Neue Schulbuchstudie zu Migration und Integration

jeudi, 07. mai 2015 um 09:18 Uhr

Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für Internationale Schulbuchforschung hat für die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration eine Analyse zur Darstellung von Migration und Integration in ausgewählten aktuell zugelassenen Schulbüchern durchgeführt.

Untersucht wurde, ob und wie Migration und Integration in Bezug auf gesellschaftliche Vielfalt in deutschen Schulbüchern dargestellt werden und inwiefern Schulbücher zu einer zunehmenden Akzeptanz von Diversität als gesellschaftlicher Normalität beitragen. Die Studie zeigt, dass in den analysierten Schulbüchern die Problematisierung von Migration gegenüber der Darstellung von gesellschaftlicher Diversität als Normalfall überwiegt. Migration wird primär als konfliktträchtig und krisenhaft dargestellt und Diversität erscheint letztlich nur als Problem und Herausforderung für eine weiterhin überwiegend als homogen vorgestellte Gesellschaft. Ferner zeigt die Studie, dass die Begriffe und Bezeichnungspraxen zu überdenken sind, die in der Darstellung von Migration und Integration sichtbar werden. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen insgesamt die Notwendigkeit, diversitätssensible Schulbücher und andere Bildungsmedien zu produzieren, die (migrationsbedingte) Vielfalt widerspiegeln und deren Chancen für die Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen. Hier können Sie die Studie einsehen.


Lupo / pixelio.de