Laura Kallenbach

Doing Gender als ästhetische Praxis in der Theaterpädagogik

Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage, wie in aktuellen theaterpädagogischen Arbeiten Geschlechterrollen verhandelt und ästhetisch hervorgebracht rsp. (de-)konstruiert werden. Dabei sollen (Geschlechts-) Identitätskonzepte innerhalb der ästhetischen Praxis unterschiedlicher theaterpädagogischer Arbeiten und Konzepte untersucht und die Kategorie Gender für die Analyse ästhetischer Praxis produktiv gemacht werden. Das Konzept des Doing Gender wird hier in zweierlei Hinsicht forschungsleitend: in der rezeptionsästhetischen Untersuchung ausgewählter Inszenierungsbeispiele ebenso wie in der Analyse konkreter (institutioneller) Produktionskontexte verschiedener theaterpädagogischer Arbeiten.

 

Zur Person

Laura Kallenbach (*1988 in Rostock) studierte "Theaterwissenschaft" und "Filmwissenschaft" an der Freien Universität Berlin sowie "Inszenierung der Künste und der Medien" mit dem Schwerpunkt Theater an der Universität Hildesheim. Seit 2018 war sie mehrfach als Lehrbeauftragte an der Universität Hildesheim tätig. Sie ist Gründungsmitglied von CHICKS* freies performancekollektiv und seitdem regelmäßig als Dramaturgin an Produktionen des Kollektivs beteiligt. 2010-2013 war Laura Kallenbach Regieassistentin am Theater an der Parkaue (Junges Staatstheater Berlin) und führte dort 2013 erstmals Regie.

 

Publikationen:

Artikel:

  • Kallenbach, Laura (Im Erscheinen): „Der Hamiltonkomplex. Zur Analyse von Gender als strukturelle ästhetische Kategorie in der Theaterpädagogik“. In: Müller-Schöll, Nikolaus/ Hochholdinger-Reiterer, Beate/ Matzke, Annemarie/ Umathum, Sandra (Hg.) Thewis, die Online-Zeitschrift der Gesellschaft für Theaterwissenschaft.
  • Kallenbach, Laura (Im Erscheinen): „Willkommen im CHICKS* palace! Kulturelle Bildung queer-feministisch – Ein strukturelles ästhetisches Modell“. In: Westphal, Kristin/Althans, Birgit/Dreyer, Matthias/Hinz, Melanie (Hg.): Kids on Stage. Andere Spielweisen in der Performancekunst. transgenerational. transkulturell. transdistiplinär. Oberhausen.
  • Kallenbach, Laura (2021): „Haltung(en) vermitteln - Diskursformate als künstlerische Praxis“. In: Geheime Dramaturgische Gesellschaft (Hg.) Anstiften. Heftreihe zur Gesprächsgestaltung. Heft 1. Haltungen. Erfurt, S.24-27.
  • Kallenbach, Laura (2020): „Kinder und Jugendliche auf der Bühne. Fragen an Normierungsprozesse im Theater mit jungen Akteur*innen“. In: IXYPSILONZETT. Jahrbuch 2021 für Kinder- und Jugendtheater. Berlin 2020, S.28-29.

Weitere Veröffentlichungen:

  • Kallenbach, Laura (2020): „Die Woche für nicht-infektiöse Begegnungsformate. Ein Erfahrungsbericht von Laura Kallenbach“, Geheime Dramaturgische Gesellschaft, Blog, 15.06.2020. (Online zu finden)

Vorträge / Tagungsbeiträge:

  • 2021: Moderation (mit Antigone Akgün) Podiumsdiskussion: „Wer macht und wer ist die neue Generation?“ Im Rahmen des Frankfurter  Forum Junges Theater 2021/2022. Teil I: weiter + machen.
  • 2021: Diskussion des Aufsatzes: „Doing Gender as an Aesthetic Practice in Theatre Pedagogy. 9 (research) categories to consider” im Rahmen der ITYARN-Konferenz Beginning the Journey: Legacy and Innovation in TYA beim 20. ASSITEJ Weltkongress in Tokio, Japan (Online). Working Group A: TYA and Activism.
  • 2020: Vortrag: „Doing Gender als ästhetische Praxis in der Theaterpädagogik“ im Rahmen der Online-Tagung Anders in die Fläche. Neue Felder und Formate theaterpädagogischer und künstlerischer Arbeit der Ständigen Konferenz Theater und Spiel an Hochschulen. Forum: State Of The Art – Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten.

Tagungs-/Veranstaltungsorganisation:

  • 2022: Forschungstag des AK Kritische Theaterpädagogik. PRAXIS_KRITIK_ÄSTHETIK. Stiftung Universität Hildesheim / Online. (Gemeinsam mit Mitgliedern des Graduiertenkollegs „Ästhetische Praxis“ und des Instituts für Medien, Theater und Populäre Kultur der Stiftung Universität Hildesheim).
  • 2022: Netzwerktreffen der Theaterwissenschaftler*innen in der Promotion. Online. (Gemeinsam mit weiteren Sprecher*innen der Netzwerkgruppe „Theaterwissenschaftler*innen in der Promotion“ der Gesellschaft für Theaterwissenschaft)
  • 2021: Jahrestagung „Üben üben“ des Graduiertenkollegs „Ästhetische Praxis“, Stiftung Universität Hildesheim (Gemeinsam mit Mitgliedern des Graduiertenkollegs).
  • 2020: Jahrestagung „Partizipation, Körper, Vollzug – Dimensionen ästhetischer Praxis“ des Graduiertenkollegs „Ästhetische Praxis“, Stiftung Universität Hildesheim (Gemeinsam mit Mitgliedern des Graduiertenkollegs).

Lehre:

  • WiSe 20/21: „Doing Gender – Strategien zur Vermittlung von Gender in der Theaterpädagogik“ (Seminar + Übung)
  • SoSe 2019: „‘Augenblick mal! 2019‘ - (Das Sprechen über...) Zeitgenössisches Theater für Junges Publikum“ (Exkursion)
  • WiSe 18/19: „Einführung in die Theaterpädagogik“ (Seminar/Basiscurriculum)
  • WiSe 18/19: „A. Lacis und W. Benjamins Programm eines Proletarischen Kindertheaters im Kontext zeitgenössischer Theaterpädagogik“ (Seminar)
  • WiSe 18/19: „Improvisation rahmen“ (Übung)
  • SoSe 2018: „‘So I'll stand and fight' - Gender : Generation : Performance : Protest“ (Projekt im Rahmen des Projektsemesters „1968“)

Künstlerische Praxis (Auswahl):

siehe: www.chicksperformance.de

Vernetzung:

Seit 2021: Sprecherin der Netzwerkgruppe Theaterwissenschaftler*innen in der Promotion der Gesellschaft für Theaterwissenschaft (gemeinsam mit Yana Prinsloo, Ekaterina Trachsel und Jochen Lamb)