Künstlerischer Mitarbeiter veröffentlicht Dokumentarfilmprojekt

lundi, 26. octobre 2015 um 19:38 Uhr

'Die letzten Zeugen des Gulag' von Dean Cáceres erhält die Empfehlung für den Schul- und Universitätsunterricht

Dean Cáceres und Lars Henzes Dokumentarfilmprojekt 'Die letzten Zeugen des Gulag' (60 min, HD), in dem auch von Kultur und Musik in den sowjetischen Arbeitslagern berichtet wird, erhielt von der Medienbegutachtungskommission Baden Württemberg die Empfehlung für den Schulunterricht und eignet sich daher auch für die pädagogischen Studiengänge der Universität Hildesheim.

Die Eltern von Valentina Alexandrowna Tichanowa verschwanden, als sie ein Kind war. Man erschoss sie in einem der Gulag-Straflager, wohin unter der Terrorherrschaft Stalins Millionen verschleppt wurden. Etwa 10 Prozent der Häftlinge starben.

Der Film begibt sich auf Spurensuche nach den letzten Überlebenden. Dabei führt die Reise von den Erschießungsplätzen Butowo und Sandarmoch bis an die äußersten Grenzen der Zivilisation. Auf den Solowki-Inseln wurde das Gründungskloster der orthodoxen Kirche zum ‚arktischen Auschwitz’, wie Solschenizyn es nannte.

Zu Wort kommen unter anderem Mitglieder der deutschen ‚Lagergemeinschaft Workuta’, der Maler Jewgeni Uchnaljow, die Schriftstellerin Tamara Petkevich und der Verleger Semyon Vilensky. Ihre Geschichten zeugen von den schrecklichen Lagerbedingungen, aber auch von einem unbändigen Willen zu überleben. Die Kunst war ein wichtiger Faktor dabei. Der Film zeigt wertvolle Zeichnungen aus der Sammlung der Gesellschaft Memorial Moskau. Außerdem ist ein historisches Zusammentreffen dokumentiert. Memorial organisiert in Deutschland die erste Gulagausstellung, und die Zeitzeugen sind dort Ehrengäste. Die Bewältigung ihrer Vergangenheit bleibt für sie eine Lebensaufgabe.

Weitere Informationen zum Film finden sie hier.