Nach der Flucht: Bildungswege mit Stipendien unterstützen

lundi, 19. décembre 2016 um 16:09 Uhr

Das Projekt „Studium nach der Flucht" kann mit einer Spende der Kreiswohnbau Hildesheim auch in 2017 fortgesetzt werden. An der Universität Hildesheim bereiten sich junge Erwachsene darauf vor, ihre Bildungswege in Deutschland fortzusetzen. Die Universität sucht nun weitere Unterstützer für Stipendien.

Seit Frühjahr 2015 begleitet die Universität Hildesheim Studentinnen und Studenten auf ihren Wegen, die akademische Laufbahn nach der Flucht fortzuführen. Das Programm „Studium nach der Flucht“ kann dank einer Spende der Kreiswohnbau Hildesheim GmbH an der Universität Hildesheim nun fortgesetzt werden. Teil des Programms sind Informations- und Beratungsangebote und Sprachkurse zur Vorbereitung auf ein reguläres Studium. Außerdem können die jungen Erwachsenen Fachveranstaltungen ab dem ersten Tag ihrer Ankunft in Deutschland als Gasthörende besuchen.

„Bildung ist der Schlüssel zur Integration und so unterstützen wir das Projekt Studium nach der Flucht sehr gern“, sagt Matthias Kaufmann von der Kreiswohnbau Hildesheim. „Wir sind sehr froh, dass wir das Projekt mit Hilfe der Kreiswohnbau Hildesheim fortsetzen können. Nun kommt die nächste Herausforderung: Die Studierenden benötigen Stipendien für die Studienfinanzierung“, sagt Professor Martin Schreiner, Vizepräsident für Stiftungsentwicklung.

Mit der 5000-Euro-Spende sollen vor allem die Sprachkurse und Informationsangebote für Geflüchtete fortgesetzt werden. Derzeit nehmen 35 Personen an mehrmonatigen Intensivsprachkursen teil und bereiten sich auf ein Studium vor. „Wir rechnen damit, dass die ersten Absolventinnen und Absolventen des Intensivsprachkurses im kommenden Jahr ein Studium aufnehmen werden. Wir begleiten Studentinnen und Studenten auf ihrem Weg an die Universität. Die Studienvorbereitung umfasst eine individuelle Beratung zu Themen wie Bewerbung, Finanzierung und Stundenplangestaltung. Wie orientiere ich mich auf dem Campus, wie nutze ich die Bibliothek und das Rechenzentrum? Außerdem gehören Veranstaltungen zum wissenschaftlichen Arbeiten, Treffen mit Studierenden und Ausflüge dazu“, sagt Anna-Maria Pulm, Mitarbeiterin im International Office der Uni Hildesheim.

Stipendien – Bildungswege nach der Flucht: Universität Hildesheim sucht Unterstützer

Wer Studierende auf ihren Bildungswegen mit einem Stipendium unterstützen möchte, kann Markus F. Langer vom Friend- & Fundraising der Stiftung Universität Hildesheim kontaktieren (Telefon: 05121.883-90130, markus.langer@uni-hildesheim.de). Wer Fragen zum Projekt hat, kann sich an Anna-Maria Pulm vom International Office der Universität Hildesheim wenden (Telefon: 05121.883-92012, pulm@uni-hildesheim.de).

Nachgefragt bei Studieninteressierten

„Das war ein Glück, dass ich von diesem Sprachkurs erfahren habe“, sagt die 31-jährige Sajadeh. Sie möchte Grundschullehramt studieren und bereitet sich im Intensivsprachkurs in Hildesheim auf das Studium vor. „Ich habe viel Zeit verloren und möchte endlich wieder lernen“, sagt Majed. Er lebt seit eineinhalb Jahren in Deutschland und möchte an der Universität in Hildesheim Informatik studieren. Majed hat sich sechs Monate lang täglich im Intensivsprachkurs auf eine Sprachprüfung vorbereitet. Nun wartet er auf die Ergebnisse der Prüfung. Lesen Sie hier die Kurzporträts.


Bildungswege unterstützen: Professor Martin Schreiner und Markus Langer von der Stiftung Universität Hildesheim nehmen die Spende des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Bruer und des Geschäftsführers Matthias Kaufmann von der Kreiswohnbau Hildesheim entgegen. Fotos: Kreiswohnbau

Bildungswege unterstützen: Professor Martin Schreiner und Markus Langer von der Stiftung Universität Hildesheim nehmen die Spende des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Bruer und des Geschäftsführers Matthias Kaufmann von der Kreiswohnbau Hildesheim entgegen. Fotos: Kreiswohnbau

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