Heinz-Werner Ernst ist neuer Vorsitzender der Universitätsgesellschaft

(tH) Die Universitätsgesellschaft Hildesheim hat neben Dr. Lore Auerbach einen weiteren Ehrenvorsitzenden: Dr. Rainer Hermeling. Nach neun Jahren an der Spitze des Vereins kandidierte er aus Altersgründen nicht wieder. Die Mitgliederversammlung wählte Heinz-Werner Ernst zu seinem Nachfolger und ihn selbst zum Ehrenvorsitzenden.

Sein Stellvertreter, Dr. Hartmut Häger, begründete den Antrag zu der besonderen Ehrung mit den Impulsen, die Hermeling der Universitätsgesellschaft gegeben habe. Sie zielten darauf hin, sie in der Region Hildesheim bekannter zu machen, sie in den Landkreisgemeinden zu verankern, besondere Leistungen von Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auszuzeichnen und zu fördern und mit Vorträgen namhafter Persönlichkeiten die Öffentlichkeit in die Universität einzuladen. All das bereitete der Vorstand in monatlichen Arbeitssitzungen vor, wobei Hermeling als Ideengeber und „Macher“ die entscheidende Rolle gespielt habe. Häger lobte seine Führungsqualitäten, seinen Teamgeist, seine Kooperationsfähigkeit und Kontaktfreude und sein tatkräftiges Engagement. Das zeigte er zum Beispiel, als er das historische Uhrwerk des Hohen Hauses der Domäne Marienburg eigenhändig restaurierte und in der neuen Aula des Kultur-Campus als Funktionsmodell ausstellte.

Rainer Hermeling hatte in seinem Rückblick auf das letzte Berichtsjahr erwähnt, dass siebzehn Projekte mit insgesamt 14.100 Euro gefördert wurden. Eins davon, das Buchprojekt „Theatermachen als Beruf – Hildesheimer Wege“ stellte der Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, Professor Dr. Wolfgang Schneider, den Mitgliedern vor.

Außer Hermeling schieden auch der zweite stellvertretende Vorsitzende, Dr. Hans-Peter Geyer, und der Beisitzer Professor Dr. Herbert Reyer aus dem Vorstand aus. Für sie wählte die Mitgliederversammlung Dr. Johannes Meyer und Professor Dr. Burkhard Wippermann in den Vorstand. Der stellvertretende Vorsitzende Dr. Hartmut Häger, der Schatzmeister Andreas Herschel sowie die Besitzerin Dr. Margitta Rudolph und der Beisitzer Marc Diederich wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Der Präsident der Stiftung Universität Hildesheim, Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, überreichte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern als Dank und Anerkennung eine Erinnerungsmedaille, bevor er einige Schlaglichter auf die Universitätsentwicklung warf. Als Profil- und Studierendenuniversität läge man großen Wert auf das „Studieren in persönlicher Atmosphäre“. Das sei bei nunmehr 8.000 Studierenden gerade noch möglich. Besonders viel Dynamik entstehe durch die neuen Studiengänge, insbesondere in den Informationswissenschaften oder für barrierefreie Kommunikation. Als Beispiele für die Unterstützung der Universität durch Förderer aus der Region nannte er das Wippermann-Fellowship und die fast hundert Deutschland-Stipendien. Stellvertretend für alle Förderer habe der Deutsche Hochschulverband die Universität Hildesheim vor zwei Monaten mit dem Deutschen Hochschulfundraising Preis ausgezeichnet. Das Präsidium der Universität werde in diesem Jahr erstmals Preise für herausragende studentische Initiativen verleihen und zwar der Initiative awareness*hildesheim, dem Literaturprojekt BELLA triste und der Studentischen Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt Fazze. Sie werden beim Mittsommerfest überreicht.