Brücke zwischen Mensch und Maschine: „Internationale Fachkommunikation – Sprachen und Technik“ studieren

Wednesday, 11. September 2019 um 10:09 Uhr

Am Bühler-Campus bildet die Universität Hildesheim Expertinnen und Experten für Sprachen, Kommunikation und Informationsmanagement aus. Für den Masterstudiengang „Internationale Fachkommunikation – Sprachen und Technik“ können sich Studieninteressierte noch bis zum 30. September 2019 bewerben. Das Studium beginnt im Oktober 2019. Studentinnen und Studenten schlagen eine Brücke zwischen Maschinen und Menschen und erklären präzise und verständlich die komplexe Technik. In Vorlesungen und Seminaren lernen sie zum Beispiel, über Automatisierungstechnik, technische Werkstoffe, Energietechnik und Maschinenelemente zu schreiben.

Masterstudium an der Uni Hildesheim
„Internationale Fachkommunikation – Sprachen und Technik“

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In unserer globalisierten Welt sind im Bereich der Fachkommunikation Fachleute gefragt, die mehrsprachige Kommunikationsfähigkeit mit soliden und speziell auf ihre beruflichen Belange ausgerichteten technischen Kenntnissen verbinden. Beim professionellen Übersetzen wie auch in der technischen Redaktion geht es heute zu einem großen Teil um technische Inhalte.

Während des zweijährigen Masterstudiums „Internationale Fachkommunikation – Sprachen und Technik“ spezialisieren sich die Studentinnen und Studenten auf das Übersetzen oder auf das Erstellen technischer Texte im internationalen Kontext. Das Studium kombiniert sprachlich-übersetzerische und technisch-naturwissenschaftliche Inhalte.

Wer schreibt eigentlich die Bedienungs- und Installationsanleitungen?

„Wir bilden Textdesigner aus, die darauf spezialisiert sind, Dokumente technisch-fachlichen Inhalts zu erstellen und zu übersetzen“, sagt Franziska Heidrich über den Masterstudiengang. Dabei geht es nicht nur um das reine Texten. Weitere Merkmale von Fachdokumenten sind zum Beispiel die besondere Strukturierung und das Zusammenspiel von Text und Bild.

„Unsere Absolventen erstellen und übersetzen Dokumente von Wartungsanleitungen für den Sondermaschinenbau über Softwaredokumentationen, technische Beschreibungen und Schulungsvideos bis hin zu Bedienungsanleitungen für den Endnutzer von Kleingeräten für den Haushalt. Sie warnen vor möglichen Restgefahren, sorgen für Verständlichkeit und leiten so zum kompetenten und sicheren Umgang mit Technik aller Art an. Die Arbeit geht dabei weit über das rein Sprachliche hinaus“, sagt die promovierte Übersetzungswissenschaftlerin.

Eine Grundvoraussetzung für das Erstellen und Übersetzen dieser spezialisierten Fachdokumente ist ein grundsätzliches Verständnis der technischen Inhalte. Deshalb machen die Forschungsteams vom Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation und vom Institut für Technik die Studentinnen und Studenten mit einem weiten Feld an technischen Themen vertraut. „Wir setzen hier auf 'Technik ohne Mathe'. Die Lehrveranstaltungen der Technik sind in Umfang und Komplexität speziell dafür ausgelegt, ein umfassendes Verständnis technischer Grundlagen zu erwerben, das für das Erstellen und Übersetzen von fachlich geprägten Texten und Dokumenten notwendig ist“, sagt Franziska Heidrich.

„Betrieb, Wartung, Reparatur: Für jede Maschine gibt es eine Anleitung“

Die Studierenden wählen im Studium Schwerpunkte und können sich zum Beispiel auf die Fachkommunikation im Bereich Energietechnik oder auf das Übersetzen von Fachtexten in französischer und spanischer Sprache spezialisieren; oder sie wenden Methoden und Werkzeuge der Sprachtechnologie an und befassen sich mit maschineller Sprachverarbeitung.

Dabei machen sie genau das Gegenteil von Schriftstellern, anders als in literarischen Texten, verwenden sie für jedes Teil das gleiche Wort, arbeiten mit Wortwiederholungen, damit Bauteile in der Konstruktion, der Fertigung, im Vertrieb oder in der Autowerkstatt wieder auffindbar sind.

„Übersetzer und Dolmetscher brauchen wir alle. Sie sorgen dafür, dass man das koreanische Handy auf Deutsch bedienen kann“

Die Absolventinnen und Absolventen haben allerbeste Einstellungschancen auf dem Arbeitsmarkt, erläutert Professor Klaus Schubert. Sie arbeiten im In- und Ausland als Übersetzungsmanager, Technische Redakteure, mehrsprachige Content-Ersteller in der Industrie, bei Dienstleistern oder freiberuflich. Der Bedarf an professionellen technischen Texten in mehreren Sprachen sei gestiegen. „Übersetzer und Dolmetscher brauchen wir alle. Sie sorgen dafür, dass man das koreanische Handy auf Deutsch bedienen kann“, so Schubert.

Das Studium auf dem Hildesheimer Bühler-Campus sei geprägt durch eine persönliche Atmosphäre und die gute Betreuung der Studierenden. „Sprachen und Technik sind in Hildesheim auf besondere Weise miteinander verzahnt. Wir greifen die Inhalte aus den Lehrveranstaltungen der Technik auf und übersetzen technische Texte in den praktischen Lehrveranstaltungen zum Übersetzen“, sagt Franziska Heidrich.

Wer in Hildesheim „Sprachen und Technik“ studiert, habe nicht nur allerbeste Chancen auf dem Arbeitsmarkt, so Heidrich, sondern komme auch in den Genuss eines Masterstudiums in einem freundlichen, persönlichen Umfeld „im Grünen“.

Wer Fragen zum Masterstudium hat, erreicht Dr. Franziska Heidrich unter franziska.heidrich@uni-hildesheim.de.


Franziska Heidrich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim. Sie lehrt und forscht in den Bereichen Technischen Redaktion, Fachübersetzen und Verständlichkeitsforschung. Foto: Isa Lange, Campusaufnahme: Daniel Kunzfeld