Die Universität Hildesheim trauert um Prof. em. Dr. Ulrich Teske

vendredi, 13. novembre 2020 um 11:08 Uhr

Professor Ulrich Teske, geboren 1947, verstarb am 23. Oktober 2020 im Alter von 73 Jahren. Von 1994 bis 2012 war Ulrich Teske Professor für Kunst- und Kulturpädagogik an der Universität Hildesheim. Er vertrat das Fach Kunst- und Kulturpädagogik im Fachbereich 2.

Druckgrafik von Prof. Ulrich Teske

Ulrich Teske studierte an der HfBK Braunschweig. Er war Kunstpädagoge und Künstler mit dem Schwerpunkt Grafik. Er ging zunächst in den Schuldienst und unterrichtete an einem Gymnasium in Braunschweig. Anschließend war er Wissenschaftlicher Angestellter und Vertretungsprofessor für Kunstpädagogik an der Universität Oldenburg. Nach seiner Promotion kehrte er in den Schuldienst zurück. Dann ging er an die Bundesakademie für Kulturelle Bildung nach Wolfenbüttel, wo er mehrere Jahre den Programmbereich Kunst leitete. 1994 wurde er an die Universität Hildesheim berufen.

Seine Tätigkeit war geprägt von Engagement, Faszination und Leidenschaft für die Kunst. Er inspirierte Studierende und Kolleg*innen mit seiner fachlichen Expertise, durch seine künstlerische Sicht auf die Welt und sein beeindruckendes künstlerisches Können. Ulrich Teske hatte stets sein Skizzenbuch zur Hand; er dokumentierte auf visuelle und kreative Weise seine Welt. Über seine künstlerische Arbeit schrieb er: „Es gibt ein leibliches Gedächtnis, dass die Proportionen und Rhythmen des Gesehenen bewahrt. Wie man etwas zu Papier bringt, sagt mir die Hand und ihre leibliche Motorik.“

Eine Kollegin schreibt über seine grafischen Arbeiten, die 2015 in einer Ausstellung in der Wuppertaler Galerie Schwarzbach gezeigt wurden: „Wenn ich dem Besonderen in den Bildern von Ulrich Teske nachspüre, dann erkenne ich: Die Imagination, die Kraft der Vorstellung, ist die Membran zwischen Gesehenem und Gezeichnetem. Das Sichtbare und Gesehene verschmilzt mit den Bildern des Gedächtnisses, blendet Konturen, Flächen, Details ein und andere aus; überlagert, verdichtet, reduziert und lässt das Gesehene fühlbar werden. All dies manifestiert und materialisiert sich schließlich im Gestischen; es verkörpert sich und bringt diese Zeichnungen hervor. Jede dieser Zeichnungen nimmt einen Platz innerhalb der Bilder ein, der eigenen und der kollektiven. Sie steht in einer Verbindung zu all den Bildern, die davor waren und all jenen, die noch kommen werden. Weil das so ist, können wir sie verstehen.“ In dieser Beschreibung seiner künstlerischen Arbeiten konnte sich Ulrich Teske gut wiederfinden.

Wir trauern um einen lieben, eigenwilligen und geschätzten Kollegen. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden. Wir werden ihn und sein Wirken dankbar in Erinnerung halten.

Für das Präsidium Präsident Prof. Dr. Wolfgang Uwe-Friedrich

Dekan Prof. Dr. Stefan Krankenhagen

Für das Institut Prof. Dr. Bettina Uhlig