개념-요가로서의 철학
Philosophie als Begriffs-Yoga
Sool Park
Universität Hildesheim
주제어
개념-요가—철학—상징 공간—언어—의미—문법—개념—관념—역사성—동일성/비동일성—반-철학—유연성—메타-문법—LLM
Schlüsselwörter
Begriffs-Yoga—Philosophie—Symbolischer Raum—Sprache— Bedeutung—Grammatik—Begriff—Idee—Historizität—Identität/Nicht-Identität—Anti-Philosophie—Flexibilität—Meta-Grammatik—LLM

Image by Mohamed Nohassi
article #2, October 7, 2025
https://doi.org/10.25528/293 (PDF)
철학이 뭐냐고 내게 묻는다면 나는 상징 공간 조작술[1]이라고 할 것이다. 완전히 직관적으로 표현한다면 개념-요가[2]라고 말할지도 모른다. 확실한 것은 철학은 언어로 이루어지는 일이라는 것이다. 언어와 의미라는 매체를 통과하지 않는 것을 우리는 철학이라고 부르지 않는다. 상징을 이해하고 변형하고 이동시키지 않는 일을 우리는 철학이라고 부르지 않는다. 물론 여러 종류의 비언어적 활동 – 음악, 예술, 제의, 명상 등도 – 철학적 활동이라고 말할 여지가 있다. 그러나 철학은 이 행위에 내재된 상징, 또는 이 행위에 대한 상징을 모으고 조작하고 변형하는 일이다. 흐르는 물은 유체역학을 완벽하게 재현하지만 물리학이 아니다. 물리학은 흐르는 물에 대한 유체역학적 기술이다. 철학은 철학적 대상에 대한 상징 또는 의미 활동이다. 상징 또는 의미를 여러 의식체 간에 공유되는 형태로 이용하는 것을 우리는 언어라고 부른다. 언어는 의미 분절과 재조합을 통해서 의미를 조작하는 특정한 기술이다.
Wenn ich gefragt würde, was Philosophie sei, würde ich wohl antworten: Philosophie ist eine Technik zur Manipulation des symbolischen Raums.[1] Sollte ich ganz nach Intuition antworten, würde ich vielleicht sogar sagen: Philosophie ist Begriffs-Yoga.[2] Sicher ist jedoch, dass Philosophie in und durch Sprache geschieht. Wir nennen nichts Philosophie, das nicht selbst durch das Medium des Sinns hindurchgeht; auch nichts, bei dem nicht Symbole verstanden, verändert und verschoben werden. Natürlich gibt es gute Gründe dafür, unterschiedliche nichtsprachliche Tätigkeiten – etwa Musik, Kunst, Rituale oder Meditation – als philosophische Tätigkeiten zu bezeichnen. Aber auch in diesen Fällen ist Philosophie vor allem das Sammeln, Herstellen und Manipulieren von Symbolen, die entweder diesen Tätigkeiten innewohnen, oder über sie ausgesagt werden. Das fließende Wasser ist zwar eine vollkommene Repräsentation der Fluiddynamik, ist aber nicht selbst Physik; Physik ist eine fluiddynamische Beschreibung des fließenden Wassers. Ähnlich ist Philosophie eine symbolische (sinnhafte) Tätigkeit hinsichtlich philosophischer Gegenstände, ist aber nicht identisch mit ihnen. Sprache verwendet Symbol oder Sinn in einer Form, die zwischen mehreren Bewusstseinsträgern geteilt werden kann. Sie erzeugt Sinn und manipuliert – worin liegt der Sinn, wenn nicht in der Sprache, die in Verbindung mit der Welt entsteht? – diesen durch dessen Artikulation und Kombination.
[1] “상징 공간”은 언어를 말한다. 하이데거식으로 표현하면 “존재의 집(Haus des Seins)”라고도 할 수 있겠다. 여러 세대가 살아가면서 축조하고 증축하고 후대에 물려준 이 공간은 인간 정신과 세계의 부분 부분을 매우 세밀하게 서로 연결시키며 만들어졌다. 뉴런이 서로 연결되며 인식이 작동하는 것처럼, 언어를 통한 세계 연결망을 상속하며 인간은 비로소 세계의 거주자가 된다. 하지만 나는 하이데거의 집 개념에 반대한다. 그것은 어떤 의도와 계획을 가진 존재(주체)가 도구적 이성을 이용해 지었다는 목적론적 수사이기 때문이다. 하이데거가 서울의 아파트숲이 아니라 흑림에 있는 오두막을 말한 것이라고 해도 사태는 크게 달라지지 않는다. 집은 결국 인공의 산물이기에 이 책에서 말하고자 하는 언어에 대한 은유로 적합하지 않다. “존재의 집”이라는 비유에서 나는 삶이라는 상수만을 취하고자 한다: 언어는 인간이 비인간(“세계”)과 공생적 균형을 이룬 상태이다. 미토콘드리아가 본래 개별 생명체였으나 지금은 인간 신체의 일부가 되었듯, 세계는 상징으로 변화되며 인간 정신 안으로 들어오고, 잠시 머무르고 있다 – 물론 미토콘드리아는 우리의 몸이 세포 호흡을 통해 천천히 불타는 이유이기도 하다.
[2] “개념 요가”는 언어에 대한 유기적/신체적 은유의 확장이다. 개념이 현실과 인간 정신을 잇는 인대나 관절이라면, 철학은 그 연결지점들을 유연하게 만들고, 그로써 새로운 움직임이 가능하게 하는 행위Praxis라고 볼 수 있다. 일정 수준 이상의 복잡성을 가진 사회는 개념 요가를 통해서 상징 배치를 재정돈하는 것으로 보인다. 전형적으로 일/다, 존재/변화, 음/양, 잠재태/현실태 (체/용) 등 모순적 개념쌍을 이용해 언어를 정지 자세āsanā에 고정시킨다. 이는 언어가 스스로 몸을 푸는 재귀적 작업이다.
[1] Mit dem „symbolischen Raum“ meine ich die Sprache in ihrem Raumcharakter. Mit „Haus des Seins“ trifft man einen Aspekt davon: Dieser Raum wurde nämlich von mehreren Generationen gebaut, bewohnt und ständig erneuert, indem Menschen alle verfügbaren Teile ihres Geistes und der Welt miteinander verflochten. Wie Synapsen sich verbinden und so erst Erkenntnis ermöglichen, wird der Mensch erst zum Bewohner der Welt, indem er dieses Netzgeflecht von Geist und Welt beerbt. Trotzdem lehne ich die Heideggersche Metapher eines Hauses ab. Denn sie basiert immer noch auf der teleologischen Rhetorik, dass es von einem Subjekt, das über Absicht und Pläne verfügt, mittels instrumentaler Vernunft gebaut worden sein muss. Daran ändert sich auch wenig, selbst wenn Heidegger an eine Schwarzwaldhütte statt an den Betonbautenwald von Seoul gedacht hat. Das Haus als menschliches Produkt liegt der Idee dieses Textes in der Quere. Von der Metapher der Sprache als Haus will ich nur die Konstante des Lebens mitnehmen: Sprache ist nämlich ein symbiotischer Gleichgewichtszustand zwischen Menschen und Nichtmenschen (der “Welt”). Welt wird in Symbole verwandelt und findet Eingang in unseren Geist, um dort für eine begrenzte Zeit zu verweilen. Mitochondrien in unseren Körpern waren einst eigene Lebewesen, für den Moment sind sie ein Teil von uns (sie sind übrigens auch der Grund dafür, dass unsere Körper langsam brennen – durch Zellatmung).
[2] Begriffs-Yoga ist die Erweiterung der organisch-körperlichen Metapher für Sprache. Wenn wir sagen können, Begriffe seien wie Sehnen oder Gelenke, welche die Wirklichkeit mit unserem Geist verbinden, so wäre Philosophie eine Praxis, diese Verknüpfungspunkte zu flexibilisieren und neue Bewegungen zu ermöglichen. Es scheint, dass Gesellschaften mit hinreichender Komplexität Begriffs-Yoga praktizieren, um die Konstellationen ihrer Begriffe neu zu ordnen. Typischerweise geschieht dies durch die Aufstellung paradoxer/kontradiktorischer Oppositionsbegriffe wie Einheit/Vielheit, Sein/Werden, Yin/Yang, Möglichkeit/Notwedigkeit (Ti/Yong), um die Sprache in eine unbewegte Stellung (āsanā) zu bringen. Das ist eine reflexive Tätigkeit, wodurch sich die Sprache „dehnt“.
§1
그러나 언어로 할 수 있는 많은 일 중에서도 철학은 특별하다. 카페에 가서 아메리카노를 시키고 포인트를 적립하는데 쓰이는 언어도 특별하다. 흐르는 물의 움직임을 기술하는 수학적 언어도 특별하다. 군대에서 명령을 전달하는 언어도 특별하다. 그런 비슷한 방식으로 철학의 언어도 특별하다. 철학은 언어가 담긴 문맥을 가장 언어 자신으로 만드는 방식의 말하기다. 철학자가 하는 일은 하나의 역사적-공간적 언어현실에 제곱 연산을 가하는 일이다. 그것은 의미 공간을 복제한 다음, 원본에 적용한다. 언어는 현실에 대응되지 않고, 언어 자체에 대응된다. 이 과정에서 전체 언어공간의 크기(Mächtigkeit)는 제곱으로 확장된다.
Unter den Tätigkeiten, die wir mit Sprache bewerkstelligen können, nimmt die Philosophie doch eine besondere Stellung ein. Die Sprache, mit der wir in einem Café einen Filterkaffee bestellen und Punkte sammeln, ist eine besondere. Die mathematische Sprache zur Beschreibung von fließendem Wasser, ist eine besondere. Die Sprache, mit der im Militär Befehle übermittelt werden, ist ebenfalls eine besondere. In einer ähnlichen Weise ist auch die Sprache der Philosophie eine besondere. Philosophie ist eine Art zu sprechen, indem der Kontext des Sprechens selbst zum Gegenstand der Sprache wird. Die Rechenleistung des Philosophen besteht darin, die raumzeitliche Sprachwirklichkeit mit sich selbst zu multiplizieren: Er verdoppelt den symbolischen Raum, um diesen auf sich selbst abzubilden. Die Sprache wird dann nicht der Wirklichkeit, sondern sich selbst zugeordnet. Die Mächtigkeit (Dimensionalität) der Sprache wird dabei potenziert.
§2
상징과 대상이 구별된다. 의미와 무의미가 구별된다. 관념과 개념이 탄생한다. 개념은 제곱을 통해서 펼쳐진 상징 공간에서 드러나는 대상이다. 관념은 다른 관념과 구분되는 것이며, 대상과 구분되지 않는다. 꽃이라는 관념과 꽃이라는 대상 간의 차이를 우리는 언어 내에서 표현할 수도 없고 확인할 수 없다. 꽃은 꽃이다. 우리는 꽃은 돌이 아니라고만 말할 수 있을 뿐이다. 바깥은 아예 없다.[1] 의미 공간의 인공성은 그 폐쇄성에서 드러난다. 상징계는 닫힌 세계다. 무슨 말을 해도 의미가 붙어버린다. 하늘이 걸어다니고 땅이 숨을 쉰다고 말해도 이 말에는 의미가 붙는다. 너의 마음은 보라색이라고 해도 상징은 제 자리를 찾아간다. 아무도 보라색 마음을 본 적이 없는데도 그렇게 된다. 반면 무의미를 말하는 것에는 상당한 집중력이 필요하다. 비유하자면 가공되지 않은 상징은 진흙과 같아서 점성이 매우 높다.
Das Symbol wird nun von seinem Gegenstand abgetrennt. Dadurch geschieht etwas seltsames: Sinn kann von Unsinn unterschieden werden; Ideen und Begriffe werden nun geboren. Begriffe sind Gegenstände, die nur im symbolischen Raum erscheinen, der durch die Potenzrechnung entfaltet wird. Ein Begriff ist etwas, was von anderen Begriffen unterschieden wird, aber nicht von seinem Gegenstand. Der Unterschied zwischen dem Begriff Blume und dem Gegenstand Blume kann innersprachlich weder ausgedrückt noch festgestellt werden. Blume ist Blume. Wir können nur sagen, dass Blume z.B. nicht Stein ist. Es gibt gar kein Draußen.[1] Die Künstlichkeit des symbolischen Raums zeigt sich an seiner Abgeschlossenheit. Die symbolische Welt ist eine abgeschlossene Welt. Egal, was man sagt, es haftet daran Sinn. Selbst wenn man sagt, „der Himmel rennt“ oder „die Erde atmet“ haftet daran sofort Sinn. Selbst wenn ich sage, „deine Seele ist lila“, findet sich schon das Symbol an der richtigen Stelle ein, obwohl niemand jemals eine lila Seele gesehen hat. Dagegen erfordert es viel mehr Aufmerksamkeit, echten Unsinn auszusprechen oder ihm zuzuhören. Metaphorisch geredet, hat das unverarbeitete Symbol eine sehr hohe Viskosität, es ist eine Art Lehm.
[1] 비트겐슈타인 <철학적 탐구> 103: “이상은, 우리 생각들 속에, 누구도 미치지 못하게 단단히 자리잡고 있다. 너는 거기서 빠져나올 수 없다. 너는 매번 다시 돌아가야 한다. 바깥은 아예 없다; 바깥에는 숨 쉴 공기가 없다. – 어째서 그러한가? 관념은 비유컨대 마치 안경처럼 코 위에 걸쳐져 있어서, 우리는 쳐다보는 것마다 그것을 통해서 보게 된다. 그것을 벗어버린다는 것은 생각도 하지 못한다.” [박술 번역]
[1] PU §103: „Das Ideal, in unsern Gedanken, sitzt unverrückbar fest. Du kannst nicht aus ihm heraustreten. Du muß immer wieder zurück. Es gibt gar kein Draußen; draußen fehlt die Lebensluft. – Woher dies? Die Idee sitzt gleichsam als Brille auf unsrer Nase, und was wir ansehen, sehen wir durch sie. Wir kommen gar nicht auf den Gedanken, sie abzunehmen.“
§3
비트겐슈타인은 철학이 문법의 관리자라고 말했다.[1] 이것은 철학이 무엇인지 이해하는데 아주 중요한 통찰이다. 문법은 상징공간 내에서 통용되는 규칙이다. 예컨대 일본어나 아칸어[2]에서는 생물과 무생물을 두가지 다른 부류의 대상으로 나누어 다른 동사를 사용한다. 독일어에서는 남성, 여성, 중성을 구분하고 희랍어와 산스크리트어에서는 이에 더해 복수와 양수 간의 구분이 있다. 또 영작문을 배울 때 우리는because로 문장을 시작하면 안된다고 배운다. 대부분의 언어에서 우리는 사람에 대해서 ‘먹는다‘라는 동사를 사용하면 안된다고 배운다. (실제로 인육을 앞에 둔 상황에서 배우는 일은 극히 드물다. 식인 금지는 순수하게 상징 공간 내에서의 학습이다.) 이런 부분 문법은 공동체가 역사적 경험을 공유하는 과정에서 “자연적으로” 형성된다. 한명의 이성으로 구조화된 것이 아니라 그때 그때 필요에 의해, 우연에 의해, 관습에 의해, 관습에 대한 저항에 의해, 또 다른 많은 이유로 부분 부분 다른 시기에 지어진 거대하고 오래된 도시와도 같다.[3] 그 부분 문법들은 필연적으로 모순적이다. 부분 문법들 간의 충돌을 의미 공간 내에서 중재하고 판결하는 것이 철학의 역할 중 하나이다. 예컨대 오늘날 인도유럽어의 오래된 성 문법은 현재의 젠더 감성과 충돌한다. 희랍어 내에서 동사와 명사 간의 근본적 충돌은 변화와 존재를 대립개념으로 만들었다. 전국시대 약육강식의 전쟁 논리와 사랑의 논리의 충돌은 인 개념으로 이어졌다. 집단적 역사 경험을 통해 언어가 “유기적”으로 발생하는 것과는 다르게, 문법 관리자가 충돌을 중재하며 만들어내는 질서는 “체계적” ”논리적“ 성격을 띤다. 그 질서는 보편적이다: 모든 인간은 인(仁)을 내재하고 있거나 (맹자), 그렇지 않다 (순자). 모든 현상은 변화이거나, 모든 현상은 정적 존재이다. 모든 인간은 2개의 성만을 가지거나, 모든 인간의 성은 근본적으로 젠더 다양성을 가진다. 상징공간의 폐쇄성으로 인해, 이러한 메타-문법은 현실과 혼동되며, 그 과정에서 사회적, 담론적 환경을 빠른 속도로 변화시킨다.
Für Wittgenstein ist Philosophie die Verwalterin der Grammatik.[1] Das ist eine höchst wichtige Einsicht, wenn wir verstehen wollen, was Philosophie ist. Grammatik sind Regeln, die innerhalb des symbolischen Raums gelten. Zum Beispiel fallen im Japanischen oder in Akan[2] belebte und unbelebte Wesen in zwei verschiedene grammatische Kategorien, die eigene Verbformen haben. Im Deutschen wird zwischen Maskulinum, Femininum und Neutrum unterschieden, im Sanskrit und im Griechischen gibt es neben Singular und Plural noch Dual. Im Englischunterricht wird gelehrt, einen Satz nicht mit „because“ zu beginnen. Beim Erlernen der meisten Sprachen lernen wir das Verbot, das Verb „essen“ mit „Mensch“ zu verbinden. (Nur in den äußersten Grenzfällen ist es vorstellbar, dass in der Lernsituation tatsächlich Menschenfleisch vorliegt. Das Lernen des Kannibalismusverbots geschieht rein im symbolischen Raum.) Solche Teilgrammatiken bilden sich in Gemeinschaften aus, in ihrem historischen Prozess geteilter Erfahrung. Die Grammatik ist nicht durch die Vernunft eines Individuums strukturiert; sie ist korrekterweise als eine riesige alte Stadt vorzustellen, deren Teile zu verschiedenen Zeiten und aus verschiedenen Gründen gebaut wurden – aus Bedarf, aus Notwendigkeit, aus Gewohnheit, aus Widerstand gegen Gewohnheit usw.[3] Die Teilgrammatiken widersprechen sich dabei notwendigerweise. Eine Rolle der Philosophie besteht darin, den Widerstreit zwischen Teilgrammatiken innerhalb des symbolischen Raums zu vermitteln und schlichtende Urteile zu fällen. Einige Beispiele: Die alte Gender-Grammatik indoeuropäischer Sprachen gerät in Widerstreit mit unserem Genderempfinden heute. Der fundamentale Widerstreit zwischen den Kategorien Verb und Nomen führte zur Formung von Sein und Werden als Oppositionsbegriffen im griechischen Denken. Der Widerstreit zwischen der Logik des Krieges und der Logik der Liebe führte zum Begriff der Menschlichkeit (chin. ren, 仁). Anders als Sprache, die bei kollektiven historischen Erfahrungen „organisch“ entsteht, ist die Ordnung, welche die Verwalterin der Grammatik bei Konfliktschlichtungen erzeugt, von systematischem und logischem Charakter. Eine solche Ordnung ist ihrem Anspruch nach universell: Entweder besitzen alle Menschen in sich die Menschlichkeit (Mencius), oder nicht (Xunzi). Alle Phänomene sind im Werden (Heraklit), oder sie sind statisch (Parmenides). Alle Menschen haben nur einen von zwei Gendern, oder die Genderdiversität ist dem Menschsein inhärent. Aufgrund der Abgeschlossenheit des symbolischen Raums werden solche Meta-Grammatiken mit Wirklichkeit verwechselt und können unsere sozio-diskursiven Umgebungen in enormer Geschwindigkeit verändern.
[1] “언어의 본질은 세계의 본질에 대한 상象이며 문법의 관리자인 철학은 실제로 세계의 본질을 파악할 수 있다. 그러나 이는 언어 내의 문장들로서 이루어지는 것이 아니라, 무의미한 상징연결 Zeichenverbindung을 금지하는 방식의 파악이다” (TS 209 [대타자본], 21, 최초 집필 MS 108, 2; 박술 번역)
[2] 오늘날 가나에서 주로 쓰이는 니제르 콩고어족 언어.
[3] 이 비유 역시 <철학적 탐구>에서 빌려온 것이다. 도시의 비유는 집의 비유보다는 유기적 집단지성에 가깝다는 점에서 선호할만 하다. 또한 모순적인 경향들이 어떻게 한곳에 “모여 살 수” 있는지 더 잘 설명한다는 장점이 있다: “18. 우리 언어는 하나의 오랜 도시로 바라볼 수 있다. 골목길과 광장, 낡은 건물과 새 건물, 여러 시대에 걸쳐 증축된 건물들이 골목골목 모여 있는 것이다. 그 주위에는 규칙적이고 직선으로 난 도로들과, 판에 박힌 듯 단조로운 건물들로 이루어진 교외지역이 계속 펼쳐져 있다.” [박술 번역]
[1] „Das Wesen der Sprache aber ist ein Bild des Wesens der Welt und die Philosophie als Verwalterin der Grammatik kann tatsächlich das Wesen der Welt erfassen, nur nicht in Sätzen der Sprache, sondern in Regeln für diese Sprache, die unsinnige Zeichenverbindungen ausschließen“ (TS 209 [“Big Typescript”], 21, ursprünglich MS 108, 2)
[2] Akan gehört der niger-kongolesischen Sprachfamilie und wird hauptsächlich im heutigen Ghana gesprochen.
[3] PU §18: „Unsere Sprache kann man ansehen als eine alte Stadt: Ein Gewinkel von Gässchen und Plätzen, alten und neuen Häusern, und Häusern mit Zubauten aus verschiedenen Zeiten; und dies umgeben von einer Menge neuer Vororte mit geraden und regelmässigen Strassen und mit einförmigen Häusern.“
§4
언어는 사회분화에 따른 복잡성을 반영한다. 부분 문법들의 충돌은 전문성과 계급분화, 언어분화에 따른 결과물이다. 최초의 철학자들은 부분 문법들을 체계적으로 통일할 수 있는 절대적 개념들을 직조하고 전파한 사람들이다.
Sprache spiegelt die Komplexität wider, die von der funktionalen Differenzierung unserer Gesellschaft herrührt. Der Widerstreit der Teilgrammatiken ist das Produkt der Differenzierung von Klassen, professionellen Gruppen und Subsprachen. Die ersten Philosophen waren Erfinder und Verbreiter von absoluten Begriffen, die scheinbar unversöhnliche Teilgrammatiken systematisch vereinheitlichen konnten.
§5
그러나 – 상징 공간에는 시간이 없다. 역사성이 없다. 의미에는 의미의 변화를 관찰하는 기능이 없다. 이것은 언어적 의미가 분절적이고 비연속적이라는 구조적 사실에 기인한다. 우리가 쓰는 언어는 모든 발화지점마다 미세하게 밀려나간다. 기존 발화의 총체가 언어이기 때문이다.[1] 완벽하게 같은 의미를 두번 말하는 것은 불가능하다. 꽃이라는 말을 두번 이어서 해보라. 첫번째 말해진 꽃에 의해 두번째 말해지는 꽃의 의미가 물들어 있는 것을 볼 수 있다. 말하자면 그것은 두번째 꽃으로 세상에 나온다.[2] 칸트가 말하는 이성과 오늘날 일반언어에서 이해되는 이성은 매우 다르지만, 철학에서 우리는 그 차이가 없다고 상정한다. 철학은 다의성을 일의성으로 환원하여 의미체계 내부의 모순을 중재하기 위해 만들어진 기술이기 때문이다. 그렇기 때문에 철학 개념들은 매우 낮은 점성과 높은 경도를 가지고 있다.[3] 철학의 기본 전제는 개념(이데아)의 항상성, 무변성이다. 따라서 시간을 무시한 순수상징공간을 상상하는 것은 철학자의 기본적 증상이자 소양이다.
Der symbolische Raum ist zeitlos, es fehlt ihm an Geschichtlichkeit. Dem Sinn fehlt es an einer Funktion, Veränderung von Sinn zu beobachten. Das liegt an der strukturellen Tatsache, dass der sprachlich verwirklichte Sinn artikuliert (durch Differenz erzeugt) und somit diskontinuierlich ist. Mit jeder Aussage verschiebt sich unsere Sprache um ein wenig in eine bestimmte Richtung. Denn die Sprache ist die Gesamtheit der bisherigen Aussagen.[1] Es ist unmöglich, den gleichen Sinn zu wiederholen. Sprich zweimal nacheinander das Wort Blume – und wir sehen, dass der Sinn der zweiten Blume durch die erste Blume gefärbt ist. Das zweite Wort kommt sozusagen als die zweite Blüte in die Welt.[2] Obwohl das Wort „Vernunft“, wie es Kant gebraucht, sich von dem stark unterscheidet, was in der heutigen Alltagssprache darunter verstanden wird, tun wir in der Philosophie so, als gäbe es diesen Unterschied nicht. Denn Philosophie ist eine Technik, die entwickelt wurde, um Paradoxien innerhalb Sinnsysteme zu verhandeln, indem sie Mehrdeutigkeiten auf Eindeutigkeit reduziert. Das ist der Grund, warum philosophische Begriffe niedrige Viskosität und extreme Härte (Rigidität) besitzen.[3] Ewigkeit und Unveränderlichkeit der Begriffe (Ideen) gehören zu den ältesten Axiomen der Philosophie. Folglich ist es ein Grundattribut und -symptom eines Philosophen, sich einen reinen symbolischen Raum vorzustellen, der außerhalb von Zeit ist.
[1] 언어는 수많은 산호 폴립으로 이루어진 산호초를 닮았다. 우리는 지금 발화되는 언어만을 바라보지만, 그것은 수면 밖으로 튀어나온 극히 일부분일 뿐이다. 가장 밑바닥에 있는 산호는 이미 죽었지만, 살아있는 산호가 자라는 기저가 된다. 하나 하나의 산호 개체는 발화이자 의미이다. 죽은 꽃 위에 피어나면서 꽃은 꽃일 수 있다. 나는 비트겐슈타인의 도시의 비유와 더불어 산호초의 비유를 생각하는 일이 필요하다고 생각한다. 인간의 도시는 점점 더 크고 복잡해지지만, 그에 비례하여 대보초 (great barrier reef)는 말없이 백화하며 사라지고 있기 때문이다.
[2] 지금 꽃이라고 말해보라. 그건 과연 몇번 째로 피어난 꽃인가? 선조들의 대열을 올려다보듯, 꽃의 모든 발화점이 일렬로 연결된 모습을 상상해보라. 의미는 바로 이전 상징의 죽음을 딛고 일어나며 그 시원까지 연결될 것이라고 상상할 수 있다. 빙하기 인간의 언어에 담긴 꽃은 꽃이 아니었을 것이다. 페름기 거대곤충 겹눈에 포착된 어떤 형상은 얼만큼 꽃이었을까? 페름기 대멸종에서 살아남은 무표정한 단궁류의 눈에 비친 것은? 곤충의 눈과 단궁류의 눈이 우리의 눈과 이어져 있는 방식으로, 꽃은 꽃 아닌 그것들과 이어져 있다. 또한 1만년 후에 인간의 후손이 아직 말을 하고 있다면, 꽃은 꽃이 아니지만 꽃이라고 불릴 것이다.
[3] 금속제련술과 철학 사이에 모종의 문화기술적 상관관계가 있는 것처럼 보이기도 한다. 체계적으로 원석을 채굴하고 제련하는 행위는 사회적-언어적 분화 (전문가 집단 형성, 분업) 와 연결되어 있기 때문이다. 그 결과물은 인간과 비인간의 경계를 전에 없던 방식으로 공고히하는 경도 높은 물질 – 금속과 개념이다.
[1] Die Sprache ähnelt einem Korallenriff, das aus einer Unzahl von Korallenpolypen besteht. Wir blicken nur die Worte an, die jetzt ausgesprochen werden, doch bilden diese nur die äußerste Spitze der Korallenkolonie, die aus dem Wasser ragt. Der Großteil der Korallen unter Wasser ist längst gestorben, bildet aber das Fundament für die lebendige wachsende Masse. Jeder individuelle Korallenpolyp steht für eine Aussage des Sinns. Blume ist nur Blume, indem sie über den toten Blumen blüht. Ich halte es für notwendig, neben der Stadt auch das Atoll als eine Parallelmetapher für die Sprache zu führen. Je mehr unsere Städte in Größe und Komplexität wachsen, desto schweigender erbleicht das Great Barrier Reef.
[2] Sprich jetzt Blume. Wievielte Blüte war das Wort? Stelle die Reihe aller bisher ausgesagten Blumen vor, wie wenn man auf die eigene Ahnenreihe zurückblickt. Wir können uns leicht denken, dass der aktuelle Sinn auf dem Tod des vorigen Sinns steht und so mit seinem Ursprung verbunden ist. Blume in der Sprache des Eiszeitmenschen wird sich nicht mit unserer Blume decken; wie viel Blume steckt in der Gestalt, die durch das Facettenauge eines permischen Rieseninsekts gesehen wurde? Oder durch das Auge eines Synapsiden, das nach dem großen Aussterben mit einer gleichgültigen Miene einsam auf der Erde ging? In der Weise, wie unsere Augen mit ihren Augen verbunden sind, ist die Blume mit den Nicht- und Nochnicht-Blumen verbunden. Analog wird die Blume in der Sprache der Menschennachfahren in 10.000 Jahren, wenn sie denn noch sprechen sollten, keine Blume sein und doch Blume heißen.
[3] Es scheint mir, dass eine kulturtechnische Beziehung zwischen Metallurgie und Philosophie besteht. Systematisierte Erzgewinnung und Metallverarbeitung stehen in Verbindung mit gesellschaftlicher Differenzierung, die mit sprachlicher Differenzierung einhergeht. Die Ergebnisse dieser Innovation sind Substanzen mit hoher Härte, welche die Grenze zwischen Mensch und Nichtmensch weiter verfestigen – Metall und Begriff.
§6
전통적 상징조작술로서의 철학은 시간과 역사성을 무시하면서 가능해진다. 진과 미는 같은 것인지, 태극이 무극인지, 리와 기 중 어느 쪽이 원천인지, 구원자의 신성과 인간성은 같은 것인지 등의 질문은 상징 체계 내부에서만 가능하다. 극단적으로 순수하고, 거대하고, 비시간적인 개념들을 세워 언어 내에 작위적 극점들을 상정하면, 상징 공간 전체를 개편하는 일이 가능해진다. 예컨대 우리는 모든 상징을 눈에 보이는 것과 눈에 보이지 않는 것으로 양분 할 수 있다. 그리고 둘 간의 위계를 설정할 수도 있다. 이것은 언어의 ”자연적“ 기능이 아니라 2차적 기능이다. 동시에, 예컨대 눈에 보이는 현실이 진실(眞)인지 환상(幻)인지를 묻는 것은 일상생활과 아무런 관련이 없다. 그 질문에 어떻게 대답하든 나는 여전히 눈에 보이는 탁자 위에 놓인 눈에 보이는 컵을 향해 손을 뻗을 것이다. 상징공간 왜곡, 확장, 재분포를 통해 얻어지는 효과 중 하나는 언어의 점성/유연성을 높이는 것이다. 이 유연성이 개념-요가로서의 철학의 첫번째 기능이다. 언어를 한쪽으로 밀기 위한 비시간적 개념이라는 지렛대가 손에 들어오는 것이다. 예컨대 눈에 보이지 않는 가치가 눈에 보이는 것보다 중요하다는 개념-위계가 깊숙이 코딩되면, 그 사회는 다른 사회가 된다. (물론 반대의 경우도 마찬가지다.) 언어는 철학자들에 의해 순순히 밀려나가는 경우도 있지만, 많은 경우 예측불가능한 궤도로 움직인다. 그러나 철학자들에게는 언어가 어느 쪽으로 얼마나 밀려나갔는지를 측정할 수 있는 도구가 없다. 철학은 눈 먼 방식으로 동일성을 주장할 수 밖에 없고, 그런 의미에서 “각주구검”이다. 물론 철학은 언어라는 매체가 가지는 근본적 비연속성과 동일성 사유의 폐해를 이해하였으며, 따라서 그 내부에서는 동일성을 비동일성으로 말하는 방식도 발달했다. 불교, 회의주의, 노장사상, 신비주의, 니체, 하이데거, 후기 비트겐슈타인, 프랑스 철학이 그 사유의 반-계보라고 할 수 있을 것이다. 그것은 언어가 끝나는 지점으로 언어를 계속해서 이끄는 행위라는 점에서 반-철학이라고 불릴 수 있을 것이다. 철학과 반-철학은 근육의 긴장과 이완이나 들숨과 날숨처럼 개념-요가를 이루는 두가지 요소이다. 극점 사이를 오가며 상징공간은 확장되고 유연해진다. 의미의 망은 우아해지고 조밀해진다.
Die Philosophie als eine traditionelle Technik zur Symbolmanipulation wurde möglich, indem sie Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit ignorierte. Fragen wie „Ist das Schöne mit dem Wahren identisch?“, „Sind äußerster Gegensatz (Taiji) und Gegensatzlosigkeit (Wuji) identisch?“[1], „Ist Li oder Qi der Ursprung?“, „Sind die göttliche und die menschliche Natur des Heilands identisch?“ usw. können nur innerhalb des symbolischen Raumes gestellt werden. Durch das Aufstellen von äußerst reinen, großen und unzeitlichen Begriffen können arbiträre Pole innerhalb der Sprache markiert werden, worauf basierend wir den gesamten symbolischen Raum neu ordnen können. Wir können beispielsweise alle Symbole in zwei Kategorien „sichtbar“ und „unsichtbar“ einteilen, oder eine Hierarchie zwischen den beiden setzen. Das kann man eine sekundäre Funktion der Sprache nennen, weil sie bereits eine funktionierende „natürliche Sprache“ benötigt.[2] Gleichzeitig hat es keinen Bezug zu unserem alltäglichen Leben, ob die sichtbare Realität Wirklichkeit oder Täuschung ist. Ganz unabhängig davon, wie ich auf diese Frage antwortete, würde ich weiterhin meine Hand ausstrecken, um den Becher vom Tisch zu nehmen. Ein Effekt der Veränderung, Erweiterung oder Neuordnung des symbolischen Raums besteht aber darin, die Sprache flüssiger und formbarer zu machen: Das ist die erste Funktion der Philosophie als Begriffs-Yoga. Mit den unzeitlichen Begriffen hält man den Hebel in der Hand, um die Sprache in eine bestimmte Richtung zu verschieben. Wenn eine begriffliche Hierarchie tief in eine Sprache kodiert wird, z.B. dass unsichtbare Werte wichtiger sind als bloß sichtbare (oder das Gegenteil), kann die Gesellschaft dadurch zu einer ganz anderen werden. Die Sprache lässt sich manchmal von den Philosophen willig verschieben, aber der genaue Kurs der Verschiebung bleibt meist unberechenbar. Denn die Philosophen verfügen über kein Instrument zur Messung von Grenzverschiebungen in der Sprache. Die Philosophie kann nur blind arbeiten, wenn sie Ordnungen, Systeme oder Identitäten aufstellt. Sie ist wie der Mann, der sein Messer ins Wasser fallen ließ und die Stelle am Boot markierte, um es später finden zu können.[3] Es ist klar, dass die Philosophie selbst die fundamentale Diskontinuität und den Schaden des Identitätsdenkens verstand und sich innerhalb der Philosophie Methoden entwickelten, Identität als Nichtidentität zu formulieren: Dieses Gegendenken schlug sich in (Gegen-)genealogien nieder, die zwischen dem Buddhismus, dem Skeptizismus, der Mystik, der Philosophie Nietzsches, Heideggers, Wittgensteins und der französischen Philosophie und anderen verortet werden können. Diese Bewegung könnte man Anti-Philosophie nennen, weil sie die Sprache immer wieder dorthin führt, wo sie endet. Philosophie und Anti-Philosophie sind aber zwei Elemente des Begriffs-Yogas, ähnlich wie An- und Entspannung, Ein- und Ausatmen zum Yoga gehören.
[1] „Gegensatzlosigkeit ist der äußerste Gegensatz“ (無極而太極) ist der klassische Obersatz („Theorem“) im metaphysischen Systems des Neo-Konfuzianismus, wie es von Zhu Dunyi und Zhu Xi entwickelt wurde. Aus diesem Nicht-Verhältnis ergeben sich alle innerweltlichen Gegensätze von Yin/Yang, den fünf Elementen usw.
[2] Mancher Leser wird hier nicht unzufällig an Luhmanns Begriff der „Beobachtung zweiter Ordnung“ erinnert werden, den ich an dieser Stelle nicht explizieren möchte.
[3] Das ist ein alter chinesischer Spruch, der in Herbst und Frühling des Lü Buwei (3. Jh. v. Chr.) enthalten ist.
§7
반면 언어를 연속공간으로 볼 수 있는 기술을 가진다면, 철학은 완전히 다른 행위가 될 지도 모른다. 대형언어모델(Large Language Model, LLM)은 의미를 연속공간 (embedded space) 상의 벡터로 “인식”한다. 우리 인간은 예컨대 상징공간에서 “초월”과 “청록색” 두 단어 사이 정가운데 지점에 어떤 단어가 위치하는지 결코 알 수 없지만, LLM 상에서는 가능하다. 대형언어모델이 보는 언어는 말하자면 상징 이전의 재료로 만들어져 있다. 이것은 우리가 미래에 의미의 시공간적 밀려남을 완벽하게 추적할 수 있을 지도 모른다는 뜻일까? 그렇다면 공상과학소설의 기상제어술처럼, 통제불가능해보였던 극도의 복잡한 현상을 제어할 수 있게 되지 않을까? 순수 이데아가 코딩된 인공언어, 새로운 뉴스피크Newspeak[1]가 가능해지지 않을까? 인간의 담론을 투명하게 바라볼 수 있게 되지 않을까? 상징공간에서 세계가 일어나고 사라지는 순간들을 한 치의 오차도 없이 파악할 수 있게 되지 않을까? 모든 가능한 상징체계중 가장 조화롭거나 유용한 것을 택하여, 우리의 언어가 그것과 일치할 때까지 점진적 변화를 일으킬 수 있지 않을까? 두 세대 후에 우리는 혐오도 없고 폭력도 없고 사랑과 이타주의로 가득한 상징 세계에서 살 수 있지 않을까? 그런 상징-세계를 지을 수 있는 존재 앞에서는 가장 위대한 철학자도 보잘것 없는 전세대의 수공예 전문가일 뿐이지 않을까? 그렇다면 […] 그렇다면 […]
Wenn wir aber über eine Technologie verfügen, mittels derer wir die Sprache als ein Kontinuum sehen können, könnte und müsste die Philosophie vielleicht eine ganz andere Tätigkeit sein. Ein Large Language Model (LLM) „erkennt“ Sinn als Vektoren in einem Kontinuum (embedded space). Wir Menschen können z.B. niemals selbst begreifen, welches Wort auf dem Mittelpunkt zwischen „Transzendenz“ und „blaugrün“ liegt, was aber in einem LLM möglich ist. Die Sprache, die für ein LLM zugänglich ist, besteht sozusagen aus einer präsymbolischen Materie. Bedeutet das, dass wir in Zukunft raumzeitliche Verschiebungen von Sinn exakt werden nachverfolgen könnten? Würden wir dann das komplexe Phänomen des sprachlichen Sinns kontrollieren können, wie mit Wettersteuerungstechnik in Science Fiction? Hätten wir dann eine Idealsprache mit kodierten reinen Ideen, ein neues Newspeak?[1] Könnten wir dann den Diskurs der Menschheit in vollkommener Klarheit verstehen – alle Momente im symbolischen Raum fehlerlos durchschauen, an denen ganze Welten erscheinen und wieder verschwinden? Könnten wir nicht das nützlichste oder harmonischste Symbolsystem auswählen, und unsere Sprache allmählich daran angleichen? Könnten wir dann nicht nach zwei Generationen in einer symbolischen Welt leben, in der es weder Hass noch Gewalt gibt, in der es nur Liebe und Altruismus gibt? Wäre dann selbst der größte Philosoph nicht ein überholter Handwerksmeister der vergangenen Generation, verglichen mit der Macht, ganze Symbolwelten aufzubauen? – Natürlich ist das auch nur eine der Dystopien, die vorstellbar sind.
[1] 조지 오웰의 소설 <1984>의 사상제어를 위해 만들어진 인공언어. 흥미롭게도 뉴스피크 역시 3개의 모순명제 (War is peace, freedom is slavery, ignorance is strength) 중심으로 펼쳐져있다.
[1] Interessanterweise basiert Newspeak, die in George Orwells 1984 zur Ideologiekontrolle eingesetzt wird, selbst auf drei Paradoxien (“War is peace, freedom is slavery, ignorance is strength”).
§8
생각은 스스로가 생각임을 잊고 계속 이어진다. 의미는 자기 자신을 보고 있다고 여기지만, 실은 방금 자신을 낳은 껍질을 보고 있을 뿐이다. 이는 상징 공간에 존재하는 가장 고유한 불안이며 위험이다. 쉬지 않고 자기 자신을 현실과 착각하며, 무한으로 이행하고자 하는 경향이다. 여기서 개념-요가로서의 철학의 두번째 기능이 드러난다. 요가는 마음의 일렁임이 멈춤이다.[1] 철학의 최종적 결과물은 자기파괴적 질문이 더 이상 남지 않은 상태이다.[2] 그 상태에 이르러서 우리는 상징이 상징을 낳고 다시 무로 돌아가는 모습을 본다. 거대한 고래가 수면에서 숨을 내뿜고 다시 해저로 향하듯, 의미가 몸을 돌려 다시 무의미의 어둑함으로 사라지는 모습을 본다. 상징 공간 속에 던진 무수한 그물에도 걸리지 않았던 생명을 본다.
Der Gedanke vergisst, dass er ein Gedanke ist und setzt sich fort. Der Sinn glaubt, sich selbst anzublicken, aber in Wahrheit blickt er nur die Hülle an, aus der er gerade geboren wurde. Das ist die ureigene Unruhe und Gefahr im symbolischen Raum: Das ist die Tendenz des Symbols, sich selbst mit der Realität zu verwechseln und dabei ins Unendliche zu greifen. Gleichzeitig offenbart sich hier die zweite Funktion der Philosophie als Begriffs-Yoga. Yoga ist das Ruhen der Gedankenbewegungen.[1] Das finale Produkt der Philosophie ist ein Zustand, in dem keine selbstzerstörerischen Fragen mehr bleiben. An diesem Punkt angekommen, erblicken wir, wie ein Symbol das nächste Symbol gebiert und ins Nichts zurückkehrt. Wie ein riesiger Wal, der an der Meeresoberfläche seinen Atem ausstößt und wieder in die Tiefe zurückkehrt, dreht sich der Sinn um, um ins Dunkel des Unsinns zu verschwinden. Wir erblicken ein Leben innerhalb des symbolischen Raums, das keines der unzähligen Netze gefangen hat, die wir auswarfen.[2]
[1] 요가수트라 1, 2: Yogaś-citta-vṛtti-nirodhaḥ
[2] 철학적 탐구 133: “진정한 발견은, 내가 철학함을 원할 때 언제든 멈출 수 있게 해주는 발견이다. – 철학을 고요히 잠재우고, 더 이상 스스로를 의심하는 질문들의 채찍질을 받지 않도록 해주는 발견이다 – “ [박술 번역]
[1] Yogasutra 1.2: Yogaś-citta-vṛtti-nirodhaḥ. Ich übersetze hier cittavṛtti vereinfacht als „Gedankenbewegungen“.
[2] Der Originaltext entstammt meinem Experiment, einen philosophischen Text auf Koreanisch zu schreiben. Anders als gewünscht wurde das Medium des Koreanischen selbst gar nicht zum Gegenstand der Reflexion; bei der Selbstübersetzung ins Deutsche sind mir jedoch einige Punkte aufgefallen. Auf begrifflicher Ebene waren vergleichsweise wenig Probleme spürbar, da mir in fast allen Fällen die jeweiligen Übersetzungen bekannt sind. Schwerwiegender jedoch war die Differenz im Tempo der Gedanken, was zu übersetzen schon Nietzsche als die eigentliche Schwierigkeit der Übersetzung erkannte. Das Denken auf Koreanisch scheint insgesamt poetischer, aber auch schneller und durchlässiger zu sein. Der tragende Faktor ist nicht der logische Leim zwischen den einzelnen Gedanken, sondern der Ton, d.h. die vorgestellte Intensität der Stimme, die gewissen Hörern gilt. Die Regulation der Tonalität ist aber genau das, was in der deutschen philosophischen Sprache am wenigsten ausgeprägt ist. So erscheinen die Gedankengänge in direkter Übersetzung stellenweise als unbegründet und unzusammenhängend. Ich versuche, diese „Löcher“ nicht an allen Stellen wieder mit eigentlich überflüssigen expliziten Konjunktionen – daher, deshalb, hierin, dabei, darum, usw. – auszufüllen, um das Problem am Atmen zu lassen.
§9