Uni-Gesellschaft fördert mit 78 Projekten wissenschaftlichen Nachwuchs

Die Universitätsgesellschaft, ein Zusammenschluss von rund 300 Bürgerinnen und Bürgern, denen die Universität Hildesheim am Herzen liegt, förderte in den vergangenen drei Jahren 78 Projekte mit insgesamt 64.180 Euro.

Hauptkriterien bei der Vergabe der Fördermittel seien Nachhaltigkeit, Wertorientierung und Leistung gewesen, sagte Vorsitzender Dr. Rainer Hermeling in seinem Rechenschaftsbericht bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Er wünschte sich, dass das Wachstum der Universitätsgesellschaft mit dem der Universität mithalte. Aktuell sei aber ein leichter Rückgang der Mitgliederentwicklung zu bedauern: 51 Abgänge stünden 40 Eintritte gegenüber. Um gegenzusteuern, möchte der Vorstand auch neue Wege gehen. So hat er unter anderem einem studentischen Kreativ-Team die Frage gestellt, wie die Studierenden sich eine Universitätsgesellschaft vorstellen könnten. Stellvertretend berichteten  Alina Herbing und Nikolas Hoppe den Gesellschaftsmitgliedern von den wichtigsten Ergebnissen: Eine attraktive Präsentation der Leistungen im Internet und verstärkte Nutzung der modernen Medien, Vorzüge für Mitglieder durch Teilhabe an den Produkten der geförderten Projekte und ein Ort der Begegnung in der Stadt für Studierende und Bürgerschaft.

Über die Entwicklung der Universität berichtete Prof. Dr. Toni Tholen, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Der Ausbau der Universität werde nach Um- und Erweiterungsbauten in Marienburg und an der Lüneburger Straße 2014 mit der Fertigstellung des Torhauses an der Tilsiter Straße abschlossen sein. Eine weitere Steigerung der Studierendenzahl über die jetzt erreichten 6.000 hinaus sei nicht beabsichtigt. Vielmehr setze die Universität auf die ständige Verbesserung ihrer wissenschaftlichen Qualität. Dafür sorgten unter anderen Forschungszentren wie das Centrum für Bildungs- und Unterrichtsforschung, das Forum Fachdidaktische Forschung, das Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen, das Zentrum für Weltmusik und das Herder-Kolleg, Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung. Um erfolgreich dringend benötigte Drittmittel einwerben zu können, seien gerade Profiluniversitäten mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt wie Hildesheim zur Vernetzung mit Forschungsverbünden aufgefordert. „Gute Forschung ist Voraussetzung und Bedingung für gute Lehre“, sagte Tholen. Eine Kennziffer für die besondere Qualität der Stiftungsuniversität sei die beachtliche Zahl der erfolgreich geführten Bleibeverhandlungen mit Professoren, die zugunsten Hildesheims einen Ruf an große und traditionsreiche Universitäten abgesagt hätten.

Ein Gastvortrag von Prof. Dr. Andreas Mojzisch, der seit 2011 im Fach Sozialpsychologie forscht und lehrt, bewies, dass Wissenschaftlichkeit und Verständlichkeit sich keineswegs ausschließen. Mit sechs prägnanten und unterhaltsam vorgetragenen Beispielen führte er die Mitglieder der Uni-Gesellschaft  sehr gekonnt in „Die Kunst des Überzeugens“ ein und erhielt großen Beifall.

Der Vorstand der Universitätsgesellschaft beherrscht diese Kunst offenbar, denn alle Mitglieder wurden einstimmig in ihren Ämtern für weitere drei Jahre bestätigt: Vorsitzender Dr. Rainer Hermeling, stellvertretende Vorsitzende Dr. Hans-Peter Geyer und Dr. Hartmut Häger, Schatzmeister Helmut Grieger und die Beisitzer Dr. Christian Grahl, Prof. Dr. Herbert Reyer und Jutta Schwarzer.

Autor: Dr. Hartmut Häger