Mehrsprachigkeit

Der Focal Point Mehrsprachigkeit beschäftigt sich unter anderem mit der Untersuchung zum Sprachwissen mehrsprachiger Kinder, Forschungsfragen zu Mehrsprachigkeit und der Integration von Flüchtlingen in die Hochschulstrukturen.

 

Projekte: Forschung & Praxis

Edinburgh 2019

Mehrsprachigkeit in der Niedersachsen-Schottland Inititiative des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen (MWK)

Das Land Niedersachsen hat für 2019 und 2020 eine Förderinititiative angekündigt, um Projekte mit Institutionen der Partnerregion Schottland zu stärken. In diesem Programm gelang es, für 2019 einen Anbahnungsbesuch bei einer der ausgewiesenen Expertinnen für frühkindliche Mehrsprachigkeit, Frau Prof. Antonella Horace an der Universität Edinburgh, zu platzieren, der interdisziplinär aus mehreren Instituten des Fachbereichs 3 und des Zentrums für Bildungsintegration heraus gestellt wurde.

So tauschten sich im Dezember 2019 Prof. Sorace und Elke Montanari über die Forschungsschwerpunkte aus. Besonderen Raum nahm die Darstellung des Netzwerks „Bilingualism Matters“ ein, das die Universität Edinburgh international umsetzt. Im Sinne der gegenwärtigen politischen Entwicklungen kann dabei regionalen Kooperationen größere Bedeutung zukommen, war die gemeinsame Einschätzung. Weiterhin wurden Einzelheiten der für das Jahr 2020 geplanten Summer School besprochen. Daran schloss sich ein Treffen mit dem Team von „Bilingualism Matters“, einem weltweiten Netzwerk zu Fragen der Mehrsprachigkeit, an. Hierbei wurden gemeinsame Fragestellungen aus dem Umfeld Schule besprochen. So sind in Niedersachsen und Schottland die Diskussionen um additive versus integrative Sprachförderung für Newcomer in den jeweiligen Schulsprachen wichtige gemeinsame Themen. An den Austausch soll sich, sofern das MWK den gestellten Antrag genehmigt, eine niedersächsisch-schottische Summer School zu Multilingualism and Diversity mit Prof. Sorace anschließen. Dafür kann der Termin gerne schon einmal vorgemerkt werden: 9.-11. Juli 2020.

Kooperation mit der Freien Universität Bozen

Auf Einladung der dreisprachigen Freien Universität Bozen kam am 6.12.2019 ein Projektworkshop in Bozen zustande. Der Workshop unter Federführung von Prof. Franceschini stellte das KOMMA-Projekt und das Nachfolgeprojekt PUNKT vor, die sich beide mit Korpora von Schülertexten beschäftigen. Daher ergaben sich interessante Anknüpfungspunkte zu der Arbeit mit Sprachkorpora der Universität Hildesheim. Neben Elke Montanari aus Hildesheim waren durch Frau Prof. Riehl (LMU München) und Prof. Schmidlin (Université Fribourg, Schweiz) zwei einschlägige Kolleginnen im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) vertreten, so dass die Vernetzung im Forschungsfeld DaZ verbessert werden konnte. Weiterhin war Herr Dr. Glaznieks von der EURAC Teilnehmer des Workshops anwesend. Der Austausch zu Sprachkorpora wird mit einem weiteren Workshop, diesmal mit der Europäischen Akademie EURAC als Gastgeberin, im Februar 2020 in Bozen fortgesetzt.

 

Summer School Multilingualism and Diversity (23.-27. Juli 2019)

Unter dem Titel „Multilingual and Second Language Acquisition“ wird an fünf Tagen der Fokus auf wissenschaftlichen Vorträgen und intensiven Diskursen liegen. Die Sommerschule richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs, Promovend*innen in allen Phasen der Promotion, Studierende am Ende des Masterstudiengangs und Multiplikator*innen. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Das ausführliche Programm finden Sie auf der Webseite.

Als auswärtige Sprecher*innen begrüssen wir: 

Prof. Dr. Elena Nicoladis PhD, University of Edmonton, Alberta, Kanada

Elena Nicoladis ist als Wissenschaftlerin in den Themenfeldern Zweisprachigkeit, Erst- und Zweitspracherwerb und mentales Lexikon international außerordentlich renommiert und insbesondere durch ihre Arbeiten zum bilingualen Spracherwerb in den frühen Lebensjahren weltweit bekannt. 

Prof. Dr. Tanja Kupisch, Universität Konstanz, Germany / UiT Tromsø The Arctic University of Norway, Norwegen
Tanja Kupisch hat an der Universität Hamburg studiert und im Sonderforschungsbereich Mehrsprachigkeit ihr erstes Projekt durchgeführt. Ihre zahlreichen Publikationen beschäftigen sich u.a. mit der kritischen Diskussion des Begriffes Herkunftssprache, mit frühem Zweitspracherwerb, der Determination am Artikel sowie dem fremdsprachlichen Akzent. 

Dr. Henrik Gyllstad PhD, Lund University, Schweden 
Henrik Gyllstad beschäftigt sich unter anderem mit dem mentalen Lexikon. Hierfür hat er ein diagnostisches Verfahren entwickelt, das einen neuen Zugriff auf Wortverwendungen ermöglicht, nämlich die Erfassung von Wörtern in Kollokationen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Sprachverarbeitung von Wörtern und Sätzen im Zweitspracherwerb und der Repräsentation im mentalen Lexikon. 


An den ersten drei Tagen stellen die eingeladenen Referent*innen jeweils einen gesamten Konferenztag lang ihre aktuellen Forschungen vor. Referent*innen der Stiftung Universität Hildesheim gestalten den vierten Tag. Am fünften Tag präsentieren die Teilnehmer*innen ihre eigenen Forschungs- und Qualifizierungsprojekte und erhalten dazu ein Feedback der Expert*innen.

Teilnahme: Bitte bewerben Sie sich für die Summer School Multilingualism and Diversity mit einem wissenschaftlichen Abstract von 350-400 Wörtern bei elke.montanari(at)uni-hildesheim.de.
Im Abstract sollte enthalten sein, welche Fragestellung Sie bearbeiten, in welcher Phase Ihrer Qualifikation Sie sich befinden (z.B. am Anfang oder gegen Ende Ihrer Promotion), welche Methoden Sie für die Untersuchung einsetzen, welche Ergebnisse und Analysen vorliegen und ob Sie Rückmeldungen auf die Konzeption Ihres Forschungsdesigns wünschen. 

Kosten: Die Teilnahme an der Summer School Multilingualism and Diversity kostet für alle 5 Tage 80 Euro (Zahlungseingang bis zum 30.5.2019) bzw. 90 Euro (Zahlungseingang nach dem 1.6.2019). In den Kosten sind Tagungsmanagement, Kaffee, Getränke und Obst enthalten. 

 

Sprachbildungsprofis in mehrsprachigen Kitas – SprabiPiKs

Gefördert durch das BMBF (Förderkennzeichen 01NV1804A), Förderrichtlinie Qualitätsentwicklung für gute Bildung in der frühen Kindheit, Schwerpunkt Weiterentwicklung der Interaktionsqualität des pädagogischen Personals – Umgang mit heterogenen Voraussetzungen der Kinder.

Leitung (SUH): Prof. Dr. Elke Montanari

Bei dem BMBF-Verbundprojekt „Sprachbildungsprofis in mehrsprachigen Kitas – SprabiPiKs“ handelt es sich um ein qualitatives Forschungsprojekt der Stiftung Universität Hildesheim (SUH) und der Universität Hamburg (UHH). Es wird in sechs Hamburger Kitas mit einem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund von über 40 Prozent durchgeführt.

Untersucht wird aus linguistischer (SUH) und interkulturell-erziehungswissenschaftlicher (UHH) Perspektive,

  • wie frühpädagogische Fachkräfte mit hoher Sprachförderkompetenz Interaktionen mit ein- und mehrsprachigen Kindern gestalten und
  • welche Qualität die Interaktionen im Hinblick auf sprachliche Bildung aufweisen.

Betrachtet werden ferner das Wissen der Fachkräfte, ihre Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungsplanungskompetenz und ihre Orientierungen sowie die Bedingungen in den jeweiligen Einrichtungen und Sozialräumen.

Ziel ist es, bezogen auf die einzelne Kita und Kita-übergreifend qualitativ zu rekonstruieren, wie die Kompetenzen der Fachkräfte und die Bedingungen in den Einrichtungen und ihrem Umfeld mit der Qualität der Interaktionen zusammenhängen.

Erwartet wird, hiermit einen Beitrag zur Erforschung des komplexen Qualitätsgefüges, in dem frühpädagogische Fachkräfte handeln, zu leisten. Auch soll hiermit zur Weiterentwicklung der Interaktionsqualität des pädagogischen Personals im Hinblick auf unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen von Kindern beigetragen werden.

 

 

14. Workshop „Deutsch als Zweitsprache, Migration und Mehrsprachigkeit“, 23./24. November  2018

 

 

MLex: Wortschatzerwerb von mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern

gefördert durch MWK Niedersachsen (Programm Pro*Niedersachsen)

Leitung: Prof. Dr. Elke Montanari

Laufzeit: 01.12.2013 – 30.11.2016

Das Projekt ist abgeschlossen.

 

UMBRÜCHE GESTALTEN. Sprachenförderung und –bildung als integrale Bestandteile innovativer Lehrerbildung in Niedersachsen.

gefördert durch  das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln

Laufzeit: 01.03.2014-28.02.2017

Das Projekt ist abgeschlossen.

 

Kea mehrsprachiges Haus

Kea ist ein Konzept zur Sprachbildung und Sprachförderung für den Elementarbereich in Stadt und Landkreis Hildesheim und bietet vielfältige kostenfreie Fort-­ und Weiterbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte, Leitungen und Eltern.

 

 

Spring School Deutsches Sprachdiplom für Seiteneinsteiger

In Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für Qualitätsentwicklung NLQ,

Walter-Gropius-Schule Hildesheim

Leitung: Prof. Dr. Elke Montanari

Im Sommersemester 2015 bereiten sich junge Menschen, die erst vor einem Jahr nach Deutschland eingereist sind, zusammen mit der Walter-Gropius-Schule Hildesheim und Studierenden unter der Leitung von Elke Montanari und Ralina Lutter auf das Deutsche Sprachdiplom vor. In einem Kompaktseminar wird es vor allem um das Thema „Präsentieren“, das gleichzeitig Prüfungsteil ist, gehen. In diesem Modellversuch wird eine für das Ausland konzipierte Prüfung in Deutschland durchgeführt, um den neuen Mitschülerinnen und Mitschülern ein Zertifikat über den erfolgreichen Spracherwerb zu ermöglichen.

 

Pressespiegel

Vielfalt will gelernt sein

Zeit Online, 24. März 2015

Sprachunterricht kann Kindern bessere Chancen bieten und angehende Lehrer auf die kulturelle Vielfalt in den Klassen vorbereiten. Das ist aber nur der erste Schritt.

Lehre

Lehrveranstaltung „Zweitschrifterwerb“ im SoSe 15

Bei  dem Umgang mit SuS, die nach Deutschland im Schulalter einreisen (z.B. jugendliche Flüchtlinge), stellt sich die Frage, in welcher Weise eine weitere Schrift angeeignet werden kann. In dieser Lehrveranstaltung werden Möglichkeiten und Konzepte des Schrifterwerbs in der Schule nach dem Anfangsunterricht und unter Einbeziehung von Mehrschriftigkeit betrachtet.

 

Ringvorlesung Mehrsprachigkeit

Die öffentliche Vorlesungsreihe “Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt & Bildungsbiographie” des Instituts für Interkulturelle Kommunikation hat die Vielfalt der individuellen, gesellschaftlichen und institutionellen Ausprägungen von Mehrsprachigkeit aufgezeigt und blickte auf Bildungsbiografien der Sprecherinnen und Sprecher.

Die Ringvorlesung wurde von CeLeB und von ZBI mitunterstützt.

Ringvorlesung_Mehrsprachigkeit Bildungsbiografie_Flyer WS 201415