Universität Hildesheim - Meldungen - Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht de-de Stiftung Universität Hildesheim Tue, 20 Oct 2020 08:32:15 +0200 Tue, 20 Oct 2020 08:32:15 +0200 TYPO3 EXT:news news-19554 Fri, 09 Oct 2020 12:07:37 +0200 Öffnung der Lernwerkstatt und des Handapparats im Wintersemester 2020/2021 - nur mit individueller Anmeldung! https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/oeffnung-der/ Liebe Studierende,

die Lernwerkstatt sowie der Handapparat öffnen im Wintersemester 2020/2021 wieder (nach vorheriger Absprache!). Bitte beachten Sie auch folgende Hinweise!

 

 

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-19449 Fri, 18 Sep 2020 13:12:34 +0200 AKTUELL: Exkursionen im Sachunterricht https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/aktuell-exk/ Im Sachunterricht sind im Zeitraum September 2020 bis März 2021 Individual-Exkursionen möglich.

Weitere Informationen finden Sie unter Studium und Lehre.

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-19279 Fri, 24 Jul 2020 06:07:45 +0200 Information für Studieninteressierte https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/information-4/ Liebe Studieninteressierte,


Ihre Anträge auf Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen im Sachunterricht zur Bewerbung im Master und/oder bei Fach- oder Studienortwechsel senden Sie bitte vollständig inkl. des Laufzettels und Ihres Transcript of Records spätestens bis zum 14.08.2020 eingescannt per Email an die Fachstudienberatung, damit die Unterlagen fristgerecht für eine Bewerbung zum Wintersemester bearbeitet werden können.

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-19350 Mon, 06 Jul 2020 17:19:00 +0200 Frauen-Trio räumt Preise an der Uni ab https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/frauen-trio-1/ Nachwuchs schließt Forschungslücken. Lena Kliemke hat sich mit der Frage beschäftigt, wie es Kinder schaffen Worte für etwas zu finden, für die sie noch keinen Begriff haben. Laura Lilienthals Masterarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung von Kindern. Sie beschäftigt sich mit der Frage, welche Lösungen Kinder finden, um geometrische Beziehungen zu beschreiben. Anne Piezunka hat sich gefragt, ob das Vorgehen bei Schulinspektionen geeignet sei, ob eine Schule gute inklusive Arbeit leistet. Erstellt von Hildesheimer Allgemeine Zeitung.

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Pressespiegel regional
news-18674 Fri, 03 Apr 2020 11:42:32 +0200 Coronavirus https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/coronavirus-2/ Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise über das Coronavirus SARS-CoV-2 auf den Seiten der Universität:

https://www.uni-hildesheim.de/oeffentlichkeit/coronavirus/

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-18586 Wed, 18 Mar 2020 11:05:47 +0100 Erreichbarkeit des Sekretariats https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/erreichbarke/ Liebe Studierende,

aufgrund der aktuellen Situation bzgl. des neuartigen Coronavirus „Sars-CoV-2“ ist das Sekretariat vorübergehend nur noch per E-Mail (sachunt (at) uni-hildesheim.de) erreichbar.

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-18584 Wed, 18 Mar 2020 09:57:07 +0100 Ausfall der Öffnungszeiten unserer Lernwerkstatt https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/ausfall-der-3/ Unsere Lernwerkstatt wird bis auf Weiteres geschlossen bleiben!

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-18463 Wed, 19 Feb 2020 12:37:43 +0100 Trauer um Professor Dr. Horst Schaub https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/trauer-um-pr/ Liebe Freundinnen und Freunde des Sachunterrichts,

in großer Trauer muss das Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht der Universität Hildesheim leider mitteilen, dass Professor Dr. Horst Schaub im Februar dieses Jahres verstorben ist. Professor Schaub hat an unserem Institut langjährig gewirkt. Er kam Anfang der 1990er Jahre von der Universität Göttingen zu uns nach Hildesheim.1994 war er professorales Gründungsmitglied unseres Instituts. Er rief die erste Lernwerkstatt an unserer Universität ins Leben; andere Institute im Hause folgten diesem Beispiel. Professor Schaub machte sich um die Didaktik des Sachunterrichts in Lehre, Forschung und Publikationen in besonderer Weise verdient. In den letzten Jahrzehnten arbeitete er vor allem daran, die Kosmische Erziehung nach Maria Montessori für die Didaktik des Sachunterrichts und für die Grundschulpädagogik in toto fruchtbar zu machen. Mehrere rezeptionsstarke Monographien sind dabei entstanden.

Dem Unterzeichner war er ein großartiger akademischer Lehrer. Professor Schaub inspirierte meine konzeptionellen Sichtweisen in der Didaktik des Sachunterrichts und in der Grundschulpädagogik; er regte mein analytisches und synthetisches Denken in diesen Feldern wirkungsvoll an!

Wir alle sind traurig über den Verlust und werden seiner stets in Ehren gedenken!

 

Im Namen des Instituts

Professor Dr. Bernd Thomas

Hildesheim, im Februar 2020

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-15851 Wed, 05 Dec 2018 12:37:21 +0100 ACHTUNG: Neue E-Mail-Adresse der Fachschaft https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/achtung-neu-1/ Die Fachschaft ist nun unter der E-Mail-Adresse: fsv-su(at)uni-hildesheim.de zu erreichen.

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Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-15602 Sat, 07 Jul 2018 12:47:00 +0200 Steine des Anstoßes https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/steine-des-a/ Matthias Furtner ist Mitarbeiter des Instituts für Grundschuldidaktik und Sachunterricht und berichtet über Naturwissenschaften in der Schule. Pressespiegel regional Grundschuldidaktik und Sachunterricht news-14162 Tue, 08 Aug 2017 14:53:00 +0200 Wenn brennendes Eisen zum funkelnden Sternenregen wird https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/wenn-brennen/ Prof. Dr. Jürgen Menthe, Professor für Chemiedidaktik, und der wissenschaftliche Mitarbeiter Markus Herrmann laden Schulklassen zum Schnupperkursus ins Uni-Chemielabor ein. Pressespiegel regional Grundschuldidaktik und Sachunterricht Chemie news-13768 Wed, 17 May 2017 14:01:00 +0200 18 Jahre - und plötzlich Königin https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/18-jahre-u/ Meeri-Liisa Beste studiert Grundschullehramt mit den Fächern Mathe und Biologie an der Universität Hildesheim. Nun wurde die 18-Jährige zu Hildesheims Weinkönigin gekrönt. Pressespiegel regional Grundschuldidaktik und Sachunterricht Biologie Mathematik & Angewandte Informatik news-12220 Sat, 28 May 2016 17:51:00 +0200 Probieren geht über Studieren https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/probieren-ge/ Im Rahmen seiner Reihe "Peter probiert's" besucht HAZ-Reporter Peter Rütters eine Lehrveranstaltung des Instituts für deutsche Sprache und Literatur von Ursula Bredel, in der es um den Leseerwerb in der Grundschule geht. Er vergleicht seine eigene Studienzeit mit den Erlebnissen heute und stellt fest, dass sich nicht allzu viel verändert hat... Pressespiegel regional Universität Hildesheim Fachbereich 1 Grundschuldidaktik und Sachunterricht Fachbereich 3 Deutsche Sprache news-11568 Thu, 28 Jan 2016 10:57:00 +0100 Kann man an der Bernwardstür klettern? https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/kann-man-an/ In ihrem Uni-Seminar "Tintenfassmadonna und Rosenwurzeln. Kunstvermittlung im Hildesheimer Dom" besuchten die Dozentinnen Bettina Uhlig und Florentine Leser gemeinsam mit Studierenden und Schüler_innen das Semester über mehrmals den Dom, um die dortige Kunst zu entdecken und Wege zu finden, Kindern christliche Kunst zu vermitteln. Im Zusammenhang damit ist gemeinsam mit neun Geistlichen eine Publikation geplant Pressespiegel regional Grundschuldidaktik und Sachunterricht Bildende Kunst und Kunstwissenschaft Projekte news-11092 Thu, 07 Jan 2016 08:00:00 +0100 Studie: Einstellungen von Lehrern, Eltern und Kindern zu Inklusion https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/studie-eins/ Welche Einstellungen haben Lehrerinnen und Lehrer zur Inklusion? Lehrer aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt können ab sofort an einer Studie teilnehmen. Bildungschancen sind ein Schlüsselthema für die Gesellschaft. Deshalb haben die Professoren Katrin Hauenschild und Werner Greve nun die Förderzusage der VolkswagenStiftung erhalten: Die Arbeitsgruppe der Universität Hildesheim untersucht an Grundschulen, mit welchen Einstellungen und Überzeugungen Lehrerinnen und Lehrer unterrichten und wie sie sich verändern. Und: Wie erleben Kinder und Eltern die Reform? Welche Rolle Lehrkräfte bei der Umsetzung von Inklusion im Schulalltag spielen, untersucht eine Arbeitsgruppe der Universität Hildesheim in einer Längsschnittstudie an Grundschulen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Welche Einstellungen haben Lehrerinnen und Lehrer zur Inklusion, abhängig von ihren Vorerfahrungen und konkreten Berufserfahrungen? Unterrichten sie derzeit Kinder mit unterschiedlichem Förderbedarf in ihrer Klasse? Lehrer können ab sofort online teilnehmen.

Die VolkswagenStiftung fördert das vierjährige Projekt im Rahmen des Programms „Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft“ mit insgesamt mehr als 800.000 Euro. „Wir dachten, wenn das kein Schlüsselthema ist, was dann? Wir sind durch das gesamte Begutachtungsverfahren gegangen. Das war ein harter Wettbewerb“, sagt Werner Greve. „Bei der mündlichen Vorstellung waren wir ein ganz kleines bisschen mega-aufgeregt.“ Der Professor für Psychologie leitet gemeinsam mit Professorin Katrin Hauenschild die vierjährige Studie „Einstellungen zu Inklusion. „Wir haben die Zusage erhalten – mit einer Auflage: Wir wurden eingeladen, das Projekt zu erweitern und in der Längsschnittstudie auch Eltern und Kinder zu befragen“, freut sich Katrin Hauenschild.

Die Hildesheimer Arbeitsgruppe startet das Projekt in einer Umbruchphase: Seit 2013 gilt in Niedersachsen ein Rechtsanspruch: Eltern können frei wählen, ob ihr Kind eine Förderschule oder eine Regelschule besuchen soll. „Das Elternwahlrecht ist ausschlaggebend, die Schule und die Lehrkräfte haben keinen Einspruch. Wenn Eltern sagen, mein Kind soll diese Regelschule besuchen, kann die Schule nicht sagen: Nein, das wollen wir nicht“, sagt Werner Greve.

„Wir erwischen jetzt den Zeitpunkt und befragen auch Lehrerinnen und Lehrer, die noch keine Erfahrungen mit Inklusion haben und die sich auch nicht vorgestellt haben, einmal in ihrer Berufslaufbahn sonderpädagogisch mit Kindern mit Förderbedarf und Behinderungen zu arbeiten. Wir begleiten sie in den kommenden vier Jahren und untersuchen, welche Erfahrungen die Lehrkräfte machen und wie und ob sich ihre Einstellungen überhaupt verändern“, so Katrin Hauenschild. So könne man zum Beispiel erfassen, ob sich eine anfängliche Skepsis verstärkt oder ob sie sich zum Positiven wendet.

In einer Pilotstudie haben Hauenschild und Greve schon vor zwei Jahren 120 Lehrerinnen und Lehrer aus Niedersachsen nach ihrer Haltung gegenüber der Reform befragt. Die Einstellung der befragten Grundschullehrkräfte war umso positiver, je mehr Erfahrungen und Kompetenzen sie selbst gesammelt haben. Eher skeptisch eingestellt sind jene, die zum Ziel haben, dass „alle das gleiche lernen sollen“, fasst Werner Greve zusammen. „Inklusion in der Schule“ meint mehr als nur den Zugang von Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen zu Bildungsangeboten. Zur Teilhabe gehöre zum Beispiel auch die Überwindung sprachlicher Barrieren, etwa wenn ein Kind die deutsche Sprache als zweite Sprache erlernt. Die Idee von Inklusion sei, so Greve, „dass sich durch Kontakt Toleranz und Akzeptanz entwickelt“.

„Wir wollen die Einstellungen nicht beurteilen, sondern dokumentieren, welche Überzeugungen aber auch Sorgen und Befürchtungen Lehrer haben. Was Wissenschaft tun kann, ist, ein differenziertes Bild zu erfassen. Ich vermute, wir werden ein vielfältiges, buntes Bild zeichnen und auch in der Lehrerausbildung darauf reagieren“, sagt Greve. In der Inklusionsstudie befragen die Forscher auch Lehramtsstudierende, die erste Praxiserfahrungen gesammelt haben und bald in den Beruf einsteigen.

Um erfassen zu können, wie sich Einstellungen verändern, arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim mit unterschiedlichen Methoden, kombinieren quantitative und qualitative Verfahren. „Wir arbeiten mit standardisierten Fragebögen in einer großen Stichprobe über vier Jahre“, so Greve. Aussagen und Meinungen werden in der Hildesheimer Studie getrennt erfragt (Beispiel aus dem Fragebogen: 1. „Schülerinnen und Schüler lernen durch inklusiven Unterricht, empathisch miteinander umzugehen.“; 2. „Es ist mir wichtig, dass Schülerinnen und Schüler empathisch miteinander umgehen.“). „Parallel erhoffen wir uns in ausführlicheren offenen Interviews Antworten auf Fragen, die wir im Fragebogen nicht gestellt haben“, so Hauenschild.

Mit der Studie können die Forscher auch erfassen, ob ein Zusammenhang zwischen der Einstellung und der pädagogischen Orientierung besteht. Eine Lehrerin, die mit der Klasse offen arbeitet und die Vielfalt in der Klasse einbezieht, komme vielleicht leichter mit der Heterogenität im Klassenzimmer zurecht. „Wir erfassen auch, ob eine Bereitschaft zur Unterrichtsentwicklung vorhanden ist oder ob es Auswirkungen der Lernumgebung auf den Unterricht gibt“, so Hauenschild. „Außerdem erfahren wir mehr über die Dynamik von Einstellungen“, sagt Werner Greve über Erkenntnisse, die für die Grundlagenforschung relevant sind.

„Auch Kinder sollen zu Wort kommen. Man kann Erstklässler nicht nach ‚Inklusion‘ fragen“, sagt Katrin Hauenschild. Stattdessen fragen sie Kinder ab der ersten Klasse zum Beispiel, wer ihr Freund ist und wer nicht, wen sie warum nett finden, mit wem sie gerne spielen, ob und wie sie Verschiedenheit wahrnehmen.

Zur Arbeitsgruppe gehören neben Greve und Hauenschild vier Doktorandinnen: Die Grundschuldidaktikerin Josephine Götz befasst sich in ihrer Dissertation mit qualitativen Lehrerbefragungen. Lena Ohnesorge hat im Lehramtsstudium in Hildesheim Erfahrungen im Umgang mit Kindern gesammelt, etwa im Projekt „Lernku(h)lt“, in dem sie über ein Jahr Kinder unterschiedlicher Herkunftssprachen im Team gefördert hat. In der Inklusions-Studie befragt sie die Kinder. Welche Sorgen und Ängste, Hoffnungen und Stärken haben Eltern, deren Kinder mit einer Behinderung oder dauerhaften Beeinträchtigung aufwachsen? Die Psychologin Sabine Hellmers untersucht in ihrer Dissertation Bewältigungsstrategien und Lebenslagen von Eltern. In der Inklusions-Studie ist sie für die Eltern-Befragungen zuständig. Lydia Schmieder hat sich ebenfalls mit den Lebenslagen von Eltern befasst; im Projekt übernimmt sie den Fragebogen für die Lehrerinnen und Lehrer.

Jetzt online teilnehmen: Studie startet

Wer in Niedersachsen oder Sachsen-Anhalt an einer Grundschule unterrichtet, wer im Referendariat oder am Ende des Lehramtsstudiums steht, kann an der Studie der Universität Hildesheim mitwirken. „Wir möchten in dieser Untersuchung Ihre Erwartungen, Ihre Bewertungen, Ihre Überzeugungen, auch Ihre Befürchtungen erfahren. Wir alle machen Erfahrungen, die uns beeinflussen, und möglicherweise werden sich manche Ihrer Einstellungen im Laufe der Zeit wandeln“, heißt es in einem Schreiben der Forschergruppe an Lehrerinnen und Lehrer.

Die erste Erhebungsphase startet in diesen Tagen, Grundschulen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wurden angeschrieben und Lehrerinnen und Lehrer gebeten, den Online-Fragebogen auszufüllen. Erste Ergebnisse werden im Frühjahr 2016 erwartet. Die zweite Fragebogen-Erhebung startet vor den großen Ferien im Sommer 2016. Die Durchführung der offenen Interviews beginnt im Frühjahr 2016.
Die Teilnahme ist ab sofort möglich. „Bitte nehmen Sie sich etwa 60 Minuten Zeit. Das ist nicht wenig – es ist uns bewusst, dass wir viel Zeit von den Lehrerinnen und Lehrern erbitten. Nur wenn wir genauer zu einzelnen Aspekten fragen, wird es möglich sein, die Chancen und Probleme differenziert einzuschätzen“, sagt Professorin Katrin Hauenschild. Wer neben dem Fragebogen auch an Interviews teilnehmen möchte, kann eine E-Mail-Adresse angeben.

Alle Daten werden absolut anonym behandelt. Eine Zuordnung der Antworten zur Person ist nicht möglich und auch nicht beabsichtigt. Die Datensätze werden nicht online oder in „Clouds“ gespeichert. Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie wird in anonymisierter Form erfolgen. „Daten einzelner Personen können nicht zugeordnet werden. Wir nehmen keine Auswertung von Einzelfällen vor, sondern untersuchen, welche Aspekte auf Basis der Gesamtstichprobe welchen Einfluss haben“, so Werner Greve. Um die Studie durchzuführen, hat die Hildesheimer Arbeitsgruppe die Genehmigungen der Ethikkommission des Fachbereichs, des Kultusministeriums und der Landesschulbehörde erhalten.
Wer Rückfragen zur Studie hat, kann sich auch telefonisch an Sabine Hellmers (05121.883-10938) und Lydia Schmieder (05121.883-10928) wenden.

Hier gelangen Lehrerinnen und Lehrer zum Online-Fragebogen der Studie „Einstellungen zu Inklusion“.

Hintergrund: Lehrerausbildung in Hildesheim

Die Universität Hildesheim bildet mit etwa 2600 Studierenden ein Drittel der Lehrerinnen und Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen in Niedersachsen aus. In einem Weiterbildungsstudiengang „Inklusive Pädagogik und Kommunikation“ lernen Lehrkräfte über zwei Jahre, wie sie mit Vielfalt im Klassenzimmer umgehen können. Die Uni versucht, mit weiteren Fortbildungen Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien auf dem Weg zur inklusiven Schule zu unterstützen.

Medienkontakt: Pressestelle Uni Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Psychologie Grundschuldidaktik und Sachunterricht Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Inklusion Lehrerbildung
news-8917 Fri, 19 Sep 2014 18:18:00 +0200 Gerettet! https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/gerettet/ Unerwarteter Klassenbesuch: Gotthard Hauschild greift in TfN-Inszenierung als Johnny Hübner ein Pressespiegel regional Fachbereich 1 Grundschuldidaktik und Sachunterricht Erziehungswissenschaft Medien, Theater und Populäre Kultur news-8520 Fri, 20 Jun 2014 10:55:00 +0200 Niedersachsen fördert Projekte der Uni https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/niedersachse-1/ Inklusion für die Schulsozialarbeit von Prof. Fabel-Lamla / Fallarbeit und Fallperspektiven von Peter Cloos Pressespiegel regional Fachbereich 1 Sozial- und Organisationspädagogik Allg. Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht Erziehungswissenschaft news-8328 Sun, 04 May 2014 12:25:00 +0200 Ist die Kreidezeit im Klassenzimmer vorbei? https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/ist-die-krei/ Schüler stellen Lehramtsstudierenden den Einsatz elektronischer Tafeln vor Pressespiegel regional Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht Sozialwissenschaften news-8190 Wed, 30 Apr 2014 19:26:00 +0200 Blumen für die Lehrer in Usbekistan https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/blumen-fuer-d/ Schulmuseum der Uni erzählt ab Mai in neuer Ausstellung Schulgeschichten aus aller Welt Fachbereich 3 Fachbereich 2 Pressespiegel regional Fachbereich 4 Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht news-8186 Sun, 27 Apr 2014 19:21:00 +0200 Andere Schulwelten https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/andere-schul/ Neue Ausstellung im Schulmuseum der Uni ab 1. Mai geöffnet Pressespiegel regional Fachbereich 2 Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht news-8177 Sat, 26 Apr 2014 19:15:00 +0200 Das Ende der Kreidezeit? https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/das-ende-der/ Studenten lernen an der IGS Bad Salzdetfurth im multimedialen Klassenzimmer Pressespiegel regional Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht news-7659 Mon, 06 Jan 2014 11:25:00 +0100 Schwache sollen wieder Anschluss kriegen https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/schwache-sol/ Schreib- und Leseförderung in Grundschulen: Modellprojekt von Uni, Jungendämtern und Schulen zeigt Erfolge Pressespiegel regional Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht Psychologie news-7683 Sat, 14 Dec 2013 19:10:00 +0100 Als Mann Exot im Klassenzimmer https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/als-mann-exo/ Nur noch jeder zehnte Grundschullehrer ist männlich / Uni startet Netzwerk zur Förderung Pressespiegel regional Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht news-7601 Fri, 29 Nov 2013 17:38:00 +0100 Kinder programmieren Erzählgeschichte selbst https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/kinder-progr/ Kooperation zwischen Universität Hildesheim und Grundschule Borsumer Kaspel Pressespiegel regional Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht news-6998 Sat, 07 Sep 2013 15:21:00 +0200 Wie Kinder Sprache lernen https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/wie-kinder-s/ 150 Lehrer und Erziher besuchen den Fachtag "Sprachlernwege" an der Universität Hildesheim Pressespiegel regional Psychologie Erziehungswissenschaft Grundschuldidaktik und Sachunterricht Deutsche Sprache Fachbereich 3 Master-Studiengänge news-6846 Mon, 05 Aug 2013 08:03:00 +0200 Roboter entwickeln https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/roboter-entwickeln/ Die Computer-Sommerschule wächst rasant mit der Technik mit: Anstatt allein den Einstieg in Windows und Word zu erklären, begeistern Mathematiker und Informatiker heute für Datenschutz, Robotik und Programmiersprachen. Das kommt trotz Sommerhitze bei den 9- bis 18-jährigen Teilnehmern gut an. Im letzten Jahrhundert fing alles an. Seit 1999 entwickelt sich die Computer-Sommerschule an der Universität Hildesheim zum Renner – und wächst rasant mit der Technik mit. „Wir bieten Schülerinnen und Schülern in den Ferien die Möglichkeit, ihre Computer-Kenntnisse zu vertiefen. Manche wollen gar nicht nach Hause“, berichtet Dr. Felix Hahne vom Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. „Unser Programm passen wir an die Fähigkeiten der Schüler an – vor 13 Jahren haben wir den Einstieg in Windows und Word erklärt, heute stehen zunehmend Datenschutz, Robotik und Programmiersprachen auf dem Programm“, so Hahne. Sogar ein 13-Jähriger aus München reiste einmal an – er fand keinen passenden Java-Programmierkurs in seiner Stadt.

Jana ist gespannt. Die Achtjährige lernt in der Computerschule Programmieren – startet mit ihrem Namen und Farbänderungen. „Ich finde es toll, mal nicht in der Schule sondern an der Uni zu lernen und dass Studenten Roboter und Technik erklären“, kommentiert Jana den Ortswechsel. Visuelles Programmieren – das bieten die Mathematik-Doktoranden Heidi Schulze und Stephan Kreuzkam an. „Die Programmiersprache Scratch eignet sich für Computer-Einsteiger, um animierte Spielfiguren, Farb- und Klangeffekte zu erstellen. Sie sehen unmittelbar ihre Fehler – ob eine Katze läuft oder verschwindet. Die Anschaulichkeit hilft, um die Kleinen für komplexere Programmiersprachen zu begeistern. Wir verwenden nur freeware, damit interessierte Schülerinnen und Schüler zu Hause weiter tüfteln können“, sagt Schulze. 13- bis 18-Jährige lernen derweil die Programmiersprache Java, bauen damit in Kleingruppen Lego-Roboter. So eignen sich die Jugendlichen Grundlagen der Robotik an. Roboter sind Maschinen, die selbständig Aufgaben durchführen. Mit maschinellem Lernen können sich Roboter Intelligenz aneignen, erfahren sie.

Etwa 60 Schüler nahmen Anfang August an den Programmier- und Robotikkursen der Mathematiker, Informatiker und Studierenden teil. 9- bis 14-Jährige begeben sich auf eine „Safari im Internet-Dschungel“. Jeder Computer ermöglicht heute Zugang zum Internet, an vier Tagen lernen die Teilnehmer, wie und mit welchen Suchwerkzeugen sie Informationen gezielt finden können – und wo Gefahren lauern. Weitere Kinder und Jugendliche experimentieren in den Naturwissenschaften. Im Projekt „Mobilität“ erkunden sie die Zusammenhänge zwischen Verkehr, CO2 und Klimawandel und lernen, warum Tiere einwandern und welche ökologischen Folgen sich daraus ergeben. Im Schulmuseum erleben sie Unterricht aus der Zeit um 1900 – Bücher, Hefte und Materialien, mit denen ihre Großeltern gelernt haben.

Die Kurse an der Universität Hildesheim gehören zum Ferienprogramm der Stadt Hildesheim. Seit 2001 unterstützt eines der 40 Partnerunternehmen der Uni, die Firma iProCon in Diekholzen, die Computer-Sommerschule.

„Mission Computerwissen", Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 06.08.2013

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Erziehungswissenschaft Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Informatik Mathematik & Angewandte Informatik Grundschuldidaktik und Sachunterricht
news-5033 Fri, 27 Jul 2012 13:33:00 +0200 Vom Gelingen der Inklusion bis zur Mehrsprachigkeit in Grundschulen https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/vom-gelingen/ Impulse für die Lehrerbildung: Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) fördert im Programm „Forschen, Lehren und Lernen in Fachdidaktik und Bildungswissenschaft“ gleich vier Forschungsprojekte der Stiftung Universität Hildesheim mit ca. 140.000 Euro. Gelingensbedingungen von Inklusion im Grundschulunterricht: Erwartungen und Überzeugungen von Lehrerinnen und Lehrern

Mit der UN-Behindertenrechtskonvention ist die Vorgabe politisch bindend, die soziale Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen so weit wie möglich „inklusiv“ zu gestalten. Die Konsequenzen für Bildungseinrichtungen sind weitreichend.

Welche Bedingungen auf Seiten der Lehrkräfte tragen zum Gelingen von Inklusion in Grundschulen bei? Welche Erwartungen und Überzeugungen bestimmen ihr Handeln bei der Einführung und Umsetzung? Dieser Forschungsfrage gehen Prof. Dr. Werner Greve (Institut für Psychologie) und Prof. Dr. Katrin Hauenschild (Institut für Grundschuldidaktik und Sachunterricht) an der Universität Hildesheim nach. In einer geplanten Längsschnittstudie sollen von 2013 bis 2018 Lehramtsstudierende und Lehrkräfte untersucht werden. Das MWK fördert ab Juni 2012 eine Pilotstudie mit Probeerhebungen, die die Hauptstudie vorbereitet.

„Die Diversität der Schülerinnen und Schüler wird sich in der Grundschule spürbar erhöhen“, so die Wissenschaftler. „In Zeiten des Umbruchs ist diese Studie besonders wichtig, letztmalig können wir unterschiedliche Kontexte – Schulklassen und Lehrkräfte mit und ohne Inklusionserfahrung – erforschen.“ Die Studie soll insbesondere die Handlungs- und Bewältigungskompetenzen von Lehrkräften im Primarbereich sowie Erwartungen, Überzeugungen und Bewertungen bei Eltern und Kindern untersuchen. Individuelle Bewertungen, politische und moralische Überzeugungen werden als Handlungsvoraussetzungen in der Ausbildung oft wenig beachtet, obwohl sie möglicherweise eine entscheidende Bedingung für gelingende Inklusion darstellen. Vergleichbare Studien existieren bisher nicht.

Forschendes Lernen im Studium: Das mehrsprachige Lexikon bei Schülern

Auffälligkeiten im Wortschatz von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund werden häufig beschrieben (z.B. DESI 2008). „In der Schulpraxis führen Wortschatzauffälligkeiten u.a. dazu, dass Arbeitsanweisungen nicht vollständig verstanden werden und Texte nur unzureichend verfasst werden können“, erklärt Prof. Dr. Elke Montanari. „Es fehlen Erkenntnisse, welche Wortschatzbereiche besonders schwierig zu erwerben sind. Unbekannt ist, ob der Fach- oder der alltägliche Bildungswortschatz problematisch ist.“ Eine gezielte Förderung in der Schule ist somit nicht möglich.

Im Rahmenforschungsprojekt „Das mehrsprachige Lexikon: Substantive“ untersucht die Professorin für Deutsch als Zweitsprache am Institut für deutsche Sprache und Literatur von 2012 bis 2018, wie Schüler einen mehrsprachigen Wortschatz aufbauen. Daten werden u.a. institutionsbezogen in der Schule, fachbezogen im Sprach- und Mathematikunterricht sowie im Handlungsbereich Alltag und Familie erhoben (Deutsch, Italienisch, Türkisch und Englisch). Die mündliche wie schriftliche Kommunikation, u.a. in freien Erzählungen, wird erfasst.

Im vom MWK geförderten Projekt „Forschendes Lernen im Studium“ nehmen Hildesheimer Lehramtsstudierende eine wichtige Rolle ein. Im Wintersemester 2012/13 testen sie den Wortschatz von 200 Schülern in niedersächsischen Grundschulen in mehreren Sprachen (Familiensprache Russisch und Erstsprache Deutsch). „Wir wollen Ressourcen und Lernbedarfe der Kinder mit Migrations-hintergrund empirisch ermitteln. Die Studierenden setzen sich mit grundlegenden Fragen der Spracherwerbsforschung auseinander und übernehmen einen wichtigen Teil des Forschungsprojektes als studentische Forschungsarbeit“, so Montanari.

Mehrsprachigkeit in Kita und Schule

Wie kann früher Fremdspracherwerb gelingen? Was passiert eigentlich mit der Erstsprache, wenn ein Großteil des Unterrichts in einer Fremdsprache, z.B. Englisch, durchgeführt wird? „Mehrsprachigkeit zu fördern, ist ein Ziel der EU-Bildungspolitik. Am Ende der Schullaufbahn soll künftig jeder Bürger zwei Fremdsprachen beherrschen. Derzeit diskutiert Baden-Württemberg, ob Englisch ab Klasse 1 wieder abgeschafft werden soll, andere Konzepte sehen den frühen Fremdspracherwerb schon in der Kita vor“, sagt Prof. Dr. Kristin Kersten (Institut für englische Sprache und Literatur).

„Langjährige Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein Kind keineswegs darunter leidet, wenn eine zweite Sprache im Kleinkindalter erlernt wird. Im Gegenteil: In besonders intensiven Programmen kann sich neben kognitiven Vorteilen sogar die Erstsprache verbessern.“ Andererseits liegen bisher kaum belastbare empirische Ergebnisse in Deutschland vor, ob beispielsweise mehrsprachig aufwachsende Kinder Vor- oder Nachteile beim Erlernen weiterer (schulischer) Fremdsprachen haben.

In einem dreijährigen Forschungsprojekt, u.a. gefördert vom MWK, untersucht Kristin Kersten, welche Variablen Einfluss auf den frühen Fremdspracherwerb bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund sowie bei Lernern mit einer Sprachentwicklungsstörung haben. Kooperationspartner sind die Hochschulen in Erlangen-Nürnberg, Köln, Ludwigsburg, Paderborn und Weingarten. „Erste Ergebnisse aus bilingualen Kindergärten weisen darauf hin, dass die Intensität, Dauer des Kontakts sowie das kontextualisierte, handlungsbegleitende Erlernen der Fremdsprache an Objekten, Bildern und der Umwelt entscheidend sind. Ob die Fremdsprache drei Stunden pro Tag oder eine Stunde pro Woche angeboten wird, ob die jeweilige Erzieherin in der Kita für fünf oder 25 Kinder zuständig ist – das macht viel aus“, sagt die Juniorprofessorin für Fremdsprachenunterricht und Zweitspracherwerb und weist auf Ergebnisse ihres jüngst abgeschlossenen EU-Projekts hin. „Keinen Einfluss hatten hingegen die Faktoren Geschlecht und Migrationshintergrund.“

Welchen Einfluss die Herkunft in der Schule genau einnimmt, wollen die Forscher empirisch herausfinden. Welche Potentiale bringen gerade mehrsprachige Kinder für erfolgreichen frühen Fremdspracherwerb mit?

Ein besonderer Fokus der Studie liegt zudem auf dem Übergang von der Kita in die Grundschule und die weiterführende Schule. „Fremdsprachenlernen im deutschsprachigen Raum stellt kaum ein tragfähiges Kontinuum dar. In Klasse 5 ist die Heterogenität sehr hoch und reicht von Schülern, die bisher zweimal in der Woche Englisch gesprochen haben bis zu Schülern, die bilingual oder immersiv unterrichtet wurden. Die Einrichtungen scheinen jedoch von stärker geregelten Übergänge zu profitieren“, erläutert Kersten.

Einem Fall auf der Spur… Forschungsorientierte Lehrerbildung mit dem Videoarchiv HILDE

Seit 2009 baut die Universität Hildesheim ein umfangreiches Fallarchiv HILDE auf, mit Videos aus dem Schulunterricht. „Bisher stehen Forschern 50 Unterrichtsstunden der Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Sport der Primar- und Sekundarstufe mit vollständigen Transkriptionen und Begleitmaterialien zur Verfügung“, erklärt Prof. Dr. Irene Pieper vom Forum Fachdidaktische Forschung. „Studierende beteiligen sich an den Unterrichtsanalysen, bringen eigene Unterrichtserfahrungen mit ein und reflektieren ihre Schulerfahrungen.“ Durch die Arbeit an konkreten, alltäglichen „Unterrichtsfällen“ werden bereits im Lehramtsstudium Theorie, Praxis und Forschung eng verzahnt. Studierende nehmen die Beobachterperspektive ein, um auf Basis der Fallarbeit Erkenntnisse für den eigenen Unterricht zu gewinnen.

Im Forschungsprojekt „Zur Sache kommen“ sollen künftig noch stärker eigene videobasierte Fälle in das Fallarchiv aufgenommen und das Fächerspektrum der Unterrichtsaufzeichnungen erheblich erweitert werden. Im Wintersemester 2012/13 erweitern Lehramtsstudierende das Video-Fallarchiv und arbeiten, begleitet von Wissenschaftlern, in Fallstudien mit dem Videomaterial. Dann können zum Beispiel Fälle verglichen, Stundeneinstiege und ihre Funktion im Unterrichtsprozess oder die Einführung in ein neues Thema durch den Lehrer analysiert werden.

Ab dem Wintersemester 2013/14 wird das Masterstudium (Master of Education) von zwei auf vier Semester erweitert, eine halbjährige Praxisphase und ein forschungsorientiertes „Projektband" werden integriert. Videobasierte Fallarbeit zählt dann zum Curriculum, Studierende können bei Bedarf auf das Fallarchiv in ihren Forschungsarbeiten zurückgreifen. Das vom MWK geförderte Projekt wird von den Hildesheimer Professoren Dr. Katrin Hauenschild, Dr. Peter Frei, Dr. Irene Pieper und Dr. Barbara Schmidt-Thieme geleitet.

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news-4462 Thu, 26 Apr 2012 17:48:00 +0200 ARTE berichtet über Männer und Grundschullehramt https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/arte-berichtet-ueber-maenner-und-grundschullehramt/ Der geringe Anteil von Männern im frühkindlichen Bildungsbereich und in der Grundschule wird häufig in Politik und Medien problematisiert. ARTE berichtet über das Projekt Männer und Grundschullehramt an der Universität Hildesheim. Lehramtsstudent Martin Preisigke hat sich das Thema genauer angeschaut und schreibt aktuell seine Masterarbeit über Männer in der Grundschule. „Das Thema ist medial sehr präsent", erklärt Martin Preisigke. Derzeit steckt er mitten in seiner Masterarbeit, in der er eine Bestandsaufnahme zur Forschung über die Männer in der Grundschule macht. „Ich nähere mich einigen Praxisprojekten an, wie zum Beispiel den Initiativen an den Universitäten in Hamburg, Bremen und Hildesheim. Welche Chancen und Perspektiven haben Männer in der Grundschule? Sind sie die künftigen Vorbilder für Schüler?" Im Schuljahr 2008/2009 waren durchschnittlich 11 Prozent der Lehrkräfte an niedersächsischen Grundschulen männlich. Kurz darauf hat das Gleichstellungsbüro der Universität Hildesheim das Projekt Männer und Grundschullehramt gestartet, auch dieses untersucht der Lehramtsstudent.

Der 23-Jährige studiert an der Universität Hildesheim Englisch und Sachunterricht mit dem Ziel, Grundschullehrer zu werden. „In den ersten Schuljahren werden Grundsteine gelegt, das motiviert mich und ist zugleich eine hohe Verantwortung", erklärt Preisigke und unterstreicht: „Die Schulpraktika haben meinen Berufswunsch bestätigt. Sie nehmen in unserer Ausbildung eine zentrale Bedeutung ein, die frühe und kontinuierliche Schulpraxis ist das Besondere am Hildesheimer Modell der Lehrerbildung. Neben den Seminaren und Vorlesungen an der Uni ist es hilfreich, realen Unterricht zu erleben, früh erste Unterrichtssequenzen zu übernehmen, um die gelernte Theorie in der Praxis anzuwenden." Dadurch bekäme man einen ersten Eindruck, wie es sich anfühlt vor einer Klasse zu stehen.

Mit seiner Masterarbeit möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass die öffentliche Debatte über das Thema Männer und Grundschule geführt wird. Betreut wird Martin Preisigke von Prof. Dr. Bernd Thomas und Prof. Dr. Kristin Kersten. Und die Ergebnisse? „Ich berichte, wenn ich die Masterarbeit im Sommer abgegeben habe." 

Beim Zukunftstag, der am Donnerstag an der Universität Hildesheim stattfand und vom Gleichstellungsbüro organisiert wurde, haben sich die über 60 Schüler mit dem Thema Männer und Grundschullehramt auseinandergesetzt, mit Lehramtsstudenten gesprochen und in Praxisworkshops die Vermittlung von Experimenten im Sachunterricht erfahren.

Fernseh-Beitrag über Männer und Grundschullehramt: Kolja Kandziora hat für ARTE an der Universität Hildesheim ein Projekt besucht, das Jungen den Beruf des Grundschullehrers nahe bringen soll. ARTE-Journal, Sendung vom 26. April 2012, 19:10 Uhr (3 Min)

Das Hildesheimer Modell. Theorie & Praxis in der Lehramtsausbildung (Flyer als PDF)

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Pressemeldungen Grundschuldidaktik und Sachunterricht Männer und Grundschullehramt Polyv. 2-Fäch.BA MEd (Lehramt)
news-2842 Mon, 09 May 2011 17:08:00 +0200 Neue Vizepräsidenten der Stiftung Universität Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/fr/igus/archiv/nachricht/artikel/neue-vizepraesidenten-der-stiftung-universitaet-hildesheim/ Die Weiterentwicklung von Studiengängen, Verbesserung der Studienbedingungen, Internationalisierung von Forschung und Lehre oder die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuches stehen auf ihrer Agenda: Vizepräsidentin für Lehre und Studium ist Prof. Dr. Katrin Hauenschild, Vizepräsident für Internationalisierung ist Prof. Dr. Thomas Lange. Prof. Dr. Toni Tholen wurde als Vizepräsident bestätigt und wechselt vom Ressort Lehre in das Ressort Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs. In seiner Sitzung vom 27. April 2011 hat der Senat der Stiftung Universität Hildesheim auf Vorschlag des Präsidenten die neuen nebenberuflichen Vizepräsidenten bestätigt. Der Stiftungsrat der Stiftung Universität Hildesheim entschied positiv über den Vorschlag. Die Amtszeit der nebenberuflichen Vizepräsidenten beträgt zwei Jahre.

Die erste Sitzung des Präsidiums mit den neuen nebenberuflichen Vizepräsidenten fand am Mittwoch, 4. Mai 2011, im Präsidium statt. Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Stiftung Universität Hildesheim erklärte: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und danke dem Senat und dem Stiftungsrat für Ihre Zustimmung. Die weitere Verbesserung der Studienbedingungen, die Stärkung der Forschungsstrukturen und die Internationalisierung von Forschung und Lehre stehen auf der Agenda.“

„Die Weiterentwicklung von Studiengängen gehört zu meinen zentralen Aufgaben. Dabei möchte ich den Bologna-Prozess fortsetzen und mich für studierendenzentrierte und partizipative Lehr-Lernformen einsetzen. Die Entwicklung des viersemestrigen Masterstudiengangs für das Lehramt sehe ich für die Stiftung Universität Hildesheim als große Chance, praxisorientiertes forschendes Lernen im Studium weiter zu verankern“, erklärt Vizepräsidentin Hauenschild.

Prof. Dr. Katrin Hauenschild ist seit 2006 Professorin für Grundschuldidaktik und Sachunterricht und seit 2008 Vorsitzende des Forums Fachdidaktische Forschung der Stiftung Universität Hildesheim. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Grundschulpädagogik, der Lehr-Lernforschung und Kindheitsforschung sowie im fachübergreifenden Aufgabenfeld Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ab April 2011 ist Hauenschild Vizepräsidentin für Lehre und Studium.

„Die Stiftung Universität Hildesheim soll als Standort internationaler Vernetzung sichtbar werden, an dem Wissenschaftler und Studierende aus aller Welt zusammenkommen und im gemeinsamen Lernen, Lehren und Forschen einen internationalen und interkulturellen Wissensaustausch pflegen“, betont Vizepräsident Lange.

Prof. Dr. Thomas Lange ist seit dem Wintersemester 2008/09 Professor für Geschichte und kulturelle Praxis der Bildenden Kunst und Direktor des Instituts für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim. Zuvor hatte er von 2003 bis 2008 eine Assistenz-Professur am Kunsthistorischen Institut der Universität von Amsterdam, Niederlande, inne. Ab April 2011 ist Lange Vizepräsident für Internationalisierung.

„Ich möchte in meiner Amtszeit dazu beitragen, die bereits bestehenden Einrichtungen und Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu vernetzen und weiter auszugestalten“, erklärt Vizepräsident Tholen und ergänzt: „Zudem wird der Ausbau der Kontakte zu wichtigen Forschungsorganisationen wie vor allem zur Deutschen Forschungsgemeinschaft im Fokus meiner Arbeit stehen.“

Prof. Dr. Toni Tholen ist seit April 2008 Professor für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Stiftung Universität Hildesheim. Von April 2009 bis April 2011 hatte er das Amt des Vizepräsidenten für Lehre inne. Ab April 2011 ist Tholen Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Tholen war Vorsitzender der Fachbereichsübergreifenden Studienkommission Lehramt und Bologna-Koordinator der Stiftung Universität Hildesheim. In letztgenannter Funktion: koordinierte er die Weiterentwicklung der Studiengänge der Stiftungsuniversität im Kontext des Bologna-Prozesses. Er hatte die Federführung bei der Umsetzung von Korrekturen am Bologna-Prozess und bei der Etablierung eines ein Mal jährlich stattfindenden Dies academicus inne. Am Reformprozess des Masterstudiums im Lehramt innerhalb niedersächsischen Verbundes für Lehrerbildung hat er maßgeblich mitgewirkt.

Der Präsident dankte Dr. Margitta Rudolph für Ihr Engagement als Vizepräsidentin für Weiterbildung sowie Prof. Dr. Stephan Porombka für sein Engagement als Vizepräsident für Forschung. „Frau Dr. Rudolph verdanken wir u.a. den Weiterbildungsstudiengang Inklusive Pädagogik und dessen europäische Vernetzung und Prof. Porombka hat das Qualitätsmanagement als festen Bestandteil der Hochschularbeit etabliert. Dazu zählt besonders die Evaluation von Lehre und Studienbedingungen“, betonte der Präsident.

Auf einem Blick:

Dem Präsidium der Stiftung Universität Hildesheim gehören an:

Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident

Dr. Christoph Strutz, Hauptberuflicher Vizepräsident

Prof. Dr. Katrin Hauenschild, Vizepräsidentin für Lehre und Studium

Prof. Dr. Thomas Lange, Vizepräsident für Internationalisierung

Prof. Dr. Toni Tholen, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

 

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