Gäste aus Russland

vendredi, 27. janvier 2006 um 00:00 Uhr

Erster Jahrgang des Binationalen Studienangebots in Russisch besuchte Hildesheim

Internationalität, daran kommt niemand mehr vorbei, der heute ein Studium beginnt. Und Internationalität ist natürlich auch eine Anforderung für Erziehungswissenschaftler. Laut einer Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD räumen Personalverantwortliche Absolventen mit binationaler Qualifikation eindeutig bessere Einstellungschancen ein. Da verwundert es nicht, dass der erste Jahrgang für das Binationale Studienangebot in Russisch schnell gefunden war.

Mit Beginn des Wintersemesters startete für elf Studierende der Staatlichen Universität Nowgorod Jaroslaw des Weisen in Welikij Nowgorod (ca. 180 km südlich von St. Petersburg) das Studium – zunächst in Russland. Für sie dürften die Aufstiegschancen, die das bundesweit einmalige Studienangebot verspricht, ein erster wichtiger Grund für ihre Studienwahl gewesen sein. Nun waren sie erstmals zu Gast in Hildesheim und mit dem Besuch kamen weitere Gründe hinzu. So erforderte das Kennenlernen einer neuen Kultur wohl viel Flexibilität, machte aber vor allem auch Spaß, betonten die Studierenden. Sie wohnten während ihres Aufenthaltes in deutschen Familien und hatten daher sofort Anschluss. Ein großer Vorteil, weil sie sich sofort auf das Studium in Deutschland konzentrieren konnten. Das International office sorgte darüber hinaus für ein Rahmenprogramm, das die Studierenden und Dozenten mit Hildesheim und der Region Hannover vertraut machte. Finanzielle Förderung gab es von der Hildesheimer Sparkasse.

Die Studierenden waren von ihrem Aufenthalt sehr beeindruckt. Auf einer Abschlussveranstaltung sagte der Sprecher der Studentengruppe, Nikita Dojnokov, dass die deutschen Studierenden und Dozierenden viel aufgeschlossener und freundlicher waren als sie zunächst dachten, und dass sie jetzt hochmotiviert sind, die Zeit bis zum Studium an der Universität Hildesheim zur Verbesserung ihrer deutschen Sprachkenntnisse zu nutzen.

Alle Beteiligten werden sich also wieder sehen, wenn in etwa eineinhalb Jahren die Studierenden an der Stiftungsuniversität ihren Bachelorabschluss machen. Der Bachelor-Abschluss qualifiziert sie u. a. für die Migrantenbetreuung, für Tätigkeiten in Begegnungs- und Beratungszentren und in der Jugendberufshilfe. Wer sich in der Prüfung für den darauf aufbauenden Master-Studiengang qualifiziert, wird dann insbesondere für leitende Positionen in deutsch-russischen Organisationen, Unternehmen und Verbänden sowie im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung ausgebildet.