Mike Dele Dittrich Frydetzki
Mike Dele Dittrich Frydetzki (dey)
Doktorand*in an der Universität der Künste, Berlin
Graduiertenkolleg „Ästhetische Praxis“ an der Universität Hildesheim (assoziiertes Mitglied)
Person
2024 Konzeption und Koordination der Thementage „Intimacy Coordination in Higher Education“ und „Staging Intimacy“ im Rahmen der International Conference on Intimacy Coordination (sophiensaele und Universität der Künste, Berlin)
Seit 2023 Promotionsvorhaben gefördert durch Rosa-Luxemburg-Stiftung
Seit 2022 Assoziiertes Mitglied des DGF-Graduiertenkollegs 2477 „Ästhetische Praxis“
2022-2026 Promotion bei Prof. Dr. Melanie Hinz (Universität der Künste, Berlin) zu (nicht-)konsensuellen Verfahren in der Probenpraxis anhand der praxeologischen Beobachtung der Arbeit von Intimitätskoordination
2021 Master of Arts „Inszenierung der Künste und Medien“ Universität Hildesheim zu „Inviting In And Coming Out To The Archive – performative Strategien queerfeministischen Kanonkritik anhand der Performances DIESEN MANGEL NEHMEN WIR PERSÖNLICH #1-#3“ bei Prof. Dr. Annemarie Matzke und Dr. Martina Groß
2016 Bachelor of Arts „Szenische Künste” Universität Hildesheim zu „Produktives Unbehagen – Partizipative Strategien und die Rolle der Zuschauenden in zeitgenössischen Theaterperformances“ bei Prof. Dr. Jens Roselt und Prof. Dr. Annemarie Matzke
Studienaufenthalte an der Uniwersytet Warszawskie und Justus-Liebig-Universität Gießen
Während des Studiums:
Stipendiat*in des Minerva-Kollegs der Universität Hildesheim und der Gesellschaft für Polnische Studien (GFPS)
studentische Mitarbeiter*in von Prof. Dr. Stefanie Diekmann
Mitarbeit Tagung „Making Of – Beobachtung und Inszenierung ästhetischer Produktionsprozesse“ (Internationale Konferenz des Herder Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung)
Leitung: Prof. Dr. Stefanie Diekmann, Prof. Dr. Stefan Krankenhagen
Promotion
PERFORMING CONSENT – (nicht-) konsensuelle Kommunikationsweisen und Verfahren in der Probenarbeit an der Darstellung von Sex und Intimität in Theater und Film anhand der praxeologischen Beobachtung der Arbeit der Intimitätskoordination
In meiner Forschung beschreibe ich zeitgenössische Veränderungungen innerhalb des Feldes der Probenarbeit aus praxeologischer, queerfeministisch konturierter Perspektive. Besonders fällt mir der Auftritt einer neuen Figur und Arbeitsform auf: die Intimitätskoordination. Zunehmend arbeiten Regieteams in Film als auch Theater mit einer*m Intimacy Coordinator / Choreographer. Deren Methoden, so meine Beobachtung, speisen sich aus der Übernahme von Praktiken aus sexpositiven Kontexten wie BDSM, Pornoproduktion und Sexarbeit und lassen sich in der bewegungspolitischen Geschichte des (queeren) Feminismus zurückverfolgen und verorten. Doch was bedeutet die zeitgenössische Übernahme solcher Verfahren in den Probenkontext dieser Kunstpraktiken? Welche Auswirkungen hat sie auf das Gefüge Regie-Darsteller*innen-Team? Und wie verändert eine solche Arbeitsweise die Ästhetiken des Dargestellten?
In meiner Forschung gehe ich diesen Fragen nach und untersuche die (nicht-)konsensuellen Kommunikationsweisen künstlerischer Probenprozesse, tradierte und experimentelle Strategien der Inszenierung von Sex und Intimität anhand der Arbeit der Intimitätskoordination und suche nach alternativen Kommunikationsformen und Darstellungen einer sexuellen Wissenspraxis, die sich an Subkulturen und queer-feministischen Theorien orientiert und die Arbeit der Künste prägt.
Lehre
SoSe 2025 & 26 Intimitätskoordination in Probenprozessen – forschendes Praxisseminar am Institut für Theater, Film und Medienwissenschaft der Universität Wien
SoSe 2025 Hex*en Haufen Care – Übung am Institut für Theater, Medien und Populäre Kultur der Universität Hildesheim
SoSe 2024 Hex*en Haufen Care – Seminar/Übung zu care-basierten Probenpraktiken und queeren ästhetischen Strategien der Brauchtumspflege (HfbK Dresden) mit Marty Damour
seit 2018 ff. Workshops mit der Initiative für Solidarität am Theater zu Allyship, kritischem Umgang mit Strukturen der Ungleichheit in Probenkontexten u.a.
WiSe 2018/19 Exkursionsleitung für Studierende zum Festival „Polski Transfer“ in Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden (Universität Hildesheim)
SoSe 2018 Co-Leitung des Seminars „Störungen“ - Praxisexkursion in Kollaboration mit dem Studiengang Bühnen- und Kostümbild der HfbK Dresden
WiSe 2014/15 Seminar Co-Leitung „transeuropa2015“ - Festivalarbeit und Kuration eines transeuropäischen Festivals für performative Künste
Publikationen / Veröffentlichungen
2025 "Ein Blick durch das Glory Hole auf das Berufsfeld der Intimitätskoordination", in: Oidtmann, S. (Hrsg.) (2025) Intimitätskoordination: Intimität im Film und auf der Bühne inszenieren. 1. Auflage. Leipzig: Henschel Verlag in E. A. Seemann Henschel GmbH & Co. KG.
2026 Im Erscheinen: "keine gebrauchsanleitung zu care praktiken in den freien darstellenden künsten" gemeinsam mit Aidan Riebensahm, in: netzwerk strongertogether / Katharina Wisotzki (Hg.): Intersektionale Praxis in den Darstellenden Künsten. Eine Bestandsaufnahme, transcript-Verlag, 2026.
2026 Im Erscheinen: Mike Dele Dittrich Frydetzki/Maike Gunsilius/Lea-Sophie Schiel/Isabel Schwenk: „Praktiken des Einwilligens“, in: Micha Braun/Veronika Darian/Melanie Gruß/Patrick Primavesi/Ingo Rekatzky/Janine Schulze-Fellmann/Torben Schleiner/Lydia Wilinski (Hg.): Offene Räume. Theaterwissenschaftliche Perspektiven (Performing ARTS Books, Band 1), Heidelberg: arthistoricum.net 2026, S. xx–xx. DOI: doi.org/10.11588/arthistoricum.1757.c26183
Künstlerische Praxis (Auswahl)
www.mikedeledittrichfrydetzki.de
2025: Performance „East German Fragilities – Lust auf Gewalt“ Europäisches Zentrum der Künste HELLERAU, Dresden
2025: Performance „Geborgenheitstanz“ Stiftung Bauhaus Dessau
2024: Hörspiel/Feature „Kontaktanzeigen – Queere Generationendialoge in Ostdeutschland“ (Deutschlandfunk Kultur) in Zusammenarbeit mit Judith Geffert und Jule Gorke
https://www.hoerspielundfeature.de/kontaktanzeigen-dlf-kultur-d0041a26-100.html
2020: „The History of the Federal Republic of Germany as told by Fehler Kuti und die Polizei“
Münchner Kammerspiele, Arbeit als Dramaturg*in
2019-2020: Diesen Mangel nehmen wir persönlich #1-#3
Koproduktion mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden; LOFFT – Das Theater, Leipzig, Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig. Arbeit als Künstlerische Leitung und driver
Seit 2017: Initiative für Solidarität am Theater
Seit 2011: szenische Projekte als Autor*in/ Performer*in mit dem Theaterkollektiv DIE SOZIALE FIKTION
Sprecher
Prof. Dr. Jens Roselt
Koordination
Lisa Kalkowski
Postanschrift
Universität Hildesheim
DFG-Graduiertenkolleg 2477 „Ästhetische Praxis“
Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim
Standort
Kulturcampus Domäne Marienburg
Domänenstraße, Haus 3
31141 Hildesheim
Kulturcampus Gebäudeplan
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