Foto: Clemens Heidrich

Elisabeth Graaf

Elisabeth Graaf absolvierte ein Studium der Germanistik sowie der Englischen Sprache und Literaturwissenschaft auf Lehramt an der Universität Hamburg (B.A.). Anschließend schloss sie das Masterstudium Theaterpädagogik an der Universität der Künste Berlin ab (M.A.). Während des Studiums war sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Elisabeth Graaf ist freie Künstlerin und realisiert Projekte mit ihrem Kollektiv OBJECTION als Performerin und Dramaturgin. Als Theatervermittlerin ist sie u. a. für das Thalia Theater Hamburg, die Schaubude Berlin und das GRIPS Theater Berlin tätig und arbeitet regelmäßig als Regieassistentin für Theater und freie Kollektive wie z. B. das Kollektiv Turbo Pascal. Seit April 2025 ist Elisabeth Graaf wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Graduiertenkolleg „Ästhetische Praxis“ am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim.

Promotionsprojekt

Lebensmittel in der Performancekunst – Prozesse des Zusammenspiels (AT) 

Man spielt nicht mit Lebensmitteln? Doch! Von kindlichen Experimenten mit Essen über aufwändige Dinnerpartys bis zu „What I eat in a day“-Videos auf Instagram: Der ästhetische Umgang mit Lebensmitteln ist fester Bestandteil des menschlichen Alltags und beruht auf einer langen Tradition in den Künsten. In der Performancekunst erfahren Arbeiten mit Lebensmitteln aktuell vermehrt Aufmerksamkeit. Diese Entwicklung geht mit einem gesteigerten Interesse an Materie und postanthropozänen Perspektiven in Wissenschaft, Kunst und Theater einher. Auf der Bühne sind Lebensmittel nicht nur Requisite – sie treten auf, sind Teil performativer Vollzüge, „erzählen“ Geschichten, spielen mit uns. An dieser Stelle setzt das Forschungsvorhaben an.

In der Dissertation soll untersucht werden, welche ästhetischen Praktiken – wie z. B. Einverleibung, Zubereitung oder Zerstörung – im Umgang mit Lebensmitteln in Performances sichtbar werden. Inwiefern Lebensmittel dabei als Akteure wirken, wenn sie duften oder stinken, widerständig werden, wird im Projekt genauer in den Blick genommen. In Lebensmittel-Performances können im Zusammenspiel von Performenden, Publikum und Lebensmitteln gesellschaftliche Diskurse und existenzielle Fragen berührt und neu erfahrbar gemacht werden. Das Forschungsvorhaben widmet sich dabei dem spezifischen Potenzial von Performances mit Lebensmitteln in der Reflexion und Transformation von Praxis – z. B. im Kontext von Körper oder Produktionsbedingungen. Methodisch verbindet das Vorhaben aufführungsanalytische Beobachtungen sowie Untersuchungen von Entwicklungsprozessen im Austausch mit Künstlerinnen.

Publikationen

„BUTTER KÄSE BROT. Wir sagen Tschüss. Objekttheater mit einer Schulklasse“, in: Über Dinge, Menschen und andere Tiere, Zeitschrift für Theaterpädagogik, Korrespondenzen, 39. Jahrgang, Heft 83, S. 54–56.

Konferenzen & Vorträge

Vorträge & Lehre
Vortrag beim Symposium Forschendes Theater mit Kindern und Jugendlichen: „BUTTER KÄSE BROT – Theaterprojekt an der Humboldthain-Grundschule Berlin“, FELD Theater Berlin, 28.04.2023–30.04.2023.

Gastvortrag im Seminar Projektgestaltung bei Gudrun Herbold: „Materialtheater“, Universität der Künste Berlin, Sommersemester 2023.

Gastvortrag im Seminar Grundlagen der Theaterpädagogik bei Prof. Dr. Melanie Hinz: „Forschendes Theater mit Lebensmitteln“, Universität der Künste Berlin, Sommersemester 2023.

Künstlerische Praxis

Künstlerische Praxis (Auswahl)

2024Inszenierung: Secret Ingredients, Schaubude Berlin
Gefördert durch das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste
2023Inszenierung: Butter Käse Brot, Podewil Berlin
Ausgezeichnet mit dem Fritz-Wortelmann-Preis für Kinder- und Jugendtheater

Sprecher
Prof. Dr. Jens Roselt

Koordination
Lisa Kalkowski

Postanschrift
Universität Hildesheim
DFG-Graduiertenkolleg 2477 „Ästhetische Praxis“
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim

Standort
Kulturcampus Domäne Marienburg
Domänenstraße, Haus 3
31141 Hildesheim

Kulturcampus Gebäudeplan
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