Hintergründe des Projektes

Schüler im Unterricht

Grundschullehrer und ihre Rolle für Jungen

Mit dem Projekt „Männer und Grundschullehramt“ nimmt sich die Universität Hildesheim eines hochaktuellen Themas an: In Politik und Medien wird der geringe Männeranteil in der frühkindlichen Bildung und der Grundschule häufig problematisiert. Dem niedrigen Männer­anteil im Bildungs- und Betreuungssystem werden negative Auswirkungen auf die Entwicklung von Jungen zugeschrieben. Im Fokus stehen dabei schlechtere Schul­leistungen von Jungen und wachsende Jugendgewalt. Studien belegen, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Geschlecht der Lehrperson und den schulischen Leistungen bzw. dem Kompetenzerwerb von Jungen und Mädchen gibt. Der Bildungserfolg von Mädchen und Jungen hängt von vielen Faktoren ab; neben dem Geschlecht können Benachteiligungsstrukturen entlang von Migrationshintergrund und soziale Herkunft eine Rolle spielen.

Ähnlich verhält es sich mit dem geringen Männeranteil im Grundschulbereich: Die Ursachen dafür sind komplex und liegen u.a. in den stereotypen Vorstellungen zum Berufsbild begründet. Das Projektziel, den Beruf des Grundschullehrers für Männer zu öffnen, bezieht sich nicht ausschließlich auf eine Erhöhung des Männeranteils. Angestrebt wird vielmehr, traditionelle Männlichkeits- und Weiblichkeitszuschreibungen aufzubrechen, so dass vielfältige Geschlechterbilder durch das Grundschullehrpersonal repräsentiert werden können.

Einführung ins Thema:

Vortragsvideo "Hauptsache Männer? Geschlecht und professionelles Lehrerhandeln" von Prof. Dr. Hannelore Faulstich-Wieland, Universität Hamburg

und zugehörige Powerpointpräsentation