Veranstaltungen des DFG-Graduiertenkollegs „Ästhetische Praxis“

Wintersemester 2021/2022

Conference "Gilbert Simondon: Ecological, aesthetic and technological modes of existence"

15 – 16 October 2021, Time Zone: Central European Summer Time

The conference will be held virtually. All contributions will be in English.

Please register here.

Gilbert Simondon is known as a philosopher of technology. Yet in his principal book on that subject he reflects on the "entire genesis implicating man and the world of which the genesis of technicity is perhaps only a small part" (MEOT 168). His book Individuation in Light of Notions of Form and Information (1958), recently translated into English, reveals him in turn as a philosopher of nature. In lecture courses, Simondon reflects on further topics such as aesthetics and psychology of perception, imagination and invention. The challenge is to show to what extent Simondon’s theories – of technology, nature and culture – are interrelated.
The conference aims to study the interconnections between the different aspects of Simondon’s philosophy – the various "modes of existence" to which he devoted considerable reflection. Its basic premise is the one that Simondon himself can be seen to have accepted as essential, that technology and its development are not an independent reality but encounter science and ethics, religious and aesthetic thought within a regulative system that Simondon names "Culture". Cultural objects fulfil the double role of mediating the relation between human beings and their natural as well as social milieu.
Simondon sees a role for philosophy in thinking the imbrication of these different modes of existence and fostering mutual exchange and communication between them. How can we think the relation between ecological, technological and aesthetic modes of existence? In what ways are they distinct in terms of structures and operations? In what ways are they engaged in a form of co-evolution? How might it be possible to reduce the fragmentation of human knowledge and experience and foster integration, in particular the reintegration of technical developments into cultural understanding?

The conference brings together international scholars from various disciplines to discuss Simondon’s thought and its relevance today in the light of possible "symbiotic" forms of ecological, aesthetic and technological modes of existence.

Program

Organised by

Anne Sauvagnargues (University of Paris, Ouest Nanterre La Défense)
Daniela Voss (University of Hildesheim, Germany)

Confirmed speakers:

Andrea Bardin – Oxford Brookes University
Yuk Hui – City University of Hong Kong
Cécile Malaspina – King's College London
Heike Delitz – Otto-Friedrich University Bamberg
Olivier Del Fabbro – ETH Zurich
Anne Lefebvre – ENS Paris-Saclay
Jean-Hugues Barthélémy – Paris-Nanterre University
Anne Sauvagnargues – Paris-Nanterre University
Daniela Voss – University of Hildesheim

 

 

„Üben üben“

Jahrestagung 2021
04.-06.11.2021

Mehr Informationen zu der Jahrestagung gibt es hier.

Feministische Wissenschaftskritik über den Weg des Körpers.

Ein praktischer Workshop mit Sunny Graff

29.11.-30.11.2021, Montag 13.00-17.00, Dienstag 9.00-14.00 in der Aula, Domäne

Der Workshop richtet sich an Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Lehrbeauftragte, Professorinnen der Universität Hildesheim (ca. 15 Teilnehmerinnen möglich)

Anmeldung bis zum 30.10.21 bei Ben Steppath (<steppath@uni-hildesheim.de>)

Wie hängen Geschlecht, Wissenschaft und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten zusammen? Und wie haben sich gesellschaftliche und akademische Machtstrukturen in die Körper von Wissenschaftlerinnen bereits eingeschrieben? Dies sind die beiden Leitfragen, die im Zentrum des geplanten Workshops mit der Kampfkünstlerin Sunny Graff stehen werden.
Im geplanten Workshop werden wir das Problem in seiner praktisch-theoretischen Verwobenheit thematisieren, indem wir durch die Arbeit über den Körper mögliche Antworten auf und Wissen zu den oben genannten Fragen hervor- und in einen kritischen Dialog mit den Erfahrungen der anderen Workshopteilnehmer*innen bringen. [mehr...]

Sunny Graff ist ausgebildete Juristin und gründete 1985 in Frankfurt den Verein „Frauen in Bewegung“, um die Idee der Selbstverteidigung für Frauen zu fördern. Ihre Arbeit sowie der von ihr gegründete Verein wurden vielfach ausgezeichnet.

Sommersemester 2021

Workshop "Wittgenstein's Exercises: Aesthetic and Ethical Transformations"

15 - 16 July 2021

This workshop aims to investigate Wittgenstein’s philosophical practices as exercises. It explores their simultaneously aesthetic and ethical dimension, so as to uncover their transformative potential for and within ordinary social practices, conceived of as a weave of trained, embodied practices and techniques.

Program

Invited Speakers

Anna Boncompagni (University of California, Irvine)
Anne-Marie-Christensen (University of Southern Denmark, Denmark)
Logi Gunnarsson (University of Potsdam, Germany)
Andreas Hetzel (University of Hildesheim, Germany)
Oskari Kuusela (University of East Anglia, UK)
Beth Savickey (University of Winnipeg, Canada)
Davide Sparti (University of Siena, Italy)
Katrin Wille (University of Hildesheim, Germany)

 

„Körperpolitiken im Ausstellungskontext“

April – September 2021

  • Diskussionen
  • (interaktive) Vorträge
  • Screenings 
  • Performances 
  • Workshops

mit

Clémentine Deliss, Antje Géra, Fanny Hauser, Viktor Neumann, Alice Peragine, Megan Tamati-Quenell, Kathy-Ann Tan, Alice Wilke und Emma Wolf-Haugh

 

Programm

Interdisziplinäre Perspektiven auf Praxistheorie(n)

Online Roundtable Discussion (via Zoom)
23.06.21, 10:00-12:00 
Gäste: Sophia Prinz und Hilmar Schäfer

Vergangene Semester

Wintersemester 2020/2021

„Weitungen ästhetischer Diskurse – postkoloniale und globale Perspektiven“

Online Roundtable Discussions

DFG-Graduiertenkolleg „Ästhetische Praxis“, DFG-Koselleck-Projekt „Geschichten der Philosophie in globaler Perspektive“, Center for World Music

Interesse an der Teilnahme? Mail an: GRK2477@uni-hildesheim.de

Durch postkoloniale und globale Perspektiven haben sich in den letzten Jahrzehnten die ästhetischen Diskurse signifikant erweitert und verschoben. Die Theorie versucht damit Anschluss zu Gewinnen an ästhetische Praktiken, die schon längst nicht mehr eurozentrischen Verengungen gehorchen. So ermöglicht der postkoloniale Blick nicht nur eine Neulektüre der Geschichte ästhetischer Praktiken, sondern hebt auch die politischen Dimensionen ästhetischer Praxis und der Theorien der Ästhetik gegenwartsbezogen in die Aufmerksamkeit. Verbunden mit den postkolonialen Perspektivierungen lassen sich auch verschiedene Ebenen globalisierter Kunst- und Ästhetikdiskurse neu erschließen.
In drei Gesprächsrunden werden diese Fragen in verschiedener Hinsicht adressiert: Michaela Ott und Ivo Ritzer sprechen über „dividuelle Kompositkulturen“ im Feld afrikabezogener Medienwissenschaft. Monica Juneja und Christian Utz sprechen über die Möglichkeit einer global orientierten Geschichtsschreibung von bildender Kunst und Musik. Simon Gikandi und Ruth Sonderegger sprechen über den Zusammenhang des Kolonialismus mit der Entstehung ästhetischer Diskurse im 17. und 18. Jahrhundert in Europa.

Donnerstags, 16 – 18 Uhr (online, BigBlueButton)

29.10.2020
Postkoloniale Konstellationen in den zeitgenössischen Künsten und der Ästhetik
Gäste: Michaela Ott (Professur für Ästhetische Theorien, Hochschule für bildende Künste Hamburg) und Ivo Ritzer (Professur für Allgemeine und Vergleichende Medienwissenschaft (unter besonderer Berücksichtigung Afrikas), Universität Bayreuth)

19.11.2020 (engl.)
Globalisierung von Kunst- und Musikgeschichte im 20. Jahrhundert
Gäste: Monica Juneja (Professur für „Global Art History“, Universität Heidelberg) und Christian Utz (Professor für Musiktheorie/Musikanalyse, Kunstuniversität Graz)

03.12.2020 (engl.)
Kolonialismus und Ästhetik
Gäste: Simon Gikandi (Robert Schirmer Professor of English, Princeton University) und Ruth Sonderegger (Professur für Philosophie und ästhetische Theorie, Akademie der bildenden Künste Wien)

Sommersemester 2020

„Praxis denken!“ - Interdisziplinäre Ringvorlesung

Die Veranstaltung wird digital durchgeführt!

Ringvorlesung im Vorlesungsverzeichnis LSF, Ringvorlesung im Learnweb (Zugang mit Veranstaltungsnummer)

Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten innerhalb und außerhalb der Universität sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Um als Gast einen Zugang zu erhalten, wenden Sie sich bitte an: GRK2477@uni-hildesheim.de

Programm

In der akademischen Welt ist häufig von einer „Praxis“ außerhalb der Wissenschaft die Rede, z.B. dann, wenn gefordert wird, dass wissenschaftliche Studien und Ergebnisse auch für die „Praxis“ relevant sein sollen oder wenigstens Praxisbezug enthalten, indem sie sich mit der „Praxis“ beschäftigen. Zudem gibt es aber auch in den Wissenschaften selbst sowie in der Philosophie Ansätze, die sich als praxistheoretisch, pragmatisch oder praxeologisch begreifen. Manche von diesen Ansätzen streben nach einem besonderen Theorie-Praxis-Verhältnis oder -Verständnis, andere wiederum sehen sich als Fachrichtung mit einer bestimmten „Praxis“ (wie Musikmachen, Schauspielen, Literarisch Schreiben etc.) als ihrem besonderen Gegenstand konfrontiert. So untersuchen Disziplinen wie die Politologie oder die Pädagogik die Praxis der Politik oder der Erziehung; in den Kultur- und Kunstwissenschaften geht es um „ästhetische“ oder „künstlerische“ Praktiken.

Die Ringvorlesung „Praxis denken!“ interessiert sich für die Art und Weise, wie in den unterschiedlichen Fachgebieten über Praxis gesprochen und gedacht wird. Dazu wurden ausgewiesene Vertreter*innen aus einer ganzen Reihe von Fächern eingeladen, um ihr jeweiliges Verständnis von Praxis darzulegen. Insofern werden in der Ringvorlesung Vorträge aus der Erziehungswissenschaft, der Kunstgeschichte, den Kulturwissenschaften, der Philosophie, Politikwissenschaft, der Psycholinguistik und der Soziologie die Bedeutungen von Praxis im Rahmen ihrer Fachrichtungen vorstellen und reflektieren.

Wintersemester 2019/2020

„Partizipation – Körper – Vollzug: Dimensionen ästhetischer Praxis“

1. Jahrestagung des Graduiertenkollegs 2477

13.-15.02.2020, Kulturcampus Domäne Marienburg, Hohes Haus, Aula

Programm

Seit der klassischen Antike wurde Praxis in Abgrenzung von anderen Tätigkeitsformen durch das Merkmal ausgezeichnet, ihren Zweck ausschließlich in sich selbst zu haben. Praxis findet ihre Vollendung in ihrem Vollzug. Dieser Vollzug verkörpert sich in Handlungen, Gesten und Haltungen, die mehrere Subjekte miteinander teilen und die ihnen Partizipationsmöglichkeiten jenseits einer Subordination unter ein abstraktes Allgemeines eröffnen. So beschreibt Aristoteles die Praxis des gemeinsamen Musizierens als Einüben eines Differenz- und Freiheitssinns, der ihm als Voraussetzung eines hierarchiefreien Miteinanders der Verschiedenen in der Polis gilt.

Die Tagung setzt sich zum Ziel, das Konzept der Praxis in seinem Potential für die ästhetische und kunstwissenschaftliche Theoriebildung zu erschließen. Ästhetische Praxis verstehen wir in einer ersten Annäherung als ein Tätigsein, in dem sich Körper, soziale Situationen und Artefakte im freien Spiel wechselseitig konstituieren. Ihren noch zu profilierenden Begriff wollen wir durch Bezugnahme auf neuere Forschungen zu partizipativen Kunstformen und zur Rolle des Körpers bzw. Leibes im ästhetischen Schaffen und Wahrnehmen vor dem Hintergrund performativitätstheoretischer Thematisierungen des Vollzugs konturieren.

Folgende Fragen sollen im Mittelpunkt stehen: Wie lässt sich ästhetische Praxis begreifen und wie lassen sich ästhetische Praktiken in einer ihnen angemessenen Weise rekonstruieren? Welche Rolle spielen Körper und Formen des Körperbewusstseins in ästhetischen Praktiken? Wie werden darin Körper konstituiert und ihre räumlichen Konfigurationen geprägt oder verschoben? Welche Rolle spielen (nicht-) werkvorbereitende Formen des Vollzugs wie Übungen, Proben und Improvisation? Welche Chancen der Partizipation und Vergemeinschaftung ergeben sich in und ausgehend von zeitgenössischen ästhetischen Praktiken?

 

„Embodied Practices between Phenomenology and Performance“

Wissenschaftlicher Theorie-Praxis-Workshop in Verbindung mit der Mixed-Reality-Installation „Conspiracy Archives“ (Susan Kozel in collaboration with Jeannette Ginslov, Keith Lim, and Margrét Sara Guðjónsdóttir).

06.-07.12.2019, Kulturcampus Domäne Marienburg, Hohes Haus, Aula (Workshop), Steinscheune (Installation)

Teilnehmende (externe Gäste): Margret Sara Guðjónsdóttir (Installation, Choreographie und praktische Übung), Selin Gerlek, Prof. Susan Kozel PhD, Jun.-Prof. Dr. Michela Summa, Laura Siegmund (Performerin)

This workshop aims to explore the embodied character of practices from a phenomenological perspective, so as to bring this phenomenological account into dialogue both with „Performative Aesthetics” (Erika Fischer-Lichte) and with performances as embodied aesthetic practices. This topic is addressed from both a theoretical and practical point of view: the workshop includes the artistic installation »CONSPIRACY ARCHIVES«, as well as a session of somatic exercises based on Margrét Sara Guðjónsdóttir’s choreographic method.

Programm

 

„Professional Wrestling in Theorie und Praxis“

Wissenschaftlicher Theorie-Praxis-Workshop in Verbindung mit öffentlichem Professional Wrestling Showing IN DEFENSE OF COMMON SENSE (eine Produktion von Jos Diegel, Künstler & Filmemacher, Wrestling Manager, Offenbach)

mit den PRETTY BASTARDS (MAGGOT & PRINCE AHURA) (WXW, GHW, nGw, u.v.m.), (WXW Tag Team Champions & GHW Tag Team Champions , WXW Tag Team Festival Gewinner 2019), FARMER JOE (CWE, nGw, GHW, SWE, u.v.m.), DICK DANGER (Rookie) (CWE, nGw) und MR. VAN VUGT (nGw, CWE)

28.-29.11.2019, Kulturcampus Domäne Marienburg, Burgtheater (Showing/Praxis), Haus 2a/004 (Workshop/Theorie)

Der Workshop „Professional Wrestling in Theorie und Praxis“ fragt nach dem Moment der Pose im Professional Wrestling, dem Moment zwischen den Bewegungen, aus dem sich die „Action“ des vermeintlichen Kampfes speist. Dieser Frage nähern wir uns auf verschiedenen Ebenen, bei einem live Professional Wrestling Showing, einem Vortrag zur Pose (Prof. Dr. Bettina-Brandl-Risi, Theaterwissenschaft, FAU Erlangen-Nürnberg) sowie einem „handfesten“ Professional Wrestling Training.

Programm

 

„Ästhetische Praxis. Ein Graduiertenkolleg stellt sich vor“

Veranstaltung im Rahmen des Jubiläumswoche der Kulturwissenschaften

25.10.2019, 13:00 bis 15:00 Uhr, Kulturcampus Domäne Marienburg, Raum: Hs 50/402

13:00 Uhr Dr. Lucilla Guidi: „Performance und Sprachspiele als transformative Ereignisse“

13:30 Uhr Marie‐Charlotte Simons: „Every_body: Pose! Die Pose im Professional Wrestling und Bodybuilding“

14:00 Uhr Salvatore Calabrese: „Wer bin 'ich', wenn ich schreibe? Überlegungen zu einer Poetik des wissenschaftlichen Schreibens“

14:30 Uhr Tobias Wittchen: „Selfie‐Machen als bildästhetische Praktik“

 

 

Sommersemester 2019

Vorträge im Rahmen des Workshops „Ereignis und Agency“ mit Gernot Böhme, Dieter Mersch und Rainer Winter

Donnerstag, 4. Juli 2019

10.00 s.t.
Andreas Hetzel (Hildesheim) Begrüßung und Einführung

10.15-11.45
Gernot Böhme (Darmstadt) Die Atmosphäre von Bildern 

14.45
Jens Roselt (Hildesheim) Begrüßung und Einführung

15.00-15.45
Dieter Mersch (Zürich) Künstliche und künstlerische Intelligenz - Zur Kritik der Algorithmisierung von Kreativität

Freitag, 5. Juli 2019 

13.45-14.00
Andreas Hetzel (Hildesheim) Begrüßung und Einführung 

14.00-14.45
Rainer Winter (Klagenfurt) Macht, Eigensinn und die Emergenz des Politischen

 

Ort der Veranstaltung: Universität Hildesheim, Kulturcampus Domäne Marienburg, Domänenstrasse 1, Hohes Haus/Aula (Hs 50/302) 

Programm

 

Ringvorlesung „Ästhetische Praxis“ 

Das Programm finden Sie hier.