Die sprachliche Konstruktion der Frauenbilder in den politischen Frauenzeitschriften unter dem Aspekt der konstitutiven, kommunikativen und rhetorischen Vermittlungsstrategien

mardi, 15. janvier 2013 um 18:00 Uhr

Vortrag von Dr. Erika Kegyes (Miskolc) im Rahmen des Forschungskolloquiums des Fachbereichs 3 im Wintersemester 2012/2013

Vortrag von Dr. Erika Kegyes (Miskolc) im Rahmen des Forschungskolloquiums des Fachbereichs 3 im Wintersemester 2012/2013

Ort: L 046 (Bühler Campus)

Institut für deutsche Sprache und Literatur                   
Institut für englische Sprache und Literatur                  
Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie
Institut für Interkulturelle Kommunikation
Institut für  Übersetzungswissenschaft  und  Fachkommunikation

Koordination: Stephan Schlickau
 

Info: Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf die Analyse ausgewählter historischer und aktueller politischer Frauenzeitschriften. Unter dem Begriff „politische Frauenzeitschrift“ sind hier die Periodika der politischen Frauenorganisationen zusammengefasst. Diese Informationsblätter, Vereinsorgane oder „Partei-Zeitschriften“ haben eine wichtige Funktion dabei, wie sich das Frauenbild in verschiedenen Zeiträumen entwickelt und
durch welche ideologischen Überzeugungen es konstruiert und geprägt wird.

Die Möglichkeiten zur politischen Partizipation der Frauen sind in diesem Zusammenhang auch durch das (meistens) explizit dargestellte Bild der Frau der politischen Frauenzeitschriften und durch ihre Vermittlungsstrategien beeinflusst. Die politischen Frauenzeitschriften bieten ihren Leserinnen Identifikationsschemata für ihre sozialen und politischen Rollen als Frau. Die Vermittlungsstrategien der Frauenbilder stellen einen Transformationsprozess dar, der sprachlich-kommunikativ und rhetorisch herausgearbeitet wird.

Deshalb sind die politischen Frauenzeitschriften von gestern und heute als ein Forum und Diskussionsraum für die Konstruktion und Diskusiion des aktuellen Frauenbildes aufzufassen. Dieser diskursive Raum fungiert auch als politische Öffentlichkeit. Dabei kommt den sprachlichen Vermittlungsstrategien eine besondere Rolle zu: Sie prägen den politischen Diskurs mit, bieten Identifikationsbilder an, popularisieren und mediatisieren das von ihnen konstruierte Frauenbild. Sprachlich gesehen orientieren sie sich an etablierten stilistischen Mustern des politischen Journalismus, jedoch zeigen sie auch diskursive Formen und Muster sowohl auf thematisch-inhaltlicher Ebene als auch auf der Darstellungsebene auf, für die spezifische Merkmale charakteristisch sind. Das Ziel des Projektes ist es, diese zu erfassen, zu analysieren und in ihren diskursiven Zusammenhängen zu beschreiben.