Universität Hildesheim erhält Millionenförderung für Gründungsunterstützung

mercredi, 18. décembre 2019 um 09:38 Uhr

Ab 2020 erhält die Universität Hildesheim die Summe von fast 2 Mio. Euro verteilt auf vier Jahre für den Aufbau und die Etablierung einer eigenen Gründungsförderung. Eine neue „Kompetenzwerkstatt für Entrepreneurship und Transfer (KET)“ soll in Hildesheim zukünftig Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Studierende in ihren Gründungsvorhaben professionell beraten und unterstützen.

Die Entscheidung in Berlin ist gefallen – Bei einem großen Festakt in der Hauptstadt wurde Anfang Dezember 2019 bekannt gegeben, welche Projektanträge beim bundesweiten Wettbewerb EXIST-Potentiale zur Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium ausgewählt wurden.

Eine Rekordzahl von 220 Universitäten und Hochschulen hatte sich mit ihren Konzepten für Gründungsförderung beworben. Die Besten in den Schwerpunkten „Potentiale heben“, „Regional vernetzen“ und „International überzeugen“ wurden von Expertenjurys für eine Förderung aus dem mit 150 Mio. Euro dotierten Unterstützungsprogramm des Ministeriums ausgewählt.

Hinter dem Antrag steckt eine in Sachen Gründungen enorm engagierte Gruppe um  Dr. Astrid Lange, die Gründungsbeauftragte der Universität Hildesheim und Kopf des Antragsteams, der Hildesheimer Wirtschaftswissenschaftler und Projektleiter Professor Athanassios Pitsoulis sowie die Stabsstellenleiter Dr. Johanna Jobst und Markus Weißhaupt.

Das KET-Gründungslabor berät ab Frühjahr 2020 Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Studierende bei ihren Gründungsvorhaben

Ab Projektbeginn 2020 erhält die Universität Hildesheim verteilt auf vier Jahre die Summe von fast 2 Mio. Euro für Maßnahmen, um unternehmerisches Potential zu erschließen und Gründungsnetzwerke weiterzuentwickeln. Eine neue „Kompetenzwerkstatt für Entrepreneurship und Transfer (KET)“ soll zukünftig Gründungsvorhaben von Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vor allem Studierenden professionell beraten und unterstützen.

„Wir wollen die Potentiale, die hier in Hildesheim sind, heben. Mit der KET-Werkstatt bauen wir eine Infrastruktur für Gründungsteams auf. Ein Labor entsteht, in dem sich Gründungsteams aller Fachbereiche treffen und austauschen können und Beratung erhalten“, sagt die preisgekrönte Entrepreneurship-Forscherin Dr. Astrid Lange.

Gründungsteam der Universität Hildesheim arbeitet eng mit Partnern in der Region zusammen

Die KET wird dabei eng mit dem erfolgreichen Gründer-Ökosystem der Region Hildesheim zusammenarbeiten. Unterstützung für das Antragsteam gab es nicht nur von Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich und der gesamten Hochschulleitung, sondern auch vom Land. Niedersachsen übernimmt den nicht unerheblichen Eigenanteil, den die Bewerber erbringen müssen. „Ich gratuliere den Hochschulen zu ihren gelungenen Anträgen“, so Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. „Wir brauchen innovative Startups in Niedersachsen. Sie tragen wesentlich zum wirtschaftlichen Wachstum bei und helfen uns mit ihren Innovationen, die Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels zu meistern.“

Von der Förderung profitieren nun an der Universität Hildesheim die Professorinnen und Professoren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Studierende in allen Fachbereichen, denn sie können zukünftig bei Gründungsvorhaben mit professioneller Unterstützung rechnen.

Das Labor soll im Frühjahr 2020 starten. „Die Gründungsberatung muss vor Ort an der Universität sichtbar sein. Das können wir nun mit der KET realisieren. Wer die Idee hat, zu gründen, etwa als Studierender oder aus einem Forschungsprojekt, einer Dissertation oder Masterarbeit heraus – von Fachübersetzen über Bildungswissenschaften, Sozialpädagogik, Kultur und Philosophie bis zu Wirtschaft und Informatik –, kann sich an uns wenden. Wir nehmen die Gründungsideen ernst“, sagt Professor Athanassios Pitsoulis. Es gebe bereits Gründungsteams, „die in den Startlöchern stehen“.

„Wir wollen Mut machen und dabei unterstützen, Gründungsprojekte nachhaltiger und überlebensfähiger zu gestalten“, sagt Forschungsreferent Markus Weißhaupt. So können sich Gründungsinteressierte beispielsweise auf die begehrten EXIST-Gründungsstipendien bewerben.

„Wenn die Gründungsberatung vor Ort fehlt, dann wandern potentielle Gründerinnen und Gründer in andere Regionen ab. Ich habe das selbst erlebt, ich studiere in Hildesheim und habe in Hannover an drei Start-Ups mitgewirkt, weil in Hildesheim die Strukturen fehlten. Nun entwickelt sich in Hildesheim die Gründerszene und ich kann hier in der Arbeitsgruppe Entrepreneurship der Universität mitwirken“, sagt Lukas Sontheimer. Er studiert „Internationales Informationsmanagement“ und hat mit der Psychologiestudentin Rebecca Neugebauer an dem Projektantrag für die KET mitgewirkt.

Kontakt: Wer Fragen zu dem Projekt hat, erreicht Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis unter der Telefonnummer 05121 883 40642.


Athanassios Pitsoulis, Markus Weißhaupt, Astrid Lange und die Studierenden Rebecca Neugebauer und Lukas Sontheimer am Samelsoncampus der Universität Hildesheim. Professor Pitsoulis bei der Bekanntgabe der Projektförderungen durch das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Foto: Isa Lange (2), Daniel Kunzfeld (2), BMWI/Bildkraftwerk (1)