Green Office Evaluationsforschung

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Abgeschlossene Vorhaben

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Green Office – Ein Tool zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele an Hochschulen

Brinken, J.1, Schell, K., Witter, J., & Benedikt, B.2 (2019). Green Office – Ein Tool zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele an Hochschulen. In W. L. Filho, Aktuelle Ansätze zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (S. 201-225). Berlin, Heidelberg: Springer Spektrum.

DOI

Abstract

Im Konsens verlangen die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) mit der Agenda 2030, dass die vereinbarten Nachhaltigkeitsziele (SDGs) in der jetzigen Generation umgesetzt werden, um so die Handlungsfähigkeit künftiger Generationen zu erhalten. In Deutschland stellen die Gebietskörperschaften (Bund, Länder und Kommunen) als wichtige Akteure der Zivilgesellschaft Umsetzungspläne auf. An erster Stelle jedoch bedarf es eines konkreten und engagierten Umsetzungsprozesses unter breiter Beteiligung aller. Hochschulen spielen hierfür eine entscheidende Rolle bei der Bildung von zukünftigen Entscheidungstragenden und damit wesentlichen Multiplikatoren. Neben dem wissenschaftlichen und theoretischen Erkenntnisgewinn haben Hochschulen nichtsdestoweniger die unmittelbare Möglichkeit, den gesellschaftlichen Transformationsprozess praktisch voranzubringen und auf diesem Wege die bestehende Implementierungslücke der Agenda 2030 dauerhaft zu schmälern. Hochschulen sind Organisationen mit hoher Komplexität und innerer Autonomie, wodurch Veränderungsprozesse und deren Gestaltung besonderen Anforderungen und Ansprüchen genügen müssen. Diese Studie stellt sich der Frage, wie Nachhaltigkeit in solch komplexen Organisationen exemplarisch an Hochschulen eingeführt und umgesetzt werden kann und inwieweit das Green Office Modell ein geeignetes Instrument für die Umsetzung der SDGs ist. Zur Einführung untersucht eine Literaturstudie die Bedeutung von Nachhaltigkeit an Hochschulen und wie die SDGs auf deren typische Handlungsfelder anwendbar sind. Die maßgebende Auswertung von drei Fallstudien an deutschen Hochschulen (Hildesheim, Kaiserslautern und Magdeburg) zeigt im Ergebnis Erfolgsfaktoren und Lösungswege für die Integration und Umsetzung der SDGs durch institutionalisierte Schnittstellen wie Green Offices auf.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeitsbüro, Green Office Movement, Hochschulentwicklung, Erfolgsfaktoren, Umsetzung

Kooperation

1Nachhaltigkeitsbüro Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, 2Nachhaltigkeitsbüro Technische Universität Kaiserslautern

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Laufende Vorhaben

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Klimasparbuch Hildesheim-Peine

Fördert das Klimasparbuch Hildesheim-Peine Handlungswissen als Voraussetzung für umweltschützendes Verhalten bei der Zielgruppe der Studierenden?

Klimasparbuch Hildesheim-Peine

Das Green Office der Universität Hildesheim gab im Herbst 2018 gemeinsam mit der Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine und dem oekom-Verlag das Klimasparbuch Hildesheim-Peine 2019/2020 mit einer Auflage von 15.000 Stück heraus. Das Konzept Klimasparbuch des oekom-Verlags umfasst praxisorientierte Tipps für klimaverträgliches Verhalten, dient gleichzeitig als Stadtführer und umfasst Gutscheine und Rabatte für Waren und Dienstleistungen in der jeweiligen Region.

Studierende sind eine zentrale Zielgruppe der Aktivitäten des Green Office und wurden als eine bedeutende Zielgruppe des Klimasparbuches Hildesheim-Peine identifiziert, was bei der Auswahl der Inhalte besondere Berücksichtigung fand. Mit der Veröffentlichung des Klimasparbuches Hildesheim-Peine zielte das Green Office darauf ab, Handlungswissen zu fördern, das wiederum eine Grundvoraussetzung für umweltschützendes Verhalten ist, und Leser_innen für regionalspezifische nachhaltige Handlungsoptionen zu sensibilisieren.

Im Rahmen der Evaluation wird analysiert, ob das Klimasparbuch Hildesheim Peine ein geeignetes Instrument ist, um Handlungswissen bei der Zielgruppe der Studierenden der Universität Hildesheim zu fördern. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen dazu dienen, zukünftige Projekte zur Förderung des Handlungswissens von Studierenden zielgruppenspezifisch auszugestalten, um 1) den nachhaltigkeitsinteressierten Studierenden Informationen anzubieten, die sie in ihrem Umwelthandeln unterstützen und 2) die Gruppe der nicht an Nachhaltigkeit interessierten Studierende zu aktivieren.

Explorative Interviews mit Studierenden fanden im September 2019 bereits statt. Fokusgruppen mit jeweils 6-8 Studierenden sind in Planung. In der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung sind Fokusgruppen eine etablierte Methode, um Einstellungen, Motive und Handlungsbereitschaften zu ermitteln.

Ansprechperson

Julia Witter