Besondere Leistungen in Lehre, Forschung und Service

Monday, 20. January 2014 um 08:05 Uhr

Der Informationswissenschaftler Prof. Thomas Mandl und die Medienlinguistinnen Prof. Dr. Christiane Maaß und Uta Fröhlich bringen Studierenden die barrierefreie Internetkommunikation bei. Juniorprofessorin Nathalie Mälzer forscht, wie Dialoge in Film und Theater zustande kommen. Heike Härtling hat mit besonderem Einsatz für Überblick im Hochschulalltag gesorgt und jahrelang den Informationsaustausch zwischen Hochschulleitung, Mitarbeitern und Studierenden organisiert. Dafür erhalten sie die Preise für hervorragende Lehre, Forschung und Service der Universität Hildesheim.

Sie bringen hochkomplexe Sachverhalte – etwa Gesetzestexte oder Berufsinformationen – verständlich zum Ausdruck. An der Universität Hildesheim lernen Studierende, Informationen im Internet barrierefrei aufzubereiten – für Menschen mit einer Behinderung, mit geringen Deutschkenntnissen oder Lernschwierigkeiten im Lesen. In Lehrveranstaltungen wie „Barrierefreie Internetnutzung" und „Orientierung Menschen mit Sinnesbehinderung“ erwerben die Studierenden informationswissenschaftliche Grundlagen, prüfen die technische Barrierefreiheit von Online-Kommunikation und lernen das Übersetzen in „Leichte Sprache“. Dabei setzen sie die Theorie direkt um: In Zusammenarbeit mit dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte wurden 2013 etwa die Internetseiten über Ausbildungsberufe aufbereitet, weitere Kooperationen laufen derzeit im Justizbereich. Die Medienlinguistin Prof. Dr. Christiane Maaß, der Informationswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Mandl und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Uta Fröhlich entwickeln diese praxisnahen Seminare – und erhalten dafür den Preis für hervorragende Lehre. Die Lehrenden befassen sich mit einem „gesellschaftlich hochaktuellen Bereich, nämlich der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder Einschränkungen an sozialen Medien“, begründet Prof. Dr. Jürgen Sander, Vizepräsident für Lehre und Studium, die Entscheidung.

Welche Probleme bei der Übersetzung von Dialogen auftauchen – vom Mündlichen ins Schriftliche, von einer Sprache, einer Gattung oder einem Medium ins andere – und wie sich dadurch Bedeutungen verschieben – damit befasst sich Juniorprofessorin Dr. Nathalie Mälzer. In einem aktuellen Forschungsprojekt geht es zunächst um fiktionale Medientexte, darunter Romane, Theateraufführungen, Comics, Spielfilme und Hörspiele. Später sollen Zeitungs- und Rundfunkinterviews, Dokumentarfilme und Sachbücher untersucht werden. Aus den Ergebnissen möchte die Forscherin Qualitäts- und Bewertungskriterien für Dialogübersetzungen entwickeln. Von den Erfahrungen profitieren Studierende – sie lernen, Filme zu untertiteln und zu synchronisieren und übersetzen für das Fernsehen und Theater. Mälzer studierte in Berlin und Paris Literatur-, Theater- und Filmwissenschaften und übersetzt Romane, Theaterstücke und Sachbücher. Für ihre hervorragende Forschung wird sie nun ausgezeichnet. „Das Arbeitsfeld von Nathalie Mälzer ist zukunftsträchtig. Sie verbindet in ihrer Arbeit die Bereiche Sprache, Medien und Übersetzung und kombiniert Theorie und Praxis“, würdigt Prof. Dr. Renate Soellner, Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Zudem habe Nathalie Mälzer ihre Juniorprofessur selbst eingeworben: Seit Ende 2012 ist sie Heyne-Juniorprofessorin für Transmediale Übersetzung an der Universität Hildesheim.

Heike Härtling erhält den Preis für hervorragenden Service. Die Sekretärin hat über zwölf Jahre das Präsidialbüro geleitet und zuvor in anderen Bereichen der Universität Hildesheim gewirkt und – in enger Abstimmung mit Iris Ehlers und Sabine Fulgner – für Überblick im Hochschulalltag gesorgt. E-Mails, die laufend eintreffen, und die Organisation von Senatsunterlagen, Briefwechseln oder Gesprächen – das ist „eine Managementaufgabe mit hoher Stressbelastung“, unterstreicht Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich und dankt Heike Härtling für den herausragenden Einsatz. „Frau Härtling versteht es, Kommunikationspfade herzustellen. Dank ihrer außerordentlich kompetenten Ausführung und jahrelangen Erfahrung verläuft der Informationsaustausch zwischen Präsidium, Dekanen, Wissenschaft und Verwaltung sowie mit den Studierenden reibungslos. Auch die stark angewachsene externe Kommunikation wird mustergültig erledigt.“

Die Preise für Forschung, Lehre und Service sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Die Preise wurden im Rahmen des Neujahrsempfangs im Burgtheater verliehen.