Grundstein gelegt

jeudi, 27. juin 2013 um 15:16 Uhr

Im Beisein der Wissenschaftsministerin wurde der Grundstein für den Neubau am Hauptcampus der Stiftungsuniversität gelegt. Rund 12 Millionen Euro aus Landesmitteln werden zur Verfügung gestellt. Der Neubau wird zur zentralen Anlaufstelle für Studenten und Bürger.

Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, sagte in Hildesheim: „Die Zahl der Studierenden an der Universität Hildesheim hat sich in den vergangenen elf Jahren um mehr als ein Drittel auf 6000 erhöht. Deshalb ist es sehr sinnvoll, wenn künftig auch alle zentralen Einrichtungen der deutlich gewachsenen Hochschule am Hauptcampus ihre Serviceleistungen anbieten. So können sich Studierende vor oder nach Lehrveranstaltungen beim Immatrikulations- und Prüfungsamt informieren, beim Bafög-Amt Anträge stellen, zur zentralen Studienberatung gehen oder auch die attraktiven Lern- und Kommunikationszonen im Neubau nutzen. Auch die Lehrenden und Besucher profitieren von kurzen Wegen und Informationen an einem Standort."

„Mit dem Neubau werden wir die Serviceeinrichtungen für unsere Studierenden bündeln, einen dringend erforderlichen vierten Hörsaal auf dem Hauptcampus schaffen und den Forschungszentren Arbeitsräume bieten. Dem Wissenschaftsministerium danke ich für die engagierte Unterstützung“, so Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich. Derzeit sind die Studienberatung, das Immatrikulations- und Prüfungsamt in der Innenstadt ausgelagert. Gemeinsam mit den Einrichtungen des Studentenwerks OstNiedersachsen – unter anderem das BAföG Amt und die Sozialberatung für den gesamten Studienstandort Hildesheim – sollen sie in das Gebäude integriert werden. Außerdem erhalten an diesem Ort Studierende in der Planung von Auslandsaufenthalten Unterstützung und Beratung. Friedrich dankte dem engagierten Team um Baudezernent Thomas Hanold für die sehr gute Bauplanung.

Die Universität bündelt auch die Weiterbildungseinheiten und Forschungszentren. Hildesheimer Wissenschaftler untersuchen unter anderem Unterricht in Einwanderungsgesellschaften und wie unterschiedlich sich Kinder entwickeln. Derzeit baut die Universität ein „Zentrum für Bildungsintegration“ auf.

Im Neubau – dem zukünftig mit rund 3600 m² Hauptnutzfläche größten Gebäude der Universität – entstehen ein Hörsaal, Seminarräume sowie Aufenthalts- und Kommunikationsbereiche für Studierende. Das viergeschossige Atrium wird in langen Wintersemestern einen angenehmen Aufenthaltsort für den Austausch zwischen Wissenschaftsdisziplinen bieten, so Thomas Hanold. Im Erdgeschoss werden Gäste und interessierte Bürger Orientierung erhalten. „Der neue Eingang führt als Schnittstelle dazu, die Universität Hildesheim als wichtige Einrichtung in der Stadt noch besser wahrzunehmen“, unterstrich Oberbürgermeister Kurt Machens. „Mit dem geplanten Neubau wird der in die Jahre gekommene Zentralbereich deutlich aufgewertet. Der neue Vorplatz öffnet die Uni für ihre Besucher, ist ein markanter Punkt sich zu treffen und offiziell empfangen zu werden. Die enge und zielgerichtete Kooperation zwischen Stadt und Universität ermöglicht eine Anpassung an die gestiegenen Anforderungen in einem städtebaulich und architektonisch anspruchsvollen und würdigen Rahmen. Damit wird der Hochschulstandort Hildesheim weiter gestärkt und ist für die Zukunft bestens gerüstet“, so Machens.

Nach dem Bühler-Campus für die Sprach- und Informationswissenschaften und dem Kulturcampus Domäne Marienburg begann im Frühjahr 2013 mit dem Neubau am Hauptcampus das dritte große Bauprojekt. Die Stiftung Universität Hildesheim ist in den vergangenen zehn Jahren räumlich und personell stark gewachsen. Seit 2002 stiegen die Studierendenzahlen von etwa 3700 auf heute mehr als 6000. Die eingeworbenen Drittmittel stiegen von knapp einer Million Euro auf sechs Millionen Euro.

Auf einem Blick:

Neubau am Hauptcampus, Marienburger Platz 22, 31141 Hildesheim

Fläche: 3567 m² Hauptnutzfläche

Etagen: Keller, Erdgeschoss und vier Obergeschosse

Baubeginn: April 2013

Fertigstellung: Ende 2014

Millioneninvestition: Uni Hildesheim erhält Neubau, dpa, 27.06.2013


Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljaji? mit den Studenten Paula Huppertz, Aylin Kuhls, Andre Vespermann und Universitätspräsident Wolfgang-Uwe Friedrich und (mit Schirm) Oberbürgermeister Kurt Machens. Dem Baudezernat dankt Friedrich für die sehr gute Bauplanung.