Neue Studie zur Hohlwegverbreitung im Hildesheimer Wald in ERDKUNDE veröffentlicht

Wednesday, 18. March 2020 um 19:05 Uhr

Wie wurde die Landschaft durch Hohlwege verändert?

Hohlwegsysteme sind ein charakteristisches anthropogeomorphologisches Merkmal im Hildesheimer Wald und belegen unzweifelhaft die historische Bedeutung der Region als Verkehrsraum sowie eine umfangreiche Landnutzung der Region. Der kürzlich veröffentlichte Beitrag widmet sich der Erkundung und der Quantifizierung von Hohlwegen mittels i) bodengeographisch-geomorphologischen Gelände­kartierungen sowie ii) eines halbautomatisierten GIS-basierten Modellansatzes. Die Untersuchungen zeigen, dass die Bodenlandschaft in Gebieten mit einer hohen Hohlwegdichte deutlich verändert, in der Regel degradiert, wurde. Ferner konnte für die forstwirtschaftlich genutzten Flächen des Hildesheimer Waldes ein hohlwegbeeinflusster Flächenanteil von 183 ha errechnet werden, was der Fläche von ca. 256 Fußballfeldern (je 68m x 105m) entspricht.

An der Studie beteiligt waren: André Kirchner, Nico Herrmann, Robin Stadtmann, Timo Lahmer, Lisa -Marie Hille, Thomas Steinbrecher und Martin Sauerwein.

Link zur Studie: https://www.erdkunde.uni-bonn.de/archive/2020/spatial-analysis-of-hollow-ways-in-the-hildesheimer-wald-mountains-lower-saxony-germany-as-a-model-for-mountainous-regions-of-central-europe