ONLINE Vortrag: Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft - Erziehungswissenschaftliche Perspektiven auf Erinnerungskulturen.

mercredi, 26. janvier 2022 um 16:00 Uhr

mit Dr. Katharina Rhein

Wo? 

Die Veranstaltung wird mit dem Webkonferenzsystem auf Basis von Zoom bereitgestellt. (Zugangsdaten: us02web.zoom.us/j/83373588272, Meeting-ID: 833 7358 8272, Kenncode: 575556)

Wann? ab 16:00 Uhr

Thema: Vortragsreihe Schwerpunkt Erinnerungskulturen und Bildung

Referent*innen: Dr. Katharina Rhein, Ko-Leiterin der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Info: Die gegenwärtige Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus gilt in Deutschland vielerorts als Erfolgsgeschichte und wird vermehrt als wesentlicher Bestandteil des nationalen Selbstverständnisses der BRD bezeichnet. Gleichzeitig nehmen Rechtsextremismus und Antisemitismus erheblich in Deutschland zu, woraufhin Gedenkstätten und ihre pädagogische Vermittlung immer häufiger als mögliche Maßnahmen der politischen (Gegen-)Bildung benannt werden.

Trotz der formulierten Ansprüche ist die Auseinandersetzung mit dem Holocaust in erziehungswissenschaftlichen Diskursen nach wie vor unterrepräsentiert, obwohl die Disziplin der Erziehungswissenschaft, mit all ihren vielfältigen theoretischen Zugängen, einen überaus geeigneten Raum für die Erforschung erinnerungskultureller Fragestellungen darstellt.

Dr. Katharina Rhein, Ko-Leiterin der Forschungsstelle NS-Pädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main setzt sich in ihrer Dissertation zum Thema „Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft - Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus als Herausforderungen für die Pädagogik" mit aktuellen Herausforderungen innerhalb des Diskurses um die Erinnerung an Auschwitz auseinander. Zentral sind in ihren Ausführungen vor allem migrationspädagogische Ansätze, die sich mit nationalen Wir-Konstruktionen (Messerschmidt) beschäftigen und danach fragen, wie diese reproduziert werden und den Diskurs um die Erziehung nach Auschwitz in der Migrationsgesellschaft beeinflussen.

In einem anschließenden Gespräch mit Frau Rhein kann sich darüber ausgetauscht werden, welche aktuellen Spannungsfelder den erinnerungskulturellen Diskurs durchziehen und inwiefern dabei erziehungswissenschaftliche Perspektiven neue Handlungsbedarfe aufzeigen.

 


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