Co-Creation-Hub for Futures Literacy

Am 15. April startete das Projekt „Co-Creation-Hub for Futures Literacy“ (kurz: CoFuLit) unter der Leitung von Prof. Dr. Sarah Gaubitz. Das Vorhaben wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre unterstützt. Das Projekt zielt darauf, Futures Literacy in der Lehre zu erproben, zu implementieren und zu kultivieren.

Die enge Verzahnung verschiedener Perspektiven ist das Fundament von CoFuLit: Das Projekt wurde zusammen mit dem Green Office (Katalin Kuse) und dem International Office (Dr. Anne Fett) konzipiert, um Nachhaltigkeit und Internationalisierung als zentrale Querschnittsthemen einzubeziehen.

Diese multiperspektivische Zusammenarbeit ermöglichte es, ein Projekt zu entwickeln, das Futures Literacy umfassend adressiert, dabei eine breite Zielgruppe erreicht und in unterschiedliche Lehrformate eingebunden werden kann.

Futures Literacy gilt als eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts (vgl. Miller 2018). Sie befähigt dazu, sich kritisch mit Zukunftsbildern auseinanderzusetzen, alternative Zukünfte zu imaginieren, neue Handlungsräume zu erschließen und selbstwirksam mitzugestalten. Diese Fähigkeiten werden angesichts eines weit verbreiteten Zukunftsvakuums (vgl. Rheingold Institut 2021), multidimensionaler Krisen und zunehmender Zukunftsängste junger Menschen (COPSY 2025, Robert Bosch Stiftung 2024, Andresen et al. 2023) immer bedeutsamer.

Das Projekt soll Futures Literacy bei Studierenden fördern und sie sowie die Lehrenden darin unterstützen, diese Fähigkeiten eigenständig weiterzuentwickeln, anzuwenden und zu verbreiten. CoFuLit richtet sich somit an alle Studierenden, insbesondere an Lehramtsstudierende, damit diese Futures Literacy auch in ihrem Unterricht bei Schülerinnen und Schülern fördern können.

Hierfür baut das Projektteam, bestehend aus Dennis Riether, Julia Andreyeva, Dr. Anne Fett und Alica Opitz sowie Katalin Kuse und Prof. Dr. Sarah Gaubitz, ein digitales Co-Creation-Hub in Form einer Wissensdatenbank sowie einer Austauschplattform auf, welches kontinuierlich weiterentwickelt wird. Der gesamte Prozess ist co-kreativ angelegt: Studierende werden aktiv in die Gestaltung des Labors eingebunden, können ihre Perspektiven einbringen und an der Entwicklung neuer Lehrformate für Futures Literacy mitwirken. Der Co-Creation-Hub dient als gemeinsamer Lern- und Gestaltungsraum , in dem Studierende und Lehrende fortlaufend interdisziplinär einsetzbare Futures Literacy-Lernimpulse entwickeln. Hierauf aufbauend werden in einer eigens konzipierten Lehrveranstaltung Studierende als Facilitator:innen für Futures Literacy qualifiziert. Diese bringen anschließend Lernimpulse in Sitzungen verschiedener Lehrveranstaltungen ein und fördern so Futures Literacy bei ihren Peers. So wird Futures Literacy nicht nur theoretisch erschlossen, sondern auch praktisch erprobt. Die Ergebnisse werden im Co-Creation-Hub gebündelt und dienen als Grundlage für weitere Entwicklungen.

Bereits am 17. April nutzte das Projektteam die Einladung als Netzwerkpartner*innen zur Futures Lab Konferenz an der Universität Witten/Herdecke, um sich intensiv mit Akteur*innen der Zukunftsforschung auszutauschen und von innovativen Projekten anderer Hochschulen zu lernen.

Nach der ersten Konzeptions- und Recherchephase startet das Projektteam im kommenden Wintersemester mit konkreten Lehrangeboten und Co-Creation-Räumen. 

Literatur

Miller, R. (2018). Introduction. Futures Literacy: Transforming the Future – Anticipationin the 21st Century. Paris und New York: UNESCO Publishing und Routledge

 

Rheingold Institut (2021). Psychologische Grundlagenstudie zum Stimmungs- und Zukunftsbild in Deutschland. Erstellt für die Identity

 

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