Studienstart: Brief der Wissenschaftsministerin

mercredi, 12. octobre 2016 um 13:50 Uhr

Los geht's, das Semester startet mit der Einführungswoche. Studierende aus höheren Semestern helfen beim Studieneinstieg. Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, wendet sich in einem Brief an alle Studienanfängerinnen und Studienanfänger.

[lesen Sie den Brief der Niedersächsischen Wissenschaftsministerin als PDF]

Liebe Studierende,

für Sie beginnt nun ein spannender neuer Lebensabschnitt.

Ich freue mich, dass Sie Niedersachsen als Studienort gewählt haben und wünsche Ihnen einen guten Start an Ihrer Hochschule und viel Erfolg für Ihr Studium!

Niedersachsen wird für Studierende immer attraktiver. Die hervorragenden Studienbedingungen ermutigen eine wachsende Zahl junger Menschen, an unsere Hochschulen zu kommen. Mit rund 200.000 Studierenden haben wir in Niedersachsen einen neuen Höchststand erreicht. Dies ist auch auf die Abschaffung der Studienbeiträge zum Wintersemester 2014/15 zurückzuführen, die Ihnen ein gebührenfreies Studium in Niedersachsen ermöglicht.

Aktuell stehen die Hochschulen vor einer besonderen Herausforderung. In den vergangenen zwei Jahren sind viele Geflüchtete nach Deutschland gekommen. Nicht wenige von ihnen haben in ihrer Heimat eine gute Schulbildung genossen oder bereits ein Studium begonnen. Die Niedersächsische Landesregierung möchte diesen jungen Menschen Bildungschancen eröffnen und ihnen Wege ins Studium ermöglichen. Wir erleichtern Geflüchteten den Hochschulzugang und bieten Hilfe beim Spracherwerb an. Hochschulen sind Orte des zivilgesellschaftlichen Engagements. Dies zeigen eindrücklich die vielen Initiativen zur Unterstützung von Geflüchteten, die überall in Niedersachsen von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern jenseits des eigentlichen Hochschulbetriebs auf die Beine gestellt wurden. Ehrenamtliches Engagement ist außerordentlich wichtig, um Zuwanderer in unsere Gesellschaft zu integrieren. Ich danke allen, die sich für dieses Ziel einsetzen. [Info, die Red.: hier finden Sie Informationen zum Studium nach der Flucht an der Uni Hildesheim]

Die niedersächsischen Hochschulen nutzen ihre Stärken und übernehmen in hohem Maße gesellschaftliche Verantwortung. Wer sich engagiert einbringt und dabei hilft, die Herausforderungen seiner Hochschule bestmöglich zu meistern, sollte aber auch mehr Möglichkeiten haben, an der Gestaltung seiner Hochschule aktiv teilhaben zu können. Deshalb haben wir die Demokratisierung der Hochschulen ausgebaut und mit der Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes, die am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, die Hochschulautonomie gestärkt.

Damit Sie Ihr Studium erfolgreich abschließen können, verbessern wir die Studienbedingungen stetig. Denn wir sind überzeugt, dass der Schlüssel zum Erfolg in einer guten Qualität von Studium und Lehre liegt. Bund und Länder haben mit der Exzellenzstrategie, dem Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Förderinitiative Innovative Hochschule ein zukunftsweisendes Gesamtpaket zur Stärkung des Hochschulbereichs und zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses beschlossen. Die Exzellenzstrategie zur Förderung universitärer Spitzenforschung erlaubt es Hochschulen, in die internationale Spitzenklasse aufzusteigen. Aber es wird nicht nur in die Spitze, sondern auch in die Breite investiert. Das Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eröffnet qualifizierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland mit der Tenure-Track-Professur besser planbare Karrierewege als bisher. Die Förderinitiative Innovative Hochschule wiederum setzt einen wichtigen Impuls, um das Innovationspotenzial insbesondere von Fachhochschulen sowie von kleinen und mittleren Universitäten besser auszuschöpfen und die noch schnellere Umsetzung innovativer Ideen in Anwendungen zu unterstützen.

Für exzellente Studienbedingungen sorgen auch die Studienqualitätsmittel von jährlich rund 130 Mio. Euro, die das Land den Hochschulen als Ersatz für die weggefallenen Studiengebühren zahlt. Um die Qualität der Studienangebote weiter zu verbessern, entwickeln die Hochschulen zum Beispiel neue Lehr- und Lernkonzepte, bieten zusätzliche Tutorien an oder weiten die Beratung zum späteren Berufsweg aus. Dafür gilt der Dank des Landes den Präsidien, den Gremienmitgliedern, den Lehrenden und sonstigen Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeitern sowie auch den Studierenden, die sich beispielsweise als Tutorinnen und Tutoren oder als Ansprechpartnerinnen und -partner für Erstsemester engagieren.

Wir arbeiten an guten Bedingungen für Ihr Studium. Ich wünsche Ihnen für Ihr Studium alles Gute und viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Gabriele Heinen-Kljajić

Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur

Herzlich Willkommen! Start in das Studium an der Universität Hildesheim

Zum Wintersemester starten 8126 Studentinnen und Studenten in den Studienalltag. Darunter sind 2466 Erstsemester, die ihr Bachelorstudium (1795) und Masterstudium (671) an der Universität Hildesheim aufnehmen. In einer Feierstunde haben Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich, Oberbürgermeister Ingo Meyer sowie Studierende vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und Studierendenparlament (StuPa) die Erstsemester am Montag begrüßt. Zuvor kamen die Studienanfängerinnen und Studienanfänger während eines Ökumenischen Gottesdienstes in der St. Michaeliskirche zusammen.

Noch bis einschließlich Freitag findet an der Universität die Einführungswoche statt. 99 Tutorinnen und Tutoren, Studierende aus höheren Semestern, helfen den Neuankömmlingen beim Studieneinstieg, bei der Stundenplanung und beim Erkunden der Stadt Hildesheim.


Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljaji? weist zum Studienstart auf die gemeinsamen Anstrengungen von Hochschulen und Land hin, den Studentinnen und Studenten in Niedersachsen gute Bedingungen für ihr Studium zu bieten. Foto: MWK/Tom Figiel

Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljaji? weist zum Studienstart auf die gemeinsamen Anstrengungen von Hochschulen und Land hin, den Studentinnen und Studenten in Niedersachsen gute Bedingungen für ihr Studium zu bieten. Foto: MWK/Tom Figiel