Mobile Diversitätswerkstatt Kindheitspädagogik (DivSpace)

Gefördert vom: Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Projektdauer: April 2022 bis September 2023

Projektteam: Prof. Dr. Peter Cloos, Svenja Garbade, n.n. (stud. Hilfskraft)

Email-Kontakt: divspace(at)uni-hildesheim.de

Das Forschungsprojekt

Die mobile Diversitätswerkstatt Kindheitspädagogik DivSpace untersucht, inwiefern diversitätsthematisierende Spiel- und Beschäftigungsmaterialien, geeignet sind, Diversitätsreflexivität an kindheitspädagogische Fachkräfte zu vermitteln und wie diese methodisch in der pädagogischen Praxis eingesetzt werden können. Damit bearbeitet DivSpace eine Forschungslücke, denn obgleich pädagogisches Spielmaterial seit langem in der Kindheit eine hohe Bedeutung einnimmt, ist dieses wenig untersucht und beforscht. Ebenso liegen bisher keine Konzepte zur kindheitspädagogischen Qualifizierung hinsichtlich Diversitätsreflexivität vor. Unter Diversitätsreflexivität wird das Wissen um die pädagogische Bedeutung von Differenzkonstruktionen sowie um deren Wirkung auf Subjekte gefasst. Studien betonen die hohe Bedeutung von Diversitätsreflexivität für die kindheitspädagogische Professionalisierung. Um diese zu erreichen, wird das Projekt DivSpace Materialien in Bezug auf theoretische Konzepte analysieren, bewerten und Handlungspläne für einen diversitätsreflexiven Materialumgang im Rahmen kollaborativen Lernens entwerfen. Ergebnis wird der Entwurf, die Erprobung und die nachhaltige Bereitstellung des Lehrkonzepts einer Diversitätswerkstatt Kindheitspädagogik sowohl online als auch offline sein.

Durch einen materialbezogenen, analytischen und spielerischen Zugang zu den Dingen selbst, setzt DivSpace die modular verankerten Themenbereiche Kindheit und Diversität in Beziehung zu theoretischen, didaktischen und pädagogisch-konzeptionellen Fragen. Durch das kollaborative Lehr-Lern-Konzept werden multiperspektivische Materialerkundungen ermöglicht, die das Verhältnis von Diversität, Materialität, Didaktik und das damit verbundene Gerüst pädagogischer Normativität im Spannungsverhältnis zu Normalisierung, Empowerment und Dekonstruktion aufwerfen. Die Materialien stehen einerseits analog in Materialboxen und andererseits durch einen webbasierten Zugang  zur Verfügung. Auf der Grundlage von Musteranalysen werden verschiedene forschungsbasierte Zugänge zum Material gemeinsam mit den Lernenden hergestellt und so das Spannungsverhältnis zwischen Mensch, Ding und Raum fokussiert.

Die Ergebnisse werden in Form eines öffentlich zugänglichen Portals zum Materialkatalog, den theoretischen Zugängen, wie auch Musteranalysen transportiert und über Social Media beworben. Das entwickelte, erprobte und evaluierte Lehr-Lern-Konzept wird auf einem OER-Portal bereit gestellt.