Nachruf – Gedenken an Prof. em. Franz Kumher

Thursday, 22. March 2018 um 15:30 Uhr

Prof. em. Franz Kumher, der maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung des Hildesheimer Profils einer eng mit der Praxis verbundenen Kulturwissenschaft beigetragen hat, ist im Februar 2018 verstorben.

Die künstlerischen Schwerpunkte von Professor Franz Kumher lagen in den Bereichen Malerei, Grafik und Lichtkinetik. Foto: privat

Professor Franz Kumher, geboren 1927 in Orawitz/Banat, ist am 13. Februar 2018 verstorben. Franz Kumher wirkte seit 1963 als Professor für Bildende Kunst an der Pädagogischen Hochschule Alfeld (Leine) und an der Hochschule Hildesheim, seit 1989 an der Universität Hildesheim, wo er 1992 emeritiert wurde. Professor Kumher hat maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung des Hildesheimer Profils einer eng mit der Praxis verbundenen Kulturwissenschaft beigetragen. Die Universität Hildesheim behält Professor Franz Kumher in dankbarer Erinnerung.

Seine künstlerischen Schwerpunkte lagen in den Bereichen Malerei, Grafik und Lichtkinetik. Kumher studierte von 1948 bis 1950 in Alfeld bildende Kunst bei Professor Kurt Schwerdtfeger, Absolvent der Bauhaus-Universität Weimar, und setzte seine Studien an der Kunstgewerbeschule Hannover sowie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg fort. Er absolvierte Malkurse bei Oskar Kokoschka in Salzburg und Johannes Itten in Hannover und Hamburg. Er fertigte lithografische Arbeiten in den Grafischen Versuchswerkstätten von Slavi Soucek und Werner Otte in Salzburg und Radierungen bei Herbert Jaeckel in Hannover und Worpswede an. Kumhers künstlerisches Werk wurde in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

In seinem künstlerischen Werk verarbeitete Kumher technische und industrielle Erscheinungsformen wie Automaten, Apparaturen und Maschinen, die zu Motiven seiner Kunst wurden. Kumher fertigte Skizzen von Industrielandschaften, die er in Malerei und Grafik umsetzte. Oftmals integrierte er seine rumänische Heimat in seinen Bildern.