Preise für Forschung und Lehre im Fach Entwicklungspsychologie

lundi, 14. septembre 2009 um 00:00 Uhr

Preisverleihung der Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

Die Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) verleiht im Rahmen ihrer diesjährigen Fachtagung (14.-16.9.2009) an der Universität Hildesheim zwei wissenschaftliche Auszeichnungen. Je ein Preis wird für eine außergewöhnliche Dissertation und für besonderes Engagement bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verliehen. Professorin Dr. Heidi Keller, Universität Osnabrück, erhält den Mentoring Preis der Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie
Die Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie verleiht in diesem Jahr erstmals den "Mentoring Preis" für hervorragende Leistungen bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Er geht im Jahr 2009 an Professorin Dr. Heidi Keller von der Universität Osnabrück. Prof. Keller ist Expertin auf den Gebieten der frühkindlichen Entwicklung und der Entwicklung im Kulturvergleich. In zwei Jahrzehnten hat sie rund zwei Dutzend Doktorandinnen und Doktoranden betreut, von denen etliche inzwischen selbst Professorinnen und Professoren sind. Besondere Auszeichnung verdient jedoch nicht nur die Quantität der betreuten Nachwuchswissenschaftler/innen, sondern vor allem auch die Qualität der Förderung, die diese durch Prof. Keller erhalten haben. Durch rückhaltlose Begeisterung für die Forschung und großes Vertrauen in die Fähigkeiten der Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen fordert Prof. Keller eine eigenständige Profilbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses heraus. Mit einem Umgangsstil, der als unkonventionell, familiär, egalitär, großzügig und kommunikationsbereit beschrieben wird, versteht es Prof. Keller, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die in ihrem Team forschenden Studierenden zu motivieren. Das Ergebnis von Prof. Kellers ansteckender Begeisterung sind aufwändige kulturvergleichende Längsschnittstudien, die wesentliche Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Natur und Kultur in der menschlichen Entwicklung erbracht haben.

Frau Dr. Julia Karbach, Universität des Saarlandes, erhält den Margret-und-Paul-Baltes Preis für hervorragende entwicklungspsychologische Dissertationen.
Der Margret-und-Paul-Baltes Preis für hervorragende entwicklungspsychologi-sche Dissertationen wird in diesem Jahr von der Fachgruppe Entwicklungspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie an Julia Karbach (Universität des Saarlandes) verliehen. Julia Karbach erhält den Preis für ihre aufwändige Studie zum Training exekutiver Kontrollfunktionen mit unterschiedlichen Altersgruppen (Kinder, junge und ältere Erwachsene). Die Arbeit, die auf höchstem wissenschaftlichem Niveau durchgeführt wurde, leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis altersbedingter Veränderungen in der Trainierbarkeit exekutiver Kontrollfunktionen und zeigt die Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Trainingsvarianten auf. Somit sind die vorliegenden Befunde nicht nur von grundlagenwissenschaftlicher, sondern auch in hohem Maße von anwendungsbezogener Bedeutung.


Bild: Dekan Prof. Dr. Martin Schreiner, Prof. Dr. Ursula M. Staudinger (Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie), Prof. Dr. Werner Greve, Dr. Julia Karbach, Prof. Dr. Heidi Keller, Präsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich

Dekan Prof. Dr. Martin Schreiner, Prof. Dr. Ursula M. Staudinger (Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie), Prof. Dr. Werner Greve, Dr. Julia Karbach, Prof. Dr. Heidi Keller, Präsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich