Simons, Marie-Charlotte

Every body: Pose! Die Pose als ästhetische Praxis

Marie Simons forscht zur Pose als ästhetischer Praxis am Beispiel der Showsportarten Professional Wrestling, Bodybuilding und Synchronschwimmen: Bei der Betrachtung der Athlet_innen zeigt sich eines – sie alle werden darauf hin trainiert, möglichst perfekt die jeweiligen Posen einzunehmen. Ihre Hypothese lautet dabei, dass die Pose eine besondere Zeit-Figur darstellt, die immer an ihren performativen, körperlichen Vollzug gebunden ist. Sie fragt nach jenem Moment geronnener Zeit, in dem der lebendige Körper scheinbar zur Statue, zum Bild erstarrt. Es ist gerade diese Zeitlichkeit der Pose, die es ermöglicht, sie als Gegenstand und Methode einer Forschung durch ästhetische Praxis zu betrachten.

Zur Person

Marie-Charlotte Simons studierte den Masterstudiengang „Inszenierung der Künste und der Medien“ mit den Schwerpunkten Theater und Populäre Kultur an der Universität Hildesheim. Sie forscht und arbeitet in Theorie und Praxis zum Thema Körperinszenierungen in der Unterhaltungskultur und deren Manifestationen in Pop, Sport und Performance. Sie ist als Regisseurin, Dramaturgin und Autorin in der freien Szene in verschiedenen Kontexten aktiv, zuletzt inszenierte sie am Zimmertheater Tübingen das Stück „Cow*Boys*“.