Focus auf Schnittstellen

Saturday, 27. March 2004 um 17:28 Uhr

Kulturwissenschaftler Thomas Kaestle ist neuer Kurator des Kunstvereins

Wo ist die Kunst? Fragt der neue Kurator des Kunstvereins Hildesheim in seinem Jahresprogramm für 2004 plakativ. Und differenziert in der Unterzeile: Zur Geo­graphie von Schnittstellen. Es geht ihm dabei um das Aufspüren von Unschärfen, die dort entstehen, wo Kunst an andere Systeme anschließt - Design, Architektur, Wissenschaft, Alltag... Klare Ab­gren­zungen scheinen schwieriger zu werden, die Bereitschaft des Kunstsystems zur Selbstreflexion eher nachzulassen.

In dieser Situation wagt der Kunstverein Hildesheim einen wichtigen Schritt hin zur Diskursivität, professionalisiert die bislang ehrenamtliche Ausstellungsarbeit und bindet Thomas Kaestle als Kurator und Kulturwissenschaftler zugleich in die Lehre am Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Hildesheim ein. Im fortlaufenden Seminar Ausstellungswerkstatt reflektiert und gestaltet er gemeinsam mit Studierenden die laufende Arbeit des Kunstvereins, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunsttheorie. So wird die Universität zu einem wesentlichen Faktor bei der geplanten Vernetzung des Kunstvereins, die auch die Fachhochschule, andere Ausstellungsinstitutionen und den öffentlichen Raum der Stadt einschließen wird.

In dieser Situation wagt der Kunstverein Hildesheim einen wichtigen Schritt hin zur Diskursivität, professionalisiert die bislang ehrenamtliche Ausstellungsarbeit und bindet Thomas Kaestle als Kurator und Kulturwissenschaftler zugleich in die Lehre am Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Hildesheim ein. Im fortlaufenden Seminar Ausstellungswerkstatt reflektiert und gestaltet er gemeinsam mit Studierenden die laufende Arbeit des Kunstvereins, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunsttheorie. So wird die Universität zu einem wesentlichen Faktor bei der geplanten Vernetzung des Kunstvereins, die auch die Fachhochschule, andere Ausstellungsinstitutionen und den öffentlichen Raum der Stadt einschließen wird.

Auf diese Weise findet sich der Focus auf Schnittstellen auch in seiner Arbeit zwischen Ausstellungspraxis, Forschung (in einem Projekt der Fachhochschule Dortmund zur Kunst im öffentlichen Raum) und Lehre wieder: ein produktiver Rahmen, in dem das Einbinden von Studierenden der Universität über seine Zeit im Kunstverein hinaus für Kontinuität sorgen wird.