Gute Betreuung

Eine Promotion ist ein Vorhaben, für dessen Gelingen Promovierende, Betreuende und Betreuungsausschüsse gemeinsam Verantwortung tragen. Alle Beteiligten verpflichten sich, die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis einzuhalten.


Standards für junge Wissenschaftler*innen in der frühen Karrierephase

Die Universität Hildesheim orientiert sich an den folgenden Standards zur guten Betreuung, den Prinzipien wirksamer Karriereunterstützung in der Wissenschaft und Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis, die in den entsprechenden Dokumenten der DFG – Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Universitätsverbands zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland (UniWiND) gebündelt sind.

Weitere Informationen: Leitlinien "Wissenschaft als Beruf attraktiv machen" [PDF]


  Der Kodex der DFG - Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Ziel des Kodex ist, es den Adressaten – den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Leitungen von Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen – zu ermöglichen, ihre internen Strukturen, Prozesse und Handlungen an den Leitlinien zur guten wissenschaftlichen Praxis auszurichten. Es soll eine Kultur der wissenschaftlichen Integrität in den wissenschaftlichen Einrichtungen verankert werden, die weniger von den Verstößen gegen die gute wissenschaftliche Praxis her gedacht ist, als von dem Berufsethos der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Mit Inkrafttreten des Kodex zum 01.08.2019 müssen alle Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen die 19 Leitlinien rechtsverbindlich umsetzen, um Fördermittel durch die DFG erhalten zu können.

Weitere Informationen: [LINK]
Download: Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis [PDF]
Portal: Wissenschaftliche Integrität [LINK] - Die praxisnahe und fachspezifische Kommentierung des Kodex steht im Zentrum des Portals


  Prinzipien wirksamer Karriereunterstützung in der Wissenschaft

Die DFG vergibt Fördergelder für die Durchführung von Projekten und für die Qualifizierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in frühen Karrierephasen. Da die DFG nicht selbst als Arbeitgeberin fungiert, sieht sie die Fürsorgepflicht bei den Betreuungspersonen und aufnehmenden Institutionen. Von diesen erwartet die DFG daher Rahmenbedingungen, die eine wirksame Karriereunterstützung gewährleisten.

Diese Prinzipien sind als Ergänzungen zu den Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis zu verstehen. Sie fassen zusammen, wie die Situation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in frühen Karrierephasen – das sind insbesondere Promovierende sowie Postdoktorandinnen und -doktoranden – gestaltet sein sollte.

Weitere Informationen: [LINK]
Download: Prinzipien wirksamer Karriereunterstützung in der Wissenschaft [PDF]


  UniWiND - Betreuungskonzepte

Die Arbeitsgruppe "Betreuungskonzepte" (2011-2013):

Unter der Betreuung von Promovierenden wird die mentorenhafte Begleitung einer ansonsten selbständigen und eigenverantwortlichen wissenschaftlichen Leistung des Promovenden verstanden. Je nach Fachrichtung, institutionellen Bedingungen und persönlicher Prägung sind unterschiedliche Konzepte und Zielvorstellungen zu berücksichtigen. Ganz grundsätzlich gilt jedoch, dass Ausmaß und Qualität der Betreuung den Erfolg einer Promotion beeinflussen. Insofern tragen sowohl die Einrichtungen, an denen promoviert wird, als auch die Betreuenden selbst Verantwortung für eine gute Betreuung von Promovierenden. Unterstützende Maßnahmen aus dem institutionellen Verantwortungsbereich sind z. B. das Aufstellen von Leitlinien guter Betreuung, die Anerkennung von Betreuungsleistungen sowie die Qualifizierung und Vernetzung von Betreuern.

Die Arbeitsgruppe erarbeitete in diesem Zusammenhang Rahmenempfehlungen für die Sicherstellung guter Betreuung und hatte sich die Aufgabe gestellt, eine Übersicht an Best Practice-Beispielen zu sammeln, die ständig aktualisiert und erweitert werden kann.

Download: UniWiND-Publikation Bd. 4, 2. Aufl. (2017): Betreuung Promovierender. Empfehlungen und Good Practice für Universitäten und Betreuende [PDF]


Betreuungsvereinbarungen an der Universität Hildesheim

  • Fachbereich 1 – Erziehungs- und Sozialwissenschaften [LINK]
  • Fachbereich 2 – Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation [LINK]
  • Fachbereich 3 – Sprach- und Informationswissenschaften [LINK]
  • Fachbereich 4 – Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik [LINK]

QualitätsZirkel Promotion

Ein aktuell sechs Bundesländer übergreifendes Netzwerk an neun Standorten, in dem Vertreter*innen von Graduiertenschulen und Einrichtungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses seit über zehn Jahren zusammenarbeiten. Der QualitätsZirkel Promotion versteht sich als Impulsgeber vor allem im deutsch-sprachigen Raum, dessen vereinte Expertise und Erfahrung in der Nachwuchsförderung die Grundlage bilden, transparente und verbindliche Qualitäts- und Verfahrensstandards für Promotionen konzeptuell weiterzuentwickeln. Dabei stehen die Forschungsleistung und das Betreuungsverhältnis zwischen der/dem Betreuenden und der/dem Promovierenden nach wie vor im Mittelpunkt des gesamten Promotionsprozesses.

Weitere Informationen: [LINK]

Dateien zum Downloaden: 

  • Handlungsempfehlungen für Promovierende - "Gemeinsam die Promotion gestalten" [LINK]
  • Handlungsempfehlungen für Betreuende - "Gemeinsam die Promotion gestalten" [LINK]

Sexualisierter Belästigung, Gewalt und Machtmissbrauch an Hochschulen entgegenwirken

Hochschulen sind Orte, an denen gelehrt, studiert, gearbeitet und geforscht wird. Sie sind Räume der (Wissenschafts-)Freiheit. Zugleich sind Hochschulen von Machtasymmetrien, Ausschließungen und Abhängigkeitsverhältnissen durchzogene Orte, die nicht frei von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt sind. Hier setzt die Handreichung an.

Weitere Informationen: [LINK]
Download: Handreichung zu Sexualisierter Belästigung, Gewalt und Machtmissbrauch an Hochschulen entgegenwirken [PDF]


(Ratgeber-)Literatur

  • von Münch, I. (2012): Gute Wissenschaft. Berlin: Duncker und Humblot.