Weit über Bundesdurchschnitt: 40 Prozent Professorinnen an Universität Hildesheim

Montag, 06. Februar 2012 um 15:20 Uhr

Knapp 40 Prozent der Professoren sind an der Stiftung Universität Hildesheim weiblich – damit liegt die Hochschule deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von etwa 18 Prozent. „Dass an der Universität Hildesheim der Frauenanteil unter den Professuren so hoch ist, ist kein Zufall. Wir fördern aktiv die Chancengerechtigkeit und möchten mehr qualifizierte Frauen dabei unterstützen, in Spitzenpositionen in der Wissenschaft zu gelangen“, unterstreicht Vizepräsident Prof. Dr. Toni Tholen.

Um den Anteil von Professorinnen an den deutschen Hochschulen zu steigern und die Gleichstellung von Männern und Frauen zu fördern, haben Bund und Länder 2007 das Professorinnenprogramm initiiert. Die Universität Hildesheim ist in Bezug auf Gleichstellungsmaßnahmen besonders erfolgreich: Knapp 40 Prozent der Professoren sind an der Stiftung Universität Hildesheim weiblich – damit liegt die Hochschule deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von etwa 18 Prozent. Bei den Promotionen liegt die Zahl der weiblichen Promovenden mit 50 Prozent ebenfalls über dem bundesweiten Durchschnitt von etwa 44 Prozent.

„Dass an der Universität Hildesheim der Frauenanteil unter den Professuren
40 Prozent beträgt, ist kein Zufall. Wir fördern aktiv die Chancengerechtigkeit und möchten mehr qualifizierte Frauen dabei unterstützen, in Spitzenpositionen in der Wissenschaft zu gelangen“, unterstreicht Vizepräsident Prof. Dr. Toni Tholen. Im Falle gleicher Qualifikation und Eignung würden Frauen bevorzugt berufen. Auch die Familienfreundlichkeit der Hochschule ist ausschlaggebend, das beginnt bereits bei der Terminplanung für Gremiensitzungen. Selbst in den eher männlich dominierten Fächern wie Physik und Chemie wurden jüngst Professorinnen berufen, hebt Tholen hervor. In der Lehre wirken Professorinnen auch als Vorbilder für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen.

In Hannover empfing Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka am Montag Wissenschaftlerinnen, die im Rahmen des Professorinnenprogramms berufen wurden, Gleichstellungsbeauftragte und Vertreter der Hochschulleitungen der niedersächsischen Hochschulen zum Erfahrungsaustausch. In Niedersachsen sind derzeit 23,6 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt.

Die Universität Hildesheim konnte im Professorinnenprogramm zwei Berufungen von Frauen geltend machen und erhält dafür vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur über fünf Jahre 950.000 Euro. Aus den dadurch frei werdenden Mitteln und Zuschüssen des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur werden Gleichstellungsprojekte gefördert. „Mit dem Programm ‚ProKarriere Mentoring‘ unterstützten wir Studentinnen und Absolventinnen mit und ohne Migrationshintergrund in ihrer beruflichen Orientierung, die Genderforschung wird im Rahmen des Graduiertenkollegs ‚Gender und Bildung‘ seit Januar 2012 gefördert“, erläutert Dr. Silvia Lange vom Gleichstellungsbüro. Mit dem Programm „Gender in die Lehre“ sollen verstärkt Genderperspektiven in die Lehre integriert werden. Darüber hinaus werden im Projekt „Männer und Grundschullehramt“ mehr junge Männer zum Studium Lehramt an Grundschulen motiviert.