Sound of Science

Tuesday, 22. January 2013 um 09:45 Uhr

Der Fachbereich „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation“ lädt am Donnerstag, 24. Januar, ein zur öffentlichen Antrittsvorlesung von Juniorprofessor Dr. Johannes Ismaiel-Wendt. Er spricht über „The Sound of Science. Forschung als ästhetische Praxis“.

„So wie heute in der populären Musik etwa die Technologien nicht mehr nur als Speicher- und Wahrnehmungsmedium und DJs nicht mehr einfach als Abspieler von fixen Werken gedacht werden können, so ist wissenschaftliche Forschung und Theoriebildung nie einfach nur nachträgliches Nachvollziehen“, nähert sich Ismaiel-Wendt dem Thema seiner Antrittsvorlesung. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten zu einem nicht zu unterschätzenden Teil kulturpoetisch – erschaffend, hervorbringend.“ Dabei verfolgt der 39-Jährige die These: „Theoriebildung und wissenschaftliches Arbeiten sind auch ästhetische Praxis.“ „The Sound of Science“ bedeute, Forschung mit ästhetischen Mitteln zu betreiben und so Wiederhall in den (Scientific) Communities zu finden.

Seit Mai 2012 ist Johannes Ismaiel-Wendt Juniorprofessor für Systematische Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Musiksoziologie. An der Universität Hildesheim befasst er sich mit Musik als Wissensgenese, den musikalischen Massenkulturen der Gegenwart, postkolonialen Theorien und dem interkulturellen Lernen in der Lehrerausbildung. Mit dem Center for World Music, dem musikethnologischen Forschungszentrum der Universität, plant er eine enge Zusammenarbeit. Im Herbst 2013 findet zum 10. Todestag von Edward Said eine Tagung zur Postkolonialen Musikforschung statt.

Ismaiel-Wendt  studierte Kulturwissenschaft, Soziologie und Musikwissenschaft an der Uni Bremen. Er promovierte mit der Arbeit „tracks’n’treks. Postkoloniale Musik und Postkoloniale Analyse“. Er schreibt und lehrt über Ästhetiken von Electronic Dance Music und Routen des Black Atlantic. Johannes Ismaiel-Wendt ist staatlich anerkannter Erzieher und arbeitete in kulturpädagogischen Projekten, hält Soundlectures, in denen er seine Tätigkeit als Wissenschaftler und Live Drum Machinist kombiniert. Zwei Jahre arbeitete er am Haus der Kulturen der Welt in Berlin in den Projekten „Translating HipHop“ und „Global Prayers“.

Portrait im Uni-Journal (PDF)

Öffentliche Antrittsvorlesung

Die Vorlesung beginnt am Donnerstag, 24. Januar, um 16:15 Uhr im Musiksaal der Universität Hildesheim (Marienburger Platz 22, Gebäude K).