Inhalte der 19 Open Labs

Am 25. Juni findet der dies academicus 2024 statt. Ein Programmpunkt sind die Open Labs, die allen Besucher*innen die Chance bieten, von 16.15 bis 18 Uhr Einblicke die Wissenschaft an der Universität Hilldesheim zu gewinnen.

Dies ist eine Übersicht zu den Inhalten der verschiedenen Angebote.

1. „Allgemeine Psychologie“-Labor

In unseren Laboren forschen wir zu grundlegenden Prozessen von Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Denken und weiteren Facetten von Kognition. Hauptsächlich arbeiten wir experimentell mit Hilfe von computergestützten Programmen. Für einzelne Experimente brauchen wir auch weiteres Equipment, wie beispielsweise ein Olfaktometer, um Düfte zu präsentieren, ein Gyroskop, um bestimmte Körperpositionen zu manipulieren, und ein EEG.

Raum: I-1/08

2. Green Office - das Nachhaltigkeitsbüro der Universität Hildesheim

Das Green Office öffnet seine Türen! Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen. Gemeinsam können wir darüber nachdenken, wie (interdisziplinäre) Forschung und Lehre mit Nachhaltigkeitsbezug an unserer Universität gestärkt werden kann. BNE-Café, CampusAckerdemie oder KI für natürlichen Klimaschutz - Was sind ihre Ideen?

Raum: HC.I.0.14

3. KiM - Kind im Mittelpunkt: Hochschulambulanz für Kinder und Jugendliche, Institut für Psychologie

Die Hochschulambulanz KiM ist offen für Kinder, Jugendliche und Familien mit Fragen zu Lern- und Entwicklungsproblemen sowie zu psychischen Auffälligkeiten und Krankheiten. Kinder und Jugendliche erhalten ein Angebot zur ausführlichen Diagnostik, Beratung, Psychoedukation und Psychotherapie - sowohl einzeln, als auch in Gruppen. Da es eine Hochschulambulanz für Forschung und Lehre ist, arbeiten Studierende der Psychologie im Rahmen von Lehrveranstaltungen in Diagnostik und Intervention mit. Forschungsstudien vertiefen die Ursachenforschung, entwickeln diagnostische Instrumente und untersuchen die Wirksamkeit von Interventionen.

Raum: Erdgeschoss des F-Gebäudes

4. EPINetz - Exploration Politischer Informationsnetzwerke

Wie prägt Digitalisierung die politische Willensbildung und Entscheidungsfindung? Wie funktioniert Informationsversorgung in Zeiten sozialer Netzwerke, des Bürgerjournalismus und neuer Formen politischer Aktivität? Die Erscheinungsformen digitaler Kommunikation sind komplex und lassen uns häufig ratlos zurück. Hier setzt das Projekt EPINetz an. Wir entwickeln und testen innovative und interdisziplinäre Verfahren zur Exploration politischer Informationsnetzwerke, bereiten sie auf Grundlage netzwerkbasierter und diskursorientierter Politikfeldforschung auf und machen die Ergebnisse Anwender*innen über eine interaktive Plattform zugänglich.

Raum: N255

5. Mutausbruch - füreinander stark sein. Verletzendes Verhalten vermeiden auf den Ebenen Organisationsentwicklung, Teamentwicklung und Beteiligung von Kindern

Das Programm „Mutausbruch“ zur Prävention von verletzendem Verhalten in Kindertagesstätten wurde über zwei Jahre von 2022 bis 2024 unter Einbeziehung von Expert*innen entwickelt. 

Es begleitet Kindertagesstätten dabei, sich für die Kinder und gelingende, feinfühlige pädagogische Beziehungen stark zu machen und unterstützt pädagogische Fachkräfte, verletzendes Verhalten gegenüber Kindern zu erkennen und zu vermeiden.

In der Pilotphase wurde das Programm weiterentwickelt, mit 22 Kindertagesstätten erprobt und von einem externen Institut (Univation - Institut für Evaluation Dr. Bewyl&Associates GmbH) evaluiert. Schwerpunkte waren unter anderem die Organisationsentwicklung und Teamentwicklung von Kitas (Universität Hildesheim), Fortbildungen für Fachpersonal (Hochschule Fulda / Europäische Fachhochschule Rhein/Erft) und die Stärkung der Kinder und Eltern (ZfKJ Zentrum für Kinder- und Jugendforschung and der Evangelischen Hochschule Freiburg) gemäß der UN-Kinderrechtskonvention. Es werden Interventionsmaterialien aus dem OE-Prozess ausgestellt, Projektinhalte präsentiert, ein Kurz-Erklärt-Film gezeigt und 10-minütige Aktionseinheiten wiederholt angeboten. Weitere Informationen befinden sich auf der Homepage:  https://mutausbruch-fuereinander-stark.de/partner/

Raum: Gebäude N im Foyer vor der Treppe

6. HILDE – Ein Fallarchiv, viele Optionen

In dem Open Lab gewähren wir einen Einblick in die vielfältige Arbeit mit Unterrichtsvideos. Was muss ich berücksichtigen bei der videographischen Aufzeichnung von Unterricht? Welches Equipment bedarf es? Und wie kann ich die Videos in Forschung und Lehre einsetzen? Diese und weitere Fragen können gemeinsam an unterschiedlichen Stationen in dem Open Lab „HILDE – Ein Fallarchiv, viele Optionen“ bearbeitet werden.

Station 1: Videoequipment und Aufnahmetechnik

Station 2: Das Fallarchiv HILDE – Ein Pool an Unterrichtsvideos

Station 3: Hochschuldidaktische Handreichungen für den Einsatz in der Lehre

Station 4: Das Video-Annotationstool „CAT” für den Einsatz in der Forschung

Raum: HC.N.3.30

7. Bewegungslabor

Das Institut für Sportwissenschaft bietet jedes Jahr in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover Rehabilitationsreisen in die Berge (Skisport) und an die Nordsee (Wassersport) für krebskranke Kinder und deren Familien an. Der Umgang mit den Kindern und die Besonderheiten der familiären Situation sowie der Stellenwert des Sports wird den Studierenden in einem vorbereitenden Theorieseminar nähergebracht. Die Studierenden begleiten und betreuen diese Fahrten und geben unter anderem den Skiunterricht. Dieser wiederum beinhaltet einen speziellen Lehrweg, der den Studierenden ebenfalls im Vorfeld gelehrt wird und der auf der Grundlage einer biomechanischen Studie entstand (www.ein-ski-methodik.de). So werden bei dieser Outdoor-Reha-Maßnahme der Bereich Bewegungswissenschaft und Gesundheitssport sinnvoll zusammengeführt und angewendet.

In unserem Labor werden wir sowohl bewegte Bilder der Reha-Maßnahme zeigen als auch das Konzept erläutern und in Bildern zeigen als auch ein paar praktische Möglichkeiten anbieten, wie man sich über Trockenübungen über unsere Lehrmethode auf das Skifahren vorbereiten kann.

Raum: Bei gutem Wetter draußen auf dem Boule-Platz

8. Die Orgeln an der Universität zu Hildesheim

Unter diesem Motto möchten wir am „Dies Academicus“ eine Rundführung anbieten. In Absprache mit dem Leiter des Instituts für Musik und Musikwissenschaft Prof. Dr. Matthias Rebstock beabsichtigen wir - Katariina Lukaczewski und Willfried Beck, beide Lehrbeauftragte am Musikinstitut - an diesem Tag einer interessierten Gruppe von Besuchern unsere Orgeln vorzustellen. Die zwei Übungsinstrumente im Untergeschoss des J-Gebäudes und die große Orgel im Musiksaal, sowie das Positiv an gleicher Stelle. Nach etwa 10 Jahren sind diese Instrumente erstmals wieder aktiviert worden - eine Aufgabe der wir uns in diesem Frühjahr gestellt haben. Einen Zwischenstand in Wort und Musik möchten wir deshalb anbieten.

Raum: Startpunkt: Treffen im Innenhof - An den Metallsäulen - bei Regen am überdachten Eingang zum J-Gebäude

9. Deutsche Gebärdensprache im immersiven Unterricht

Das Lab ist Teil des Forschungsprojekts #incluteach, das Bedingungen und Herausforderungen für Lehrkräfte mit Behinderungen an deutschen Universitäten erforscht. Das Projekt ist vom MWK gefördert. Es ist an der Forschungsstelle Leichte Sprache angesiedelt und wird von Prof. Dr. Christiane Maaß geleitet. Für das Lab fokussieren wir auf das Thema Deutsche Gebärdensprache im immersiven Unterricht. Seit vielen Jahren organisiert die Forschungsstelle Leichte Sprache für die ganze Universität immersive Kurse in Deutscher Gebärdensprache mit tauben Dozent*innen die sich bei den Studierenden sehr großer Beliebtheit erfreuen. Für das Lab wird unser tauber Dozent Gerhard Niebisch im Team-Teaching mit Dozentin und Gebärdensprachdolmetscherin Dr. Laura Marie Maaß vor Ort eine Einführung in seinen Unterricht und in die Deutsche Gebärdensprache geben. Die Teilnehmenden lernen sich selbst in Gebärdensprache vorzustellen. Über das Forschungsprojekt #incluteach informieren wir mit einem Poster.

Raum: G.0.05

10. HiExpo - Hildesheim Lab for Experimental Psychopathology

Die Arbeitsgruppe Experimentelle Psychopathologie am Institut für Psychologie beschäftigt sich mit Fragestellungen zur Ätiologie und Psychotherapie psychischer Störungen in der Schnittmenge zwischen psychologischen Grundlagenfächern und klinisch-psychotherapeutischen Anwendungsfeldern. Unsere Schwerpunkte liegen auf den Angststörungen, affektiven Störungen und Traumafolgestörungen. In unserem Labor führen wir dafür vielfältige experimental-psychologische Untersuchungen mit verschiedenen Methoden durch und beziehen in der Datenerhebung diverse Systemebenen biopsychologischer Funktionalität ein, inklusive (epi-)genetischer, hormoneller, hirnfunktionaler, (peripher-)physiologischer, subjektiver und verhaltensbezogener Indikatoren. In den Experimenten werden visuelle, auditorische und somatosensorische Stimuli präsentiert.      

Raum: Flur zwischen H und I-Gebäude

11. le@rningLAB (Projekt Digital C@MPUS-le@rning)

Im le@rningLAB (HC I.010) des Projekts Digital C@MPUS-le@rning stellen die Entwickler*innen gemeinsam mit dem Projekttransfer die entwickelte Nanomodulplattform vor. Im Fokus steht die Implementierung eines skill-basierten Ansatzes und die Möglichkeiten der Selbstlernplattform, Auswertungen für Learning Analytics vorzunehmen. Diese sollen nicht nur zur verbesserten Unterstützung der Lernprozesse genutzt, sondern vor allem im Sinne des Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) zur Beforschung, Reflexion und Verbesserung der eigenen Lehre eingesetzt werden.

Raum: HC.I.0.10

12. Geoökologisches Labor am Institut für Geographie

Im geoökologischen Labor des Instituts für Geographie werden schwerpunktmäßig Böden, Sedimente und Wasser analysiert. Dazu kommen verschiedene geochemische Analyseverfahren zum Einsatz:

  • Standardparameter wie pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Kalkgehalt nach Scheibler, Glühverlust, Lagerungsdichte, Bodenfeuchte.
  • Korngrößenbestimmung durch kombiniertes Verfahren aus Nasssiebung (Retsch-Siebturm) und Pipettenanalyse (Sedimat der Firma UGT),
  • Bestimmung der Gesamtgehalte an Kohlenstoff (TC) und Stickstoff (TN) sowie des anorganischen Kohlenstoffgehaltes (TIC) (elementar vario EL cube),
  • Bestimmung des organischen Kohlenstoffgehaltes (TOC) flüssiger und fester Proben (elementar vario TOC select),
  • Bestimmung von Anionen und Kationen mittels Ionenchromatographie (Metrohm 883 Basic IC plus),
  • Photometrische Bestimmung (UV/Vis) von Nähr- und Schadstoffen in Bodenlösung/Wasserproben (WTW photoFlex Turb)

Raum: Hauptgebäude, Gebäude G in der vierten Etage

13. Language learning meets gaming fun in Virtual Reality

Spielerisch unter fachlicher Anleitung haben Sie in diesem Lab die Möglichkeit, die Eignung von Virtual Reality (VR) Anwendungen für den mündlichen Fremdsprachenerwerb und den Ausbau interkultureller Kompetenzen zu erkunden. Es werden Laptop-Computer und VR-Headsets zur Verfügung stehen, mit dem Interessierte gemeinsam mit den internationalen Austauschstudierenden des International Office in die Technologie eintauchen können, um sich nach einer kurzen Einweisung selbst von den Anwendungschancen für den individuellen und kooperativen Lernerfolg zu überzeugen. Neben dem Spaßfaktor werden gerne auch didaktische Fragen beantwortet und die Möglichkeiten des Transfers in die eigene Lehre diskutiert. Auch Kinder sind herzlich willkommen und haben die Gelegenheit, Fremdsprachen auf eine neue Art zu erfahren.

Raum: Im N-Gebäude bei den roten Sesseln

14. Einblicke in die komplexe Leistungsdiagnostik

Wir geben einen Einblick in die komplexe Leistungsdiagnostik der Sportwissenschaft. Dabei gibt es die Möglichkeit für die Besucher*innen unterschiedliche Parameter zu testen. Die isometrische Maximalkraft an unterschiedlichen Kraftgeräten, die Kraftausdauer am Ruderergometer und die Sprunghöhe mittels Lichtschrankentechnik.

Raum: HC.Sp.1.09

15. Information Systems and Machine Learning Lab

Das Information Systems and Machine Learning Lab (ISMLL) widmet sich der Forschung im Bereich maschinelles Lernen und Datenanalyse. Unsere Hauptexpertise liegt in der Entwicklung von maschinellen Lernmodellen und den entsprechenden Lern- und Inferenzalgorithmen für überwachte Probleme mit komplexen Daten, d.h., Daten, die nicht einfach als eine Reihe von Instanzen mit einem festen Satz von Attributen beschrieben werden können. Anstatt isolierte, anwendungsspezifische Lösungen zu entwickeln, zielen wir darauf ab, Anwendungsprobleme auf abstrakte Problemklassen abzubilden, die formal durch gemeinsame Merkmale beschrieben werden, und dann diese Problemklassen generisch anzugehen.

Raum: HC.G.3.07

16. Satelliten- und Drohnenfernerkundung im Einsatz für den Naturschutz

Die Fernerkundung bietet einzigartige Möglichkeiten, wiederholt über große Flächen Informationen über den Zustand der Vegetationsbedeckung zu erheben. So können aktuelle Karten über die Verbreitung von Landbedeckung und -nutzung erstellt werden, aber auch Trockenstress oder die Infektion mit Schädlingen quantifiziert werden. Neben aktuellen Fernerkundungsbildern bietet die Kombination aus archivierten und aktuellen Fernerkundungsaufnahmen das Potenzial, mit Trendanalysen Phänomene wie z. B. die Verbuschung von geschütztem Grünland zu quantifizieren und langfristig zu monitoren. Wir laden alle Interessierten ein, sich ein Bild von der aktuellen Forschung im Bereich Fernerkundung an der Universität Hildesheim anhand von Postern und kurzen Präsentationsimpulsen zu machen sowie die von uns genutzten Drohnen, Geräte und Satelliten kennenzulernen.

Raum: HC.G.4.07

17. Lab des Instituts für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation

Schon einmal ein Video untertitelt, einen Eye-Tracker aufgesetzt oder mithilfe von ChatGPT Texte verfasst? In unserem Lab haben Sie / habt ihr die Möglichkeit dazu. Wir wollen Ihnen und euch einen Einblick in die Welt der Übersetzung und der Fachkommunikation geben und zeigen, in welchen Bereichen an unserem Institut unter anderem geforscht wird.

Raum: G.0.07

18. Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen

Das Kompetenzzentrum stellt am dies academicus die Bandbreite der wissenschaftlichen Aktivitäten unter seinem Dach vor. Dazu werden laufende (bzw. kürzlich abgeschlossene) Projekte sowie vielfältige Materialien, die im Rahmen dieser Projekte oder anderer Formate des Kompetenzzentrums (Pforle, FalKi) entstanden sind, präsentiert.

Raum: Im Foyer von Gebäude N

19. Relativistische Visualisierung in der CAVE des Instituts für Physik

Die CAVE bietet einer kleinen Gruppe eine immersive, fast das gesamte Gesichtsfeld füllende Projektion einer simulierten Umgebung. Die Besucher*innen können Simulationen zur Relativitätstheorie ansehen, die im Institut für Physik erstellt wurden: eine interaktive Simulation erlaubt fast lichtschnelle Fahrten in einem virtuellen Hildesheim; Filme zeigen die Annäherung an ein Schwarzes Loch und den Durchflug durch ein Wurmloch.

Raum: HC.V.-2.05