• André Hinderlich
    André Hinderlich
    Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim
    Kulturcampus Domäne Marienburg, Haus 3 (KC.Hs3.1.01)
    +49 5121 883-20772

Zur Person

André Hinderlich (er/ihm) ist Performancekünstler, Theatermacher, Schauspieler, Dramaturg und studierter Gesellschaftstheoretiker bzw. Theaterwissenschaftler. Nach seinem Bachelorstudium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften an den Universitäten Wien, Kopenhagen und Salamanca, studierte er am Mozarteum Salzburg (Thomas Bernhard Institut) Darstellende Kunst (Schauspiel, M.A.). In den Folgejahren von 2011-2021 war er als Schauspieler und Theatermacher am Thalia Theater, Neuen Theater, an der Oper Halle, am Leipziger Tanztheater und zuletzt an der Seite des niederländischen Kollektivs Wunderbaum am Theaterhaus Jena engagiert.

Hinderlich erhielt 2019 ein Basiszertifikat in Kultur- und Medienmanagement von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er studierte parallel zu seinem Festengagement am Theaterhaus Jena Gesellschaftstheorie an der Universität Jena, welches er mit einem zweiten Master abschloß. Seine Masterarbeit Natur-Kultur-Verhältnisse bei Bruno Latour. Relation(en) und Differenzierung(en) zugleich wurde 2023 im Programm BestMasters im SpringerNature Verlag publiziert. Anschließend arbeitete Hinderlich als Schauspieldramaturg am Theater Altenburg Gera im Festengagement von 2023 bis 2025. Freischaffend war Hinderlich auch als Regieassistent, schauspielerisch-filmisch, fotografisch sowie theater- und performancepädagogisch tätig.

Seit 2017 bis heute entstehen eigene künstlerische Theaterprojekte und Performance-Arbeiten, für die Hinderlich selbst auf der Bühne steht, Texte schreibt, Regie führt oder dramaturgisch tätig ist. In enger Zusammenarbeit mit der ARGEkultur Salzburg entstanden in der Vergangenheit u.a. die Lecture-Performances perma.kult (2023) und Nichts (2022), das Video-Projekt Gaia (2022, Toihaus Salzburg) oder Peter Handkes Selbstbezichtigung (2019, ARGEkultur Salzburg) bzw. das Dada-Projekt Die Ursonate von Kurt Schwitters (2017). Für seinen Kurzfilm Stumm in Eigenregie wurde Hinderlich in Karlsruhe als Bester Schauspieler mit dem BIIF Award 2018 ausgezeichnet. Für seine Theaterarbeit alien(n)ation erhielt er den 2. Platz beim Monospektakel Theater "Die Tonne" Reutlingen. Hinderlich interessiert sich für postdramatisches, zeitgenössisches Theater, Stückentwicklungen, Interspezies-Performances, Kunst-Installationen oder Theaterkunst-Projekte, die das Experiment und gesellschaftlich relevante Themen verhandeln.

Auswahl der eigenen künstlerischen Praxis unter: www.hinderlich.net

Promotionsprojekt

„Lebendige Natur“ in der zeitgenössischen Performance-Kunst: Erweiterte postanthropozentrische Ästhetik

André Hinderlich widmet sich innerhalb seines Promotionsvorhabens als transdisziplinäres Anliegen zwischen Theaterwissenschaft, Gesellschaftstheorie sowie philosophischer Reflexion der „lebendigen
Natur“ innerhalb des zeitgenössischen Theaters bzw. der performativen-szenischen Künste. Dabei soll der noch wage anmutende Begriff der „lebendigen Natur“ innerhalb der ausgewählten künstlerischen Arbeiten induktiv (bzw. abduktiv), d. h. ausgehend von den jeweiligen künstlerischen Arbeiten bzw. der jeweiligen ästhetischen Praxis erschlossen werden. Die zentrale Fragestellung lautet: Welche spezifische Ästhetik bringt der Gegenstand der „lebendigen Natur“ in den ausgewählten zeitgenössischen performativen Kunstwerken hervor? Inwiefern kann der Begriff der Ästhetik um eine praxeologisch orientierte Komponente erweitert werden? Ebenso soll erforscht werden, wodurch beeinflusst und wie die jeweiligen Künstler:innen zu ihrem spezifischen Gegenstand gekommen sind bzw. wodurch sich ihre jeweilige ästhetische Praxis als Praxis auszeichnet. Das Anliegen ist zwischen der zentralen Methode der theaterwissenschaftlichen Aufführungsanalyse verschiedener künstlerischer Projekte und einer mitunter sozialwissenschaftlich orientierten Herangehensweise eine Verbindung herzustellen. Die ästhetische Praxis als Praxis sui generis wird anhand von leitfadengestützten, problemzentrierten Interviews mit Künstler:innen unterstützend untersucht.

Lehre
WiSe 2025/26Grundlagen des Schauspiels, Übung an der Universität Hildesheim / Fachbereich Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation / Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur
03/2023 – 03/2023Schauspieldozent im Fach Darstellendes Spiel, Friedrich-Gymnasium Altenburg
11/2021 – 08/2022Filmpädagogische Tätigkeit an der Albert-Schweitzer-Gedenk- und Begegnungsstätte Weimar (Kultur macht stark-Bildungsprojekte)
04/2023 – 04/2023Performance-Dozent an der Regelschule Dobitschen Altenburg
09/2021 – 04/2022Theaterpädagogische Tätigkeit am Stellwerk Weimar
04/2017 – 08/2017Deutsch als Fremdsprache Lehrer, Inspire Salzburg

 

 

 

 

 

 

Publikationen

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Hinderlich, André: Natur-Kultur-Verhältnisse bei Bruno Latour. Relation(en) und Differenzierung(en) zugleich. Wiesbaden: SpringerNature, 2023.

 

Sonstige Veröffentlichungen

insgesamt 11 Programmheft-Publikationen als Schauspieldramaturg am Theater Altenburg Gera von 2023-2025

Vorträge und Konferenzen

29/01/2026: „Begegnung mit einem Schaf“, Vortrag im Rahmen der Konferenz "Power-Strength. Weak Aesthetic Practices", Universität Hildesheim, Deutschland.

20/02/2026: „Zwischen Menschen und Bäumen - ästhetische Praxis mit oder ohne Rhetorik?“, Vortrag im Rahmen der Konferenz "Rhetorik als ästhetische Praxis", Universität Hildesheim, Deutschland. 

"Lebendige Natur" in der zeitgenössischen Performance-Kunst, Intensivtreffen ‚Graduiertenkolleg Ästhetische Praxis‘, Göttingen, Waldschlösschen, 29.09.2025

Rezensionen

Double-Blind-Rezension zu: Staging the earth. Atmosphere, nature experiences, and immersive natural worlds in new concert formats and art productions, in: IJMM, International Journal of Music Mediation, https://ijmm.world/ijmm/index

Weitere Tätigkeiten

Jury-Tätigkeiten

2023-2025: Jurymitglied bei Jugend rezitiert, Theater Altenburg

Sonstige wissenschaftliche Tätigkeiten

03/2021 – 08/2021: Wissenschaftliche Hilfskraft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Archäologie, beteiligt an Publikation/Fotografie von Speisen nach antiken Vorbildern im Rahmen der Sonderausstellung Mehr als Brot und Wein - Antike Speisen. Alltagskost und Tafelluxus

Sprecher
Prof. Dr. Jens Roselt

Koordination
Lisa Kalkowski

Postanschrift
Universität Hildesheim
DFG-Graduiertenkolleg 2477 „Ästhetische Praxis“
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim

Standort
Kulturcampus Domäne Marienburg
Domänenstraße, Haus 3
31141 Hildesheim

Kulturcampus Gebäudeplan
Anfahrtsbeschreibungen zum Kulturcampus