Sog des Internets

Wednesday, 11. December 2013 um 18:00 Uhr

Kulturwissenschaftsstudentinnen der Uni Hildesheim haben mit Kindern den Hörfunkbeitrag „Der Sog des Internets" produziert – dafür erhalten sie den Niedersächsischen Medienpreis. Auch im nächsten Jahr erarbeiten die Studentinnen mit Kindern in der Kinderredaktion von Radio Tonkuhle Beiträge zu hochaktuellen Themen.

„Der Sog des Internets" – so der Titel eines Hörfunkbeitrags für Kinder des Senders Radio Tonkuhle, der Anfang Dezember in Hannover mit dem Niedersächsischen Medienpreis 2013 in der Kategorie „Kinder“ ausgezeichnet wurde. Joyce Kuhn und Kristin Moldenhauer, Kulturwissenschaftsstudentinnen der Universität Hildesheim, haben ihn zusammen mit Kindern produziert. 

Man spricht heute vom „digitalen Zeitalter“, in dem wir leben. Das Internet und der Zugriff auf seine vielfältigen Inhalte seien von zentraler Bedeutung für die Lebenshaltung, stellt der Bundesgerichtshof fest. Mit diesen nüchternen Bemerkungen befassen sich die beiden Studentinnen „auf ausgesprochen originelle und kreative Weise", lobt die Jury des Medienpreises.

In der Kinderredaktion des Hildesheimer Bürgersenders Radio Tonkuhle haben sich die Studentinnen dem Internet genähert. Ihr Hörspiel erzählt die Erlebnisse von Anne, einem Mädchen, das sich plötzlich im Inneren seines Computers wiederfindet. Unaufhaltsam wird sie hineingezogen und trifft dort auf Jule, die den Weg nicht mehr zurück gefunden hat.

Andreas Kreichelt, geschäftsführender Programmdirektor von Radio Tonkuhle, ist begeistert: „Das Hörspiel ist schlichtweg genial und hat die Auszeichnung mehr als verdient. Ich freue mich, dass die beiden Studentinnen der Universität Hildesheim uns noch ein Jahr in der Kinderredaktion 'Plonk!' erhalten bleiben." Die Auszeichnung sei eine Anerkennung für die Arbeit der Kinder und für das Autorenteam. Sie haben ein hochaktuelles Thema „gut getextet, spannend und kindgerecht inszeniert und den Beitrag mit viel Aufwand produziert."

Bereits 2012 hat der Hildesheimer Kulturwissenschaftsstudent Lenne Kaffka für seinen Beitrag „Autotune – Wieso klingen Sänger im Radio wie Roboter?" den Medienpreis erhalten. Auch dieser entstand in der Redaktion von Radio Tonkuhle, die für die Studierenden eine wichtige Anlaufstelle ist, um Medienpraxis zu erlernen. In Hildesheim können Kulturwissenschaftsstudenten ab dem ersten Semester Theorie und Praxis eng verbinden und zwischen Fächern wie Kreatives Schreiben, Medien, Kulturpolitik, Populäre Kultur, Philosophie und Theater wählen. Etwa 1000 Studenten sind auf einem mittelalterlichen Burggelände, dem Kulturcampus der Uni Hildesheim, untergebracht. Absolventen sind bundesweit in Theaterhäusern und Verlagen, in Schulen, in Funk- und Fernsehanstalten, in der Kulturverwaltung und Kulturellen Bildung tätig.

Sog des Internets, Hörspiel (MP3)

Mehr über digitale Lebenswelten erfahren?

Forscher der Universität Hildesheim laden ein zu einer öffentlichen Vortragsreihe über digitale Lebenswelten (PDF): Am 17. Dezember spricht Ewald Brahms über „Digitale Bibliotheken", am 7. Januar 2014 fragen die Professoren Christa Womser-Hacker und Thomas Mandl „Wie international ist das Internet?“. Ob das Internet unser Lernen revolutioniert, damit befasst sich am 21. Januar Professor Joachim Griesbaum im Vortrag „Offene Kurse, freie Lernmaterialien". Am 4. Februar spricht Professor Thomas Demmelhuber über das Thema „Befreiungstechnologie Internet? Facebook, Twitter und die Diktatoren“.