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Sankt Georgener Abendgespräche: "Antisemitismus im Christentum"

Die Sankt Georgener Abendgespräche (Plakat) beschäftigen sich in diesem Jahr mit Problemen, die die Gesellschaft gegenwärtig umtreiben: die Frage nach dem Antisemitismus im Christentum wird am 17. April diskutiert, die Frage der Religionsförderung im säkularen Staat am 15. Mai erwogen und es gibt einen Abend zum Thema „Freundschaft“ am 3. Juli.

17. April 2024
Antisemitismus im Christentum

Dagmar Mensink (Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Gesprächskreis Juden und Christen des ZdK)
René Dausner (Professor für Systematische Theologie, Uni Hildesheim)
Moderation: Prof. P. Dr. Ansgar Wucherpfennig, Br. Dr. Johannes Roth

 

III. Salongespräch in der Villa Seligmann, 14.03.2024, 19:00

Bloß weg hier!

Vom Aufbrechen und seinen Hindernissen

Salongespräche zu Glaube, Kultur und Gesellschaft aus der Reihe “Sa/eitenwechsel” mit Dr. Petra Bahr, Prof. Dr. René Dausner und Eliah Sakakushev-von Bismarck

Beschreibung

In Anlehnung an die deutsch-jüdische Salonkultur des 18./19. Jahrhunderts laden Eliah Sakakushev-von Bismarck, Direktor der Villa Seligmann, und Prof. Dr. René Dausner, Universitätsprofessor für Systematische Theologie an der Universität Hildesheim und der Leibniz Universität Hannover, erneut zum “Saiten- bzw. Seitenwechsel” – dem Salongespräch zu Kultur, Glaube und Gesellschaft – ein.

Die Reihe “Sa/eitenwechsel” bietet eine Plattform der Vernetzung und einen Resonanzraum. In diesem treten Kunst, Musik und Philosophie in Beziehung zueinander und Fragen des Glaubens werden diskutiert. Die Veranstaltungen beinhalten auch ein musikalisches Programm, das ebenfalls aus der reichen christlich-jüdischen Musiktradition schöpft. Mit dem “Salongespräch” bietet die Villa Seligmann in Kooperation mit den Universitäten Hildesheim und Hannover ein diskursives Format, das alle Teilnehmenden sehr herzlich zu einem anschließenden Austausch mit Getränkebuffet einlädt.

Zu Gast in diesem Sa/eitenwechsel ist die Theologin Dr. Petra Bahr. Im Fokus stehen die Begriffe “Freiheit” und “Exodus” aus jüdischer, katholischer und evangelischer Perspektive.

Dr. Petra Bahr ist die Regionalbischöfin für den Sprengel Hannover der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Nach einer journalistischen Ausbildung hat sie Theologie und Philosophie in Münster, Bochum und Jerusalem studiert und war Referentin für Theologie an der Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg. Sie promovierte 2002 an der Universität Basel und lehrte an der Universität Frankfurt a. M. Sie war Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und leitete die Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Seit 2020 ist sie Mitglied des Deutschen Ethikrates.

Beim Einlass wird eine Schutzgebühr von 10 € erhoben.
Aufgrund des begrenzten Platzkontingents bitten wir um vorherige Anmeldung in unserem Webshop, per E-Mail an karten@villa-seligmann.de oder telefonisch unter 0511-844 887 200.

Mit freundlicher Unterstützung von:

# KNA-Notizblock

Theologe Dausner: Christlich-jüdisches Gespräch beleben 

Nürnberg (KNA) Der Theologe René Dausner hat die katholische Theologie zu mehr Engagement gegen Antisemitismus und zu einer Belebung des christlich-jüdischen Gesprächs aufgefordert. Der an der Universität Hildesheim lehrende Experte für Systematische Theologie sprach angesichts des Terrors der Hamas am Samstag in Nürnberg von einer "neuen und ungeahnten Monstrosität des Antisemitismus". Diese zeige sich nicht nur in und gegen Israel, sondern auch in Europa und nicht zuletzt in Deutschland.

Dausner rief dazu auf, die theologische Dialogforschung mit jüdischen Gesprächspartnern "zu revitalisieren". Nach seiner Überzeugung ist ein adäquates Verständnis des christlichen Glaubenswissens ohne Auseinandersetzung mit dem Judentum, mit jüdischem Denken und jüdischen Denkerinnen und Denkern "nicht nur nicht sinnvoll, sondern auch nicht möglich". Eine theologische Reflexion über die katholische Kirche stoße "unweigerlich und notwendig" auf das Judentum.

Dausner sagte weiter, Antisemitismus sei "nicht nur ein Angriff gegen Jüdinnen und Juden, sondern zugleich ein Angriff gegen die Menschlichkeit. Antisemitismus ist ein Angriff auch gegen uns." Die Lektüre wichtiger Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) zeige die hohe Bedeutung der Befassung mit dem Judentum und des christlich-jüdischen Gesprächs.

Dausner gehört seit 2016 dem Gesprächskreis "Juden und Christen" des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) an. Er äußerte sich bei einem Studientag zur Entwicklung der katholischen Theologie, der aus Anlass des 85. Geburtstages des früheren Bonner Dogmatikers Josef Wohlmuth im Nürnberger Caritas-Pirckheimer-Haus stattfand. Daran beteiligten sich auch die Theologinnen und Theologen Magnus Striet (Freiburg), Annette Langner-Pitschmann (Frankfurt), Susanne Sandherr (München) und Erwin Dirscherl (Regensburg).

www.linkedin.com/posts/dausner_engagement-antisemitismus-christlich-activity-7131734807721435136-hZ2g

Solidarität mit Israel

Als Mitglied im Gesprächskreis "Juden und Christen" beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken möchte ich auf eine Solidaritätserklärung hinweisen, die der Gesprächskreis am 13. Oktober 2023 gemeinsam mit der "AG jüdisch & christlich" beim Deutschen Evangelischen Kirchentag sowie dem Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veröffentlicht hat.

In dieser Erklärung heißt es:

"Die 'AG jüdisch & christlich beim Deutschen Evangelischen Kirchentag', der 'Gesprächskreis ‚Juden und Christen‘ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken' und der 'Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit' sind zutiefst erschüttert über den terroristischen Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober, am Schabbat und am Festtag zum Ende des Laubhüttenfestes."

Und weiter:

"Dieses menschenverachtende Massaker ist durch nichts zu rechtfertigen. Frauen, Männer und Kinder aus dem Schlaf zu reißen, heimtückisch zu ermorden und zu verschleppen ist Terror, nach internationalem Recht sind das Kriegsverbrechen bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit."

Vor und nach dieser Erklärung sind zahlreiche weitere Solidaritätserklärungen zu Israel abgegeben worden; es ist mir ein Anliegen, diese Erklärungen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu sammeln und der Öffentlichkeit gebündelt zugänglich zu machen. Für Hinweise und Ergänzungsvorschläge auf weitere Erklärungen wäre ich sehr dankbar.

STUDIENTAG | Endspiele einer letzten Generation?

Zukunftsszenarien katholischer Theologie im 21. Jahrhundert

Ein Studientag anlässlich des 85. Geburtstags von Prof. em. Dr. Dres. h.c. Josef Wohlmuth

Aus historischen Gründen ist die theologische Landschaft im deutschsprachigen Raum eine Besondere: Auch wenn der Staat sich selbst neutral verhält, gewährt er Religionsgemeinschaften die Ausbildung von Personal und wissenschaftliche Forschung im staatlichen Universitätssystem. Galt dies zunächst für die christlichen Denominationen, so gibt es inzwischen auch Einrichtungen für jüdische und islamische Theologie.
Die katholische Kirche in Deutschland befindet sich endgültig, seitdem der Missbrauchsskandal Schlagzeilen macht, in einer Dauerkrise. Dies schlägt sich inzwischen nachhaltig auf die Situation der katholischen Theologie durch. Die Studierendenzahlen nehmen beständig ab, katholische Fakultäten und Einrichtungen werden in Frage gestellt. Zudem zeigen sich immer stärkere Zersplitterungen des Faches.
Die zu Ehren des vor 85 Jahren geborenen Bonner Dogmatikers Josef Wohlmuth veranstaltete Tagung wird Schlaglichter auf diese Situation werfen. Geht möglicherweise eine Theologietradition zu Ende? Was aber würden diese „Endspiele“ für die katholische Kirche und die Religionslandschaft in Deutschland bedeuten?
Das detaillierte Tagungsprogramm ist ab Anfang Oktober unter www.cph-nuernberg.de einsehbar.

>>> VERANSTALTUNGSLINK

SA/EITENWECHSEL, Salongespräche zu Kultur, Glaube und Gesellschaft in der Villa Seligmann

28.09.2023 Wie geht Versöhnung?

In Anlehnung an die deutsch-jüdische Salonkultur des 18./19. Jahrhunderts laden Eliah Sakakushev-von Bismarck, Direktor der Villa Seligmann, und Prof. Dr. René Dausner, Universitätsprofessor für Systematische Theologie an der Universität Hildesheim und der Leibniz Universität Hannover, zum zweiten “Saiten- bzw. Seitenwechsel” – dem Salongespräch zu Kultur, Glaube und Gesellschaft ein.

Zu Gast in diesem Sa/eitenwechsel ist die Theologin Dr. Petra Bahr, Regionalbischöfin in Hannover.

Im Fokus des Gesprächs stehen die Begriffe der Versöhnung und der Vergebung. Mit Blick auf die Deutung in der jüdischen und der christlichen Tradition weitet sich der Diskussionsraum auf Themen der Aktualität aus theologischer und gesellschaftlich-politischer Perspektive aus.

Die Reihe “Sa/eitenwechsel” bietet eine Plattform der Vernetzung und einen Resonanzraum, in dem Kunst, Musik und Philosophie in Beziehung zueinander treten und Fragen des Glaubens diskutiert werden. Die Veranstaltungen beinhalten auch ein musikalisches Programm, das ebenfalls aus der reichen christlich-jüdischen Musiktradition schöpft.

Mit dem “Salongespräch” bietet die Villa Seligmann in Kooperation mit den Universitäten Hildesheim und Hannover ein diskursives Format, das alle Teilnehmenden sehr herzlich zu einem anschließenden Austausch mit Getränkebuffet einlädt.

Weitere Infos unter: https://villa-seligmann.de/events/wie-geht-versoehnung/

06.06.2023 Was heißt Migrieren?

In Anlehnung an die deutsch-jüdische Salonkultur des 18./19. Jahrhunderts laden Eliah Sakakushev-von Bismarck, Direktor der Villa Seligmann, und Prof. Dr. René Dausner, Universitätsprofessor für Systematische Theologie an der Universität Hildesheim und der Leibniz Universität Hannover, zum zweiten “Saiten- bzw. Seitenwechsel” – dem Salongespräch zu Kultur, Glaube und Gesellschaft ein.

Zu Gast in diesem Sa/eitenwechsel ist die italienische Philosophin Prof. Dr. Donatella di Cesare (Rom). Frau di Cesare lehrt als Research Fellow im Juni 2023 auf Einladung von Prof. Dr. Jürgen Manemann, Direktor am Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (fiph), an diesem Forschungsinstitut in Hannover.

Im Anschluss an ein Impulsreferat zu einer “Philosophie der Migration” bilden den Fokus des Gesprächs politisch-theologische Fragen von Gastfreundschaft, Fremdheit und Migration. Es liegt nahe, dass angesichts der Deutung von jüdischen und christlichen Traditionen gegenwartsbezogene und gesellschaftsrelevante Fragen in Europa eine wichtige Rolle spielen.

Die Reihe “Sa/eitenwechsel” bietet eine Plattform der Vernetzung und einen Resonanzraum, in dem Kunst, Musik und Philosophie in Beziehung zueinander treten und Fragen des Glaubens diskutiert werden. Die Veranstaltungen beinhalten auch ein musikalisches Programm, das ebenfalls aus der reichen christlich-jüdischen Musiktradition schöpft.

Mit dem “Salongespräch” bietet die Villa Seligmann in Kooperation mit den Universitäten Hildesheim und Hannover ein diskursives Format, das alle Teilnehmenden sehr herzlich zu einem anschließenden Austausch mit Getränkebuffet einlädt.

Weitere Infos unter: https://villa-seligmann.de/events/was-heisst-migrieren/

Normativität der Tora in der christlichen Bibel

Vom 15. bis 17. März 2023 fand an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen (Frankfurt am Main) eine Tagung statt über die „Normativität der Tora in der christlichen Bibel“.

Prof Dr. René Dausner, Universität Hildesheim/ Leibniz Universität Hannover, hielt einen Vortrag über die Spannung von Gesetz und Evangelium in der systematischen Theologie.

22-02-2023 >>> weitere Informationen

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