Hannah Maira Chodura
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Hannah ChoduraUniversitätsplatz 1, 31141 HildesheimKulturcampus Domäne Marienburg, Haus 3 (KC.Hs3.1.01)+49 5121 883-21136
Foto: Clemens Heidrich
Zur Person
Hannah Chodura studierte im Bachelor Philosophie-Künste-Medien an der Universität Hildesheim und setzte ihr Philosophiestudium im Master an der Friedrich-Schiller-Universität Jena fort. Sie interessiert sich für Praktiken und Perspektiven des Vermittelns im Ausstellungskontext und ist als Kuratorin und Kunstvermittlerin tätig. Seit April 2025 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG Graduiertenkolleg 2477 „Ästhetische Praxis“ am Institut für Philosophie der Universität Hildesheim.
Forschungsinteressen: Care-, Affekt-Theorien, Zeitphilosophie, Ästhetik und Ästhetische Praxis, Theorien des Kuratorischen und der Kunstvermittlung
Promotionsprojekt
Promotionsprojekt:
Who cares? Versuch einer negativen Ästhetik kollektiver Verdrängung (AT)
Wo die Welt in die Krise gerät, wird die Notwendigkeit, für sie Sorge zu tragen, evident. Angesichts multipler Krisen erfährt der Begriff der Fürsorge in zeitgenössischen Debatten und theoretischen Diskursen eine Aufwertung. Während der Fürsorge(-Arbeit) theoretisch und moralisch ein hoher sozialer Stellenwert beigemessen wird, bleibt ihre Relevanz von der politischen Sphäre weitgehend ungeachtet — umfassende globale Sorgeprogramme finden bislang keine Realisierung.
In kapitalistisch-neoliberalen Gesellschaften des Globalen Nordens gerät die Fürsorge selbst in die Krise. Räume und Praktiken reproduktiver Sorgearbeit werden an den gesellschaftlichen Rand gedrängt und an migrantische, überwiegend weibliche und weniger privilegierte Personen delegiert und externalisiert. Der Kontakt mit den existenziellen (Alter, Krankheit, Tod, Geburt) Dimensionen und affektiven Momenten (Ekel, Angst etc.) der Sorgearbeit wird dadurch marginalisiert. Sorgearbeit bleibt dabei für jene, die nicht an ihr mitwirken müssen, abstrakt. Dieses Privileg wirkt sich auf das Verhältnis zur und auf die Wahrnehmung von Fürsorge im Alltag aus. Die systembedingte Unsichtbarmachung führt zu Phänomenen der Entfremdung und kollektiven Verdrängung.
In der Dissertation möchte ich die komplexe soziale Rolle und die negative Dimension der Fürsorge in der Gegenwart untersuchen. Die affektive und psychodynamische Abwehr soll voraussichtlich durch die Analyse exemplarischer zeitgenössischer künstlerischer Werke im Kontext von Abject Art und Care kritisch und autoethnographisch beleuchtet werden.
Kurzvita
Akademischer Werdegang
| Seit 05/2025 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Doktorandin im DFG-Graduiertenkolleg 2477 „Ästhetische Praxis“ |
| 2023 | Master of Arts (Philosophie) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Schwerpunkte: Ästhetik, Praktische Philosophie, Existenzphilosophie, Phänomenologie, Thema der Abschlussarbeit: „Über das Leiden an der Zeit in Jean-Paul Sartres Der Ekel“ |
| 2018 | Bachelor of Arts (Philosophie-Künste-Medien) an der Universität Hildesheim Hauptfach: Philosophie, Nebenfächer: Bildende Kunst, Kulturmanagement, Thema der Abschlussarbeit: „Über Regimente der Furcht. Metaphern bei Hobbes und Sloterdijk“ |
| Herbst 2018 | Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Praktische Philosophie von Andrea M. Esser an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, als Projektassistenz für die 6. Jahrestagung der Society for Women in Philosophy (SWIP) Germany e.V. (Thema: Solidarität) |
| 10/2015-03/2016 | Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Bildende Kunst der Universität Hildesheim, Methodentutorium: Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten in der Kunstgeschichte |
| 11/2013-06/2014 | Wissenschaftliche Hilfskraft am Roemer-Pelizaeus-Museum Hildesheim für das Ausstellungsprojekt Gegenwelten unter der Leitung von Viola Vahrson (HS Düsseldorf) |
Mitgliedschaften, Engagement
Seit 10/2025 Seit 01/2024 | SW*IP-Botschafterin an der Universität Hildesheim (Lektürekreis, Vernetzungstreffen) Vorstandsmitglied des Jenaer Kunstvereins |
| Seit 2019 | Mitglied Society for Women (SWIP) in Philosophy Germany e.V. |
| 04/2019- 06/2022 | SWIP-Botschafterin an der Universität Jena |
| Seit 2014 | Mitglied des Kunstverein Hildesheim |
Weitere Berufserfahrung (Auswahl)
| 05/2024-03/2025 | Schulbegleitung bei QuerWege e.V. Jena (Schwerpunkt: Traumapädagogik) |
| 02/2023-05/2024 | Dozentin in der Lern- und Sprachförderung bei der VHS Jena |
Aktivitäten im künstlerischen Bereich
Kuration, Kunstvermittlung (Auswahl)
Ausstellungen
05/2025 sukzessive - Frommannscher Skulpturengarten 2025 mit Werken von Ulrike Mohr und Mira Friedrich, (Kooperationsprojekt zwischen dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Friedrich-Schiller-
Universität Jena und dem Jenaer Kunstverein)
02/2024 room.shape.icon mit Werken von Annekatrin Lemke und Christian Henkel, gem. kuratiert mit Robert Sorg am Jenaer Kunstverein
Kunstvermittlung
05/2025 Projekttage Über die Kunst des Nachrückens mit Schulklassen der Montessorischule Jena, zur Ausstellung sukzessive, gem. mit Lea Willim, Rodrigo Arteaga Arbaca
04/2024 Schulworkshops mit Jenaer Grundschulklassen zur Ausstellung room.shape.icon im Jenaer Kunstverein
06/2019 Kunst- und Medienvermittlung im Rahmen des Performance-Projektes Körperschaften der Vernetzung von wölfe&kabel
08/2015-04/2016 Leitung der Kunstvermittlung am Kunstverein Hildesheim (gem. mit Rabea Giesler)
03/2014-07/2015 Co-Leitung der Kunstvermittlung am KVHI (gem. mit Kathrin Meyer)
Künstlerische Praxis
2014-2019 Künstlerische Arbeiten mit dem Performancekollektiv wölfe&kabel
Lehre
WiSe 2024/2025 Lehrauftrag am Lehrstuhl für Kunstgeschichte von Verena Krieger an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wöchentliches Praxisseminar An der Schnittstelle von Kuration und
Kunstvermittlung. Einblicke in den Diskurs und Gestaltung des Frommannschen Skulpturengartens 2025.
Publikationen
Veröffentlichungen, Beiträge
Chodura, Hannah und Paul*a Helfritzsch: Ein verstellter Blick auf das Bild der Gesellschaft im Aufschub der solidarischen Praxis. Überlegungen zu Guy Debord und Francisco de Goya. In: Jens
Bonnemann et. al. (Hg.): „68. Soziale Bewegungen, geistige WegbereiterInnen“, Springe: Zu Klampen 2019.
Wie umgehen mit Rassismus, Sexismus, Antisemitismus in klassischen Werken der Philosophie? online-Handreichung für Forschung und Lehre, 2021 (gem. mit Andrea M. Esser, Hannah Peaceman, Lisa Gleis, Danilo Gajic).
Vorträge & Veranstaltungen
Vorträge, Workshops
Wie ästhetische Praxis beschreiben? Workshop im Rahmen des Forschungsseminars (gem. mit F. Künkel, E. Graaf), 9.-10.02.2026.
Wie umgehen mit Rassismus, Sexismus, Antisemitismus in klassischen Werken der Philosophie? Am Beispiel des Rassismus bei Kant. Online-Workshop, durchgeführt an folgenden Terminen:
- am Philosophischen Seminar der Universität Tübingen,16.09.2022 (gem. mit L. Gleis),
- an der Leuphana Universität Lüneburg, 24.11.2021 (gem. mit D. Gajic),
- am Institut für Philosophie der Universität Hildesheim, 21.01.2021 (gem. mit L. Gleis).
Wie umgehen mit Rassismus, Sexismus, Antisemitismus in klassischen Werken der Philosophie? Am Beispiel des Rassismus bei Kant. Workshop in Präsenz, durchgeführt an folgenden Terminen:
- im Rahmen der Philosophie-Bundesfachschaftentagung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 11.05.2019 (gem. mit D. Gajic),
- im Rahmen der 6. Jahrestagung (Thema: Solidarität) der SWIP Germany e.V. und dem Lehrstuhl für Praktische Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 23.11.2018 (gem. mit A. M. Esser, H. Peaceman, L. Gleis, D. Gajic).
Körperschaften der Vernetzung. I hear your voice, I see your face, I smell plastic and metal. Projektvorstellung (Vortrag) beim 15-jährigen Jubiläum des Studiengangs Philosophie-Künste- Medien an der Stiftung Universität Hildesheim, Oktober 2019 (gem. mit Jens Fehrenbacher).
Ein verstellter Blick auf das Bild der Gesellschaft im Aufschub der solidarischen Praxis. Überlegungen zu Guy Debord und Francisco de Goya. Workshop auf der Tagung „68. Soziale Bewegungen und VordenkerInnen“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 28.07.2018 (gem. mit Paul*a Helfritzsch).
Organisation von Konferenzen, Tagungen, Workshops
betreff: Unbehagen. Wie äußern und wie damit umgehen? Eine kritische Auseinandersetzung mit der akademischen Praxis. Studentische Konferenz an der Leuphana Universität Lüneburg, 25.-26.06.2022, (gem. mit L. Eckert, L. Gleis).
Textrix I. Online-Veranstaltungsreihe der SWIP Germany e.V. (Jena) zur Vernetzung von weiblich gelesenen Personen in der Philosophie, vier Termine mit geladenen Gäst*innen von Januar bis April 2021 (gem. mit Anna Rifat Klassen).
Textrix II (weekend Edition). Online-Veranstaltungsreihe SWIP Germany e.V. (Jena), vier Termine mit geladenen Gäst*innen vom 10.-12.06.2021 (gem. Anna Rifat Klassen).
Sprecher
Prof. Dr. Jens Roselt
Koordination
Lisa Kalkowski
Postanschrift
Universität Hildesheim
DFG-Graduiertenkolleg 2477 „Ästhetische Praxis“
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim
Standort
Kulturcampus Domäne Marienburg
Domänenstraße, Haus 3
31141 Hildesheim
Kulturcampus Gebäudeplan
Anfahrtsbeschreibungen zum Kulturcampus