Jens Schmidt

Rezeption als ästhetische Praxis - Interaktive Kunst aus responsiver und performativer Perspektive

Das Forschungsprojekt untersucht, inwiefern sich Kunstrezeption als eine leibliche Praxis, als ein ästhetisches Handeln beschreiben lässt. Ausgangspunkt wird das Format der interaktiven Installation sein, bei der bereits offensichtlich wird, wie Interfaces und Aufforderungsobjekte die Passivität der Rezeption infrage stellen. Eigenes Verhalten wird herausgefordert, thematisiert, irritiert oder auch ausgestellt, sodass die vermeintlich private Auseinandersetzung für Außenstehende sichtbar wird und sich in einem sozialen Spannungsfeld wiederfindet. Die daraus resultierende Aushandlung zwischen Selbst, Objekt, sozialem Umfeld und Institution soll in einer Theorie ästhetischer Rezeptions-Praxis ausgearbeitet und somit für weitere Kunstformen anknüpfbar gemacht werden.

 

 

Zur Person

Studium der Medien- und Kulturwissenschaft and der HHU Düsseldorf (B.A.) sowie der Kulturvermittlung mit Schwerpunkt Musik an der Stiftung Universität Hildesheim (M.A). Seit 2015 ist Jens Schmidt tätig als freiberuflicher Künstler im Bereich der interaktiven Klang- und Medienkunst sowie in Kooperationen mit freien Theaterkollektiven. Zudem arbeitet er im Überschneidungsbereich von Vermittlung und ästhetischer Praxis, etwa bei der documenta 14. Seit April 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Graduiertenkolleg 2477 "Ästhetische Praxis" am Institut für Philosophie der Universität Hildesheim.

Forschungsschwerpunkte sind:
Interaktive Kunst, Ästhetische Praxis, Phänomenologie, Performativität, Poststrukturalismus sowie Theorien der Kulturvermittlung.