Informationen zum Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Dritt- und Sondermittelprojekte und Förderanträge

Die aktuellen, durch die Ausbreitung des COVID-19-Virus bedingten Einschränkungen haben auch Auswirkungen auf die Beantragung und Abwicklung von Drittmittelprojekten. Dies betrifft vor allem

  • die Fristen und Formalitäten bei der Beantragung,
  • die bei der Administration von Projekten notwendigen Maßnahmen wie Mittelabrufe, Zwischennachweise und Abschlussberichte sowie
  • Probleme bei der Durchführung von Projekten, z.B. durch abgesagte Veranstaltungen und Dienstreisen oder den Ausfall von Personal durch Erkrankung oder Quarantänemaßnahmen. 

Generell gilt, dass Sie sich bei Problemen oder Fragen zum Vorgehen in der aktuellen Situation mit den Ansprechpartnerinnen und -partnern bei den jeweiligen Fördereinrichtung und Projektträgern in Verbindung setzen sollten. Beziehen Sie dabei auch immer die in unserer Universität zuständigen Verwaltungseinrichtungen, wie das Dezernat für Finanzen, ein.

Bei Fragen zum aktuellen Vorgehen innerhalb der Universität, z.B. bei der Einstellung von Projektpersonal, Prüfung von Kooperationsverträgen etc. wenden Sie bitte an die jeweils zuständige Einrichtung. Eine Übersicht mit aktuellen Informationen finden Sie unter https://www.uni-hildesheim.de/oeffentlichkeit/coronavirus/.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht von Informationen einzelner Förderer zur aktuellen Lage.

DFG

Die DFG hat angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie bei einer Reihe ihrer laufenden Ausschreibungen die Frist für Teilnahmen verlängert. Weitere Fristverlängerungen sollen bei Bedarf vorgenommen werden.

Laufend aktualisierte Informationen finden Sie auf den Internetseiten der DFG:

Die Leiterinnen und Leiter bereits durch die DFG geförderter Projekte wurden in den vergangenen Tagen direkt angeschrieben und über Regeländerungen bei der Projektverwaltung informiert.

Stand: 01.04.2020

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

"Die Abteilung für Forschung und Innovation des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur verfolgt in der derzeitigen Covid-19-Lage lösungsorientierte und unkomplizierte Wege in der Projektabwicklung von Forschungsprojekten.

Das bedeutet, dass die Laufzeit von Projekten, die wegen der aktuellen Beschränkungen derzeit nicht durchgeführt werden können, auf Antrag per E-Mail verlängert werden. Projekte, die noch nicht begonnen haben und deren Start sich aufgrund der Covid-19-Lage verzögert, sollen dies bei der Einstellung von Personal berücksichtigen, um unnötige Personalmehrkosten zu vermeiden. Der Projektstart von Projekten kann durch Änderungsbescheide unkompliziert verschoben werden. Verwendungsnachweise sowie Zwischennachweise und Sachberichte können auch in der Covid-19-Lage bspw. im Homeoffice gut erstellt, elektronisch abgestimmt und versandt werden. Fehlende Unterschriften können durch eine elektronische Bestätigung der Projektsprecherinnen bzw. Projektsprecher zunächst ersetzt werden. Die Unterschriften sollten bei Gelegenheit nachgeholt und die Verwendungsnachweise dann in Papierform nachgereicht werden."

Stand: 01.04.2020

Bund

- Förderungen der Bundesministerien (BMBF, BMWi etc.), Bundesbeauftragten etc. bzw. ihrer nachgelagerten Behörden -

Aktuell gibt es von Seiten des Bundes bzw. der jeweils für die Projektbetreuung zuständigen Projektträger keine allgemein gültigen Informationen. Die Fristen einzelner Ausschreibungen sind aber verschoben worden. Bitte informieren Sie sich dazu auf den jeweiligen Internetseiten der Bekanntmachung bzw. Ausschreibung oder wenden sich direkt an die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner beim zuständigen Projektträger.

Das Gleiche gilt bei laufenden Projekten, für die aktuell Verwendungs- oder Zwischennachweise erstellt werden oder Mittel abgerufen werden müssen. Zwar werden nach bisherigen Erfahrungen großzügige Fristverlängerungen gewährt, klären Sie die Details aber auf jeden Fall gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des Dezernats für Finanzen mit den für Sie zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern beim Projektträger.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat darüber hinaus einige aktuelle Hinweise veröffentlicht.

Informationen der Projekträger PT DLR und PT Jülich, u.a. zur momentanen Erreichbarkeit, finden Sie auf deren Internetseiten.

Stand: 01.04.2020

EFRE und ESF

- betrifft alle Förderlinien -

Sofern absehbar ist, dass sich in der Projektumsetzung größere Verzögerungen oder Änderungen in Folge der empfohlenen Schutzmaßnahmen zum Corona-Virus ergeben, bspw. geplante (Abschluss-)Veranstaltungen entfallen oder verschoben werden müssen oder personelle Engpässe (Abwesenheiten aufgrund von Quarantänemaßnahmen, Kinderbetreuung o. ä.) auftreten, teilen Sie dies bitte zunächst der zuständigen Sachbearbeiterin bzw. dem zuständigen Sachbearbeiter der NBank kurz per E-Mail mit. Da die NBank für die Bearbeitung des Soforthilfe-Programms des Landes Niedersachsen für die vom Corona-Virus betroffenen Firmen, Unternehmen und Freiberufler zuständig ist, können Rückmeldungen momentan erheblich länger als gewöhnlich dauern. Beachten Sie bitte das unten verlinkte Rundschreiben der NBank dazu. Informieren Sie über die Änderungen in Ihrem Projekt auch immer die zuständige Sachbearbeiterin in unserem Dezernat für Finanzen. Aktuelle Informationen finden Sie außerdem auf den Seiten der NBank.

Stand: 27.03.2020

Europäische Kommission

Horizon 2020

Die Europäische Kommission hat die Einreichfristen für alle Horizon 2020-Aufrufe mit ursprünglichen Fristen vor dem 15. April 2020 mindestens bis zu diesem Datum verlängert. Ausgenommen von dieser Regelung ist die Ausschreibung IMI2-2020-21-01.

Die genauen neuen Fristen für jeden Call und jedes Topic werden auf den jeweiligen Ausschreibungsseiten im Funding & Tenders Portal genannt: https://ec.europa.eu/info/funding-tenders/opportunities/portal/screen/home

Erasmus+

Die Europäische Kommission hat die Antragsfrist für die Strategischen Partnerschaften (alle Bildungsbereiche) auf den 23. April 2020 (12:00) verschoben. Weitere Informationen: https://eu.daad.de/infos-fuer-hochschulen/antragstellung/strategische-partnerschaften/de/45853-erasmus-strategische-partnerschaften-ka203/

Informationen für laufende Projekte

Die EU-Kommission zeigt Verständnis dafür, dass geförderte Projekte von den aktuellen Schutzmaßnahmen betroffen sind und es z.B. zu Stornokosten für ausgefallene Treffen kommen kann. In den Projektverträgen zu den unten genannten Programmen ist eine Klausel über "höhere Gewalt" (force majeure) enthalten, die auf Mobilitätsbeschränkungen als direkte Folge der von den zuständigen nationalen Behörden ergriffenen Maßnahmen angewandt werden kann. Bitte kontaktieren Sie Ihre Ansprechpartner_innen (project officers) bei der Kommission bzw. den Agenturen und informieren Sie diese im Vorfeld schriftlich über Änderungen und Absagen von Projektaktivitäten. Die Europäische Kommission hat für die verschiedenen Programme Informationen zum Inkrafttreten von höherer Gewalt und den notwendigen Handlungsschritten veröffentlicht.

Weitere Informationen:

EU-Hochschulbüro Hannover/Hildesheim

Für Fragen und Beratung stehen Ihnen außerdem die Kolleginnen und Kollegen des EU-Hochschulbüros Hannover/Hildesheim zur Verfügung: https://www.uni-hannover.de/de/universitaet/organisation/dezernate/dezernat-4/team/#c25781

Stand: 27.03.2020

DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst veröffentlicht aktuelle Informationen zum Umgang mit der COVID-19-Pandemie auf seinen Internetseiten. Bitte setzen Sie sich für individuelle Rückfragen und Absprachen mit den für Ihre jeweilige Förderlinie zuständen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern in Verbindung.

Darüber hinaus hatte der DAAD am 17.03.2020 ein Informationsschreiben an die Projektleitungen der vom DAAD geförderten Projekte versandt.

Stand: 30.03.2020