Martin Mettin

Konfigurationen des Sinnlichen. Zum Verhältnis von Material und Praxis in Kunst und philosophischer Ästhetik der Gegenwart

Was ist das Material der Gegenwartskünste? Wie wird es durch künstlerische Arbeiten praktisch gestaltet und geformt? Diesen Fragen geht das Vorhaben aus philosophischer Perspektive nach. Dabei folge ich der Grundannahme, dass in der Ästhetik von einem Vorrang des Materials und der Praxis vor der Theorie ausgegangen werden muss. Deshalb rücken in meinem Ansatz einzelne künstlerische Arbeiten (aus Musik, Malerei und Fotografie) ins Zentrum und nicht die gegenwärtigen Diskurse über Ästhetik. In Modellen werden dabei vor allem die sinnlichen, räumlichen und zeitlichen Strukturen des Materials der Gegenwartskünste zum Gegenstand philosophischer Untersuchungen. Dieses Ansetzen bei konkreten Kunstwerken ist notwendig, weil trotz eines ambitionierten begrifflichen und reflexiven Programms in aktuellen philosophisch-ästhetischen Debatten eine deutliche Leerstelle besteht: Den tatsächlichen Kunstphänomenen wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei verlieren die abstrakten philosophischen Theoreme den Bezug zu ihren materialen Gegenständen, indem sie kaum bis gar nicht auf einzelne Kunstwerke eingehen. Mit der Hinwendung zu einzelnen Arbeiten geht mein Projekt umgekehrt vor.

 

Zur Person

Martin Mettin studierte Philosophie sowie Sozial- und Rechtswissenschaften zunächst in Leipzig und schloss 2013 seinen Master in Philosophie an der Freien Universität Berlin ab. Von 2014 bis 2019 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, wo 2019 die Promotion mit einer Arbeit zur Kritischen Theorie des Hörens im Werk Ulrich Sonnemanns erfolgte. 

 

Curriculum vitae

Publikationen, Vorträge und Veranstaltungen

Webseite an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg