Ideen-Expo in Hannover

Monday, 26. August 2013 um 09:12 Uhr

Was passiert mit der Hallig Nordstrandischmoor, wenn der Meeresspiegel an der Nordseeküste steigt? Wie riechen Moleküle, wie entstehen Apps? Junge Menschen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern ist das Ziel von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim auf der Ideen-Expo.

Technik und Naturwissenschaften sind langweilig? Das Gegenteil beweisen Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen auf der Ideen-Expo bis zum 1. September 2013 in Hannover. Bereits zum vierten Mal dreht sich auf dem Messegelände in Hannover alles um Technik, Naturwissenschaften und Berufsorientierung. Der Eintritt ist kostenfrei. Jugendliche können Exponate in sechs thematischen Ideenpfaden erkunden und erhalten in Workshops und Live-Experimenten Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften. Die Universität Hildesheim ist mit fünf Projekten und einem eigenen Stand dabei. Ziel ist es, den Forschergeist junger Menschen zu entfachen und bei Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden das Interesse für naturwissenschaftlich-technische Berufe zu wecken.

Die Hildesheimer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erklären zum Beispiel an einer Experimentierstation den Klimawandel. Was passiert, wenn der Meeresspiegel an der Nordseeküste steigt? Besucher können am Computer simulieren, ab welchem Meeresspiegelanstieg die Hallig Nordstrandischmoor im nordfriesischen Wattenmeer überflutet wird. An einer weiteren Projektstation können Besucher mit einem Computerprogamm berechnen, ob sie „auf zu großem Fuß" leben. Denn: Derzeit braucht rechnerisch jeder Mensch auf der Erde 2,7 Hektar Land, es stehen aber nur 1,8 Hektar zur Verfügung. Der ökologische Fußabdruck beschreibt, wieviel Fläche der Erde ein Mensch benötigt, um seinen Lebensstil und Lebensstandard dauerhaft zu ermöglichen. An der Station „Riechen und Sensorik“ dreht sich alles rund um Moleküle, die sich in ihrer Struktur wie Bild und Spiegelbild verhalten. Die Rezeptoren in der Nase fangen ein Molekül ein leiten ein entsprechendes Signal an das Gehirn weiter.

Wie entsteht eine App? Handys waren einst zum mobilen Telefonieren gedacht. Auf Smartphones ist das mittlerweile zur Nebensache geworden, sagen Informatiker. „Apps, vom Merkzettel bis hin zu Spielen, lassen jedes Smartphone zu einem einzigartigen Begleiter werden." An der Smartphone-Projektstation programmieren Besucher Anwendungssoftware – zum Nachbauen. An einer weiteren Station zeigen Wissenschaftler, wie man künstliches Sonnenlicht zur Innenraumbeleuchtung und in Gewächshäusern verwenden kann und wie das Licht auf Pflanzen wirkt. Dabei kombinieren die Besucher Leuchtdioden (LEDs) mit unterschiedlichen Wellenlängen und erzeugen Licht, das dem Sonnenlicht stark ähnelt.

2011 kamen über 310.000 Besucher, auch in diesem Jahr ist der Eintritt zur Ideen-Expo kostenlos. Der Pavillon der Ideen (Halle 9) ist täglich von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. An den Wochenenden treten bekannte Bands und Musiker auf. Der Stand der Uni Hildesheim wird von der IdeenExpo-Stiftung gefördert (im Bereich „Leben Menschen Medien“, LMM 015).

Interessierte können sich bei Fragen an Dr. Norman Weiss wenden (Fachbereich IV Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik, 05121 883-406, norman.weiss[at]uni-hildesheim.de).

Studium im MINT-Bereich

Die Universität Hildesheim bietet verschiedene Studiengänge und Studienvarianten (Überblick) in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik an. Studieninteressierte können sich noch bis zum 21. Oktober in die zulassungsfreien Bachelorstudiengänge „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ und „Wirtschaftsinformatik“ einschreiben. Bei Fragen hilft die Studienberatung weiter, die Infoline für Studien- und Bewerbungsfragen ist telefonisch (05121.883-385) und per E-Mail (studieninfo[at]uni-hildesheim.de) zu erreichen.