolute Nichts) und Nishitani (Philosophie der Leere), die ‚Philosophie der Compassion‘ weiterentwickeln. ‚Compassion‘ steht nicht im Gegensatz zur Vernunft, sie ist der Boden der Vernunft und entspricht dem Gebiet des Sinnlichen, der Empfindung und dem Gefühl. Aus diesen Überlegungen ergeben sich auch neue Impulse für die europäische Phänomenologie um Husserl und Heidegger“, erläutert Ryosuke Ohashi.

„Interkulturelle Philosophie" als Lehr- und Forschungsschwerpunkt 

„Wir entwickeln in Hildesheim den Schwerpunkt ‚Interkulturelle Philosophie‘ weiter. Mit der Einrichtung der Gastprofessur werden die Lehrveranstaltungen erweitert. Unsere Studierenden können sich im direkten Austausch mit dem Werk eines Philosophen befassen, der in über 40 Jahren ein beeindruckendes philosophisches, zweisprachiges Oeuvre und Zugänge zur Philosophie des jeweils anderen Kulturkreises geschaffen hat. Während des Forschungsaufenthalts arbeiten wir an einem gemeinsamen Übersetzungsprojekt zum Klassiker des japanischen Nō-Theaters“, freut sich Rolf Elberfeld, der vor über 20 Jahren bei Prof. Ohashi in Kyoto Philosophie studiert hat und seit 2008 Professor für Kulturphilosophie an der Universität Hildesheim ist.

Bevor Ohashi nach Hildesheim gekommen ist, hat er an den Universitäten in Köln und Wien als Gastprofessor gelehrt. Am 5. Juli spricht Prof. Ohashi im Rahmen des „Philosophischen Kolloquiums“ an der Universität Hildesheim über „Arbeit und Spiel. Ethos und Passion in japanischer Sicht“ (18:00 Uhr, Hauptcampus).

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Pressemeldungen Fachbereich 2 Internationales Herder-Kolleg
news-4599 Tue, 17 Apr 2012 10:20:00 +0200 Auftritte in Raum und Zeit https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/auftritte-in-raum-und-zeit/ Auftritte als kulturelle Praxis: ob im Parlament, auf der Theaterbühne, im Internet oder in der Castingshow. Das Institut für Medien und Theater der Stiftung Universität Hildesheim veranstaltet vom 19. bis 21. April eine Tagung zu Strategien des In-Erscheinung-Tretens in den Künsten und Medien. Auftritte können als eine kulturelle Praxis gelten, die von der Theaterbühne bis zum Internet, vom Parlament bis zur Castingshow Vorgänge des Sich-Zeigens und Wahrnehmens ermöglichen und auslösen. „Der Auftritt ist ein exemplarischer Akt des In-Erscheinung-Tretens und zugleich ein flüchtiger Übergangsmoment, bei dem das instabile Verhältnis von Akteuren und Zuschauern ausgehandelt wird. Obwohl die Inszenierungen der Künste, Medien und des Alltags ohne Auftritte nicht denkbar sind, wird der Auftritt als kulturelle Praxis selten gewürdigt", erklären die Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Annemarie Matzke und Prof. Dr. Jens Roselt. Oft richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Figur, die aufgetreten ist, oder das, was ihr Auftritt ausgelöst hat, während der Vorgang des Auftretens selbst als fragiler Zwischenzustand wenig Beachtung findet.

Der Neubau des theaterwissenschaftlichen Instituts und die Eröffnung der Bühne auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim wird zum Anlass genommen, die Perspektive auf den Auftritt und das Auftreten selbst zu lenken. Referenten der dreitägigen Tagung sind Gabriele Brandstetter, Stefanie Diekmann, Annette Kappeler, Doris Kolesch, Stefan Krankenhagen, Annemarie Matzke, Bettine Menke, Ulf Otto, Jens Roselt, Gerald Sigmund, Juliane Vogel, Geesche Wartemann und Christopher Wild.

Eine Veranstaltung des Instituts für Medien und Theater und des Herder-Kollegs. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung der Universität Hildesheim. Eröffnet wird die Tagung am Donnerstag, 19. April, um 16:00 Uhr auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg. Themen der Vorträge sind unter anderem: „Kleine Phänomenologie der Rampensau", „Der Auftritt von Kindern" und „Das Loch im Vorhang: Zum Auftritt des Zuschauers".

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Fachbereich 2 Pressemeldungen Medien, Theater und Populäre Kultur Herder-Kolleg Tagungen & Kongresse
news-4443 Mon, 12 Mar 2012 12:54:00 +0100 Kulturwissenschaft und Populäre Kultur https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/kulturwissenschaft-und-populaere-kultur/ „Populäre Kultur ist eine eigene ästhetische Form, eine spezifische Massenkunst für den modernen, durch Technik und Kommunikation geprägten Menschen“, sagt Prof. Dr. Stefan Krankenhagen. An der Stiftung Universität Hildesheim hat er die Professur für Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Populäre Kultur seit August 2011 inne. Im Projektsemester 2012 wendet er sich dem Begriff der Arbeit in der Popkultur zu. Was für eine Art von Arbeit ist es, populär zu werden oder populär werden zu wollen? Die für die deutsche Wissenschaftslandschaft einmalige Besetzung einer Professur für Populäre Kultur im Jahr 1983 hat die Universität Hildesheim zu einem Vorreiter in der Auseinandersetzung mit populärkulturellen Artefakten und ihrer Theorie gemacht. Dieser Schwerpunkt wird mit der Neubesetzung der Stelle sowohl fortgeführt, als auch in den übergreifenden Rahmen der Kulturwissenschaft und Kulturtheorie gestellt.

Inhaltlich wie personell ist die Abteilung Kulturwissenschaft und Populäre Kultur an der Universität deshalb nun breiter aufgestellt. Zum Team um Prof. Krankenhagen, dessen Schwerpunkte die museologische Praxis und Theorie sowie ausgewählte Themen der Populärkultur sind, gehören zwei wissenschaftliche Mitarbeiter. Dr. Barbara Hornberger forscht seit 2010 zur Didaktik des Populären. Mit den spezifischen Produktionsweisen und Sinnangeboten der Konsumkultur der Gegenwart beschäftigt sich der Berliner Kulturwissenschaftler Dr. Dirk Hohnsträter, während die Doktorandin Tanja Zobeley das noch unerforschte Zirkus-, Varieté und Artistenarchiv in Marburg aufarbeitet.

Der moderne Kulturbegriff wie auch die Populäre Kultur entstanden als eine Reaktion auf fortschreitende Prozesse der Demokratisierung, Industrialisierung und Medialisierung der Gesellschaft. Doch während die Kulturtheorien des 18. und 19. Jahrhunderts die Entfremdungserfahrungen des modernen Menschen über Konzepte wie Bildung, Kunst und Naturerfahrung zu kompensieren versuchten, etablierte sich durch die Populäre Kultur ein spielerischer Umgang mit dem, was seit Rousseau und Schiller als die ‚Wunde Kultur‘ bezeichnet werden kann. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges dynamisierte sich diese Entwicklung im Rahmen einer neuen Generationenkonstellation. Die Kaufkraft der Jugend wurde zum entscheidenden Katalysator für die Popkultur. „Die Popkultur speist sich aus Popmusik genauso wie aus Pop-Art, aus Elvis genauso wie aus Warhol. Mit und seit den sechziger Jahren – beispielhaft sind hier die Beatles – fallen Kunst und Populäre Kultur in der Popkultur zusammen“, sagt Krankenhagen. Nach seinem Studium der Kulturwissenschaft an der Universität Hildesheim in den 90er Jahren, der Promotion mit einer Arbeit zur Darstellungs- und Rezeptionsgeschichte des Holocaust an der Universität Hildesheim und der Georgetown Universität in Washington D.C. und der Arbeit am United States Holocaust Memorial Museum in Washington wurde Stefan Krankenhagen 2005 auf die Professur für Deutsche und Europäische Kulturstudien an die Universität Trondheim berufen.

Wo die Grenze zwischen Kunst und Popkultur liege? „Einerseits ganz einfach: Sie gehen in ein Kunstmuseum, um Kunst zu sehen. Sie hören Madonna, wenn Sie Lust auf Popkultur haben. Zugleich aber ist heute die Kunst von Elementen geprägt, die sich der Praxis der Populären Kultur entlehnt. Ich denke hier an Zugänglichkeit, Konsumierbarkeit und Anwendbarkeit“, erläutert Krankenhagen.

Im Projektsemester 2012 wendet er sich dem Begriff der Arbeit in der Popkultur zu. Weil Stars nicht nur geboren, sondern auch gemacht werden, steckt im Pop Arbeit. Aber was für eine Art von Arbeit ist es, populär zu werden, beziehungsweise populär werden zu wollen? Als Ausstellungsprojekt konzipiert, wird noch ein Partner in der Stadt gesucht. „Das Arbeitsamt wäre ein interessanter Ort, um so ein Thema zu präsentieren“, sagt Krankenhagen.

Neben der Denomination „Populäre Kultur“ umfasst die Professur den Schwerpunkt Kulturwissenschaften. Prof. Krankenhagen war am German Historical Institut in Washington tätig, forschte am dortigen Holocaust Memorial Museum und hat gute Kontakte zum Deutschen Museumsbund wie auch zum europäischen Dachverband der Museumsorganisationen, NEMO. Nun möchte er in Hildesheim die museumspraktische- und -theoretische Sicht stärken und sich auch niedersachsenweit vernetzen. Alfeld, Wolfsburg, Hildesheim sind Stationen eines Seminars zum Thema „Die Funktion des Museums“.

„Inwieweit nimmt das Museum – als ein wichtiges Forum, das nationale Identitäten schafft –  Europäisierungstendenzen auf?“, fragt Prof. Krankenhagen, der das interdisziplinäre und internationale Forschungsprojekt „Exhibiting Europe. The Development of European Narratives in Museums, Collections and Exhibitions“ leitet.

Mit Kollegen aus Oslo und Amsterdam und in Zusammenarbeit mit dem „Herder-Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung“ der Universität Hildesheim plant er darüber hinaus für 2012 eine internationale Konferenz, die sich dem Wandel vom Besucher zum Produzenten von Kulturleistungen widmet; der Kulturcampus Domäne Marienburg sei dafür „ein wunderbarer Ort“.

Lesen Sie den Artikel im Uni-Journal, Februar 2012 (PDF)

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Pressemeldungen Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur Herder-Kolleg
news-3699 Fri, 16 Dec 2011 20:18:00 +0100 16. und 17. Dezember 2011 Crusades of the Middle Ages and in the Modern Era: History - Reflections - Teaching https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/16-und-17/ Internationale Konferenz. Tagungsstätte Michaeliskloster Hildesheim, Auditorium. Konzept und Organisation: Dr. Felix Hinz. Weitere Informationen

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Herder-Kolleg
news-3620 Wed, 16 Nov 2011 10:29:00 +0100 Ein Bild. Acht Interpretationen. https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/ein-bild-acht-interpretationen/ Ein Bild geht um die Welt – an Kommentaren fehlt es nicht, wohl aber an wissenschaftlich begründeten Aussagen. Der Forschungskreis „Materiale Kulturanalyse“ und das Methodenbüro der Stiftung Universität Hildesheim widmen sich im Rahmen eines interdisziplinären Workshops „Hillarys Hand. Zur politischen Ikonographie der Gegenwart" vom 18. bis 19. November 2011 der Bildanalyse. Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus dem deutschsprachigen Raum werden erwartet. Im Mai 2011 ging ein Bild um die Welt. Abgebildet ist die amerikanische Führungsspitze an einem Tisch im Lagezentrum des Weißen Hauses. An Kommentaren zu diesem Bild fehlt es nicht. Wohl aber an wissenschaftlich begründeten Aussagen. Der interdisziplinäre Workshop „Hillarys Hand. Zur politischen Ikonographie der Gegenwart" nähert sich dem Bild mit verschiedenen Methoden der Bildanalyse.

Durch die Fokussierung auf ein gemeinsames Material können die teilnehmenden Wissenschaftler – u.a. aus den Bereichen Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Kunstgeschichte und Philosophie – verschiedene Methoden der Bildanalyse und Bildinterpretation vergleichen. „Dieser Vergleich ist jedoch kein Selbstzweck. Vielmehr steht er im Dienste informativer wie bewährungsfähiger Analysen zur politischen Ikonographie der Gegenwart“, unterstreicht Prof. Dr. Michael Kauppert, Juniorprofessor für Kultursoziologie. „Was das Bild zeigt, ist zunächst unklar. Zeigt es Politiker, die den Primat des Handelns aus der Hand gegeben haben und sich selbst zu Zuschauern verurteilt haben? Oder zeigt es schlichtweg Menschen, die angespannt sind, Neugierde verspüren, gar Angst haben?“, fragt Kauppert. „Und was macht eigentlich die Hand an Hillarys Mund?“

Veranstalter des Workshops ist der Forschungskreis „Materiale Kulturanalyse“ im Herder-Kolleg für transdisziplinäre Kulturforschung (Prof. Dr. Michael Kauppert) der Universität Hildesheim in Kooperation mit dem Methodenbüro (Irene Leser, M.A.) des Instituts für Sozialwissenschaften.

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Pressemeldungen Herder-Kolleg Methodenbüro Veranstaltungen
news-2836 Mon, 05 Sep 2011 00:00:00 +0200 05. bis 09. September 2011 Nishida Kitaro in der Philosophie des 20. Jahrhunderts https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/05-bis-09/ Internationale Tagung zur Philosophie Nishida Kitaros vom 5. bis 9. September 2011 auf der Domäne Marienburg. (PDF Tagungsplan)

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Herder-Kolleg
news-2839 Sun, 05 Jun 2011 00:00:00 +0200 05. und 06. Juni 2011 Transkulturelle Philosophie und Ästhetik https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/05-und-06/ Workshop am 5. und 6. Juli 2011 in Zusammenarbeit mit einer Philosophendelegation aus Taiwan am Institut für Philosophie. (PDF Info)

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Herder-Kolleg
news-2891 Thu, 05 May 2011 00:00:00 +0200 05. und 06. Mai 2011 Gründung der Arbeitsgruppe "Theorie und Praxis des Theaters" https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/05-und-06-1/ Konzeption: Dr. Barbara Gronau (FU Berlin), Prof. Dr. Annemarie Matzke (Universität Hildesheim) (PDF Info)

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Herder-Kolleg
news-2275 Fri, 29 Apr 2011 00:00:00 +0200 29. und 30. April 2011 Ästhetik des Körpers oder Taktiken des Alltäglichen? Kulturphilosophie und Diskursanalyse bei Michel Foucault und Michel de Certeau https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/29-und-30/ Tagung am 29. und 30. April 2011 Tagungsleitung: Jörg Bernardy (Hildesheim) und Dr. Inigo Bocken (Nijmegen) Universität Hildesheim, Steinscheune (Domäne) Programm

Mit der Frage nach der Ästhetik des Körpers und den Taktiken des Alltäglichen eröffnet die Tagung einen Blick auf die beiden Denker Michel Foucault und Michel de Certeau. Im Zentrum stehen kulturphilosophische und ästhetische Überlegungen zu den Funktionen des Körpers als ‚Ort‘ von Disziplinierung, ästhetisch-ethischer Selbstgestaltung und möglichem Widerstand. Entgegen einer Einteilung des Foucaultschen Werks in eine archäologische, genealogische und existenzästhetische Schaffensphase, soll vor allem berücksichtigt werden, dass Foucaults Interesse am Subjekt niemals außerhalb seines Denkens stand. Eine Hermeneutik des Subjekts, welche die diskursiven Wirkungen und Beziehungseffekte zwischen Wissen, Macht und körperlichen Praktiken des Subjekts untersucht, ist also nicht einfach ein später hinzugefügtes Element in Foucaults Schriften. Ganz eindeutig ist der Körper bei Michel de Certeau bereits Teil der Ausgangsdiagnose. Dieser zufolge ist die Neuzeit durch den Verlust des Körpers und die Dominanz der 'écriture' gekennzeichnet. Insbesondere von seinen historischen und kulturphilosophischen Studien über die Mystik im 16. und 17. Jh. geleitet, entdeckt de Certeau in den alltäglichen Praktiken und Taktiken der Praxis immerwährende Möglichkeiten des Widerstands. Die Ansätze beider Denker können als Ausgangspunkt für Reflexionen in der gegenwärtigen Theoriebildung von Kulturwissenschaften, Kulturphilosophie und Diskursanalyse genommen werden.

 

Kontakt: bernardy(at)uni-hildesheim.de

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Herder-Kolleg
news-2840 Thu, 28 Apr 2011 00:00:00 +0200 28. April. 2011 Diversität an Hochschulen: Potentiale, Hindernisse und Perspektiven https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/28-april-2/ Herder-Kolleg (Forschungskreis „Sprache & Kultur“) Institut für Interkulturelle Kommunikation Universität Hildesheim 28.04.2011 Bühler-Campus Raum LN 014 (PDF Info)

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Herder-Kolleg
news-1979 Fri, 04 Feb 2011 14:22:00 +0100 04. und 05. Februar 2011 Leib-Körper-Forschung II https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/04-und-05/ Herder-Kolleg Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung Forschungskreis „Leib-Körper-Kultur“ Einführung in die Contact Improvisation mit Heike Pourian (Dipl. Kulturpädagogin) Den Ausgangspunkt der Contact Improvisation bildet das Spiel mit dem Körperkontakt zwischen zwei oder mehreren TanzpartnerInnen. Initiiert durch einen rollenden, gleitenden, wandernden Kontaktpunkt ergeben sich Bewegungen, die allein schwer denkbar sind. Mit ihrer spielerischen Leichtigkeit und der Konzentration auf den gegenwärtigen Moment ermöglicht die Contact Improvisation einen ganz direkten Zugang zur Bewegung. Weil es keine Schrittfolgen zu lernen gibt, erschließen wir uns unser Bewegungspotential durch eigenes Forschen - aufbauend auf den Erkenntnissen und Fragen, die der gemeinsamen Lektüre am Vorabend entspringen. Die im Gespräch umkreisten Themen werden auf dem Workshop sinnlich erfahrbar und vielleicht neu mit der Sprache verbunden. Bitte bequeme Trainingskleidung (möglichst aus Baumwolle), dicke Socken und eine Decke oder Matte mitbringen. Es sind keinerlei tänzerische Vorkenntnisse nötig.


Der Workshop gliedert sich in zwei Teile:


Freitag, 4. Februar 2011, 15-19 Uhr:

Textlektüre zur „Leiblichkeit“ (Texte werden bei Anmeldung per Mail versand)
Prof. Dr. Rolf Elberfeld, Dr. Katrin Wille, Heike Pourian
Ort: Institut für Philosophie, Bibliothek.


Samstag, 5. Februar 2011, 10-18 Uhr:

Contact Improvisation Heike Pourian
Ort: Kleine Turnhalle der Universität Hildesheim


Anmeldung bei: Leila Horstmann (leilahorstmann@googlemail.com)


Der Workshop ist kostenlos.

 

Informationen als PDF.

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Herder-Kolleg
news-1978 Fri, 26 Nov 2010 14:18:00 +0100 26. und 27. November 2010 Künste und Forschung an Kunsthochschulen und wissenschaftlichen Universitäten https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/26-und-27/ Workshop 26./27.11. an der Zürcher Hochschule der Künste in Kooperation mit dem Herder-Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung (Uni Hildesheim) 26.11. 2010 | 15:30–18:30 Uhr und 27.11.2010 | 10:00–13:00 Uhr Teilnehmer_innen:


Universität Hildesheim, Herder-Kolleg

Prof. Dr. Rolf Elberfeld (Philosophie)
Prof. Dr. Thomas Lange (Kunstgeschichte)
Prof. Dr. Viola Vahrson (Kunstvermittlung)


Zürcher Hochschule der Künste
Sigrid Adorf (Kunstwissenschaft, Departement Kulturanalysen und Vermittlung (DKV)
Elke Bippus (Kunsttheorie, Departement Kunst&Medien (DKM), Projektleitung „Forschung in den Künsten und die Transformation der Theorie“)
Christoph Brunner (DKM, Forschender in „Forschung in den Künsten und die Transformation der Theorie“)
Vera Kockot (Kulturwissenschaft, Design2Context, Forschende in „Forschung in den Künsten und die Transformation der Theorie“)
Hannes Rickli (Kunst, DKV)
Yvonne Wilhelm (Kunst, DKM)
Jörg Huber, (Kulturtheorie, DKM, Institut für Theorie)
Bitten Stetter, (Design, Departement Design)


Workshopprogramm:

Vorstellungsrunde

Künstlerische Praxis in wissenschaftlicher Forschung / Forschung in den Künsten. Diskussion der jeweiligen Verfahren, Ziele, Verortungen, Erkenntnis, Wissen, Ausbildungskonzepte

Kulturen des Wissens und ihre Praxen,

Verhältnis von Kunst und Wissenschaft. Institutionelle Disziplinierung, partikulare Praxen, Erkenntnismodi.


Künste und Forschung
an Kunsthochschulen und wissenschaftlichen Universitäten


Seit gut 10 Jahren werden aus verschiedenen Gründen Versuche unternommen, vor allem an Hochschulen für die Künste „künstlerische“ und „forschende“ Praxis miteinander zu verbinden. Unter den Schlagwörtern „artistic research“, „künstlerische Forschung“ und „Kunst als Forschung“ haben sich inzwischen verschiedene Ansätze entwickelt, die darüber reflektieren, wie Kunst und Forschung sich in bestimmten Projekten verbinden lassen. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer „epistemischen Praxis“ in den Künsten, um dem Wort „Forschung“ eine konkrete Bedeutung zu verleihen. Beschleunigt wird diese Entwicklung unter anderem von Vorgaben, die im Rahmen des Bologna-Prozesses an den Hochschulen für Künste umgesetzt werden sollen, so dass in nicht all zu ferner Zukunft es keine Ausnahme mehr sein wird, wenn Künstlerinnen und Künstler in ihren Künsten promovieren.
Der umgekehrte Prozess, dass künstlerische Praxis in den Rahmen wissenschaftlicher Forschung integriert wurde, setzte bereits vor fast 30 Jahren ein. Fast gleichzeitig wurden an der Universität Gießen 1982 das Institut für „Angewandte Theaterwissenschaft“ und an der damals noch „Wissenschaftlichen Hochschule“ Hildesheim 1979 der Studiengang „Kulturpädagogik“ – der seit 2001 „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ heißt – eingerichtet. Beide Neueinrichtungen zeichneten sich dadurch aus, dass im Rahmen einer wissenschaftlichen Universität bzw. Hochschule wissenschaftliches Arbeiten mit künstlerischer Praxis verbunden wurde. Während in Gießen keine weiteren Institute eingerichtet wurden, die in ihre wissenschaftliche Arbeit auch künstlerische Praxis integrierten, wurden an der Hildesheimer Hochschule, die seit 1989 „Universität Hildesheim“ heißt, die beiden Studiengänge „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ und „Szenische Künste“ eingeführt. Neben den beiden genannten Universitäten hat sich an der in den 1980er Jahren neu gegründeten Universität Witten-Herdecke das Einbeziehen künstlerischer Praxis in die wissenschaftliche Forschung etabliert. Neben den genannten Orten werden u.a. am „Deutschen Literaturinstitut“ der Universität Leipzig (Studiengang „Literarisches Schreiben“), am „Zentrum für Performance-Studies“ der Universität Hamburg (MA-Studiengang „Performance-Studies“) und am „Zentrum für Bewegungsforschung“ der FU-Berlin wissenschaftliche und künstlerische Praxis miteinander verbunden.
Noch sind all diese Entwicklungen zu frisch, um sagen zu können, welche Neuerungen für die zeitgenössischen Kulturen des Wissens aus den Verbindungen von Kunst und Forschung auf der einen Seite und wissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Praxis auf der anderen Seite entstehen werden. Sicher scheint zu sein, dass der Trend hin zu einer weiteren Stärkung dieser Praxis der Querverbindungen geht. Es wäre vor allem gegenwärtig zu fragen, welche Unterschiede sich jeweils an Kunsthochschulen und wissenschaftlichen Universitäten in der praktischen Ausübung der Querverbindungen zeigen.
(Rolf Elberfeld)

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Herder-Kolleg
news-1976 Thu, 04 Nov 2010 14:11:00 +0100 04. bis 06. November 2010 Nicht hier, nicht jetzt – Das Theater als Zeitmaschine und die Geste des Reenactments https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/04-bis-06/ Veranstalter: Stiftung Universität Hildesheim, Institut für Medien und Theater in Zusammenarbeit mit dem Herder-Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung Datum, Ort: 04.11.2010-06.11.2010, Domäne Marienburg, Universität Hildesheim Tagung am Institut für Medien und Theater der Stiftung Universität Hildesheim in Zusammenarbeit mit dem Herder-Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung Konzept und Durchführung: Jens Roselt und Ulf Otto Programm als PDF.

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Herder-Kolleg
news-3715 Wed, 06 Oct 2010 15:14:00 +0200 06. - 08. Oktober 2010 Die Leib-Körper Unterscheidung in Philosophie, Kulturwissenschaften und Künsten https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/06-08-ok/ Tagung an der Universität Hildesheim (Programm als PDF)

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Herder-Kolleg
news-1977 Thu, 30 Sep 2010 13:54:00 +0200 30. September 2010 Bundesweites Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung und Forschungskreis Kulturelle Bildung im Herder-Kolleg gegründet! https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/30-septembe/ Im Rahmen der dreitägigen Impulstagung „Die Kunst über Wirkungen Kultureller Bildung zu forschen“ wurden am 30.9.2010 das bundesweite Netzwerk Forschung Kulturelle Bildung sowie der lokale Forschungskreis Kulturelle Bildung im Herder-Kolleg der Universität Hildesheim erfolgreich gegründet. Organisiert wurde die Tagung von den vier Gründungsmitgliedern des bundesweiten Forschungsnetzwerkes Prof. Dr. Burkhard Hill (Hochschule für Angewandte Wissenschaften München), Tobias Fink (Universität Hildesheim), Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand (Universität Hildesheim), Alexander Wenzlik (PA/Spielen in der Stadt e.V.) sowie dem Institut für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim mit Unterstützung des Herder-Kollegs. Kurzbericht als PDF.

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Herder-Kolleg
news-3718 Fri, 30 Apr 2010 15:33:00 +0200 30. April 2010 Zwischen Systematik und Neugierde. Die epistemische Praxis künstlerischer Forschung https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/30-april-20/ Vortrag mit anschließender Diskussion. (Ankündigung als PDF)

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Herder-Kolleg
news-1076 Tue, 03 Nov 2009 00:00:00 +0100 Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz zu Gast https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/praesidentin-der-hochschulrektorenkonferenz-zu-gast/ Anlässlich der Gründungfeier des Herder-Kollegs war Professorin Dr. Margret Wintermantel zu Gast an der Universität Hildeshein Anlässlich der Gründung des Herderkollegs besuchte Professorin Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, die Universität Hildesheim. Margret Wintermantel traf sich zum Gespräch mit dem Präsidium, den Dekanen und Studierendenvertretern. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz lobte die Aktivitäten der Universität im Bereich der Mitwirkungsstrukturen und hob das hervorragend ausgeprägte Profil der Universität in Forschung und Lehre besonders hervor.

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Pressemeldungen Herder-Kolleg Präsidium
news-3719 Fri, 30 Oct 2009 16:39:00 +0100 30. Oktober 2009 Gründungsveranstaltung des Herder-Kollegs https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/30-oktober/ Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung (Programm als PDF)

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Herder-Kolleg
news-3716 Fri, 24 Apr 2009 16:03:00 +0200 24. bis 26. April 2009 Chaos und Konzept: Poetiken des Probierens im Theater https://www.uni-hildesheim.de/herderkolleg/aktuelles/detailansicht/artikel/24-bis-26/ Tagung des Instituts für Medien und Theater der Stiftung Universität Hildesheim (Flyer als PDF)

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Herder-Kolleg